{"id":68,"count":0,"description":"Innenpolitik \n\n1) Unter welchen Voraussetzungen halten Sie Video&uuml;berwachung an &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Orten (z.B. U-Bahnen) f&uuml;r zumutbar? \n\nDie Linkspartei.PDS hat sich immer gegen eine Video-&Uuml;berwachung des &Ouml;ffentlichen Raumes ausgesprochen und steht weiterhin zu dieser Position. Bisher hat die BVG Video-&Uuml;berwachung ausschlie&szlig;lich in Aus&uuml;bung ihres Hausrechts ohne Speicherung vorgenommen. Die video&uuml;berwachten Orte m&uuml;ssen gekennzeichnet sein. Seit wenigen Monaten hat die BVG auf drei U-Bahnlinien einen Modellversuch begonnen, der eine befristete Aufzeich-nung zul&auml;sst. Dazu hat es eine enge Abstimmung mit dem Datenschutzbeauftragten gegeben, und diese Modellversuche werden wissenschaftlich begleitet. Wir stehen dieser Entwicklung skeptisch gegen&uuml;ber, wollen aber die Ergebnisse abwarten, da auch uns nicht unbekannt ist, dass die BVG eine hohe Verlustsumme durch Vandalismus tragen muss und die subjektive Angst von BVG-Nutzern insbesondere in den Abendstunden zunimmt.\n\n2) Bef&uuml;rworten Sie die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerdestelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns nachgeht (\"Polizeibeauftragte\/r\")? \n\nJa\n\nLeider konnten wir uns mit dieser Forderung in der Koalition nicht durchsetzen. Wir streiten weiter daf&uuml;r, obwohl es deutliche Ver&auml;nderungen innerhalb der Polizeif&uuml;hrung gibt, die konsequent Fehlverhalten ahndet. Trotzdem halten wir an der Notwendigkeit fest, Transparenz f&uuml;r Betroffene, f&uuml;r B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger &uuml;ber eine solche unabh&auml;ngige Stelle herzustellen.\n\n3) Bef&uuml;rworten Sie eine individuelle Kennzeichnung von Polizistinnen und Polizisten?&nbsp;\n\nJa\n\nWir haben im Koalitionsvertrag festgelegt, diese individuelle Kenn-zeichnung, m&ouml;glichst im Einvernehmen mit der Polizei und ihren Vertretungen, umzusetzen. Auf freiwilliger Basis tragen bisher ca. 60 % der Polizistinnen und Polizisten eine namentliche Kennzeichnung. Das Problem liegt dagegen in den geschlossenen Einheiten, wo der Widerstand ebenso wie von den Gewerkschaften weiterhin massiv ist. Inzwischen ist eine Vereinbarung umgesetzt, dass vierstellige gro&szlig;e R&uuml;ckennummern zumindest die Zuordnung zu einer f&uuml;nf bis sechs Polizisten umfassenden Gruppe m&ouml;glich machen. Sollten damit weiterhin Probleme bei der individuellen Zuordnung beispielsweise in Gerichtsverfahren auftreten, wird es eine individuelle Kennzeichnung geben.\n\nJa\n\nF&uuml;r die Linkspartei.PDS ist das Versammlungsrecht eines der kon-stituierenden Rechte der Demokratie. Und es ist ein Minderheitenrecht. Die Mehrheit der Gesellschaft muss auch schwer ertr&auml;gliche Meinungen von Minderheiten aushalten k&ouml;nnen. Wir halten sogenannte Bannmeilen f&uuml;r ein Relikt und finden, dass auch Parlamente andere Meinungs&auml;u&szlig;erungen und Proteste zu Kenntnis nehmen m&uuml;ssen. Das Strafgesetzbuch gibt vor, wann Demonstrationen zu verbieten sind, dar&uuml;ber hinaus sind inzwischen Orte von der Bundesregierung und von den Landesregierungen per Gesetz be-nannt worden, an denen das Demonstrationsrecht noch einmal einer st&auml;rkeren Eingrenzung unterliegt. Dabei handelt es sich um Orte, die den Opfern der Nazi-Verbrechen gewidmet sind. Auch hier ist die Linkspartei.PDS skeptisch, weil damit die falsche Erwartung verbun-den ist, auf diese Weise Probleme mit rechtsextremistischen Aufm&auml;rschen l&ouml;sen zu k&ouml;nnen. Aber es ist auch ein Signal an die Gesellschaft &#150; deshalb haben wir diesem Gesetzentwurf des Innensenators zugestimmt.\n\n5) Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen an sogenannten \"kriminalit&auml;tsbelasteten Orten\"? \n\nJa\n\nVerdachtsunabh&auml;ngige Inanspruchnahme von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern widerspricht dem Grundsatz, dass, wer sich nichts zu Schulden kommen l&auml;sst, vom Staat in Ruhe zu lassen ist. Das gilt erst recht bei polizeilicher &Uuml;berpr&uuml;fung. Die Linkspartei.PDS konnte allerdings erreichen, dass die sog. Schleierfahndung aus dem ASOG gestrichen wurde.\n\nJa\n\nRasterfahndung ist ein untaugliches Mittel und stellt einen schwe-ren Eingriff in die B&uuml;rgerrechte einer Vielzahl von Menschen dar, gegen die ebenfalls kein Anfangsverdacht vorliegt. Nach dem j&uuml;ngsten Urteil des Bundesverfassungsgerichts sieht sich die Linkspartei.PDS nur durch das Ende der Legislaturperiode nicht in der Lage, sofort die &Uuml;berpr&uuml;fung der Berliner Gesetzgebung vorzunehmen. Allerdings hatten wir im Zuge einer ASOG-&Uuml;berarbeitung bereits die H&uuml;rden f&uuml;r ein solches Instrument erh&ouml;ht.\n\n7) Bef&uuml;rworten Sie das zwangsweise Verabreichen von Brechmitteln bei Menschen, die des Drogenhandels verd&auml;chtigt werden?&nbsp;\n\nNein&nbsp;\n\nUnserer Position steht allerdings die insbesondere von Polizeiprak-tikern vertretene Position des sog. milderen Mittels im Verh&auml;ltnis zu mehrt&auml;gigen Inhaftierungen gegen&uuml;ber. Ebenso wird das Argument der unterlassenen Hilfeleistung durch die Polizei angef&uuml;hrt, sollten sich ohne dieses Eingreifen Drogenbeh&auml;lter im Magen des Betroffenen aufl&ouml;sen. Die Linkspartei.PDS wird sich weiterhin mit der Polizei &uuml;ber die Brechmittelvergabe auseinandersetzen, um diese auch gesundheitsgef&auml;hrdende Praxis zu ver&auml;ndern.\n\nDemokratie und gesellschaftliche Teilhabe \n\n1) Bef&uuml;rworten Sie - &uuml;ber die beschlossenen Ver&auml;nderungen bei B&uuml;rgerbegehren und Volksentscheid hinaus - weitere Verbesserungen f&uuml;r direktdemokratische Verfahren? Wenn ja, welche? \n\nDie Linkspartei.PDS ist eine entschiedene Bef&uuml;rworterin direkter Demokratie. Deshalb hat sie sich auch besonders f&uuml;r machbare und moderate bezirkliche B&uuml;rgerbegehren und B&uuml;rgerentscheide, f&uuml;r deutliche Erleichterungen f&uuml;r Volksbegehren und Volksentscheide sowie f&uuml;r die Absenkung des kommunalen Wahlalters auf 16 Jahre und deren Verankerung in der Landesverfassung engagiert. Es war auch die Linkspartei.PDS, die in den zwei von ihr mit absoluten Mehrheiten &#132;regierten&#147; Bezirken Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf &#150; initiiert und gef&ouml;rdert durch die Landesebene &#150; erstmals die partizipative Haushaltsaufstellung, -durchf&uuml;hrung und -kontrolle (B&uuml;rgerhaushalt) praktiziert hat. Das waren sehr wichtige Schritte, um in Berlin politische Entscheidungsprozesse auf zeitge-m&auml;&szlig;em und weit fortgeschrittenem Niveau zu demokratisieren, aber es sollen nicht die einzigen bleiben. F&uuml;r die Linkspartei.PDS stehen folgende weitere Schritte auf der unmittelbaren Agenda:\n\n1. Die im Kompromiss mit den anderen Fraktionen vereinbarten Beteiligungsquoren f&uuml;r Volksbegehren und -entscheide sind insgesamt zu hoch, und die Einf&uuml;hrung eines speziellen Zustimmungsquorums ist &#150; ebenso wie so manches noch zu komplizierte Verfahren &#150; problematisch. Wir treten daf&uuml;r ein, in der n&auml;chsten Legislaturperiode die Regelun-gen f&uuml;r direkte Demokratie auf Landesebene noch passgerechter an die f&uuml;r direkte Demokratie auf der bezirklichen Ebene anzugleichen (niedrige Beteiligungsquoren, grunds&auml;tzlich keine gesonderten Zustimmungsquoren, einfache und b&uuml;rgerfreundliche Verfahren).\n\n2. Die Regelungen f&uuml;r bezirkliche B&uuml;rgerbegehren und B&uuml;rgerentscheide sind &#150; laut Gesetz &#150; in der n&auml;chsten Legislaturperiode zu evaluieren. Dabei werden wir besonders analysieren, ob nicht die Beteiligungsquoren bei bezirklichen B&uuml;rgerentscheiden (jetzt 15 Prozent) abgesenkt werden k&ouml;nnen.\n\n3. Inzwischen wenden sieben von zw&ouml;lf Berliner Bezirken zumindest Elemente des B&uuml;rgerhaushaltes an. Wir wollen unterst&uuml;tzen, dass in allen Bezirken eine verbindliche B&uuml;rger-beteiligung in allen Phasen der Haushaltsaufstellung, -durchf&uuml;hrung und -kontrolle geschieht und dass dieses Prinzip auch auf die Landesebene &uuml;berf&uuml;hrt wird.\n\n4. Wir werden in der n&auml;chsten Legislaturperiode alle gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligungen von Einwohnerinnen und Einwohnern in dem Sinne qualifizieren, dass sie verbindlichen Einfluss auf den politischen Entscheidungsprozess bekommen.