{"id":126,"date":"2009-03-18T12:00:00","date_gmt":"2009-03-18T11:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/berlin.humanistische-union.de\/presse\/wahlfreiheit-oder-entscheidungszwang\/"},"modified":"2021-08-30T15:45:35","modified_gmt":"2021-08-30T13:45:35","slug":"wahlfreiheit-oder-entscheidungszwang","status":"publish","type":"presse","link":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/pressemeldungen\/wahlfreiheit-oder-entscheidungszwang\/","title":{"rendered":"Wahlfreiheit oder Entscheidungszwang?"},"content":{"rendered":"<p>Vor wenigen Tagen hat der Landeswahlleiter die Abstimmungsunterlagen sowie die Stimmzettel f&uuml;r den am 26. April in Berlin geplanten Volksentscheid &#8222;Pro Reli&#8220; ver&ouml;ffentlicht. Die Humanistische Union sieht in der Formulierung der Abstimmungsfrage auf dem Stimmzettel eine einseitige, sachlich falsche Darstellung des Abstimmungsgegenstandes. Die B&uuml;rgerrechtsorganisation fordert deshalb den Landeswahlleiter auf, die Abstimmungsfrage zu korrigieren und neutral zu gestalten.<\/p>\n<p>Auf den ver&ouml;ffentlichten Mustern der Stimmzettel hei&szlig;t es: &#8222;<i>Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler d&uuml;rfen &#8211; bei einem Alter bis 14 Jahren ihre Eltern &#8211; frei w&auml;hlen, an welchem dieser F&auml;cher sie teilnehmen.<\/i>&#8220; Die Einf&uuml;hrung eines staatlichen Religionsunterrichts in Berlin und die zwangsweise Entscheidung zwischen Ethik oder Religion ist nach Ansicht der Humanistischen Union keine Religionsfreiheit. Johann-Albrecht Haupt, Mitglied des Bundesvorstandes der Humanistischen Union, weist in diesem Zusammenhang auf die Beeintr&auml;chtigung der negativen Religionsfreiheit hin, sollte sich das Volksbegehren durchsetzen: &#8222;<i>Bei dem Wahlpflichtbereich Ethik-\/Religionsunterricht, den die Initiatoren einf&uuml;hren wollen, handelt es sich nicht um eine freie Wahl der Religion &#8211; sondern einen Entscheidungszwang. &sbquo;Pro Reli&#8216; will verhindern, dass Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler sowohl am Ethik- als auch am Religionsunterricht teilnehmen k&ouml;nnten. Wenn Ethikunterricht nur noch f&uuml;r jene Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler verpflichtend ist, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, wird Ethik zum Ersatzfach f&uuml;r Religionsverweigerer.<\/i>&#8220; Es sei deshalb eine Verdrehung der Tatsachen, wenn &#8222;Pro Reli&#8220; f&uuml;r sich in Anspruch nehme, die Religionsfreiheit zu st&auml;rken.<\/p>\n<p>Den Landeswahlleiter fordert die Humanistische Union auf, die am 26. April zur Abstimmung stehende Frage neutral zu formulieren. Dazu merkt Johann-Albrecht Haupt an: &#8222;<i>Die bisher vorliegende Frage bezieht sich auf den Werbeslogan &#8218;Wahlfreiheit&#8216;, mit dem die Initiative &#8218;Pro Reli&#8216; f&uuml;r ihr Anliegen wirbt. Das ist nicht nur sachlich falsch, sondern auch eine einseitige Parteinahme. Um rechtlichen Auseinandersetzungen &uuml;ber die G&uuml;ltigkeit der Abstimmung zu entgehen, sollte die Frage neutral formuliert werden.<\/i>&#8220;<\/p>\n<h5>Zum Hinter&shy;grund:<\/h5>\n<p>Zur Erhaltung der Religionsfreiheit ruft die Humanistische Union alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger Berlins auf, dem Volksbegehren &#8222;Pro Reli&#8220; am 26. April ihre Zustimmung zu verweigern. &Uuml;ber Fehlinformationen und Missverst&auml;ndnisse zum Volksbegehren informiert die B&uuml;rgerrechtsorganisation ab sofort mit einem Informationsblatt, dass Sie <a href=\"http:\/\/berlin.humanistische-union.de\/fileadmin\/hu_upload\/doku\/2009\/HUFlyer-ProEthik-www.pdf\">hier <\/a>finden oder &uuml;ber die Gesch&auml;ftsstelle der HU beziehen k&ouml;nnen. Ausf&uuml;hrliche Informationen zum Status des Religionsunterrichts sowie dem Volksbegehren &#8222;Pro Reli&#8220; finden Sie <a href=\"http:\/\/proethik.humanistische-union.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">auf diesen Seiten<\/a>.<\/p>\n<p>Die Humanistische Union setzt sich seit 1961 f&uuml;r die konsequente Trennung von Staat und Kirchen sowie die Wahrung der individuellen Religionsfreiheit ein. Die Humanistische Union ist religi&ouml;s und weltanschaulich neutral, z&auml;hlt neben Atheisten und bekenntnisfreien Menschen auch Christen und Vertreter anderer Glaubensrichtungen zu ihren Mitgliedern.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[20,37,36],"autoren":[13],"class_list":["post-126","presse","type-presse","status-publish","hentry","tag-berlin-presse","tag-berlin-religion","tag-religion-schule","autoren-sven-lueders"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Wahlfreiheit oder Entscheidungszwang? - HU Berlin-Brandenburg<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/pressemeldungen\/wahlfreiheit-oder-entscheidungszwang\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Wahlfreiheit oder Entscheidungszwang? - HU Berlin-Brandenburg\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Vor wenigen Tagen hat der Landeswahlleiter die Abstimmungsunterlagen sowie die Stimmzettel f&uuml;r den am 26. 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