{"id":69,"count":0,"description":"1. Video&uuml;berwachung \n\na) Unter welchen Umst&auml;nden halten Sie eine Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen f&uuml;r erforderlich?\n\nWir halten es f&uuml;r erforderlich, die Sicherheitssituation in der U-Bahn zu\n\nverbessern. Wir haben aber haben Zweifel, ob die unter Rot-Rot immer st&auml;rker\n\nausgeweitete Video&uuml;berwachung dazu viel beitr&auml;gt. Die Kameras m&ouml;gen\n\ndazu beitragen, schwerer Straftaten aufzukl&auml;ren. Verhindern konnte sie diese\n\nTaten aber nicht. Das k&ouml;nnten sie nur, wenn statt blo&szlig;er Aufzeichnung\n\ntats&auml;chlich live jemand zus&auml;he und rasch Hilfe schicken k&ouml;nnte. Das erfordert\n\nPersonal. Uns erscheint es effektiver und verh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger, das Personal\n\nwir Rahmen einer Evaluation kl&auml;ren.\n\nb) Bef&uuml;rworten Sie eine unabh&auml;ngige und umfassende wissenschaftliche Evaluation der Kriminalit&auml;tspr&auml;ventionswirkung der Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen?\n\nVideo&uuml;berwachung. Nur so l&auml;sst sich feststellen, ob und unter welchen\n\nBedingungen sie tats&auml;chlich etwas bringt. Eine echte Evaluation unterlassen\n\nNein\n\nDerzeit halten wir rechtliche &Auml;nderungen nicht f&uuml;r erforderlich. Sollte die\n\n2. Polizeibeauftragter \n\nBef&uuml;rworten Sie die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerde-stelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns nachgeht (\"Polizeibeauftragte\/r\")? \n\nJa\n\nWir wollen eine unabh&auml;ngige Stelle, an die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger sich\n\nwenden k&ouml;nnen. Aber auch Polizistinnen und Polizisten sollen sich an den\/die\n\n 3. Kennzeichnung von Polizistinnen und Polizisten\n\nBef&uuml;rworten Sie eine gesetzliche Regelung der individuellen Kennzeichnung mit Namen und\/oder Kennnummern?\n\n 4. Demonstrationsrecht\n\nHalten Sie weitergehende Eingriffe in das Versammlungsrecht, wie z. B. anlasslose Video&uuml;berwachung der Teilnehmenden und weitere Auflagen f&uuml;r die Veranstaltenden, f&uuml;r erforderlich (&#132;Entwurf eines Berliner Versammlungsgesetzes&#147;)?\n\n 5. Verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen\n\n Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen an sogenannten \"kriminalit&auml;tsbelasteten Orten\"?\n\nJa,\n\nwir bef&uuml;rworten zumindest eine kritische &Uuml;berpr&uuml;fung der jetzigen\n\nKontrollbefugnis in der Praxis erforderlich ist. Problematisch erscheint uns an\n\ndieser Regelung, dass es f&uuml;r eine Identit&auml;ts&uuml;berpr&uuml;fung ausreicht, dass sich\n\n&#132;Personen treffen, die gegen aufenthaltsrechtliche Strafvorschriften\n\nversto&szlig;en&#147;. Dies darf nicht dazu f&uuml;hren, dass Personen allein wegen ihres\n\n 1. Demokratische Teilhabe\n\na) Wollen Sie die Einflussm&ouml;glichkeiten von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern auf bezirklicher Ebene verbessern? \n\n1. B&uuml;rgerentscheide in den Bezirken verbindlich werden und nicht mehr nur\n\nden Charakter einer &#132;Empfehlung&#147; oder eines &#132;Ersuchens&#147; haben;\n\n2. unn&ouml;tige b&uuml;rokratische Hemmnisse f&uuml;r direktdemokratische Verfahren\n\nDoppelpr&uuml;fung von Bezirksamt)\n\n3. B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger besser &uuml;ber ihre Mitwirkungsm&ouml;glichkeiten im\n\nJa\n\nVerbindliche B&uuml;rgerentscheide sind eine zentrale Forderung von B&uuml;ndnis\n\n90\/Die Gr&uuml;nen. Unser Entwurf f&uuml;r ein &#132;Gesetz zur St&auml;rkung der bezirklichen\n\nDemokratie und Selbstverwaltung&#147; sah dies vor.\n\nc) Bef&uuml;rworten Sie eine &Auml;nderung der Quoren auf Bezirks- und L&auml;nderebene?\n\nNein\n\nNachdem die Quoren mit gr&uuml;ner Unterst&uuml;tzung 2006 deutlich gesenkt worden\n\nsind, halten wir diese Frage derzeit nicht f&uuml;r zentral, zumal sich f&uuml;r\n\nentsprechende Verfassungs- und Gesetzes&auml;nderungen keine Mehrheit\n\nabzeichnet. Erfolgreiche Volks- und B&uuml;rgerentscheide deuten darauf hin, dass\n\ndiskutieren.\n\nd) Welche Reformen des Landeswahlrechts streben Sie an (z.B. Wahlalter 16, 3-Prozent-H&uuml;rde, Ausl&auml;nderwahlrecht, Kumulieren, Panaschieren)?\n\nSPD\/LINKE)\n\n- Bezirkliches Wahlrecht auch f&uuml;r Drittstaatsangeh&ouml;rige (entsprechender\n\ngr&uuml;ner Antrag zur &Auml;nderung der Berliner Verfassung wurde am 23.6.2011 von\n\nallen anderen Fraktionen abgelehnt)\n\n- Weitere &Auml;nderungen des Wahlrechts, z.B. der 5-Prozent-H&uuml;rde, wollen wir\n\n 2. Informationsfreiheitsgesetz\n\nWas wollen Sie tun, damit Dokumente, die nach dem IFG offen gelegt werden k&ouml;nnen, von der Verwaltung im Internet ver&ouml;ffentlicht werden?\n\nWir wollen, dass die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nicht nur ihr gutes Recht auf\n\nAkteneinsicht wahrnehmen k&ouml;nnen, sondern die Verwaltung bereits von sich\n\naus ihre Daten ver&ouml;ffentlicht, am besten in maschinenlesbarer Form, so dass\n\ninteressierte B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger die Daten weiterverarbeiten k&ouml;nnen. Das\n\nIFG bietet f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichung grunds&auml;tzlich geeignete Ma&szlig;st&auml;be, damit\n\nprivate Daten privat bleiben und andere sch&uuml;tzenswerte Belange\n\nber&uuml;cksichtigt werden - ohne das &ouml;ffentliche Interesse an Offenlegung unn&ouml;tig\n\nzu beschr&auml;nken.\n\nDie von uns angesto&szlig;ene Novelle des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG), die\n\nseit Mitte 2010 bereits Ver&ouml;ffentlichungspflichten f&uuml;r bestimmte Vertr&auml;ge der\n\n&ouml;ffentlichen Grundversorgung vorsieht, wollen wir weiter f&uuml;hren. Nicht nur\n\nWasservertr&auml;ge, sondern auch z.B. Vertr&auml;ge zum Verkauf gro&szlig;er Best&auml;nde\n\n 3. B&uuml;rgerschaftliches Engagement\n\n a) Wie wollen Sie Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaft-licher Institutionen besser an der Planung und Umsetzung von Ma&szlig;nahmen beteiligen?\n\nWir wollen eine neue politische Kultur, in der es selbstverst&auml;ndlich wird, dass\n\nund B&uuml;rgern zu berichten, wie es um den Planungs- und Umsetzungsstand\n\nzentraler Projekte bestellt ist und welche Beteiligungsm&ouml;glichkeiten es an den\n\nVerfahren gibt.\n\n b) Erkennen Sie den Wert und Eigensinn des zivilgesellschaftlichen, freiwilligen Engagements in Berlin an?\n\nWie k&ouml;nnte die Anerkennungskultur f&uuml;r freiwillig engagierte B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in Berlin verbessert werden?