\n\n5. Nach unserer Auffassung steht auch eine Reform des bezirklichen Wahlrechts an. Wir treten daf&uuml;r ein, das bezirkliche Wahlrecht auch f&uuml;r Nicht-EU-B&uuml;rgerinnen und -B&uuml;rger einzuf&uuml;hren sowie &#150; um den &ouml;ffentlichen Einfluss auf die personelle Zusammensetzung der BVV zu st&auml;rken &#150; die anderenorts &uuml;blichen Regelungen des Panaschierens und Kumulierens zu &uuml;bernehmen. \n\n2) Was wollen Sie tun, damit das Berliner Informationsfreiheitsgesetz k&uuml;nftig verst&auml;rkt in Anspruch genommen werden kann? \n\nDie Linkspartei.PDS tritt daf&uuml;r ein, dass ein Geb&uuml;hrenkatalog verabschiedet wird, der keine H&uuml;rden f&uuml;r die Inanspruchnahme der Informationsfreiheit darstellt. Weiterhin wollen wir offensiv f&uuml;r dieses Gesetz werben. Die Linkspartei.PDS hat sich deshalb auch an der gerade erfolgten Gr&uuml;ndung der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Informationsfreiheit beteiligt.\n\n3) Mit welchen Ma&szlig;nahmen wollen Sie b&uuml;rgerschaftliches Engagement st&auml;rken? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. \n\n1. Die Erfahrungen mit dem B&uuml;rgerhaushalt in zwei von der Linkspartei.PDS gef&uuml;hrten Bezirken sowie mit Beteiligungsverfahren in QM-Gebieten zeigen, dass echte Entschei-dungskompetenzen &uuml;ber den Einsatz von finanziellen Mitteln Einwohnerinnen und Ein-wohner aktivieren, in demokratischen Verfahren ihre Interessen zu artikulieren und dabei zunehmend die Gesellschaft - das Gemeinwesen - insgesamt als selbstverst&auml;ndlichen Faktor im Blick zu haben. F&uuml;r die Linkspartei.PDS sind deshalb die Teilhabe bzw. die Al-leinverantwortung der Einwohnerinnen und Einwohner an der Planung, an der Entscheidung und Realisierung der &ouml;ffentlichen Angelegenheiten ma&szlig;geblich, weil nur so das b&uuml;rgerschaftliche Engagement zum grunds&auml;tzlichen Bestandteil eines aktiven Gemeinwesens werden kann.\n\n2. Die Linkspartei. PDS h&auml;lt es f&uuml;r die Bef&ouml;rderung des freiwilligen Engagements in Berlin f&uuml;r besonders wichtig, dass diese gro&szlig;e gesellschaftliche Ressource allen Interessierten leicht erschlie&szlig;bar angeboten wird sowie einen attraktiven Platz in der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung einnehmen kann. Sie hat in der rot-roten Koalition Wichtiges zur F&ouml;rderung des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements unternommen, wie den umfangreichen Versicherungsschutz f&uuml;r das Ehrenamt, die Einf&uuml;hrung des FreiwilligenPasses und zur besseren Infor-mation und Kommunikation die Einrichtung des B&uuml;rgerportals &#132;B&uuml;rger aktiv&#147; im Rahmen von &#132;berlin.de&#147; Sie unterst&uuml;tzt die Idee des Freiwilligenstrukturatlasses, um einerseits In-teressierten einen Wegweiser in die Hand zu geben und um andererseits das Angebot an b&uuml;rgerschaftlichem Engagement mit dem gro&szlig;en Bedarf in &Uuml;bereinstimmung zu bringen.\n\n3. Die Linkspartei.PDS setzt sich daf&uuml;r ein, dass die bestehenden Unterst&uuml;tzungsstrukturen der Freiwilligenarbeit und der B&uuml;rgerbeteiligung in Berlin nachhaltig gesichert und ausgebaut werden. Hierzu z&auml;hlen Freiwilligenagenturen, Nachbarschaftsh&auml;user und Selbsthilfeinitiativen.\n\n4) Wie stehen Sie zur Einf&uuml;hrung des (religi&ouml;s und weltanschaulich neutralen) Schulfaches \"Ethik\" und welche &Auml;nderungen fordern Sie gegebenenfalls? \n\nDie Linkspartei.PDS hat die Einf&uuml;hrung eines religi&ouml;s und weltanschaulich neutralen Faches, in dem grundlegende Kenntnisse &uuml;ber Lebensweisen und Kulturen, &uuml;ber die gro&szlig;en Weltreligionen und Weltanschauungen sowie zu Philosophie und Ethik und zu Fragen der Lebensgestaltung erworben werden und das f&uuml;r alle Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler verbindlich ist, immer unterst&uuml;tzt und ma&szlig;geblich zur inzwischen beschlossenen Einf&uuml;hrung des Faches &#132;Ethik&#147; und seiner inhaltlichen Ausgestaltung beigetragen. Bereits am 15. M&auml;rz 2005 hat die Fraktion dazu unter dem Titel &#132;Werte, Kulturen, Religionen&#147; einen entsprechenden Beschluss gefasst. Die Fraktion beteiligt sich am &#132;Forum Gemeinsames Wertefach f&uuml;r Berlin&#147;, das unter der Schirmherrschaft des Pr&auml;sidenten des Abgeordnetenhauses Walter Momper steht. Wir haben insbesondere auf die Aspekte interkultureller Bildung in diesem Fach besonderes Gewicht gelegt und deshalb auch die &#132;interkulturelle Dialogf&auml;higkeit&#147; als zu erreichende Schl&uuml;sselkompetenz definiert. Dieses sollte sich nach unserer Auffassung auch im Namen des Faches widerspiegeln. Handlungsbedarf sehen wir vor allem in der mit dem neuen Schuljahr qualitativ anspruchs-vollen Umsetzung des Faches, in der Qualifizierung der Lehrkr&auml;fte f&uuml;r dieses Fach und in der Einrichtung eines Studienganges f&uuml;r dieses Fach.\n\n5) Was wollen Sie tun, um die Bildungschancen von sozial benachteiligten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern und Kindern mit Sprachdefiziten zu verbessern? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. \n\nVon grundlegender Bedeutung ist f&uuml;r uns die fr&uuml;he vorschulische Sprachf&ouml;rderung, insbesondere in den Kindertagesst&auml;tten. Dies wird durch die Einf&uuml;hrung eines kostenfreien letzten Kitajahres von Schuleintritt ab 2007 unterst&uuml;tzt werden. \nSprachf&ouml;rderung, ausgerichtet auf die individuellen Erfordernisse eines jeden Kindes, ist Bestandteil schulischer Bildung. Dabei kommt der Schulanfangsphase, in der grundlegende Voraussetzungen f&uuml;r den weiteren Bildungsweg gefestigt werden, ebenso Bedeutung zu wie dem Erwerb fachsprachlicher Kompetenzen in der Sekundarstufe I. Daf&uuml;r ist es auch notwendig, der Bef&auml;higung der Lehrkr&auml;fte f&uuml;r &#132;Deutsch als Zweitsprache&#147; in der Lehrer\/innenausbildung mehr Gewicht beizumessen. \nDas Angebot f&uuml;r Sprachkurse f&uuml;r Eltern mit Migrationshintergrund (so genannte &#132;M&uuml;tterkurse&#147;) soll beibehalten und im Rahmen der M&ouml;glichkeiten ausgeweitet werden, da diese f&uuml;r die Entwicklung der Sprachf&auml;higkeit der Kinder nicht zu untersch&auml;tzen sind. Des weiteren sollen mehr M&ouml;glichkeiten zur Ausbildung und Einstellung muttersprachlicher Lehr-kr&auml;fte, Erzieher\/innen und weiteren p&auml;dagogischen Personals geschaffen werden. \n\n\n6) Wie wollen Sie die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund verbessern? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. \n\n1. Wir wollen das bezirkliche Wahlrecht auf Nicht-EU-B&uuml;rgerinnen und -B&uuml;rger erweitern, treten daf&uuml;r ein, alle bestehenden Beir&auml;te und andere entsprechende Gremien verbindlich in die Entscheidungsvorbereitungen einzubeziehen und wollen alle Projekte, die sich der Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund widmen, weiter und zielgerichtet f&ouml;rdern.\n\n2. Wir wollen eine konsequente Nutzung der Gestaltungsm&ouml;glichkeiten der L&auml;nder hinsichtlich der Erleichterung von Einb&uuml;rgerungsverfahren zugunsten der MigrantInnen durch Bestandsabbau und die weitere Umsetzung struktureller Verfahrensverbesserungen f&uuml;r Neuantr&auml;ge.\n\n3. Wir wollen eine Erh&ouml;hung des Anteils von MigrantInnen im &Ouml;ffentlichen Dienst zur zukunftsorientierten Anpassung von sozialen Institutionen und Dienstleistungen an die ver&auml;nderte Bev&ouml;lkerungszusammensetzung, um den sozialen Frieden und das demokrati-sche Miteinander aller Bev&ouml;lkerungsgruppen und die Entwicklung einer bedarfs- und fl&auml;chendeckenden Integrationsstruktur zu gew&auml;hrleisten.\n\n7) Wie wollen Sie Fl&uuml;chtlingen, insbesondere langj&auml;hrig Geduldeten, eine Integrationsperspektive bieten? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. \n\n1. Wir werden uns weiterhin &uuml;ber die Landesebene f&uuml;r eine bundesweite gesetzliche Blei-berechtsregelung einsetzen.\n\n2. Auf der Landesebene werden wir uns f&uuml;r eine weitgehende Aussch&ouml;pfung bestehender Ermessenspielr&auml;ume einsetzen, um eine aufenthaltsrechtliche Absicherung durch die Umwandlung von Duldungen in Aufenthaltserlaubnisse zu erreichen, wie dies bspw. f&uuml;r traumatisierte Fl&uuml;chtlinge aus Bosnien-Herzegowina und f&uuml;r pal&auml;stinensische Fl&uuml;chtlinge aus dem Libanon gelungen ist.\n\n3. Wir werden uns f&uuml;r einen erleichterten Arbeitsmarktzugang durch eine gro&szlig;z&uuml;gigere Er-teilung von Arbeitserlaubnissen einsetzen.