{"id":67,"count":0,"description":"Erkl&auml;rung der Plattform gegen Rassismus in Staat und Gesellschaft\n\n<b>Rassismus in Gesellschaft und Staat bek&auml;mpfen: Demokratie und Menschenrechte st&auml;rken!<\/b>\n\nIn der Bundesrepublik Deutschland nehmen die Kr&auml;fte zu, die Nationalismus, Rassismus und Faschismus auf ihre Fahnen schreiben.\n\nVerdeckte und offene Feindseligkeiten gegen Fl&uuml;chtlinge und Migranten, gegen Minderheiten, sozial Schwache und Andersdenkende sind allt&auml;glich. Viele Menschen f&uuml;hlen sich aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Glaubens, ihrer nationalen oder ethnischen Herkunft, ihrer Behinderung und selbst wegen ihres Alters ausgegrenzt und bedroht. Die Opfer gewaltt&auml;tiger &Uuml;bergriffe werden vom Staat oftmals nicht nur allein gelassen, sondern zus&auml;tzlich diskriminiert.\n\nDer Wettstreit um die globalen M&auml;rkte versch&auml;rft die Konkurrenz und soziale Spaltung auch im Inneren. Gemeinn&uuml;tzige Aufgaben werden vom Staat abgew&auml;lzt, &ouml;ffentliche Dienstleis-tungen privatisiert und soziale Sicherungen destabilisiert. Eine Politik, die sich den Leitlinien der Wirtschaft unterwirft und im Interesse der Attraktivit&auml;t des Standorts Deutschland f&uuml;r Investoren zwischen \"n&uuml;tzlichen\" und \"belastenden\" Menschen unterscheidet, hat den Sozialdarwinismus zum Prinzip erhoben. Sie stiftet zum Faustrecht auf der Stra&szlig;e an und ist nicht zuletzt der Grund f&uuml;r die fehlende Solidarit&auml;t mit den Opfern.\n\n\"Toleranzb&uuml;ndnisse\", wie sie von staatlicher Seite propagiert werden, m&ouml;gen das Ansehen des Standorts Deutschland im Ausland verbessern. Die Opfer rechtsextremer Gewalt haben sie bisher nicht zu sch&uuml;tzen vermocht. Staatliche Aufrufe zu \"mehr Toleranz\" weichen der Forderung nach gleichen Rechten aus. Sie bedienen zudem die Vorstellung, die Fl&uuml;chtlinge und Migranten als Eindringlinge und Empf&auml;nger von Almosen wahrnimmt und nicht als Rechtsubjekte. Auf Toleranz ist nur angewiesen, wem Rechte verweigert werden.\n\nUm den Rassismus im Land zu bek&auml;mpfen, gilt es zu allererst die diskriminierenden Gesetze abzuschaffen und die menschenfeindliche Abschiebepraxis zu beenden. Der Rechtsanspruch von Fl&uuml;chtlingen auf besonderen Schutz muss anerkannt und die Gleichstellung aller hier Lebenden verwirklicht werden. Stattdessen werden von staatlicher Seite Ma&szlig;nah-menkataloge gegen die rechte Gewalt aufgelegt, die das Verbot von Organisationen und Vereinigungen, die Einschr&auml;nkung des Versammlungsrechts oder die Versch&auml;rfung des Strafrechts vorsehen und insgesamt auf mehr Staatautorit&auml;t und weniger demokratische Freiheiten setzen.\n\nStaatliche Repression und Abbau von B&uuml;rgerrechten sind nicht geeignet, Gefahren von Rechts abzuwehren. Antidemokratische Ma&szlig;nahmen ver&auml;ndern die Gestalt der Demokratie im Ganzen. Sie geben staatlichen Instanzen die Instrumente in die Hand, den Rahmen des politisch Vertretbaren zu ziehen. Mit eben solchen Instrumenten werden bereits heute radi-kaldemokratische, antifaschistische und antirassistische Organisationen und Initiativen in ih-rem Engagement behindert und wegen ihrer gesellschaftskritischen Positionen diffamiert. Ihre Einsch&uuml;chterung durch hoheitliche Verrufserkl&auml;rungen in Berichten von Bundes- und Landesbeh&ouml;rden des Verfassungsschutzes sowie die gezielte Kriminalisierung ihrer politi-schen Aktivit&auml;ten sch&auml;digen die Demokratie. Sie schw&auml;chen die ohnehin geringen Kr&auml;fte, die sich aktiv gegen Rechtsextremismus einsetzen und Solidarit&auml;t mit den Opfern gewaltt&auml;ti-ger &Uuml;bergriffe &uuml;ben.\n\n<b>Die Unterzeichnenden erkl&auml;ren:<\/b>\n\nDie individuelle Freiheit und das demokratische Zusammenleben setzen die Achtung der universellen Grund- und Menschenrechte jedes und jeder einzelnen, ungeachtet der Herkunft und sozialen Stellung, voraus.\n\nDie Abwehr neonazistischer Kr&auml;fte ist eine Aufgabe der Politik, der Gesellschaft und von uns allen. Erforderlich sind Aufkl&auml;rung, Zivilcourage und eine breite politische Gegenbewegung. Anders kann die neonazistische Alltagskultur nicht zur&uuml;ckgedr&auml;ngt werden. Die Bek&auml;mpfung rechter Gewalt l&auml;sst sich nicht an Strafgerichte und Polizei delegieren. Vielmehr obliegt es den politisch Verantwortlichen, menschenverachtende Gesetze und Institutionen durch sol-che zu ersetzen, die Fl&uuml;chtlingen Asyl, Immigranten einen legalen Status und allen sozial Schwachen Schutz und F&uuml;rsorge garantieren.\n\nDemokratie kann durch Abbau von Rechten nicht gesch&uuml;tzt werden. Im Gegenteil! Demokratie verwirklicht sich in der st&auml;ndigen Verteidigung und Erweiterung der Grund- und Menschenrechte, in der gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum und in der Solidarit&auml;t mit Schwachen und in Not Geratenen.\n\nWir rufen Organisationen und Pers&ouml;nlichkeiten des &ouml;ffentlichen Lebens auf, im Interesse ei-ner breiten politischen Bewegung gegen Neonazismus und Rassismus der Plattform \"Demokratie und Menschenrechte\" beizutreten.","link":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/asyl-migration\/plattform-gegen-rassismus\/","name":"Plattform gegen Rassismus","slug":"plattform-gegen-rassismus","taxonomy":"category","parent":50,"meta":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Plattform gegen Rassismus Archive - HU Berlin-Brandenburg<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/asyl-migration\/plattform-gegen-rassismus\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Plattform gegen Rassismus Archive - HU Berlin-Brandenburg\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Erkl&auml;rung der Plattform gegen Rassismus in Staat und Gesellschaft Rassismus in Gesellschaft und Staat bek&auml;mpfen: Demokratie und Menschenrechte st&auml;rken! 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