\n\nB&uuml;rgerschaftliches Engagement ist ein hohes und sensibles Gut. Es darf\n\nweder &#132;Ausfallb&uuml;rge&#147; f&uuml;r nicht mehr bezahlte &ouml;ffentliche Leistungen sein, noch\n\ndarf es durch kurzfristige Arbeitsmarktma&szlig;nahmen wie Ein-Euro-Jobs ersetzt\n\nwerden. Soziales Engagement von und f&uuml;r B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger dieser\n\nund zu f&ouml;rdern. Wir sehen aber auch noch weitere Potenziale, die es\n\nfreizulegen gilt. Die Tr&auml;ger freiwilliger Arbeit wollen wir insbesondere dabei\n\nMenschen mit Migrationshintergrund zu gewinnen. Dabei ist die Tendenz zu\n\nber&uuml;cksichtigen, dass das fr&uuml;her &uuml;bliche Langzeitengagement zum Teil durch\n\nkurzfristigeres Engagement ersetzt wird.\n\nZur Anerkennung des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements haben B&uuml;ndnis 90\/Die\n\nGr&uuml;nen bereits 2002 einen Freiwilligenpass gefordert. Die 2011 endlich\n\neingef&uuml;hrte Berliner Ehrenamtskarte ist ein Schritt in die richtige Richtung, der\n\nAnerkennung f&uuml;r alle Engagierten, egal ob lang- oder kurzfristig.\n\nWir sind der Ansicht, jede und jeder soll sich b&uuml;rgerschaftliches Engagement\n\ngrunds&auml;tzlich unbezahlt. Dort, wo Geld als Anreiz und Anerkennung\n\neingesetzt wird, ger&auml;t die Anerkennungskultur in Erkl&auml;rungsn&ouml;te zwischen\n\nbezahltem und unbezahltem Engagement. In diesem Zusammenhang halten wir auch eine klare und eindeutige Abgrenzung zu dem\n\nF&uuml;r wichtiger halten wir es, Anreizsysteme zu schaffen, wie z.B. bei\n\nSch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern, bei denen b&uuml;rgerschaftliches Engagement z.B. im\n\nZeugnis ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnte, die Ber&uuml;cksichtigung von\n\nb&uuml;rgerschaftlichem Engagement bei Einstellungen und Bef&ouml;rderungen, sowie\n\nnennen.\n\nc) Nennen Sie drei Ma&szlig;nahmen, mit denen Sie Infrastruktureinrich-tungen des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements (z. B. Nachbarschafts-h&auml;user oder das Landesnetzwerk B&uuml;rgerengagement &#132;aktiv in Berlin&#147;) st&auml;rken wollen.\n\n- Die Infrastruktur f&uuml;r freiwilliges Engagement (wie Freiwilligenagenturen,\n\nPromotorenprogramm des Bundes beteiligen und seinen Anteil an der Ko-\n\nFinanzierung leisten. Die seit langem bestehenden Pl&auml;ne f&uuml;r ein Eine-Welt-\n\nZentrum in die Tat umgesetzt werden, zivilgesellschaftlichen Initiativen offen\n\nsteht, die sich f&uuml;r interkulturelle Verst&auml;ndigung und globale Entwicklung\n\nMehrgenerationenh&auml;user, die Begegnung, Betreuung und Bildung bieten, in\n\ndenen aber auch Ehrenamtliche f&uuml;r Betagte und Behinderte Mobilit&auml;tshilfe und\n\nBegleitung bieten. F&uuml;r die Koordination und Bereitstellung dieser Strukturen\n\n 4. Ethikunterricht\n\na) Strengen Sie &Auml;nderungen der Rahmenbedingungen f&uuml;r den Ethikunterricht an?\n\nAn der schulgesetzlichen Grundlage f&uuml;r den Ethik-Unterricht als\n\nbekenntnisneutrales Fach f&uuml;r alle Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler wollen wir nichts\n\nEthikunterricht verbessert werden kann. Dazu geh&ouml;rt neben mehr\n\nQualifizierung f&uuml;r die Lehrerinnen und Lehrer (s.u.) eine bessere Kooperation\n\nmit den unterschiedlichen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften.\n\nZu &uuml;berpr&uuml;fen ist au&szlig;erdem, inwiefern der bestehende Rahmenlehrplan der Intention des Faches gerecht wird, einen Austausch &uuml;ber die religi&ouml;sweltanschauliche sowie kulturelle Vielfalt in Berlin zu erm&ouml;glichen.\n\nb) Was ist zu tun, damit mehr Ethiklehrerinnen und &#150;lehrer ad&auml;quat f&uuml;r das Fach ausgebildet sind.\n\nEine Serie Kleiner Anfragen unseres bildungspolitischen Sprechers im\n\nAbgeordnetenhaus hat gezeigt, dass zu viele Ethiklehrkr&auml;fte in Berlin bisher\n\nkeine ad&auml;quate Ausbildung f&uuml;r diese anspruchsvolle Aufgabe haben. Um das\n\n- die Weiter- und Fortbildung von Lehrkr&auml;ften im Fach Ethik ausgebaut wird\n\n- langfristig auf Lehrerinnen und Lehrer gesetzt wird, die eine den gesetzlichen\n\n 5. Bildungschancen\n\nWas wollen Sie tun, um die Bildungschancen von sozial benachteiligten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern und Kindern mit Sprachdefiziten zu verbessern?\n\nBitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte.?\n\n- Bereits in der Kita sollen Benachteiligungen m&ouml;glichst ausgeglichen werden.\n\nStunden Bildungszeit am Tag erhalten. Sprachf&ouml;rderung muss in der Aus- und\n\nFortbildung von Erzieherinnen und Erziehern eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen. Bei\n\nBildungsstandards zu erreichen. Auf der Basis konkreter Zielvereinbarungen\n\nsollen sie zus&auml;tzliche Mittel f&uuml;r sozialp&auml;dagogische Projekte, zur\n\nSprachf&ouml;rderung, zur Profilbildung zur Vernetzung mit au&szlig;erschulischen\n\nInstitutionen und zur besseren Einbeziehung der Eltern erhalten.\n\n- Bildung geh&ouml;rt &#150; auch haushaltspolitisch &#150; zu den gr&uuml;nen Priorit&auml;ten f&uuml;r\n\nBerlin. Mittel, die durch sinkende Sch&uuml;lerzahlen frei werden, wollen wir in die\n\nQualit&auml;tsverbesserung stecken. Dabei wollen wir den Schulen einerseits mehr\n\nFreiheit f&uuml;r ihre t&auml;gliche Arbeit geben, andererseits verlangen, dass sie\n\n 6. Gesellschaftliche Teilhabe\n\nWie wollen Sie die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund verbessern?\n\nBitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte.\n\n- Bildung ist ein Schl&uuml;ssel f&uuml;r Teilhabe. Wir wollen eine Qualit&auml;tsoffensive in\n\nden Bildungseinrichtungen (s.o.), die auch der durch Migration gepr&auml;gten\n\nVielfalt Berlins entsprechen muss. Gleiche Bildungschancen f&uuml;r Menschen mit\n\n- Blockaden, die einer Beteiligung am Arbeitsleben entgegenstehen, m&uuml;ssen\n\ngel&ouml;st werden. Dazu wollen wir die Anerkennung ausl&auml;ndischer Abschl&uuml;sse\n\nmit einem Berliner Anerkennungszentrum forcieren, Integrations- und\n\nSprachf&ouml;rderung bei der Berufsausbildung st&auml;rken und den &Ouml;ffentlichen\n\nDienst weiter interkulturell &ouml;ffnen.\n\n- Diskriminierung ist Gift f&uuml;r gesellschaftliche Teilhabe. Gr&uuml;ne stehen f&uuml;r\n\nwechselseitigen Respekt, der Anerkennung von Vielfalt und gleiche Rechte.\n\nWir wollen die Antidiskriminierungsstelle des Landes st&auml;rken und uns f&uuml;r mehr\n\nEinb&uuml;rgerung und ein bezirkliches Wahlrecht f&uuml;r Drittstaatsangeh&ouml;rige\n\n 7. Integrationsperspektiven\n\nWie wollen Sie Fl&uuml;chtlingen, insbesondere langj&auml;hrig Geduldeten, eine Integrationsperspektive bieten?\n\nBitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte.\n\n- Das restriktive Aufenthaltsrecht schafft mehr Probleme als es l&ouml;st. Darum\n\nmuss Berlin sich im Bund weiter f&uuml;r eine humane und integrationsfreundliche\n\nBleiberechtsregelung einsetzen und auch in Berlin alle rechtlichen Spielr&auml;ume\n\nnutzen.\n\n- Fl&uuml;chtlinge und erst recht langj&auml;hrig Geduldete sollen nicht in Heimen\n\n 1. Vermeidung von Haft\n\nWelche Ma&szlig;nahmen zur Vermeidung von Gef&auml;ngnisaufenthalten sollten aus Ihrer Sicht ergriffen werden?\n\nNiemandem ist geholfen, wenn Menschen wegen Schwarzfahrens hinter\n\nGittern landen, weil sie ihre Geldstrafe nicht bezahlen k&ouml;nnen. F&uuml;r die &uuml;ber\n\n200 Personen, die so eine Ersatzfreiheitsstrafe verb&uuml;&szlig;en, sind Programme wie &#132;Arbeit statt Strafe&#147; sinnvoller und kosteng&uuml;nstiger. Gerade im\n\n 2. Entlassung auf Bew&auml;hrung\n\nBei den vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung liegt Berlin bundesweit ganz hinten. Wie kann Berlin hier seine Position verbessern?\n\nDie rot-rote Justizpolitik hat auf Beton gesetzt statt auf Menschen. Im\n\nbrandenburgischen Gro&szlig;beeren wird f&uuml;r mind. 118 Mio. Euro eine eigentlich\n\nVollzugslockerungen sind die Voraussetzungen daf&uuml;r, dass die Gerichte\n\nvorzeitigen Entlassungen zustimmen. Hier gilt es anzusetzen &#150; trotz der von\n\nRot-Rot getroffenen Fehlentscheidungen, die die finanziellen Spielr&auml;ume stark\n\n 3. Haftbedingungen\n\na) Einige unserer Haftanstalten sind in einem sehr schlechten Zustand. Wie wollen Sie die Haftbedingungen verbessern?\n\nWir hatten bauliche &Auml;nderungen in Berlin gefordert statt ein neues Gef&auml;ngnis\n\nim brandenburgischen Gro&szlig;beeren zu bauen. Sofern sich der Neubau nicht\n\nmehr stoppen l&auml;sst, m&uuml;ssen im Gegenzug zumindest die schlimmsten Berliner\n\nGef&auml;ngnish&auml;user geschlossen werden. Der seit Jahren anhaltende R&uuml;ckgang\n\nder Inhaftiertenzahlen macht dies m&ouml;glich.\n\nb) Welche &Auml;nderungen des Strafvollzugsgesetzes - insbesondere in Bezug auf die Mediennutzung (Internet) und Resozialisierung &#150; halten Sie f&uuml;r w&uuml;nschenswert?\n\nDen Grundsatz, dass das Leben im Vollzug den allgemeinen\n\nLebensverh&auml;ltnissen anzupassen ist (&sect; 3 Abs. 1 Strafvollzugsgesetz) wollen\n\nwir nicht nur erhalten, sondern mit Leben f&uuml;llen. Die allgemeinen\n\nLebensverh&auml;ltnisse sind l&auml;ngst von Computer- und Internetnutzung gepr&auml;gt.\n\nDieser Entwicklung kann sich auch der Strafvollzug nicht verschlie&szlig;en. Wir\n\nwollen daher pr&uuml;fen, wie Sicherheitsbedenken gegen&uuml;ber elektronischer\n\nMediennutzung ausger&auml;umt werden k&ouml;nnen. Beispiele anderer europ&auml;ischer\n\nStaaten (u.a. Niederlande, Norwegen) zeigen, dass dies m&ouml;glich ist oder\n\nzumindest eingeschr&auml;nkte Nutzungen einger&auml;umt werden k&ouml;nnen, damit\n\nStrafgefangene &#150; auch hinsichtlich sp&auml;terer beruflicher T&auml;tigkeit &#150; nicht\n\nabgeh&auml;ngt werden.\n\nEine zeitgem&auml;&szlig;e Vorbereitung auf ein k&uuml;nftiges Leben in Freiheit verringert\n\nSicherungsverwahrung \n\n1. Nach einem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschen-rechte muss die Sicherungsverwahrung reformiert werden. Das f&uuml;hrt dazu, dass auch einige in Berlin Sicherungsverwahrte freigelassen werden. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen entlassene Sicherungsverwahrte ihren Wohnort frei w&auml;hlen.\n\neinzugliedern, die sich z.T. bereits selbst abgeschrieben hatten.\n\nF&uuml;r die verbleibenden Sicherungsverwahrten muss Berlin z&uuml;gig (insbesondere\n\nKonsequenzen f&uuml;r den Strafvollzug zu ziehen. Sie haben gezeigt, dass\n\n&#132;Wegsperren f&uuml;r immer&#147; keine Option ist. Im Sinne der Sicherheit muss daher\n\nsystematisch Behandlungsvollzug statt Verwahrvollzug stattfinden, um\n\nR&uuml;ckfallrisiken zu senken. Zudem brauchen wir in jedem Fall einen geregelten\n\n&Uuml;bergang von der Haft in die Freiheit, der fr&uuml;hzeitig alle Beteiligten einbezieht.\n\nSicherungsverwahrten auch berechtigte Sicherheitsinteressen der\n\nBev&ouml;lkerung gibt. Daher sind qualifizierte Vorbereitungsma&szlig;nahmen und\n\nbegleitende Betreuung unabdingbar.","link":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/buendnis-90-die-gruenen\/","name":"B\u00fcndnis \u00b490\/Die Gr\u00fcnen","slug":"buendnis-90-die-gruenen","taxonomy":"category","parent":52,"meta":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>B\u00fcndnis \u00b490\/Die Gr\u00fcnen Archive - HU Berlin-Brandenburg<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/buendnis-90-die-gruenen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"B\u00fcndnis \u00b490\/Die Gr\u00fcnen Archive - HU Berlin-Brandenburg\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"1. Video&uuml;berwachung a) Unter welchen Umst&auml;nden halten Sie eine Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen f&uuml;r erforderlich? Wir halten es f&uuml;r erforderlich, die Sicherheitssituation in der U-Bahn zu verbessern. Wir haben aber haben Zweifel, ob die unter Rot-Rot immer st&auml;rker ausgeweitete Video&uuml;berwachung dazu viel beitr&auml;gt. Die Kameras m&ouml;gen dazu beitragen, schwerer Straftaten aufzukl&auml;ren. Verhindern konnte sie diese Taten aber nicht. Das k&ouml;nnten sie nur, wenn statt blo&szlig;er Aufzeichnung tats&auml;chlich live jemand zus&auml;he und rasch Hilfe schicken k&ouml;nnte. Das erfordert Personal. Uns erscheint es effektiver und verh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger, das Personal wir Rahmen einer Evaluation kl&auml;ren. b) Bef&uuml;rworten Sie eine unabh&auml;ngige und umfassende wissenschaftliche Evaluation der Kriminalit&auml;tspr&auml;ventionswirkung der Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen? Video&uuml;berwachung. Nur so l&auml;sst sich feststellen, ob und unter welchen Bedingungen sie tats&auml;chlich etwas bringt. Eine echte Evaluation unterlassen Nein Derzeit halten wir rechtliche &Auml;nderungen nicht f&uuml;r erforderlich. Sollte die 2. Polizeibeauftragter Bef&uuml;rworten Sie die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerde-stelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns nachgeht (&#8222;Polizeibeauftragte\/r&#8220;)? Ja Wir wollen eine unabh&auml;ngige Stelle, an die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger sich wenden k&ouml;nnen. Aber auch Polizistinnen und Polizisten sollen sich an den\/die 3. Kennzeichnung von Polizistinnen und Polizisten Bef&uuml;rworten Sie eine gesetzliche Regelung der individuellen Kennzeichnung mit Namen und\/oder Kennnummern? 4. Demonstrationsrecht Halten Sie weitergehende Eingriffe in das Versammlungsrecht, wie z. B. anlasslose Video&uuml;berwachung der Teilnehmenden und weitere Auflagen f&uuml;r die Veranstaltenden, f&uuml;r erforderlich (&#132;Entwurf eines Berliner Versammlungsgesetzes&#147;)? 5. Verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen an sogenannten &#8222;kriminalit&auml;tsbelasteten Orten&#8220;? Ja, wir bef&uuml;rworten zumindest eine kritische &Uuml;berpr&uuml;fung der jetzigen Kontrollbefugnis in der Praxis erforderlich ist. Problematisch erscheint uns an dieser Regelung, dass es f&uuml;r eine Identit&auml;ts&uuml;berpr&uuml;fung ausreicht, dass sich &#132;Personen treffen, die gegen aufenthaltsrechtliche Strafvorschriften versto&szlig;en&#147;. Dies darf nicht dazu f&uuml;hren, dass Personen allein wegen ihres 1. Demokratische Teilhabe a) Wollen Sie die Einflussm&ouml;glichkeiten von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern auf bezirklicher Ebene verbessern? 1. B&uuml;rgerentscheide in den Bezirken verbindlich werden und nicht mehr nur den Charakter einer &#132;Empfehlung&#147; oder eines &#132;Ersuchens&#147; haben; 2. unn&ouml;tige b&uuml;rokratische Hemmnisse f&uuml;r direktdemokratische Verfahren Doppelpr&uuml;fung von Bezirksamt) 3. B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger besser &uuml;ber ihre Mitwirkungsm&ouml;glichkeiten im Ja Verbindliche B&uuml;rgerentscheide sind eine zentrale Forderung von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen. Unser Entwurf f&uuml;r ein &#132;Gesetz zur St&auml;rkung der bezirklichen Demokratie und Selbstverwaltung&#147; sah dies vor. c) Bef&uuml;rworten Sie eine &Auml;nderung der Quoren auf Bezirks- und L&auml;nderebene? Nein Nachdem die Quoren mit gr&uuml;ner Unterst&uuml;tzung 2006 deutlich gesenkt worden sind, halten wir diese Frage derzeit nicht f&uuml;r zentral, zumal sich f&uuml;r entsprechende Verfassungs- und Gesetzes&auml;nderungen keine Mehrheit abzeichnet. Erfolgreiche Volks- und B&uuml;rgerentscheide deuten darauf hin, dass diskutieren. d) Welche Reformen des Landeswahlrechts streben Sie an (z.B. Wahlalter 16, 3-Prozent-H&uuml;rde, Ausl&auml;nderwahlrecht, Kumulieren, Panaschieren)? SPD\/LINKE) &#8211; Bezirkliches Wahlrecht auch f&uuml;r Drittstaatsangeh&ouml;rige (entsprechender gr&uuml;ner Antrag zur &Auml;nderung der Berliner Verfassung wurde am 23.6.2011 von allen anderen Fraktionen abgelehnt) &#8211; Weitere &Auml;nderungen des Wahlrechts, z.B. der 5-Prozent-H&uuml;rde, wollen wir 2. Informationsfreiheitsgesetz Was wollen Sie tun, damit Dokumente, die nach dem IFG offen gelegt werden k&ouml;nnen, von der Verwaltung im Internet ver&ouml;ffentlicht werden? Wir wollen, dass die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nicht nur ihr gutes Recht auf Akteneinsicht wahrnehmen k&ouml;nnen, sondern die Verwaltung bereits von sich aus ihre Daten ver&ouml;ffentlicht, am besten in maschinenlesbarer Form, so dass interessierte B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger die Daten weiterverarbeiten k&ouml;nnen. Das IFG bietet f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichung grunds&auml;tzlich geeignete Ma&szlig;st&auml;be, damit private Daten privat bleiben und andere sch&uuml;tzenswerte Belange ber&uuml;cksichtigt werden &#8211; ohne das &ouml;ffentliche Interesse an Offenlegung unn&ouml;tig zu beschr&auml;nken. Die von uns angesto&szlig;ene Novelle des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG), die seit Mitte 2010 bereits Ver&ouml;ffentlichungspflichten f&uuml;r bestimmte Vertr&auml;ge der &ouml;ffentlichen Grundversorgung vorsieht, wollen wir weiter f&uuml;hren. Nicht nur Wasservertr&auml;ge, sondern auch z.B. Vertr&auml;ge zum Verkauf gro&szlig;er Best&auml;nde 3. B&uuml;rgerschaftliches Engagement a) Wie wollen Sie Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaft-licher Institutionen besser an der Planung und Umsetzung von Ma&szlig;nahmen beteiligen? Wir wollen eine neue politische Kultur, in der es selbstverst&auml;ndlich wird, dass und B&uuml;rgern zu berichten, wie es um den Planungs- und Umsetzungsstand zentraler Projekte bestellt ist und welche Beteiligungsm&ouml;glichkeiten es an den Verfahren gibt. b) Erkennen Sie den Wert und Eigensinn des zivilgesellschaftlichen, freiwilligen Engagements in Berlin an? Wie k&ouml;nnte die Anerkennungskultur f&uuml;r freiwillig engagierte B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in Berlin verbessert werden? B&uuml;rgerschaftliches Engagement ist ein hohes und sensibles Gut. Es darf weder &#132;Ausfallb&uuml;rge&#147; f&uuml;r nicht mehr bezahlte &ouml;ffentliche Leistungen sein, noch darf es durch kurzfristige Arbeitsmarktma&szlig;nahmen wie Ein-Euro-Jobs ersetzt werden. Soziales Engagement von und f&uuml;r B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger dieser und zu f&ouml;rdern. Wir sehen aber auch noch weitere Potenziale, die es freizulegen gilt. Die Tr&auml;ger freiwilliger Arbeit wollen wir insbesondere dabei Menschen mit Migrationshintergrund zu gewinnen. Dabei ist die Tendenz zu ber&uuml;cksichtigen, dass das fr&uuml;her &uuml;bliche Langzeitengagement zum Teil durch kurzfristigeres Engagement ersetzt wird. Zur Anerkennung des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements haben B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen bereits 2002 einen Freiwilligenpass gefordert. Die 2011 endlich eingef&uuml;hrte Berliner Ehrenamtskarte ist ein Schritt in die richtige Richtung, der Anerkennung f&uuml;r alle Engagierten, egal ob lang- oder kurzfristig. Wir sind der Ansicht, jede und jeder soll sich b&uuml;rgerschaftliches Engagement grunds&auml;tzlich unbezahlt. Dort, wo Geld als Anreiz und Anerkennung eingesetzt wird, ger&auml;t die Anerkennungskultur in Erkl&auml;rungsn&ouml;te zwischen bezahltem und unbezahltem Engagement. In diesem Zusammenhang halten wir auch eine klare und eindeutige Abgrenzung zu dem F&uuml;r wichtiger halten wir es, Anreizsysteme zu schaffen, wie z.B. bei Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern, bei denen b&uuml;rgerschaftliches Engagement z.B. im Zeugnis ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnte, die Ber&uuml;cksichtigung von b&uuml;rgerschaftlichem Engagement bei Einstellungen und Bef&ouml;rderungen, sowie nennen. c) Nennen Sie drei Ma&szlig;nahmen, mit denen Sie Infrastruktureinrich-tungen des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements (z. B. Nachbarschafts-h&auml;user oder das Landesnetzwerk B&uuml;rgerengagement &#132;aktiv in Berlin&#147;) st&auml;rken wollen. &#8211; Die Infrastruktur f&uuml;r freiwilliges Engagement (wie Freiwilligenagenturen, Promotorenprogramm des Bundes beteiligen und seinen Anteil an der Ko- Finanzierung leisten. Die seit langem bestehenden Pl&auml;ne f&uuml;r ein Eine-Welt- Zentrum in die Tat umgesetzt werden, zivilgesellschaftlichen Initiativen