\n\nStrafvollzug \n\n1) Obwohl Straftaten abnehmen, nimmt die Zahl der Inhaftierten zu. Welche Ma&szlig;nahmen zur Vermeidung von Gef&auml;ngnisaufenthalten sollten aus Ihrer Sicht ergriffen werden? \n\nLaut Kriminalstatistik bewegt sich die Anzahl der Straftaten innerhalb einer gewissen Schwankungsbreite, die in den letzten drei Jahren eine sinkende Tendenz verzeichnet. Dass trotzdem die &Uuml;berbelegung der Haftanstalten in Berlin weiter zunimmt, liegt neben der Versch&auml;rfung der Bundesgesetze auch an der Tatsache, dass die verh&auml;ngten Strafen l&auml;nger geworden sind. Gerichte sind unabh&auml;ngig in Ihrer Urteilsfindung. Jedoch findet die Recht-sprechung in einem gesellschaftlichen Klima statt, in dem der rechtspolitische Diskurs &#150; gesch&uuml;rt durch rei&szlig;erische Medienberichte &#150; davon gepr&auml;gt ist, dass immer h&auml;rtere und immer l&auml;ngere Strafen f&uuml;r Straft&auml;ter gefordert werden. Diese Richtung schl&auml;gt sich auch in der Bun-desgesetzgebung nieder. Die Linkspartei.PDS unterst&uuml;tzt seit langem Ma&szlig;nahmen, die zur Haftvermeidung oder -verk&uuml;rzung beitragen. Freie Tr&auml;ger und die Sozialen Dienste der Justiz betreiben gemeinsam mit der Berliner Justiz hochwirksame Programme, z.B. &#132;Arbeit statt Strafe&#147;, &#132;Schwitzen statt sitzen&#147;, besonders auch f&uuml;r zu Ersatzfreiheitsstrafen Verurteilte. Wir setzen beispielsweise auf die Entkriminalisierung von KonsumentInnen, wenn wir die Cannabismenge, deren Besitz nicht zwingend strafrechtlich verfolgt werden muss, erh&ouml;hen und Drogenkonsumr&auml;ume f&uuml;r Schwerstabh&auml;ngige eingerichtet haben. Der Senkung der R&uuml;ckfallgefahr dient die Einrichtung einer ambulanten Nachsorge f&uuml;r entlassene Straft&auml;ter mit Sexualdelikten. Ma&szlig;nahmen sind auch im Bereich des Vollzugs selbst notwendig, z. B. Verbesserung der M&ouml;glichkeiten zur Resozialisierung, Transparenz und Zielgerichtetheit der Vollzugsplanung (es gibt gerade ein neues System), Verbesserung der Arbeitsbedingungen, mehr vorzeitige Entlassungen. Haftvermeidung hat aber vor allem etwas mit der Kenntnis von Ursachen f&uuml;r Kriminalit&auml;t und entsprechenden Pr&auml;ventionsstrategien zu tun. Deshalb sind vor allem im Bereich der Fr&uuml;hintervention im Kinder- und Jugendalter Ma&szlig;nahmen zu verst&auml;rken, die die Perspektive verbessern. Keine Stigmatisierung und fr&uuml;hzeitige Ausgren-zung, daf&uuml;r St&auml;rkung von Verantwortungsgef&uuml;hl f&uuml;reinander geh&ouml;ren dazu. (Ma&szlig;nahmen im neuen Schulgesetz)\n\n2) Bei den vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung liegt Berlin bundesweit ganz hinten. Wie kann Berlin hier seine Position verbessern? \n\nWir setzen uns mit dem Widerspruch auseinander, dass Berlin einerseits einen bundesweiten Spitzenplatz bei der Gew&auml;hrung von Vollzugslockerungen (Urlaub, Ausgang, Freigang) einnimmt, trotz steigender Lockerungszahlen gibt es deutlich seltener Nichtr&uuml;ckkehr. Andererseits f&uuml;hren diese vorbereitenden Ma&szlig;nahmen nicht zu mehr vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung. Diese Situation halten wir f&uuml;r unbefriedigend, obwohl wir wissen, dass Strafaussetzung nur von der Strafvollstreckungskammer angeordnet werden kann. Die Vollzugs-anstalten scheinen jedoch in ihrer Zuarbeit aus Angst vor Misserfolgen sehr restriktiv zu sein. Daran ist zu arbeiten.\n\n3) Einige unserer Haftanstalten sind in einem sehr schlechten Zustand. Wie wollen Sie die Haftbedingungen verbessern? \n\n4) Glauben Sie, dass nach dem Aussch&ouml;pfen aller M&ouml;glichkeiten der Haftvermeidung und vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung der geplante Gef&auml;ngnisneubau in Gro&szlig;beeren immer noch n&ouml;tig ist?\n\nJa\n\nDiverse Bauma&szlig;nahmen sollen den tats&auml;chlich schlechten baulichen Zustand Berliner Haftanstalten verbessern. Viele der Geb&auml;ude sind &uuml;ber 100 Jahre alt und nach heutigem Standard kritikw&uuml;rdig. Daran wird fortlaufend gearbeitet, ein neues Haftkrankenhaus wurde errichtet. Seit 2004 ist durch Urteil des Kammergerichts die Mehrfachbelegung von Haftr&auml;umen ohne abgetrennte Toilette unzul&auml;ssig. Die deshalb notwendigen Umbauten f&uuml;hren zu zus&auml;tzlicher Platzknappheit. Deshalb meint die Linkspartei, dass auch bei besserer Aussch&ouml;pfung der M&ouml;glichkeiten von Haftvermeidung und vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung der geplante Gef&auml;ngnisneubau in Gro&szlig;beeren notwendig ist. Sollten die Gefangenenzahlen tats&auml;chlich in dem erhofften Ma&szlig; sinken, w&auml;re es der W&uuml;rde von Strafgefangenen und der Senkung von Sanierungskosten angemessen, einzelne alte Geb&auml;ude ganz zu schlie&szlig;en und den neuen Ersatzbau voll zu belegen.","link":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/linkspartei-pds\/","name":"Linkspartei.PDS","slug":"linkspartei-pds","taxonomy":"category","parent":52,"meta":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Linkspartei.PDS Archive - HU Berlin-Brandenburg<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/linkspartei-pds\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Linkspartei.PDS Archive - HU Berlin-Brandenburg\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Innenpolitik 1) Unter welchen Voraussetzungen halten Sie Video&uuml;berwachung an &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Orten (z.B. U-Bahnen) f&uuml;r zumutbar? Die Linkspartei.PDS hat sich immer gegen eine Video-&Uuml;berwachung des &Ouml;ffentlichen Raumes ausgesprochen und steht weiterhin zu dieser Position. Bisher hat die BVG Video-&Uuml;berwachung ausschlie&szlig;lich in Aus&uuml;bung ihres Hausrechts ohne Speicherung vorgenommen. Die video&uuml;berwachten Orte m&uuml;ssen gekennzeichnet sein. Seit wenigen Monaten hat die BVG auf drei U-Bahnlinien einen Modellversuch begonnen, der eine befristete Aufzeich-nung zul&auml;sst. Dazu hat es eine enge Abstimmung mit dem Datenschutzbeauftragten gegeben, und diese Modellversuche werden wissenschaftlich begleitet. Wir stehen dieser Entwicklung skeptisch gegen&uuml;ber, wollen aber die Ergebnisse abwarten, da auch uns nicht unbekannt ist, dass die BVG eine hohe Verlustsumme durch Vandalismus tragen muss und die subjektive Angst von BVG-Nutzern insbesondere in den Abendstunden zunimmt. 2) Bef&uuml;rworten Sie die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerdestelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns nachgeht (&#8222;Polizeibeauftragte\/r&#8220;)? Ja Leider konnten wir uns mit dieser Forderung in der Koalition nicht durchsetzen. Wir streiten weiter daf&uuml;r, obwohl es deutliche Ver&auml;nderungen innerhalb der Polizeif&uuml;hrung gibt, die konsequent Fehlverhalten ahndet. Trotzdem halten wir an der Notwendigkeit fest, Transparenz f&uuml;r Betroffene, f&uuml;r B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger &uuml;ber eine solche unabh&auml;ngige Stelle herzustellen. 3) Bef&uuml;rworten Sie eine individuelle Kennzeichnung von Polizistinnen und Polizisten?&nbsp; Ja Wir haben im Koalitionsvertrag festgelegt, diese individuelle Kenn-zeichnung, m&ouml;glichst im Einvernehmen mit der Polizei und ihren Vertretungen, umzusetzen. Auf freiwilliger Basis tragen bisher ca. 60 % der Polizistinnen und Polizisten eine namentliche Kennzeichnung. Das Problem liegt dagegen in den geschlossenen Einheiten, wo der Widerstand ebenso wie von den Gewerkschaften weiterhin massiv ist. Inzwischen ist eine Vereinbarung umgesetzt, dass vierstellige gro&szlig;e R&uuml;ckennummern zumindest die Zuordnung zu einer f&uuml;nf bis sechs Polizisten umfassenden Gruppe m&ouml;glich machen. Sollten damit weiterhin Probleme bei der individuellen Zuordnung beispielsweise in Gerichtsverfahren auftreten, wird es eine individuelle Kennzeichnung geben. Ja F&uuml;r die Linkspartei.PDS ist das Versammlungsrecht eines der kon-stituierenden Rechte der Demokratie. Und es ist ein Minderheitenrecht. Die Mehrheit der Gesellschaft muss auch schwer ertr&auml;gliche Meinungen von Minderheiten aushalten k&ouml;nnen. Wir halten sogenannte Bannmeilen f&uuml;r ein Relikt und finden, dass auch Parlamente andere Meinungs&auml;u&szlig;erungen und Proteste zu Kenntnis nehmen m&uuml;ssen. Das Strafgesetzbuch gibt vor, wann Demonstrationen zu verbieten sind, dar&uuml;ber hinaus sind inzwischen Orte von der Bundesregierung und von den Landesregierungen per Gesetz be-nannt worden, an denen das Demonstrationsrecht noch einmal einer st&auml;rkeren Eingrenzung unterliegt. Dabei handelt es sich um Orte, die den Opfern der Nazi-Verbrechen gewidmet sind. Auch hier ist die Linkspartei.PDS skeptisch, weil damit die falsche Erwartung verbun-den ist, auf diese Weise Probleme mit rechtsextremistischen Aufm&auml;rschen l&ouml;sen zu k&ouml;nnen. Aber es ist auch ein Signal an die Gesellschaft &#150; deshalb haben wir diesem Gesetzentwurf des Innensenators zugestimmt. 5) Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen an sogenannten &#8222;kriminalit&auml;tsbelasteten Orten&#8220;? Ja Verdachtsunabh&auml;ngige Inanspruchnahme von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern widerspricht dem Grundsatz, dass, wer sich nichts zu Schulden kommen l&auml;sst, vom Staat in Ruhe zu lassen ist. Das gilt erst recht bei polizeilicher &Uuml;berpr&uuml;fung. Die Linkspartei.PDS konnte allerdings erreichen, dass die sog. Schleierfahndung aus dem ASOG gestrichen wurde. Ja Rasterfahndung ist ein untaugliches Mittel und stellt einen schwe-ren Eingriff in die B&uuml;rgerrechte einer Vielzahl von Menschen dar, gegen die ebenfalls kein Anfangsverdacht vorliegt. Nach dem j&uuml;ngsten Urteil des Bundesverfassungsgerichts sieht sich die Linkspartei.PDS nur durch das Ende der Legislaturperiode nicht in der Lage, sofort die &Uuml;berpr&uuml;fung der Berliner Gesetzgebung vorzunehmen. Allerdings hatten wir im Zuge einer ASOG-&Uuml;berarbeitung bereits die H&uuml;rden f&uuml;r ein solches Instrument erh&ouml;ht. 7) Bef&uuml;rworten Sie das zwangsweise Verabreichen von Brechmitteln bei Menschen, die des Drogenhandels verd&auml;chtigt werden?&nbsp; Nein&nbsp; Unserer Position steht allerdings die insbesondere von Polizeiprak-tikern vertretene Position des sog. milderen Mittels im Verh&auml;ltnis zu mehrt&auml;gigen Inhaftierungen gegen&uuml;ber. Ebenso wird das Argument der unterlassenen Hilfeleistung durch die Polizei angef&uuml;hrt, sollten sich ohne dieses Eingreifen Drogenbeh&auml;lter im Magen des Betroffenen aufl&ouml;sen. Die Linkspartei.PDS wird sich weiterhin mit der Polizei &uuml;ber die Brechmittelvergabe auseinandersetzen, um diese auch gesundheitsgef&auml;hrdende Praxis zu ver&auml;ndern. Demokratie und gesellschaftliche Teilhabe 1) Bef&uuml;rworten Sie &#8211; &uuml;ber die beschlossenen Ver&auml;nderungen bei B&uuml;rgerbegehren und Volksentscheid hinaus &#8211; weitere Verbesserungen f&uuml;r direktdemokratische Verfahren? Wenn ja, welche? Die Linkspartei.PDS ist eine entschiedene Bef&uuml;rworterin direkter Demokratie. Deshalb hat sie sich auch besonders f&uuml;r machbare und moderate bezirkliche B&uuml;rgerbegehren und B&uuml;rgerentscheide, f&uuml;r deutliche Erleichterungen f&uuml;r Volksbegehren und Volksentscheide sowie f&uuml;r die Absenkung des kommunalen Wahlalters auf 16 Jahre und deren Verankerung in der Landesverfassung engagiert. Es war auch die Linkspartei.PDS, die in den zwei von ihr mit absoluten Mehrheiten &#132;regierten&#147; Bezirken Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf &#150; initiiert und gef&ouml;rdert durch die Landesebene &#150; erstmals die partizipative Haushaltsaufstellung, -durchf&uuml;hrung und -kontrolle (B&uuml;rgerhaushalt) praktiziert hat. Das waren sehr wichtige Schritte, um in Berlin politische Entscheidungsprozesse auf zeitge-m&auml;&szlig;em und weit fortgeschrittenem Niveau zu demokratisieren, aber es sollen nicht die einzigen bleiben. F&uuml;r die Linkspartei.PDS stehen folgende weitere Schritte auf der unmittelbaren Agenda: 1. Die im Kompromiss mit den anderen Fraktionen vereinbarten Beteiligungsquoren f&uuml;r Volksbegehren und -entscheide sind insgesamt zu hoch, und die Einf&uuml;hrung eines speziellen Zustimmungsquorums ist &#150; ebenso wie so manches noch zu komplizierte Verfahren &#150; problematisch. Wir treten daf&uuml;r ein, in der n&auml;chsten Legislaturperiode die Regelun-gen f&uuml;r direkte Demokratie auf Landesebene noch passgerechter an die f&uuml;r direkte Demokratie auf der bezirklichen Ebene anzugleichen (niedrige Beteiligungsquoren, grunds&auml;tzlich keine gesonderten Zustimmungsquoren, einfache und b&uuml;rgerfreundliche Verfahren). 2. Die Regelungen f&uuml;r bezirkliche B&uuml;rgerbegehren und B&uuml;rgerentscheide sind &#150; laut Gesetz &#150; in der n&auml;chsten Legislaturperiode zu evaluieren. Dabei werden wir besonders analysieren, ob nicht die Beteiligungsquoren bei bezirklichen B&uuml;rgerentscheiden (jetzt 15 Prozent) abgesenkt werden k&ouml;nnen. 3. Inzwischen wenden sieben von zw&ouml;lf Berliner Bezirken zumindest Elemente des B&uuml;rgerhaushaltes an. Wir wollen unterst&uuml;tzen, dass in allen Bezirken eine verbindliche B&uuml;rger-beteiligung in allen Phasen der Haushaltsaufstellung, -durchf&uuml;hrung und -kontrolle geschieht und dass dieses Prinzip auch auf die Landesebene &uuml;berf&uuml;hrt wird. 4. Wir werden in der n&auml;chsten Legislaturperiode alle gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligungen von Einwohnerinnen und Einwohnern in dem Sinne qualifizieren, dass sie verbindlichen Einfluss auf den politischen Entscheidungsprozess bekommen. 5. Nach unserer Auffassung steht auch eine Reform des bezirklichen Wahlrechts an. Wir treten daf&uuml;r ein, das bezirkliche Wahlrecht auch f&uuml;r Nicht-EU-B&uuml;rgerinnen und -B&uuml;rger einzuf&uuml;hren sowie &#150; um den &ouml;ffentlichen Einfluss auf die personelle Zusammensetzung der BVV zu st&auml;rken &#150; die anderenorts &uuml;blichen Regelungen des Panaschierens und Kumulierens zu &uuml;bernehmen. 2) Was wollen Sie tun, damit das Berliner Informationsfreiheitsgesetz k&uuml;nftig verst&auml;rkt in Anspruch genommen werden kann? Die Linkspartei.PDS tritt daf&uuml;r ein, dass ein Geb&uuml;hrenkatalog verabschiedet wird, der keine H&uuml;rden f&uuml;r die Inanspruchnahme der Informationsfreiheit darstellt. Weiterhin wollen wir offensiv f&uuml;r dieses Gesetz werben. Die Linkspartei.PDS hat sich deshalb auch an der gerade erfolgten Gr&uuml;ndung der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Informationsfreiheit beteiligt. 3) Mit welchen Ma&szlig;nahmen wollen Sie b&uuml;rgerschaftliches Engagement st&auml;rken? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. 1. Die Erfahrungen mit dem B&uuml;rgerhaushalt in zwei von der Linkspartei.PDS gef&uuml;hrten Bezirken sowie mit Beteiligungsverfahren in QM-Gebieten zeigen, dass echte Entschei-dungskompetenzen &uuml;ber den Einsatz von finanziellen Mitteln Einwohnerinnen und Ein-wohner aktivieren, in demokratischen Verfahren ihre Interessen zu artikulieren und dabei zunehmend die Gesellschaft &#8211; das Gemeinwesen &#8211; insgesamt als selbstverst&auml;ndlichen Faktor im Blick zu haben. F&uuml;r die Linkspartei.PDS sind deshalb die Teilhabe bzw. die Al-leinverantwortung der Einwohnerinnen und Einwohner an der Planung, an der Entscheidung und Realisierung der &ouml;ffentlichen Angelegenheiten ma&szlig;geblich, weil nur so das b&uuml;rgerschaftliche Engagement zum grunds&auml;tzlichen Bestandteil eines aktiven Gemeinwesens werden kann. 2. Die Linkspartei. PDS h&auml;lt es f&uuml;r die Bef&ouml;rderung des freiwilligen Engagements in Berlin f&uuml;r besonders wichtig, dass diese gro&szlig;e gesellschaftliche Ressource allen Interessierten leicht erschlie&szlig;bar angeboten wird sowie einen attraktiven Platz in der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung einnehmen kann. Sie hat in der rot-roten Koalition Wichtiges zur F&ouml;rderung des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements unternommen, wie den umfangreichen Versicherungsschutz f&uuml;r das Ehrenamt, die Einf&uuml;hrung des FreiwilligenPasses und zur besseren Infor-mation und Kommunikation die Einrichtung des B&uuml;rgerportals &#132;B&uuml;rger aktiv&#147; im Rahmen von &#132;berlin.de&#147; Sie unterst&uuml;tzt die Idee des Freiwilligenstrukturatlasses, um einerseits In-teressierten einen Wegweiser in die Hand zu geben und um andererseits das Angebot an b&uuml;rgerschaftlichem Engagement mit dem gro&szlig;en Bedarf in &Uuml;bereinstimmung zu bringen. 3. Die Linkspartei.PDS setzt sich daf&uuml;r ein, dass die bestehenden Unterst&uuml;tzungsstrukturen der Freiwilligenarbeit und der B&uuml;rgerbeteiligung in Berlin nachhaltig gesichert und ausgebaut werden. Hierzu z&auml;hlen Freiwilligenagenturen, Nachbarschaftsh&auml;user und Selbsthilfeinitiativen. 