Sie befinden sich hier: Start |Veranstaltungen |

Berlin: Termine, Berlin: Aufmacher - 22.05.19

One World Berlin Human Rights Film Festival: ab Mai 2019 mit monatlicher Filmreihe

Seit 2004 organisiert das Team von One World Berlin regelmäßig Filmvorführungen mit Diskussion zu Menschen- und Bürgerrechtsthemen, Kern der Aktivitäten war bisher ein jährliches Festival. Ab 2019 wird ein neues Format erprobt, die monatliche Filmreihe ONE WORLD BERLIN - MENSCHENRECHTE AKTUELL. Kooperationspartner sind das unabhängige und vielfach für sein Programm ausgezeichnete Lichtblick-Kino und die Humanistische Union, Deutschlands älteste Bürgerrechtsorganisation (mitbegründet von Fritz Bauer). Deren derzeitige Arbeitsschwerpunkte sind der Kampf gegen Polizeiwillkür, gegen Überwachung im Netz und im öffentlichen Raum, der Einsatz für Wohnen als Menschenrecht, Informationsfreiheit, und ein demokratisches Europa, den Abbau der Staatsleistungen für Kirchen und die Freiheit beim Sterben.

Filmemacher*innen und Expert*innen diskutieren mit dem Publikum über Themen, die Menschen in der Stadt bewegen: lokal, wie die Wohnungslage oder global. ONE WORLD BERLIN - MENSCHENRECHTE AKTUELL versteht sich auch als Plattform für Berliner Bürger- und Menschenrechtsinitiativen, die zu den in den Filmen verhandelten Fragen arbeiten.

Den Auftakt bildet eine Sondervorführung von DER ILLEGALE FILM (Deutschland 2018) von Claus Wischmeyer und Martin Baer (Kinshasa Symphony, Befreien Sie Afrika!), der am 22.05.2019 gezeigt wird. Seit Menschengedenken nutzen wir Bilder, um uns von der Welt ein Bild zu machen. Aber noch nie wurde so viel gefilmt und fotografiert wie aktuell. Schätzungen besagen, dass Tag für Tag mehr als zwei Milliarden Fotos aufgenommen und in den sozialen Netzwerken geteilt werden. Bereits 2020 werden 45 Milliarden Kameras uns und die Welt abbilden. Doch wie gehen die Menschen damit um, wenn die Welt und ihr Abbild miteinander verschmelzen? Die Filmemacher zeigen, wie schnell und tiefgreifend sich unser Umgang mit Bildern verändert. So stellt sich mehr und mehr die Frage, welche Bilder wir überhaupt zu sehen bekommen und wie der Zugang zu ihnen geregelt ist? Wie verändert dieses Vorgehen die Beziehung der Menschen zueinander? Wie prägen neue Technologien das Bild der Menschen von der Welt? Und viel wichtiger: Werden wir uns irgendwann in einer Welt bewegen, in der Realität und Bild nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind?

Anschließend findet ein Gespräch mit dem Regisseur statt, moderiert von Axel Bussmer

(Landesgeschäftsführer, Humanistische Union Berlin-Brandenburg).

 

Am 02.6.2019 findet eine Preview von Fredrik Gerttens (Bananas!*, Bikes vs. Cars) neuem Film PUSH – FÜR DAS GRUNDRECHT AUF WOHNEN (Schweden 2019) statt.

Überall auf der Welt schnellen die Mietpreise in den Städten in die Höhe. Die Einkommen tun das nicht. Langzeitmieter werden aus ihren Wohnungen herausgedrängt. PUSH wirft ein Licht auf eine neue Art des anonymen Hausbesitzers, auf unsere immer weniger bewohnbaren Städte und eine eskalierende Krise, die uns alle betrifft. Das ist keine Gentrifizierung mehr: Wohnungen sind Kapital und Orte, um Geld anzulegen.

Eine Unterkunft ist ein fundamentales Menschenrecht, eine Voraussetzung für ein sicheres und gutes Leben. Aber in Städten weltweit werden die Chancen auf bezahlbare Wohnungen immer schwieriger. Wer sind die Akteure und was sind die Faktoren, die Wohnraum zu einem der größten Probleme der heutigen Zeit machen? Der Film ergänzt die Berliner Debatte um eine internationale Perspektive.

Anschließend wird mit Vertreter*innen von Mieter*innenrechtsinitiativen über die beeindruckende Dokumentation gesprochen.

 

Am Sonntag, den 28. Juli, gibt es eine weitere Preview. FACE_IT! DAS GESICHT IM ZEITALTER DES DIGITALISMUS (Deutschland 2019) begleitet Aktivist*innen bei kreativen Protesten gegen die Einführung von Überwachungskameras mit Gesichtserkennungssoftware am Bahnhof Südkreuz. Sie soll bei der Bekämpfung des Terrorismus helfen. Dafür überwacht sie alle Menschen, die den Bahnhof betreten.

Der Regisseur Gerd Conradt (Starbuck: Holger Meins) dokumentiert seit über 50 Jahren politische Entwicklungen in Deutschland, von der RAF über Berliner Filz bis zur Teilung Deutschlands und den Folgen. Er sucht dabei stets nach innovativen Formen jenseits des klassischen Dokumentarfilms. In FACE_IT!spricht Conradt mit Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Politiker*innen und ganz normalen Menschen zum Thema Gesicht. „Das Ergebnis ist ein Film über das Verhältnis des Menschen zu seinem Gesicht, über den Missbrauch von Gesichtserkennungs-Software zur Überwachung. Das Gesicht ist viel mehr als der Code, berechnet in einer Software und noch viel mehr ist der Mensch, denn der stellt mit seinen Emotionen, Bewegungen und Handlungen auch noch mehr dar als man aus seinem Gesicht lesen könnte. Dieses 'mehr' kann der Film auf eindrucksvolle Weise sichtbar machen.“ (taz Bewegungsblog)

Anschließend findet ein Gespräch mit dem Regisseur statt, moderiert von Axel Bussmer (Landesgeschäftsführer, Humanistische Union Berlin-Brandenburg).

 

 

Mittwoch, 22.05.2019, 20:30 DER ILLEGALE FILM

Sonntag, 02.06.2019 18:00 PUSH – FÜR DAS GRUNDRECHT AUF WOHNEN

Sonntag, 28.07.2019 18:00 FACE_IT!

 

Weitere Termine folgen.

 

Alle Vorstellungen im Lichtblick-Kino, Kastanienallee 77, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg www.lichtblick-kino.org

 

Weitere Informationen zum Programm www.oneworld-berlin.de

 


Veranstaltungen / Berlin

„One World Berlin – Menschenrechte aktuell“-Filmreihe: „Face_It – Das Gesicht im Zeitalter des Digitalismus“ und das Pilotprojekt zur Gesichtserkennung am S-Bahnhof Südkreuz

Am Sonntag, den 28. Juli, gibt es im Rahmen der erfolgreich gestarteten „One World Berlin – Menschenrechte aktuell“-Filmreihe um 18.00 Uhr im...