offen steht, die sich f&uuml;r interkulturelle Verst&auml;ndigung und globale Entwicklung Mehrgenerationenh&auml;user, die Begegnung, Betreuung und Bildung bieten, in denen aber auch Ehrenamtliche f&uuml;r Betagte und Behinderte Mobilit&auml;tshilfe und Begleitung bieten. F&uuml;r die Koordination und Bereitstellung dieser Strukturen 4. Ethikunterricht a) Strengen Sie &Auml;nderungen der Rahmenbedingungen f&uuml;r den Ethikunterricht an? An der schulgesetzlichen Grundlage f&uuml;r den Ethik-Unterricht als bekenntnisneutrales Fach f&uuml;r alle Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler wollen wir nichts Ethikunterricht verbessert werden kann. Dazu geh&ouml;rt neben mehr Qualifizierung f&uuml;r die Lehrerinnen und Lehrer (s.u.) eine bessere Kooperation mit den unterschiedlichen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften. Zu &uuml;berpr&uuml;fen ist au&szlig;erdem, inwiefern der bestehende Rahmenlehrplan der Intention des Faches gerecht wird, einen Austausch &uuml;ber die religi&ouml;sweltanschauliche sowie kulturelle Vielfalt in Berlin zu erm&ouml;glichen. b) Was ist zu tun, damit mehr Ethiklehrerinnen und &#150;lehrer ad&auml;quat f&uuml;r das Fach ausgebildet sind. Eine Serie Kleiner Anfragen unseres bildungspolitischen Sprechers im Abgeordnetenhaus hat gezeigt, dass zu viele Ethiklehrkr&auml;fte in Berlin bisher keine ad&auml;quate Ausbildung f&uuml;r diese anspruchsvolle Aufgabe haben. Um das &#8211; die Weiter- und Fortbildung von Lehrkr&auml;ften im Fach Ethik ausgebaut wird &#8211; langfristig auf Lehrerinnen und Lehrer gesetzt wird, die eine den gesetzlichen 5. Bildungschancen Was wollen Sie tun, um die Bildungschancen von sozial benachteiligten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern und Kindern mit Sprachdefiziten zu verbessern? Bitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte.? &#8211; Bereits in der Kita sollen Benachteiligungen m&ouml;glichst ausgeglichen werden. Stunden Bildungszeit am Tag erhalten. Sprachf&ouml;rderung muss in der Aus- und Fortbildung von Erzieherinnen und Erziehern eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen. Bei Bildungsstandards zu erreichen. Auf der Basis konkreter Zielvereinbarungen sollen sie zus&auml;tzliche Mittel f&uuml;r sozialp&auml;dagogische Projekte, zur Sprachf&ouml;rderung, zur Profilbildung zur Vernetzung mit au&szlig;erschulischen Institutionen und zur besseren Einbeziehung der Eltern erhalten. &#8211; Bildung geh&ouml;rt &#150; auch haushaltspolitisch &#150; zu den gr&uuml;nen Priorit&auml;ten f&uuml;r Berlin. Mittel, die durch sinkende Sch&uuml;lerzahlen frei werden, wollen wir in die Qualit&auml;tsverbesserung stecken. Dabei wollen wir den Schulen einerseits mehr Freiheit f&uuml;r ihre t&auml;gliche Arbeit geben, andererseits verlangen, dass sie 6. Gesellschaftliche Teilhabe Wie wollen Sie die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund verbessern? Bitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte. &#8211; Bildung ist ein Schl&uuml;ssel f&uuml;r Teilhabe. Wir wollen eine Qualit&auml;tsoffensive in den Bildungseinrichtungen (s.o.), die auch der durch Migration gepr&auml;gten Vielfalt Berlins entsprechen muss. Gleiche Bildungschancen f&uuml;r Menschen mit &#8211; Blockaden, die einer Beteiligung am Arbeitsleben entgegenstehen, m&uuml;ssen gel&ouml;st werden. Dazu wollen wir die Anerkennung ausl&auml;ndischer Abschl&uuml;sse mit einem Berliner Anerkennungszentrum forcieren, Integrations- und Sprachf&ouml;rderung bei der Berufsausbildung st&auml;rken und den &Ouml;ffentlichen Dienst weiter interkulturell &ouml;ffnen. &#8211; Diskriminierung ist Gift f&uuml;r gesellschaftliche Teilhabe. Gr&uuml;ne stehen f&uuml;r wechselseitigen Respekt, der Anerkennung von Vielfalt und gleiche Rechte. Wir wollen die Antidiskriminierungsstelle des Landes st&auml;rken und uns f&uuml;r mehr Einb&uuml;rgerung und ein bezirkliches Wahlrecht f&uuml;r Drittstaatsangeh&ouml;rige 7. Integrationsperspektiven Wie wollen Sie Fl&uuml;chtlingen, insbesondere langj&auml;hrig Geduldeten, eine Integrationsperspektive bieten? Bitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte. &#8211; Das restriktive Aufenthaltsrecht schafft mehr Probleme als es l&ouml;st. Darum muss Berlin sich im Bund weiter f&uuml;r eine humane und integrationsfreundliche Bleiberechtsregelung einsetzen und auch in Berlin alle rechtlichen Spielr&auml;ume nutzen. &#8211; Fl&uuml;chtlinge und erst recht langj&auml;hrig Geduldete sollen nicht in Heimen 1. Vermeidung von Haft Welche Ma&szlig;nahmen zur Vermeidung von Gef&auml;ngnisaufenthalten sollten aus Ihrer Sicht ergriffen werden? Niemandem ist geholfen, wenn Menschen wegen Schwarzfahrens hinter Gittern landen, weil sie ihre Geldstrafe nicht bezahlen k&ouml;nnen. F&uuml;r die &uuml;ber 200 Personen, die so eine Ersatzfreiheitsstrafe verb&uuml;&szlig;en, sind Programme wie &#132;Arbeit statt Strafe&#147; sinnvoller und kosteng&uuml;nstiger. Gerade im 2. Entlassung auf Bew&auml;hrung Bei den vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung liegt Berlin bundesweit ganz hinten. Wie kann Berlin hier seine Position verbessern? Die rot-rote Justizpolitik hat auf Beton gesetzt statt auf Menschen. Im brandenburgischen Gro&szlig;beeren wird f&uuml;r mind. 118 Mio. Euro eine eigentlich Vollzugslockerungen sind die Voraussetzungen daf&uuml;r, dass die Gerichte vorzeitigen Entlassungen zustimmen. Hier gilt es anzusetzen &#150; trotz der von Rot-Rot getroffenen Fehlentscheidungen, die die finanziellen Spielr&auml;ume stark 3. Haftbedingungen a) Einige unserer Haftanstalten sind in einem sehr schlechten Zustand. Wie wollen Sie die Haftbedingungen verbessern? Wir hatten bauliche &Auml;nderungen in Berlin gefordert statt ein neues Gef&auml;ngnis im brandenburgischen Gro&szlig;beeren zu bauen. Sofern sich der Neubau nicht mehr stoppen l&auml;sst, m&uuml;ssen im Gegenzug zumindest die schlimmsten Berliner Gef&auml;ngnish&auml;user geschlossen werden. Der seit Jahren anhaltende R&uuml;ckgang der Inhaftiertenzahlen macht dies m&ouml;glich. b) Welche &Auml;nderungen des Strafvollzugsgesetzes &#8211; insbesondere in Bezug auf die Mediennutzung (Internet) und Resozialisierung &#150; halten Sie f&uuml;r w&uuml;nschenswert? Den Grundsatz, dass das Leben im Vollzug den allgemeinen Lebensverh&auml;ltnissen anzupassen ist (&sect; 3 Abs. 1 Strafvollzugsgesetz) wollen wir nicht nur erhalten, sondern mit Leben f&uuml;llen. Die allgemeinen Lebensverh&auml;ltnisse sind l&auml;ngst von Computer- und Internetnutzung gepr&auml;gt. Dieser Entwicklung kann sich auch der Strafvollzug nicht verschlie&szlig;en. Wir wollen daher pr&uuml;fen, wie Sicherheitsbedenken gegen&uuml;ber elektronischer Mediennutzung ausger&auml;umt werden k&ouml;nnen. Beispiele anderer europ&auml;ischer Staaten (u.a. Niederlande, Norwegen) zeigen, dass dies m&ouml;glich ist oder zumindest eingeschr&auml;nkte Nutzungen einger&auml;umt werden k&ouml;nnen, damit Strafgefangene &#150; auch hinsichtlich sp&auml;terer beruflicher T&auml;tigkeit &#150; nicht abgeh&auml;ngt werden. Eine zeitgem&auml;&szlig;e Vorbereitung auf ein k&uuml;nftiges Leben in Freiheit verringert Sicherungsverwahrung 1. Nach einem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschen-rechte muss die Sicherungsverwahrung reformiert werden. Das f&uuml;hrt dazu, dass auch einige in Berlin Sicherungsverwahrte freigelassen werden. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen entlassene Sicherungsverwahrte ihren Wohnort frei w&auml;hlen. einzugliedern, die sich z.T. bereits selbst abgeschrieben hatten. F&uuml;r die verbleibenden Sicherungsverwahrten muss Berlin z&uuml;gig (insbesondere Konsequenzen f&uuml;r den Strafvollzug zu ziehen. Sie haben gezeigt, dass &#132;Wegsperren f&uuml;r immer&#147; keine Option ist. Im Sinne der Sicherheit muss daher systematisch Behandlungsvollzug statt Verwahrvollzug stattfinden, um R&uuml;ckfallrisiken zu senken. Zudem brauchen wir in jedem Fall einen geregelten &Uuml;bergang von der Haft in die Freiheit, der fr&uuml;hzeitig alle Beteiligten einbezieht. Sicherungsverwahrten auch berechtigte Sicherheitsinteressen der Bev&ouml;lkerung gibt. 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Video&uuml;berwachung a) Unter welchen Umst&auml;nden halten Sie eine Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen f&uuml;r erforderlich? Wir halten es f&uuml;r erforderlich, die Sicherheitssituation in der U-Bahn zu verbessern. Wir haben aber haben Zweifel, ob die unter Rot-Rot immer st&auml;rker ausgeweitete Video&uuml;berwachung dazu viel beitr&auml;gt. Die Kameras m&ouml;gen dazu beitragen, schwerer Straftaten aufzukl&auml;ren. Verhindern konnte sie diese Taten aber nicht. Das k&ouml;nnten sie nur, wenn statt blo&szlig;er Aufzeichnung tats&auml;chlich live jemand zus&auml;he und rasch Hilfe schicken k&ouml;nnte. Das erfordert Personal. Uns erscheint es effektiver und verh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger, das Personal wir Rahmen einer Evaluation kl&auml;ren. b) Bef&uuml;rworten Sie eine unabh&auml;ngige und umfassende wissenschaftliche Evaluation der Kriminalit&auml;tspr&auml;ventionswirkung der Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen? Video&uuml;berwachung. Nur so l&auml;sst sich feststellen, ob und unter welchen Bedingungen sie tats&auml;chlich etwas bringt. Eine echte Evaluation unterlassen Nein Derzeit halten wir rechtliche &Auml;nderungen nicht f&uuml;r erforderlich. Sollte die 2. Polizeibeauftragter Bef&uuml;rworten Sie die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerde-stelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns nachgeht (&#8222;Polizeibeauftragte\/r&#8220;)? Ja Wir wollen eine unabh&auml;ngige Stelle, an die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger sich wenden k&ouml;nnen. Aber auch Polizistinnen und Polizisten sollen sich an den\/die 3. Kennzeichnung von Polizistinnen und Polizisten Bef&uuml;rworten Sie eine gesetzliche Regelung der individuellen Kennzeichnung mit Namen und\/oder Kennnummern? 4. Demonstrationsrecht Halten Sie weitergehende Eingriffe in das Versammlungsrecht, wie z. B. anlasslose Video&uuml;berwachung der Teilnehmenden und weitere Auflagen f&uuml;r die Veranstaltenden, f&uuml;r erforderlich (&#132;Entwurf eines Berliner Versammlungsgesetzes&#147;)? 5. Verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen an sogenannten &#8222;kriminalit&auml;tsbelasteten Orten&#8220;? Ja, wir bef&uuml;rworten zumindest eine kritische &Uuml;berpr&uuml;fung der jetzigen Kontrollbefugnis in der Praxis erforderlich ist. Problematisch erscheint uns an dieser Regelung, dass es f&uuml;r eine Identit&auml;ts&uuml;berpr&uuml;fung ausreicht, dass sich &#132;Personen treffen, die gegen aufenthaltsrechtliche Strafvorschriften versto&szlig;en&#147;. Dies darf nicht dazu f&uuml;hren, dass Personen allein wegen ihres 1. Demokratische Teilhabe a) Wollen Sie die Einflussm&ouml;glichkeiten von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern auf bezirklicher Ebene verbessern? 1. B&uuml;rgerentscheide in den Bezirken verbindlich werden und nicht mehr nur den Charakter einer &#132;Empfehlung&#147; oder eines &#132;Ersuchens&#147; haben; 2. unn&ouml;tige b&uuml;rokratische Hemmnisse f&uuml;r direktdemokratische Verfahren Doppelpr&uuml;fung von Bezirksamt) 3. B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger besser &uuml;ber ihre Mitwirkungsm&ouml;glichkeiten im Ja Verbindliche B&uuml;rgerentscheide sind eine zentrale Forderung von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen. Unser Entwurf f&uuml;r ein &#132;Gesetz zur St&auml;rkung der bezirklichen Demokratie und Selbstverwaltung&#147; sah dies vor. c) Bef&uuml;rworten Sie eine &Auml;nderung der Quoren auf Bezirks- und L&auml;nderebene? Nein Nachdem die Quoren mit gr&uuml;ner Unterst&uuml;tzung 2006 deutlich gesenkt worden sind, halten wir diese Frage derzeit nicht f&uuml;r zentral, zumal sich f&uuml;r entsprechende Verfassungs- und Gesetzes&auml;nderungen keine Mehrheit abzeichnet. Erfolgreiche Volks- und B&uuml;rgerentscheide deuten darauf hin, dass diskutieren. d) Welche Reformen des Landeswahlrechts streben Sie an (z.B. Wahlalter 16, 3-Prozent-H&uuml;rde, Ausl&auml;nderwahlrecht, Kumulieren, Panaschieren)? SPD\/LINKE) &#8211; Bezirkliches Wahlrecht auch f&uuml;r Drittstaatsangeh&ouml;rige (entsprechender gr&uuml;ner Antrag zur &Auml;nderung der Berliner Verfassung wurde am 23.6.2011 von allen anderen Fraktionen abgelehnt) &#8211; Weitere &Auml;nderungen des Wahlrechts, z.B. der 5-Prozent-H&uuml;rde, wollen wir 2. Informationsfreiheitsgesetz Was wollen Sie tun, damit Dokumente, die nach dem IFG offen gelegt werden k&ouml;nnen, von der Verwaltung im Internet ver&ouml;ffentlicht werden? Wir wollen, dass die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nicht nur ihr gutes Recht auf Akteneinsicht wahrnehmen k&ouml;nnen, sondern die Verwaltung bereits von sich aus ihre Daten ver&ouml;ffentlicht, am besten in maschinenlesbarer Form, so dass interessierte B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger die Daten weiterverarbeiten k&ouml;nnen. Das IFG bietet f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichung grunds&auml;tzlich geeignete Ma&szlig;st&auml;be, damit private Daten privat bleiben und andere sch&uuml;tzenswerte Belange ber&uuml;cksichtigt werden &#8211; ohne das &ouml;ffentliche Interesse an Offenlegung unn&ouml;tig zu beschr&auml;nken. Die