4) Wie stehen Sie zur Einf&uuml;hrung des (religi&ouml;s und weltanschaulich neutralen) Schulfaches &#8222;Ethik&#8220; und welche &Auml;nderungen fordern Sie gegebenenfalls? Die Linkspartei.PDS hat die Einf&uuml;hrung eines religi&ouml;s und weltanschaulich neutralen Faches, in dem grundlegende Kenntnisse &uuml;ber Lebensweisen und Kulturen, &uuml;ber die gro&szlig;en Weltreligionen und Weltanschauungen sowie zu Philosophie und Ethik und zu Fragen der Lebensgestaltung erworben werden und das f&uuml;r alle Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler verbindlich ist, immer unterst&uuml;tzt und ma&szlig;geblich zur inzwischen beschlossenen Einf&uuml;hrung des Faches &#132;Ethik&#147; und seiner inhaltlichen Ausgestaltung beigetragen. Bereits am 15. M&auml;rz 2005 hat die Fraktion dazu unter dem Titel &#132;Werte, Kulturen, Religionen&#147; einen entsprechenden Beschluss gefasst. Die Fraktion beteiligt sich am &#132;Forum Gemeinsames Wertefach f&uuml;r Berlin&#147;, das unter der Schirmherrschaft des Pr&auml;sidenten des Abgeordnetenhauses Walter Momper steht. Wir haben insbesondere auf die Aspekte interkultureller Bildung in diesem Fach besonderes Gewicht gelegt und deshalb auch die &#132;interkulturelle Dialogf&auml;higkeit&#147; als zu erreichende Schl&uuml;sselkompetenz definiert. Dieses sollte sich nach unserer Auffassung auch im Namen des Faches widerspiegeln. Handlungsbedarf sehen wir vor allem in der mit dem neuen Schuljahr qualitativ anspruchs-vollen Umsetzung des Faches, in der Qualifizierung der Lehrkr&auml;fte f&uuml;r dieses Fach und in der Einrichtung eines Studienganges f&uuml;r dieses Fach. 5) Was wollen Sie tun, um die Bildungschancen von sozial benachteiligten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern und Kindern mit Sprachdefiziten zu verbessern? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. Von grundlegender Bedeutung ist f&uuml;r uns die fr&uuml;he vorschulische Sprachf&ouml;rderung, insbesondere in den Kindertagesst&auml;tten. Dies wird durch die Einf&uuml;hrung eines kostenfreien letzten Kitajahres von Schuleintritt ab 2007 unterst&uuml;tzt werden. Sprachf&ouml;rderung, ausgerichtet auf die individuellen Erfordernisse eines jeden Kindes, ist Bestandteil schulischer Bildung. Dabei kommt der Schulanfangsphase, in der grundlegende Voraussetzungen f&uuml;r den weiteren Bildungsweg gefestigt werden, ebenso Bedeutung zu wie dem Erwerb fachsprachlicher Kompetenzen in der Sekundarstufe I. Daf&uuml;r ist es auch notwendig, der Bef&auml;higung der Lehrkr&auml;fte f&uuml;r &#132;Deutsch als Zweitsprache&#147; in der Lehrer\/innenausbildung mehr Gewicht beizumessen. Das Angebot f&uuml;r Sprachkurse f&uuml;r Eltern mit Migrationshintergrund (so genannte &#132;M&uuml;tterkurse&#147;) soll beibehalten und im Rahmen der M&ouml;glichkeiten ausgeweitet werden, da diese f&uuml;r die Entwicklung der Sprachf&auml;higkeit der Kinder nicht zu untersch&auml;tzen sind. Des weiteren sollen mehr M&ouml;glichkeiten zur Ausbildung und Einstellung muttersprachlicher Lehr-kr&auml;fte, Erzieher\/innen und weiteren p&auml;dagogischen Personals geschaffen werden. 6) Wie wollen Sie die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund verbessern? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. 1. Wir wollen das bezirkliche Wahlrecht auf Nicht-EU-B&uuml;rgerinnen und -B&uuml;rger erweitern, treten daf&uuml;r ein, alle bestehenden Beir&auml;te und andere entsprechende Gremien verbindlich in die Entscheidungsvorbereitungen einzubeziehen und wollen alle Projekte, die sich der Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund widmen, weiter und zielgerichtet f&ouml;rdern. 2. Wir wollen eine konsequente Nutzung der Gestaltungsm&ouml;glichkeiten der L&auml;nder hinsichtlich der Erleichterung von Einb&uuml;rgerungsverfahren zugunsten der MigrantInnen durch Bestandsabbau und die weitere Umsetzung struktureller Verfahrensverbesserungen f&uuml;r Neuantr&auml;ge. 3. Wir wollen eine Erh&ouml;hung des Anteils von MigrantInnen im &Ouml;ffentlichen Dienst zur zukunftsorientierten Anpassung von sozialen Institutionen und Dienstleistungen an die ver&auml;nderte Bev&ouml;lkerungszusammensetzung, um den sozialen Frieden und das demokrati-sche Miteinander aller Bev&ouml;lkerungsgruppen und die Entwicklung einer bedarfs- und fl&auml;chendeckenden Integrationsstruktur zu gew&auml;hrleisten. 7) Wie wollen Sie Fl&uuml;chtlingen, insbesondere langj&auml;hrig Geduldeten, eine Integrationsperspektive bieten? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. 1. Wir werden uns weiterhin &uuml;ber die Landesebene f&uuml;r eine bundesweite gesetzliche Blei-berechtsregelung einsetzen. 2. Auf der Landesebene werden wir uns f&uuml;r eine weitgehende Aussch&ouml;pfung bestehender Ermessenspielr&auml;ume einsetzen, um eine aufenthaltsrechtliche Absicherung durch die Umwandlung von Duldungen in Aufenthaltserlaubnisse zu erreichen, wie dies bspw. f&uuml;r traumatisierte Fl&uuml;chtlinge aus Bosnien-Herzegowina und f&uuml;r pal&auml;stinensische Fl&uuml;chtlinge aus dem Libanon gelungen ist. 3. Wir werden uns f&uuml;r einen erleichterten Arbeitsmarktzugang durch eine gro&szlig;z&uuml;gigere Er-teilung von Arbeitserlaubnissen einsetzen. Strafvollzug 1) Obwohl Straftaten abnehmen, nimmt die Zahl der Inhaftierten zu. Welche Ma&szlig;nahmen zur Vermeidung von Gef&auml;ngnisaufenthalten sollten aus Ihrer Sicht ergriffen werden? Laut Kriminalstatistik bewegt sich die Anzahl der Straftaten innerhalb einer gewissen Schwankungsbreite, die in den letzten drei Jahren eine sinkende Tendenz verzeichnet. Dass trotzdem die &Uuml;berbelegung der Haftanstalten in Berlin weiter zunimmt, liegt neben der Versch&auml;rfung der Bundesgesetze auch an der Tatsache, dass die verh&auml;ngten Strafen l&auml;nger geworden sind. Gerichte sind unabh&auml;ngig in Ihrer Urteilsfindung. Jedoch findet die Recht-sprechung in einem gesellschaftlichen Klima statt, in dem der rechtspolitische Diskurs &#150; gesch&uuml;rt durch rei&szlig;erische Medienberichte &#150; davon gepr&auml;gt ist, dass immer h&auml;rtere und immer l&auml;ngere Strafen f&uuml;r Straft&auml;ter gefordert werden. Diese Richtung schl&auml;gt sich auch in der Bun-desgesetzgebung nieder. Die Linkspartei.PDS unterst&uuml;tzt seit langem Ma&szlig;nahmen, die zur Haftvermeidung oder -verk&uuml;rzung beitragen. Freie Tr&auml;ger und die Sozialen Dienste der Justiz betreiben gemeinsam mit der Berliner Justiz hochwirksame Programme, z.B. &#132;Arbeit statt Strafe&#147;, &#132;Schwitzen statt sitzen&#147;, besonders auch f&uuml;r zu Ersatzfreiheitsstrafen Verurteilte. Wir setzen beispielsweise auf die Entkriminalisierung von KonsumentInnen, wenn wir die Cannabismenge, deren Besitz nicht zwingend strafrechtlich verfolgt werden muss, erh&ouml;hen und Drogenkonsumr&auml;ume f&uuml;r Schwerstabh&auml;ngige eingerichtet haben. Der Senkung der R&uuml;ckfallgefahr dient die Einrichtung einer ambulanten Nachsorge f&uuml;r entlassene Straft&auml;ter mit Sexualdelikten. Ma&szlig;nahmen sind auch im Bereich des Vollzugs selbst notwendig, z. B. Verbesserung der M&ouml;glichkeiten zur Resozialisierung, Transparenz und Zielgerichtetheit der Vollzugsplanung (es gibt gerade ein neues System), Verbesserung der Arbeitsbedingungen, mehr vorzeitige Entlassungen. Haftvermeidung hat aber vor allem etwas mit der Kenntnis von Ursachen f&uuml;r Kriminalit&auml;t und entsprechenden Pr&auml;ventionsstrategien zu tun. Deshalb sind vor allem im Bereich der Fr&uuml;hintervention im Kinder- und Jugendalter Ma&szlig;nahmen zu verst&auml;rken, die die Perspektive verbessern. Keine Stigmatisierung und fr&uuml;hzeitige Ausgren-zung, daf&uuml;r St&auml;rkung von Verantwortungsgef&uuml;hl f&uuml;reinander geh&ouml;ren dazu. (Ma&szlig;nahmen im neuen Schulgesetz) 2) Bei den vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung liegt Berlin bundesweit ganz hinten. Wie kann Berlin hier seine Position verbessern? Wir setzen uns mit dem Widerspruch auseinander, dass Berlin einerseits einen bundesweiten Spitzenplatz bei der Gew&auml;hrung von Vollzugslockerungen (Urlaub, Ausgang, Freigang) einnimmt, trotz steigender Lockerungszahlen gibt es deutlich seltener Nichtr&uuml;ckkehr. Andererseits f&uuml;hren diese vorbereitenden Ma&szlig;nahmen nicht zu mehr vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung. Diese Situation halten wir f&uuml;r unbefriedigend, obwohl wir wissen, dass Strafaussetzung nur von der Strafvollstreckungskammer angeordnet werden kann. Die Vollzugs-anstalten scheinen jedoch in ihrer Zuarbeit aus Angst vor Misserfolgen sehr restriktiv zu sein. Daran ist zu arbeiten. 3) Einige unserer Haftanstalten sind in einem sehr schlechten Zustand. Wie wollen Sie die Haftbedingungen verbessern? 