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Einladung zum April­-Ak­ti­ven­treffen – mit dem Berliner Vollzugs­beirat

07. April 2026
Ort:HU-Geschäftsstelle
Datum: Dienstag, 14. April 2026
Uhrzeit:19:00 Uhr
Ende: Dienstag, 14. April 2026, 21:00 Uhr

Am Dienstag, den 14. April, treffen wir uns um 19.00 Uhr in der HU-Geschäftsstelle

 

Zu diesem Treffen begrüßen wir

Olaf Heischel und

Annette Linkhorst vom Berliner Vollzugsbeirat

Mit ihnen wollen wir über ihre Arbeit, aktuelle Probleme im Strafvollzug und die Lösungsvorschläge des Berliner Vollzugsbeirats diskutieren.

Der Abend dient auch der Vorbereitung für unsere Wahlprüfsteine. In ihnen werden die Parteien auch nach ihren Vorstellungen zum künftigen Strafvollzug in Berlin gefragt.

 

Einige Worte zu unseren Gästen und dem Berliner Vollzugsbeirat:

Dr. Olaf Heischel

Vorstandsvorsitzender seit 1999

Anwalt für Strafsachen von 1984 bis 2020

Träger des Bundesverdienstkreuzes für seine Verdienste um den Berliner Strafvollzug

Autor der Dissertation „Haftverschonung aus Gesundheitsgründen“

Mitbegründer des Vereins „Kunst und Knast“ und des „Runden Tisches für ausländische Gefangene und Gefangene mit Migrationsgeschichte“

Meine Hauptziele sind die Angleichung

Was ihm wichtig ist: die Angleichung der Lebensverhältnisse in und außerhalb der Haft, die Abwendung von überkommenen Strafvorstellungen und weniger und kürzere Gefängnisaufenthalte

Dr. Annette Linkhorst

Stellvertretende Vorsitzende seit 2007

Rechtsanwältin, Fachanwältin für Strafrecht

Vorsitzende des Anstaltsbeirats der Jugendstrafanstalt Berlin

Was ihr wichtig ist: Resozialisierung als Zweck des Strafvollzugs hochhalten und inhaftierten Menschen helfen, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern

Der Berliner Vollzugsbeirat sagt über sich:

Der Berliner Vollzugsbeirat (BVB) ist ein unabhängiges vollzugspolitisches Gremium dessen Aufgabe es ist, sich für die Ziele und die Fortentwicklung des Berliner Strafvollzuges in den Haftanstalten und in der Öffentlichkeit zu engagieren; die Beiratsmitglieder sind ehrenamtlich tätig.

Das Strafvollzugsgesetz (StVollzG) Berlin, in Kraft seit dem 1. Oktober 2016, umfasst die für die Anstaltsbeiräte und den Berliner Vollzugsbeirat geltenden Regelungen §§ 111 und 112.

Die gesetzliche Aufgabe der Anstaltsbeiräte (ABe) besteht darin, den Vollzug und die Eingliederung der Gefangenen zu gestalten, Verständnis und Akzeptanz für den Vollzug zu fördern und Kontakte zu öffentlichen sowie privaten Einrichtungen zu vermitteln (§ 111 StVollzG Berlin).

Der Berliner Vollzugsbeirat (BVB) besteht aus den AB-Vorsitzenden und Vertreter*innen gesellschaftlicher Institutionen – z.B. von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden, der Ärzte- und der Rechtsanwaltskammer, der Freien Wohlfahrtspflege u.ä. -, die beratend an der Planung und Weiterentwicklung des Berliner Vollzugs (§ 112 StVollzG Berlin) mitwirken. Die Mitglieder dienen als Ansprechpartner*in für Gefangene, Bedienstete, Anstaltsleitungen und externe Mitarbeitende im Strafvollzug. Der BVB ist besonders in Kommunikation mit der Senatsjustizverwaltung tätig, behandelt jedoch auch übergeordnete Anliegen, während andere Anfragen an die entsprechenden ABe weitergeleitet werden.

AB- und BVB-Mitglieder haben Informationsrechte gegenüber der Justizverwaltung und das Recht, Haftanstalten zu betreten.

Berlin verfügt über sieben Justizvollzugsanstalten, eine Jugendarrestanstalt und acht Anstaltsbeiräte. Die ABe werden von der Senatsverwaltung nach Vorschlägen verschiedener Organisationen ehrenamtlich berufen. Die Einbeziehung von ’normalen Menschen‘ und Gesellschaftsvertreter*innen auf den Strafvollzug zielt darauf ab, die Wiedereingliederung und soziale Verantwortung der Gefangenen zu fördern.

Die Beiräte befassen sich mit verschiedenen Aspekten des Vollzugs wie Unterbringung, Drogenproblemen, medizinischer Versorgung und Täter-Opfer-Ausgleich. Insbesondere der BVB arbeitet eng mit freien Trägern zusammen und hat sich dem Ausbau des offenen Vollzugs, der Reduzierung von Überbelegung, der Schaffung von Arbeitsplätzen für Gefangene und der muslimischen Seelsorge gewidmet. Ein aktuelles Thema ist der Zugang von Informationstechnologien für Gefangene.

Außerdem planen wir unseren Stand auf der diesjährigen Freiwilligenbörse. Sie ist am Samstag, den 25. April, von 11 bis 16 Uhr im und vor dem Roten Rathaus. Der HU-Stand ist im Innenbereich.

Für diesen Stand werden, wie in den vergangenen Jahren, HU-Mitglieder gesucht, die an dem Stand über die Arbeit der HU informieren möchten.

Außerdem gibt es Neuigkeiten aus dem Kuratorium der Stiftung des Haus der Demokratie und Menschenrechte.

Weitere Vorschläge zur Tagesordnung sind selbstverständlich willkommen. Ebenso Interessierte, neue und schon länger nicht aktive Mitglieder, die sich wieder im Landesverband engagieren wollen.

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