von uns angesto&szlig;ene Novelle des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG), die seit Mitte 2010 bereits Ver&ouml;ffentlichungspflichten f&uuml;r bestimmte Vertr&auml;ge der &ouml;ffentlichen Grundversorgung vorsieht, wollen wir weiter f&uuml;hren. Nicht nur Wasservertr&auml;ge, sondern auch z.B. Vertr&auml;ge zum Verkauf gro&szlig;er Best&auml;nde 3. B&uuml;rgerschaftliches Engagement a) Wie wollen Sie Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaft-licher Institutionen besser an der Planung und Umsetzung von Ma&szlig;nahmen beteiligen? Wir wollen eine neue politische Kultur, in der es selbstverst&auml;ndlich wird, dass und B&uuml;rgern zu berichten, wie es um den Planungs- und Umsetzungsstand zentraler Projekte bestellt ist und welche Beteiligungsm&ouml;glichkeiten es an den Verfahren gibt. b) Erkennen Sie den Wert und Eigensinn des zivilgesellschaftlichen, freiwilligen Engagements in Berlin an? Wie k&ouml;nnte die Anerkennungskultur f&uuml;r freiwillig engagierte B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in Berlin verbessert werden? B&uuml;rgerschaftliches Engagement ist ein hohes und sensibles Gut. Es darf weder &#132;Ausfallb&uuml;rge&#147; f&uuml;r nicht mehr bezahlte &ouml;ffentliche Leistungen sein, noch darf es durch kurzfristige Arbeitsmarktma&szlig;nahmen wie Ein-Euro-Jobs ersetzt werden. Soziales Engagement von und f&uuml;r B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger dieser und zu f&ouml;rdern. Wir sehen aber auch noch weitere Potenziale, die es freizulegen gilt. Die Tr&auml;ger freiwilliger Arbeit wollen wir insbesondere dabei Menschen mit Migrationshintergrund zu gewinnen. Dabei ist die Tendenz zu ber&uuml;cksichtigen, dass das fr&uuml;her &uuml;bliche Langzeitengagement zum Teil durch kurzfristigeres Engagement ersetzt wird. Zur Anerkennung des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements haben B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen bereits 2002 einen Freiwilligenpass gefordert. Die 2011 endlich eingef&uuml;hrte Berliner Ehrenamtskarte ist ein Schritt in die richtige Richtung, der Anerkennung f&uuml;r alle Engagierten, egal ob lang- oder kurzfristig. Wir sind der Ansicht, jede und jeder soll sich b&uuml;rgerschaftliches Engagement grunds&auml;tzlich unbezahlt. Dort, wo Geld als Anreiz und Anerkennung eingesetzt wird, ger&auml;t die Anerkennungskultur in Erkl&auml;rungsn&ouml;te zwischen bezahltem und unbezahltem Engagement. In diesem Zusammenhang halten wir auch eine klare und eindeutige Abgrenzung zu dem F&uuml;r wichtiger halten wir es, Anreizsysteme zu schaffen, wie z.B. bei Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern, bei denen b&uuml;rgerschaftliches Engagement z.B. im Zeugnis ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnte, die Ber&uuml;cksichtigung von b&uuml;rgerschaftlichem Engagement bei Einstellungen und Bef&ouml;rderungen, sowie nennen. c) Nennen Sie drei Ma&szlig;nahmen, mit denen Sie Infrastruktureinrich-tungen des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements (z. B. Nachbarschafts-h&auml;user oder das Landesnetzwerk B&uuml;rgerengagement &#132;aktiv in Berlin&#147;) st&auml;rken wollen. &#8211; Die Infrastruktur f&uuml;r freiwilliges Engagement (wie Freiwilligenagenturen, Promotorenprogramm des Bundes beteiligen und seinen Anteil an der Ko- Finanzierung leisten. Die seit langem bestehenden Pl&auml;ne f&uuml;r ein Eine-Welt- Zentrum in die Tat umgesetzt werden, zivilgesellschaftlichen Initiativen offen steht, die sich f&uuml;r interkulturelle Verst&auml;ndigung und globale Entwicklung Mehrgenerationenh&auml;user, die Begegnung, Betreuung und Bildung bieten, in denen aber auch Ehrenamtliche f&uuml;r Betagte und Behinderte Mobilit&auml;tshilfe und Begleitung bieten. F&uuml;r die Koordination und Bereitstellung dieser Strukturen 4. Ethikunterricht a) Strengen Sie &Auml;nderungen der Rahmenbedingungen f&uuml;r den Ethikunterricht an? An der schulgesetzlichen Grundlage f&uuml;r den Ethik-Unterricht als bekenntnisneutrales Fach f&uuml;r alle Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler wollen wir nichts Ethikunterricht verbessert werden kann. Dazu geh&ouml;rt neben mehr Qualifizierung f&uuml;r die Lehrerinnen und Lehrer (s.u.) eine bessere Kooperation mit den unterschiedlichen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften. Zu &uuml;berpr&uuml;fen ist au&szlig;erdem, inwiefern der bestehende Rahmenlehrplan der Intention des Faches gerecht wird, einen Austausch &uuml;ber die religi&ouml;sweltanschauliche sowie kulturelle Vielfalt in Berlin zu erm&ouml;glichen. b) Was ist zu tun, damit mehr Ethiklehrerinnen und &#150;lehrer ad&auml;quat f&uuml;r das Fach ausgebildet sind. Eine Serie Kleiner Anfragen unseres bildungspolitischen Sprechers im Abgeordnetenhaus hat gezeigt, dass zu viele Ethiklehrkr&auml;fte in Berlin bisher keine ad&auml;quate Ausbildung f&uuml;r diese anspruchsvolle Aufgabe haben. Um das &#8211; die Weiter- und Fortbildung von Lehrkr&auml;ften im Fach Ethik ausgebaut wird &#8211; langfristig auf Lehrerinnen und Lehrer gesetzt wird, die eine den gesetzlichen 5. Bildungschancen Was wollen Sie tun, um die Bildungschancen von sozial benachteiligten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern und Kindern mit Sprachdefiziten zu verbessern? Bitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte.? &#8211; Bereits in der Kita sollen Benachteiligungen m&ouml;glichst ausgeglichen werden. Stunden Bildungszeit am Tag erhalten. Sprachf&ouml;rderung muss in der Aus- und Fortbildung von Erzieherinnen und Erziehern eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen. Bei Bildungsstandards zu erreichen. Auf der Basis konkreter Zielvereinbarungen sollen sie zus&auml;tzliche Mittel f&uuml;r sozialp&auml;dagogische Projekte, zur Sprachf&ouml;rderung, zur Profilbildung zur Vernetzung mit au&szlig;erschulischen Institutionen und zur besseren Einbeziehung der Eltern erhalten. &#8211; Bildung geh&ouml;rt &#150; auch haushaltspolitisch &#150; zu den gr&uuml;nen Priorit&auml;ten f&uuml;r Berlin. Mittel, die durch sinkende Sch&uuml;lerzahlen frei werden, wollen wir in die Qualit&auml;tsverbesserung stecken. Dabei wollen wir den Schulen einerseits mehr Freiheit f&uuml;r ihre t&auml;gliche Arbeit geben, andererseits verlangen, dass sie 6. Gesellschaftliche Teilhabe Wie wollen Sie die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund verbessern? Bitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte. &#8211; Bildung ist ein Schl&uuml;ssel f&uuml;r Teilhabe. Wir wollen eine Qualit&auml;tsoffensive in den Bildungseinrichtungen (s.o.), die auch der durch Migration gepr&auml;gten Vielfalt Berlins entsprechen muss. Gleiche