4) Glauben Sie, dass nach dem Aussch&ouml;pfen aller M&ouml;glichkeiten der Haftvermeidung und vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung der geplante Gef&auml;ngnisneubau in Gro&szlig;beeren immer noch n&ouml;tig ist? Ja Diverse Bauma&szlig;nahmen sollen den tats&auml;chlich schlechten baulichen Zustand Berliner Haftanstalten verbessern. Viele der Geb&auml;ude sind &uuml;ber 100 Jahre alt und nach heutigem Standard kritikw&uuml;rdig. Daran wird fortlaufend gearbeitet, ein neues Haftkrankenhaus wurde errichtet. Seit 2004 ist durch Urteil des Kammergerichts die Mehrfachbelegung von Haftr&auml;umen ohne abgetrennte Toilette unzul&auml;ssig. Die deshalb notwendigen Umbauten f&uuml;hren zu zus&auml;tzlicher Platzknappheit. Deshalb meint die Linkspartei, dass auch bei besserer Aussch&ouml;pfung der M&ouml;glichkeiten von Haftvermeidung und vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung der geplante Gef&auml;ngnisneubau in Gro&szlig;beeren notwendig ist. Sollten die Gefangenenzahlen tats&auml;chlich in dem erhofften Ma&szlig; sinken, w&auml;re es der W&uuml;rde von Strafgefangenen und der Senkung von Sanierungskosten angemessen, einzelne alte Geb&auml;ude ganz zu schlie&szlig;en und den neuen Ersatzbau voll zu belegen.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/linkspartei-pds\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"HU Berlin-Brandenburg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"CollectionPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2011\\\/wahlpruefsteine\\\/linkspartei-pds\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2011\\\/wahlpruefsteine\\\/linkspartei-pds\\\/\",\"name\":\"Linkspartei.PDS Archive - HU Berlin-Brandenburg\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2011\\\/wahlpruefsteine\\\/linkspartei-pds\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2011\\\/wahlpruefsteine\\\/linkspartei-pds\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Wahl 2011\",\"item\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2011\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Wahlpr\u00fcfsteine\",\"item\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2011\\\/wahlpruefsteine\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"Linkspartei.PDS\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"HU Berlin-Brandenburg\",\"description\":\"Eine weitere HU Network Website\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Linkspartei.PDS Archive - HU Berlin-Brandenburg","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/linkspartei-pds\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Linkspartei.PDS Archive - HU Berlin-Brandenburg","og_description":"Innenpolitik 1) Unter welchen Voraussetzungen halten Sie Video&uuml;berwachung an &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Orten (z.B. U-Bahnen) f&uuml;r zumutbar? Die Linkspartei.PDS hat sich immer gegen eine Video-&Uuml;berwachung des &Ouml;ffentlichen Raumes ausgesprochen und steht weiterhin zu dieser Position. Bisher hat die BVG Video-&Uuml;berwachung ausschlie&szlig;lich in Aus&uuml;bung ihres Hausrechts ohne Speicherung vorgenommen. Die video&uuml;berwachten Orte m&uuml;ssen gekennzeichnet sein. Seit wenigen Monaten hat die BVG auf drei U-Bahnlinien einen Modellversuch begonnen, der eine befristete Aufzeich-nung zul&auml;sst. Dazu hat es eine enge Abstimmung mit dem Datenschutzbeauftragten gegeben, und diese Modellversuche werden wissenschaftlich begleitet. Wir stehen dieser Entwicklung skeptisch gegen&uuml;ber, wollen aber die Ergebnisse abwarten, da auch uns nicht unbekannt ist, dass die BVG eine hohe Verlustsumme durch Vandalismus tragen muss und die subjektive Angst von BVG-Nutzern insbesondere in den Abendstunden zunimmt. 2) Bef&uuml;rworten Sie die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerdestelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns nachgeht (&#8222;Polizeibeauftragte\/r&#8220;)? Ja Leider konnten wir uns mit dieser Forderung in der Koalition nicht durchsetzen. Wir streiten weiter daf&uuml;r, obwohl es deutliche Ver&auml;nderungen innerhalb der Polizeif&uuml;hrung gibt, die konsequent Fehlverhalten ahndet. Trotzdem halten wir an der Notwendigkeit fest, Transparenz f&uuml;r Betroffene, f&uuml;r B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger &uuml;ber eine solche unabh&auml;ngige Stelle herzustellen. 3) Bef&uuml;rworten Sie eine individuelle Kennzeichnung von Polizistinnen und Polizisten?&nbsp; Ja Wir haben im Koalitionsvertrag festgelegt, diese individuelle Kenn-zeichnung, m&ouml;glichst im Einvernehmen mit der Polizei und ihren Vertretungen, umzusetzen. Auf freiwilliger Basis tragen bisher ca. 60 % der Polizistinnen und Polizisten eine namentliche Kennzeichnung. Das Problem liegt dagegen in den geschlossenen Einheiten, wo der Widerstand ebenso wie von den Gewerkschaften weiterhin massiv ist. Inzwischen ist eine Vereinbarung umgesetzt, dass vierstellige gro&szlig;e R&uuml;ckennummern zumindest die Zuordnung zu einer f&uuml;nf bis sechs Polizisten umfassenden Gruppe m&ouml;glich machen. Sollten damit weiterhin Probleme bei der individuellen Zuordnung beispielsweise in Gerichtsverfahren auftreten, wird es eine individuelle Kennzeichnung geben. Ja F&uuml;r die Linkspartei.PDS ist das Versammlungsrecht eines der kon-stituierenden Rechte der Demokratie. Und es ist ein Minderheitenrecht. Die Mehrheit der Gesellschaft muss auch schwer ertr&auml;gliche Meinungen von Minderheiten aushalten k&ouml;nnen. Wir halten sogenannte Bannmeilen f&uuml;r ein Relikt und finden, dass auch Parlamente andere Meinungs&auml;u&szlig;erungen und Proteste zu Kenntnis nehmen m&uuml;ssen. Das Strafgesetzbuch gibt vor, wann Demonstrationen zu verbieten sind, dar&uuml;ber hinaus sind inzwischen Orte von der Bundesregierung und von den Landesregierungen per Gesetz be-nannt worden, an denen das Demonstrationsrecht noch einmal einer st&auml;rkeren Eingrenzung unterliegt. Dabei handelt es sich um Orte, die den Opfern der Nazi-Verbrechen gewidmet sind. Auch hier ist die Linkspartei.PDS skeptisch, weil damit die falsche Erwartung verbun-den ist, auf diese Weise Probleme mit rechtsextremistischen Aufm&auml;rschen l&ouml;sen zu k&ouml;nnen. Aber es ist auch ein Signal an die Gesellschaft &#150; deshalb haben wir diesem Gesetzentwurf des Innensenators zugestimmt. 5) Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen an sogenannten &#8222;kriminalit&auml;tsbelasteten Orten&#8220;? Ja Verdachtsunabh&auml;ngige Inanspruchnahme von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern widerspricht dem Grundsatz, dass, wer sich nichts zu Schulden kommen l&auml;sst, vom Staat in Ruhe zu lassen ist. Das gilt erst recht bei polizeilicher &Uuml;berpr&uuml;fung. Die Linkspartei.PDS konnte allerdings erreichen, dass die sog. Schleierfahndung aus dem ASOG gestrichen wurde. Ja Rasterfahndung ist ein untaugliches Mittel und stellt einen schwe-ren Eingriff in die B&uuml;rgerrechte einer Vielzahl von Menschen dar, gegen die ebenfalls kein Anfangsverdacht vorliegt. Nach dem j&uuml;ngsten Urteil des Bundesverfassungsgerichts sieht sich die Linkspartei.PDS nur durch das Ende der Legislaturperiode nicht in der Lage, sofort die &Uuml;berpr&uuml;fung der Berliner Gesetzgebung vorzunehmen. Allerdings hatten wir im Zuge einer ASOG-&Uuml;berarbeitung bereits die H&uuml;rden f&uuml;r ein solches Instrument erh&ouml;ht. 7) Bef&uuml;rworten Sie das zwangsweise Verabreichen von Brechmitteln bei Menschen, die des Drogenhandels verd&auml;chtigt werden?&nbsp; Nein&nbsp; Unserer Position steht allerdings die insbesondere von Polizeiprak-tikern vertretene Position des sog. milderen Mittels im Verh&auml;ltnis zu mehrt&auml;gigen Inhaftierungen gegen&uuml;ber. Ebenso wird das Argument der unterlassenen Hilfeleistung durch die Polizei angef&uuml;hrt, sollten sich ohne dieses Eingreifen Drogenbeh&auml;lter im Magen des Betroffenen aufl&ouml;sen. Die Linkspartei.PDS wird sich weiterhin mit der Polizei &uuml;ber die Brechmittelvergabe auseinandersetzen, um diese auch gesundheitsgef&auml;hrdende Praxis zu ver&auml;ndern. Demokratie und gesellschaftliche Teilhabe 1) Bef&uuml;rworten Sie &#8211; &uuml;ber die beschlossenen Ver&auml;nderungen bei B&uuml;rgerbegehren und Volksentscheid hinaus &#8211; weitere Verbesserungen f&uuml;r direktdemokratische Verfahren? Wenn ja, welche? Die Linkspartei.PDS ist eine entschiedene Bef&uuml;rworterin direkter Demokratie. Deshalb hat sie sich auch besonders f&uuml;r machbare und moderate bezirkliche B&uuml;rgerbegehren und B&uuml;rgerentscheide, f&uuml;r deutliche Erleichterungen f&uuml;r Volksbegehren und Volksentscheide sowie f&uuml;r die Absenkung des kommunalen Wahlalters auf 16 Jahre und deren Verankerung in der Landesverfassung engagiert. Es war auch die Linkspartei.PDS, die in den zwei von ihr mit absoluten Mehrheiten &#132;regierten&#147; Bezirken Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf &#150; initiiert und gef&ouml;rdert durch die Landesebene &#150; erstmals die partizipative Haushaltsaufstellung, -durchf&uuml;hrung und -kontrolle (B&uuml;rgerhaushalt) praktiziert hat. Das waren sehr wichtige Schritte, um in Berlin politische Entscheidungsprozesse auf zeitge-m&auml;&szlig;em und weit fortgeschrittenem Niveau zu demokratisieren, aber es sollen nicht die einzigen bleiben. F&uuml;r die Linkspartei.PDS stehen folgende weitere Schritte auf der unmittelbaren Agenda: 1. Die im Kompromiss mit den anderen Fraktionen vereinbarten Beteiligungsquoren f&uuml;r Volksbegehren und -entscheide sind insgesamt zu hoch, und die Einf&uuml;hrung eines speziellen Zustimmungsquorums ist &#150; ebenso wie so manches noch zu komplizierte Verfahren &#150; problematisch. Wir treten daf&uuml;r ein, in der n&auml;chsten Legislaturperiode die Regelun-gen f&uuml;r direkte Demokratie auf Landesebene noch passgerechter an die f&uuml;r direkte Demokratie auf der bezirklichen Ebene anzugleichen (niedrige Beteiligungsquoren, grunds&auml;tzlich keine gesonderten Zustimmungsquoren, einfache und b&uuml;rgerfreundliche Verfahren). 2. Die Regelungen f&uuml;r bezirkliche B&uuml;rgerbegehren und B&uuml;rgerentscheide sind &#150; laut Gesetz &#150; in der n&auml;chsten Legislaturperiode zu evaluieren. Dabei werden wir besonders analysieren, ob nicht die Beteiligungsquoren bei bezirklichen B&uuml;rgerentscheiden (jetzt 15 Prozent) abgesenkt werden k&ouml;nnen. 3. Inzwischen wenden sieben von zw&ouml;lf Berliner Bezirken zumindest Elemente des B&uuml;rgerhaushaltes an. Wir wollen unterst&uuml;tzen, dass in allen Bezirken eine verbindliche B&uuml;rger-beteiligung in allen Phasen der Haushaltsaufstellung, -durchf&uuml;hrung und -kontrolle geschieht und dass dieses Prinzip auch auf die Landesebene &uuml;berf&uuml;hrt wird. 4. Wir werden in der n&auml;chsten Legislaturperiode alle gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligungen von Einwohnerinnen und Einwohnern in dem Sinne qualifizieren, dass sie verbindlichen Einfluss auf den politischen Entscheidungsprozess bekommen. 5. Nach unserer Auffassung steht auch eine Reform des bezirklichen Wahlrechts an. Wir treten daf&uuml;r ein, das bezirkliche Wahlrecht auch f&uuml;r Nicht-EU-B&uuml;rgerinnen und -B&uuml;rger einzuf&uuml;hren sowie &#150; um den &ouml;ffentlichen Einfluss auf die personelle Zusammensetzung der BVV zu st&auml;rken &#150; die anderenorts &uuml;blichen Regelungen des Panaschierens und Kumulierens zu &uuml;bernehmen. 2) Was wollen Sie tun, damit das Berliner Informationsfreiheitsgesetz k&uuml;nftig verst&auml;rkt in Anspruch genommen werden kann? Die Linkspartei.PDS tritt daf&uuml;r ein, dass ein Geb&uuml;hrenkatalog verabschiedet wird, der keine H&uuml;rden f&uuml;r die Inanspruchnahme der Informationsfreiheit darstellt. Weiterhin wollen wir offensiv f&uuml;r dieses Gesetz werben. Die Linkspartei.PDS hat sich deshalb auch an der gerade erfolgten Gr&uuml;ndung der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Informationsfreiheit beteiligt. 3) Mit welchen Ma&szlig;nahmen wollen Sie b&uuml;rgerschaftliches Engagement st&auml;rken? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. 1. Die Erfahrungen mit dem B&uuml;rgerhaushalt in zwei von der Linkspartei.PDS gef&uuml;hrten Bezirken sowie mit Beteiligungsverfahren in QM-Gebieten zeigen, dass echte Entschei-dungskompetenzen &uuml;ber den Einsatz von finanziellen Mitteln Einwohnerinnen und Ein-wohner aktivieren, in demokratischen Verfahren ihre Interessen zu artikulieren und dabei zunehmend die Gesellschaft &#8211; das Gemeinwesen &#8211; insgesamt als selbstverst&auml;ndlichen Faktor im Blick zu haben. F&uuml;r die Linkspartei.PDS sind deshalb die Teilhabe bzw. die Al-leinverantwortung der Einwohnerinnen und Einwohner an der Planung, an der Entscheidung und Realisierung der &ouml;ffentlichen Angelegenheiten ma&szlig;geblich, weil nur so das b&uuml;rgerschaftliche Engagement zum grunds&auml;tzlichen Bestandteil eines aktiven Gemeinwesens werden kann. 2. Die Linkspartei. PDS h&auml;lt es f&uuml;r die Bef&ouml;rderung des freiwilligen Engagements in Berlin f&uuml;r besonders wichtig, dass diese gro&szlig;e gesellschaftliche Ressource allen Interessierten leicht erschlie&szlig;bar angeboten wird sowie einen attraktiven Platz in der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung einnehmen kann. Sie hat in der rot-roten Koalition Wichtiges zur F&ouml;rderung des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements unternommen, wie den umfangreichen Versicherungsschutz f&uuml;r das Ehrenamt, die Einf&uuml;hrung des FreiwilligenPasses und zur besseren Infor-mation und Kommunikation die Einrichtung des B&uuml;rgerportals &#132;B&uuml;rger aktiv&#147; im Rahmen von &#132;berlin.de&#147; Sie unterst&uuml;tzt die Idee des Freiwilligenstrukturatlasses, um einerseits In-teressierten einen Wegweiser in die Hand zu geben und um andererseits das Angebot an b&uuml;rgerschaftlichem Engagement mit dem gro&szlig;en Bedarf in &Uuml;bereinstimmung zu bringen. 3. Die Linkspartei.PDS setzt sich daf&uuml;r ein, dass die bestehenden Unterst&uuml;tzungsstrukturen der Freiwilligenarbeit und der B&uuml;rgerbeteiligung in Berlin nachhaltig gesichert und ausgebaut werden. Hierzu z&auml;hlen Freiwilligenagenturen, Nachbarschaftsh&auml;user und Selbsthilfeinitiativen. 4) Wie stehen Sie zur Einf&uuml;hrung des (religi&ouml;s und weltanschaulich neutralen) Schulfaches &#8222;Ethik&#8220; und welche &Auml;nderungen fordern Sie gegebenenfalls? Die Linkspartei.PDS hat die Einf&uuml;hrung eines religi&ouml;s und weltanschaulich neutralen Faches, in dem grundlegende Kenntnisse &uuml;ber Lebensweisen und Kulturen, &uuml;ber die gro&szlig;en Weltreligionen und Weltanschauungen sowie zu Philosophie und Ethik und zu Fragen der Lebensgestaltung erworben werden und das f&uuml;r alle Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler verbindlich ist, immer unterst&uuml;tzt und ma&szlig;geblich zur inzwischen beschlossenen Einf&uuml;hrung des Faches &#132;Ethik&#147; und seiner inhaltlichen Ausgestaltung beigetragen. Bereits am 15. M&auml;rz 2005 hat die Fraktion dazu unter dem Titel &#132;Werte, Kulturen, Religionen&#147; einen entsprechenden Beschluss gefasst. Die Fraktion beteiligt sich am &#132;Forum Gemeinsames Wertefach f&uuml;r Berlin&#147;, das unter der Schirmherrschaft des Pr&auml;sidenten des Abgeordnetenhauses Walter Momper steht. Wir haben insbesondere auf die Aspekte interkultureller Bildung in diesem Fach besonderes Gewicht gelegt und deshalb auch die &#132;interkulturelle Dialogf&auml;higkeit&#147; als zu erreichende Schl&uuml;sselkompetenz definiert. Dieses sollte sich nach unserer Auffassung auch im Namen des Faches widerspiegeln. Handlungsbedarf sehen wir vor allem in der mit dem neuen Schuljahr qualitativ anspruchs-vollen Umsetzung des Faches, in der Qualifizierung der Lehrkr&auml;fte f&uuml;r dieses Fach und in der Einrichtung eines Studienganges f&uuml;r dieses Fach. 5) Was wollen Sie tun, um die Bildungschancen von sozial benachteiligten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern und Kindern mit Sprachdefiziten zu verbessern? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. Von grundlegender Bedeutung ist f&uuml;r uns die fr&uuml;he vorschulische Sprachf&ouml;rderung, insbesondere in den Kindertagesst&auml;tten. Dies wird durch die Einf&uuml;hrung eines kostenfreien letzten Kitajahres von Schuleintritt ab 2007 unterst&uuml;tzt werden. Sprachf&ouml;rderung, ausgerichtet auf die individuellen Erfordernisse eines jeden Kindes, ist Bestandteil schulischer Bildung. Dabei kommt der Schulanfangsphase, in der grundlegende Voraussetzungen f&uuml;r den weiteren Bildungsweg gefestigt werden, ebenso Bedeutung zu wie dem Erwerb fachsprachlicher Kompetenzen in der Sekundarstufe I. Daf&uuml;r ist es auch notwendig, der Bef&auml;higung der Lehrkr&auml;fte f&uuml;r &#132;Deutsch als Zweitsprache&#147; in der Lehrer\/innenausbildung mehr Gewicht beizumessen. Das Angebot f&uuml;r Sprachkurse f&uuml;r Eltern mit Migrationshintergrund (so genannte &#132;M&uuml;tterkurse&#147;) soll beibehalten und im Rahmen der M&ouml;glichkeiten ausgeweitet werden, da diese f&uuml;r die Entwicklung der Sprachf&auml;higkeit der Kinder nicht zu untersch&auml;tzen sind. Des weiteren sollen mehr M&ouml;glichkeiten zur Ausbildung und Einstellung muttersprachlicher Lehr-kr&auml;fte, Erzieher\/innen und weiteren p&auml;dagogischen Personals geschaffen werden. 