Bildungschancen f&uuml;r Menschen mit &#8211; Blockaden, die einer Beteiligung am Arbeitsleben entgegenstehen, m&uuml;ssen gel&ouml;st werden. Dazu wollen wir die Anerkennung ausl&auml;ndischer Abschl&uuml;sse mit einem Berliner Anerkennungszentrum forcieren, Integrations- und Sprachf&ouml;rderung bei der Berufsausbildung st&auml;rken und den &Ouml;ffentlichen Dienst weiter interkulturell &ouml;ffnen. &#8211; Diskriminierung ist Gift f&uuml;r gesellschaftliche Teilhabe. Gr&uuml;ne stehen f&uuml;r wechselseitigen Respekt, der Anerkennung von Vielfalt und gleiche Rechte. Wir wollen die Antidiskriminierungsstelle des Landes st&auml;rken und uns f&uuml;r mehr Einb&uuml;rgerung und ein bezirkliches Wahlrecht f&uuml;r Drittstaatsangeh&ouml;rige 7. Integrationsperspektiven Wie wollen Sie Fl&uuml;chtlingen, insbesondere langj&auml;hrig Geduldeten, eine Integrationsperspektive bieten? Bitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte. &#8211; Das restriktive Aufenthaltsrecht schafft mehr Probleme als es l&ouml;st. Darum muss Berlin sich im Bund weiter f&uuml;r eine humane und integrationsfreundliche Bleiberechtsregelung einsetzen und auch in Berlin alle rechtlichen Spielr&auml;ume nutzen. &#8211; Fl&uuml;chtlinge und erst recht langj&auml;hrig Geduldete sollen nicht in Heimen 1. Vermeidung von Haft Welche Ma&szlig;nahmen zur Vermeidung von Gef&auml;ngnisaufenthalten sollten aus Ihrer Sicht ergriffen werden? Niemandem ist geholfen, wenn Menschen wegen Schwarzfahrens hinter Gittern landen, weil sie ihre Geldstrafe nicht bezahlen k&ouml;nnen. F&uuml;r die &uuml;ber 200 Personen, die so eine Ersatzfreiheitsstrafe verb&uuml;&szlig;en, sind Programme wie &#132;Arbeit statt Strafe&#147; sinnvoller und kosteng&uuml;nstiger. Gerade im 2. Entlassung auf Bew&auml;hrung Bei den vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung liegt Berlin bundesweit ganz hinten. Wie kann Berlin hier seine Position verbessern? Die rot-rote Justizpolitik hat auf Beton gesetzt statt auf Menschen. Im brandenburgischen Gro&szlig;beeren wird f&uuml;r mind. 118 Mio. Euro eine eigentlich Vollzugslockerungen sind die Voraussetzungen daf&uuml;r, dass die Gerichte vorzeitigen Entlassungen zustimmen. Hier gilt es anzusetzen &#150; trotz der von Rot-Rot getroffenen Fehlentscheidungen, die die finanziellen Spielr&auml;ume stark 3. Haftbedingungen a) Einige unserer Haftanstalten sind in einem sehr schlechten Zustand. Wie wollen Sie die Haftbedingungen verbessern? Wir hatten bauliche &Auml;nderungen in Berlin gefordert statt ein neues Gef&auml;ngnis im brandenburgischen Gro&szlig;beeren zu bauen. Sofern sich der Neubau nicht mehr stoppen l&auml;sst, m&uuml;ssen im Gegenzug zumindest die schlimmsten Berliner Gef&auml;ngnish&auml;user geschlossen werden. Der seit Jahren anhaltende R&uuml;ckgang der Inhaftiertenzahlen macht dies m&ouml;glich. b) Welche &Auml;nderungen des Strafvollzugsgesetzes &#8211; insbesondere in Bezug auf die Mediennutzung (Internet) und Resozialisierung &#150; halten Sie f&uuml;r w&uuml;nschenswert? Den Grundsatz, dass das Leben im Vollzug den allgemeinen Lebensverh&auml;ltnissen anzupassen ist (&sect; 3 Abs. 1 Strafvollzugsgesetz) wollen wir nicht nur erhalten, sondern mit Leben f&uuml;llen. Die allgemeinen Lebensverh&auml;ltnisse sind l&auml;ngst von Computer- und Internetnutzung gepr&auml;gt. Dieser Entwicklung kann sich auch der Strafvollzug nicht verschlie&szlig;en. Wir wollen daher pr&uuml;fen, wie Sicherheitsbedenken gegen&uuml;ber elektronischer Mediennutzung ausger&auml;umt werden k&ouml;nnen. Beispiele anderer europ&auml;ischer Staaten (u.a. Niederlande, Norwegen) zeigen, dass dies m&ouml;glich ist oder zumindest eingeschr&auml;nkte Nutzungen einger&auml;umt werden k&ouml;nnen, damit Strafgefangene &#150; auch hinsichtlich sp&auml;terer beruflicher T&auml;tigkeit &#150; nicht abgeh&auml;ngt werden. Eine zeitgem&auml;&szlig;e Vorbereitung auf ein k&uuml;nftiges Leben in Freiheit verringert Sicherungsverwahrung 1. Nach einem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschen-rechte muss die Sicherungsverwahrung reformiert werden. Das f&uuml;hrt dazu, dass auch einige in Berlin Sicherungsverwahrte freigelassen werden. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen entlassene Sicherungsverwahrte ihren Wohnort frei w&auml;hlen. einzugliedern, die sich z.T. bereits selbst abgeschrieben hatten. F&uuml;r die verbleibenden Sicherungsverwahrten muss Berlin z&uuml;gig (insbesondere Konsequenzen f&uuml;r den Strafvollzug zu ziehen. Sie haben gezeigt, dass &#132;Wegsperren f&uuml;r immer&#147; keine Option ist. Im Sinne der Sicherheit muss daher systematisch Behandlungsvollzug statt Verwahrvollzug stattfinden, um R&uuml;ckfallrisiken zu senken. Zudem brauchen wir in jedem Fall einen geregelten &Uuml;bergang von der Haft in die Freiheit, der fr&uuml;hzeitig alle Beteiligten einbezieht. Sicherungsverwahrten auch berechtigte Sicherheitsinteressen der Bev&ouml;lkerung gibt. Daher sind qualifizierte Vorbereitungsma&szlig;nahmen und begleitende Betreuung unabdingbar.","og_url":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/buendnis-90-die-gruenen\/","og_site_name":"HU Berlin-Brandenburg","twitter_card":"summary_large_image","schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"CollectionPage","@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/buendnis-90-die-gruenen\/","url":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/buendnis-90-die-gruenen\/","name":"B\u00fcndnis \u00b490\/Die Gr\u00fcnen Archive - HU Berlin-Brandenburg","isPartOf":{"@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/#website"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/buendnis-90-die-gruenen\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/buendnis-90-die-gruenen\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Wahl 2011","item":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Wahlpr\u00fcfsteine","item":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"B\u00fcndnis \u00b490\/Die Gr\u00fcnen"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/","name":"HU Berlin-Brandenburg","description":"Eine weitere HU Network Website","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories\/69","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories"}],"about":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/taxonomies\/category"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories\/52"}],"wp:post_type":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/presse?categories=69"},{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/termin?categories=69"},{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/thema?categories=69"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}