6) Wie wollen Sie die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund verbessern? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. 1. Wir wollen das bezirkliche Wahlrecht auf Nicht-EU-B&uuml;rgerinnen und -B&uuml;rger erweitern, treten daf&uuml;r ein, alle bestehenden Beir&auml;te und andere entsprechende Gremien verbindlich in die Entscheidungsvorbereitungen einzubeziehen und wollen alle Projekte, die sich der Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund widmen, weiter und zielgerichtet f&ouml;rdern. 2. Wir wollen eine konsequente Nutzung der Gestaltungsm&ouml;glichkeiten der L&auml;nder hinsichtlich der Erleichterung von Einb&uuml;rgerungsverfahren zugunsten der MigrantInnen durch Bestandsabbau und die weitere Umsetzung struktureller Verfahrensverbesserungen f&uuml;r Neuantr&auml;ge. 3. Wir wollen eine Erh&ouml;hung des Anteils von MigrantInnen im &Ouml;ffentlichen Dienst zur zukunftsorientierten Anpassung von sozialen Institutionen und Dienstleistungen an die ver&auml;nderte Bev&ouml;lkerungszusammensetzung, um den sozialen Frieden und das demokrati-sche Miteinander aller Bev&ouml;lkerungsgruppen und die Entwicklung einer bedarfs- und fl&auml;chendeckenden Integrationsstruktur zu gew&auml;hrleisten. 7) Wie wollen Sie Fl&uuml;chtlingen, insbesondere langj&auml;hrig Geduldeten, eine Integrationsperspektive bieten? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. 1. Wir werden uns weiterhin &uuml;ber die Landesebene f&uuml;r eine bundesweite gesetzliche Blei-berechtsregelung einsetzen. 2. Auf der Landesebene werden wir uns f&uuml;r eine weitgehende Aussch&ouml;pfung bestehender Ermessenspielr&auml;ume einsetzen, um eine aufenthaltsrechtliche Absicherung durch die Umwandlung von Duldungen in Aufenthaltserlaubnisse zu erreichen, wie dies bspw. f&uuml;r traumatisierte Fl&uuml;chtlinge aus Bosnien-Herzegowina und f&uuml;r pal&auml;stinensische Fl&uuml;chtlinge aus dem Libanon gelungen ist. 3. Wir werden uns f&uuml;r einen erleichterten Arbeitsmarktzugang durch eine gro&szlig;z&uuml;gigere Er-teilung von Arbeitserlaubnissen einsetzen. Strafvollzug 1) Obwohl Straftaten abnehmen, nimmt die Zahl der Inhaftierten zu. Welche Ma&szlig;nahmen zur Vermeidung von Gef&auml;ngnisaufenthalten sollten aus Ihrer Sicht ergriffen werden? Laut Kriminalstatistik bewegt sich die Anzahl der Straftaten innerhalb einer gewissen Schwankungsbreite, die in den letzten drei Jahren eine sinkende Tendenz verzeichnet. Dass trotzdem die &Uuml;berbelegung der Haftanstalten in Berlin weiter zunimmt, liegt neben der Versch&auml;rfung der Bundesgesetze auch an der Tatsache, dass die verh&auml;ngten Strafen l&auml;nger geworden sind. Gerichte sind unabh&auml;ngig in Ihrer Urteilsfindung. Jedoch findet die Recht-sprechung in einem gesellschaftlichen Klima statt, in dem der rechtspolitische Diskurs &#150; gesch&uuml;rt durch rei&szlig;erische Medienberichte &#150; davon gepr&auml;gt ist, dass immer h&auml;rtere und immer l&auml;ngere Strafen f&uuml;r Straft&auml;ter gefordert werden. Diese Richtung schl&auml;gt sich auch in der Bun-desgesetzgebung nieder. Die Linkspartei.PDS unterst&uuml;tzt seit langem Ma&szlig;nahmen, die zur Haftvermeidung oder -verk&uuml;rzung beitragen. Freie Tr&auml;ger und die Sozialen Dienste der Justiz betreiben gemeinsam mit der Berliner Justiz hochwirksame Programme, z.B. &#132;Arbeit statt Strafe&#147;, &#132;Schwitzen statt sitzen&#147;, besonders auch f&uuml;r zu Ersatzfreiheitsstrafen Verurteilte. Wir setzen beispielsweise auf die Entkriminalisierung von KonsumentInnen, wenn wir die Cannabismenge, deren Besitz nicht zwingend strafrechtlich verfolgt werden muss, erh&ouml;hen und Drogenkonsumr&auml;ume f&uuml;r Schwerstabh&auml;ngige eingerichtet haben. Der Senkung der R&uuml;ckfallgefahr dient die Einrichtung einer ambulanten Nachsorge f&uuml;r entlassene Straft&auml;ter mit Sexualdelikten. Ma&szlig;nahmen sind auch im Bereich des Vollzugs selbst notwendig, z. B. Verbesserung der M&ouml;glichkeiten zur Resozialisierung, Transparenz und Zielgerichtetheit der Vollzugsplanung (es gibt gerade ein neues System), Verbesserung der Arbeitsbedingungen, mehr vorzeitige Entlassungen. Haftvermeidung hat aber vor allem etwas mit der Kenntnis von Ursachen f&uuml;r Kriminalit&auml;t und entsprechenden Pr&auml;ventionsstrategien zu tun. Deshalb sind vor allem im Bereich der Fr&uuml;hintervention im Kinder- und Jugendalter Ma&szlig;nahmen zu verst&auml;rken, die die Perspektive verbessern. Keine Stigmatisierung und fr&uuml;hzeitige Ausgren-zung, daf&uuml;r St&auml;rkung von Verantwortungsgef&uuml;hl f&uuml;reinander geh&ouml;ren dazu. (Ma&szlig;nahmen im neuen Schulgesetz) 2) Bei den vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung liegt Berlin bundesweit ganz hinten. Wie kann Berlin hier seine Position verbessern? Wir setzen uns mit dem Widerspruch auseinander, dass Berlin einerseits einen bundesweiten Spitzenplatz bei der Gew&auml;hrung von Vollzugslockerungen (Urlaub, Ausgang, Freigang) einnimmt, trotz steigender Lockerungszahlen gibt es deutlich seltener Nichtr&uuml;ckkehr. Andererseits f&uuml;hren diese vorbereitenden Ma&szlig;nahmen nicht zu mehr vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung. Diese Situation halten wir f&uuml;r unbefriedigend, obwohl wir wissen, dass Strafaussetzung nur von der Strafvollstreckungskammer angeordnet werden kann. Die Vollzugs-anstalten scheinen jedoch in ihrer Zuarbeit aus Angst vor Misserfolgen sehr restriktiv zu sein. Daran ist zu arbeiten. 3) Einige unserer Haftanstalten sind in einem sehr schlechten Zustand. Wie wollen Sie die Haftbedingungen verbessern? 4) Glauben Sie, dass nach dem Aussch&ouml;pfen aller M&ouml;glichkeiten der Haftvermeidung und vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung der geplante Gef&auml;ngnisneubau in Gro&szlig;beeren immer noch n&ouml;tig ist? Ja Diverse Bauma&szlig;nahmen sollen den tats&auml;chlich schlechten baulichen Zustand Berliner Haftanstalten verbessern. Viele der Geb&auml;ude sind &uuml;ber 100 Jahre alt und nach heutigem Standard kritikw&uuml;rdig. Daran wird fortlaufend gearbeitet, ein neues Haftkrankenhaus wurde errichtet. Seit 2004 ist durch Urteil des Kammergerichts die Mehrfachbelegung von Haftr&auml;umen ohne abgetrennte Toilette unzul&auml;ssig. Die deshalb notwendigen Umbauten f&uuml;hren zu zus&auml;tzlicher Platzknappheit. Deshalb meint die Linkspartei, dass auch bei besserer Aussch&ouml;pfung der M&ouml;glichkeiten von Haftvermeidung und vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung der geplante Gef&auml;ngnisneubau in Gro&szlig;beeren notwendig ist. Sollten die Gefangenenzahlen tats&auml;chlich in dem erhofften Ma&szlig; sinken, w&auml;re es der W&uuml;rde von Strafgefangenen und der Senkung von Sanierungskosten angemessen, einzelne alte Geb&auml;ude ganz zu schlie&szlig;en und den neuen Ersatzbau voll zu belegen.","og_url":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/linkspartei-pds\/","og_site_name":"HU Berlin-Brandenburg","twitter_card":"summary_large_image","schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"CollectionPage","@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/linkspartei-pds\/","url":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/linkspartei-pds\/","name":"Linkspartei.PDS Archive - HU Berlin-Brandenburg","isPartOf":{"@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/#website"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/linkspartei-pds\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/linkspartei-pds\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Wahl 2011","item":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Wahlpr\u00fcfsteine","item":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"Linkspartei.PDS"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/","name":"HU Berlin-Brandenburg","description":"Eine weitere HU Network Website","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories\/68","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories"}],"about":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/taxonomies\/category"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories\/52"}],"wp:post_type":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/presse?categories=68"},{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/termin?categories=68"},{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/thema?categories=68"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}