{"id":66,"count":0,"description":"1. Video&uuml;berwachung \n\nBei diesem Themenbereich befinden sich die PIRATEN Berlin in der Meinungsbildungsphase, auf der n&auml;chsten Landesmitgliederversammlung wird ein Antrag zum Wahlprogramm eingereicht, der bereits innerhalb der Partei unterst&uuml;tzt wird.\n\na) Unter welchen Umst&auml;nden halten Sie eine Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen f&uuml;r erforderlich?\n\nDie PIRATEN Berlin lehnen Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen ab. Soweit aus technischem Sicherheitsinteresse bzw. zur Sicherheit der Fahrg&auml;ste im Bereich &ouml;ffentlicher Verkehrsmitteln beim Ein- und Aussteigen nicht auf Kameratechnik verzichtet werden kann, sprechen wir uns gegen die Aufzeichnung, Weiterleitung und Auswertung dieser Daten aus. Die PIRATEN Berlin sehen den gezielten, regelm&auml;&szlig;igen Einsatz von Sicherheitspersonal und Polizeibeamten in gef&auml;hrdeten Bereichen als wirkungsvoller an und verurteilen den Versuch Personal durch Technik zu ersetzen.\n\nDas Wahrnehmen der B&uuml;rgerrechte, ob Versammlungsrecht oder Meinungsfreiheit wird durch die &Uuml;berwachung des &ouml;ffentlichen Raumes erschwert. In Kombination mit dem Vermummungsgebot und potentieller Gesichtserkennung wird eine anonyme Teilnahme unm&ouml;glich gemacht. St&auml;ndige Video-&Uuml;berwachung f&uuml;hrt zu Verdr&auml;ngung und Konzentration der Kriminalit&auml;t in angrenzende, nicht unter Beobachtung stehende Bereiche. Das Problem wird verlagert und nicht gel&ouml;st.\n\nb) Bef&uuml;rworten Sie eine unabh&auml;ngige und umfassende wissenschaftliche Evaluation der Kriminalit&auml;tspr&auml;ventionswirkung der Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen?\n\nNein\n\nDie PIRATEN Berlin sind der Meinung, dass bevor man sich &uuml;ber eine Evaluation der Kriminalit&auml;tspr&auml;ventionswirkung der Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen Gedanken macht, diejenigen in der Beweispflicht stehen, nachzuweisen, dass alternative M&ouml;glichkeiten zur Gew&auml;hrleistung von Sicherheit im &Ouml;ffentlichen Raum als chancenlos anzusehen sind. Weiterhin ist die nachhaltigen positiven Wirkungen der &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen nachzuweisen.\n\nNach Erf&uuml;llung dieser Voraussetzungen ist es unabdingbar, dass die Ergebnisse der Evaluation in &uuml;berwachtem &ouml;ffentlichem Raum mit nicht&uuml;berwachtem Raum verglichen werden, um Verdr&auml;ngungs- und Verlagerungseffekte der Kriminalit&auml;t einsch&auml;tzen zu k&ouml;nnen. Alle verwendeten Methoden der Studie und die Gr&uuml;nde f&uuml;r deren Auswahl sind ausf&uuml;hrlich und nachvollziehbar darzulegen.\n\nAls Alternative schlagen die Berliner Piraten vor, dass Polizei und Ermittlungsbeh&ouml;rden den Fokus auf mehr Aufkl&auml;rung der Bev&ouml;lkerung richten und hinsichtlich Pr&auml;ventions- und Deeskalierungsma&szlig;nahmen umfassend informieren. Das Sicherheitsempfinden des Einzelnen h&auml;ngt von den jeweiligen Situationen ab, je besser man auf Gefahrensituation vorbereitet ist, desto &uuml;berlegter kann man reagieren.\n\nc) Halten Sie rechtliche &Auml;nderungen f&uuml;r erforderlich?\n\nWir halten eine &Auml;nderung des &sect; 31b Abs. 1 BlnDSG nicht f&uuml;r erforderlich, da Video&uuml;berwachungsma&szlig;nahmen selbst keine M&ouml;glichkeit darstellen, Leib und Leben zu sch&uuml;tzen. Hinsichtlich des in Berlin geltenden bundesweiten Versammlungsgesetzes sprechen wir uns f&uuml;r einen Gesetzesentwurf aus, der ein progressives Berliner Versammlungsgesetz beinhaltet, das die Rechte der Menschen auf Versammlungsfreiheit st&auml;rkt.\n\n2. Polizeibeauftragter\n\nBef&uuml;rworten Sie die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerde-stelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns nachgeht (\"Polizeibeauftragte\/r\")?\n\nJa\n\nDie Berliner Piraten bef&uuml;rworten die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerdestelle. Diese ist durch die Staatsanwaltschaft einzurichten, die f&uuml;r Beschwerden in Bezug auf Polizei&Uuml;bergriffe zust&auml;ndig ist. Der Staatsanwaltschaft sind f&uuml;r diese Aufgabe Ermittlungsbeamte zur Seite zu stellen, die dienstrechtlich der Staatsanwaltschaft zugeordnet sind. Diese Ermittlungsbeamten d&uuml;rfen nicht aus dem Polizeidienst des Bundeslandes rekrutiert werden, in dem die unanh&auml;ngige Beschwerdestelle eingerichtet wird. Der Zust&auml;ndigkeitsbereich der unabh&auml;ngigen Beschwerdestelle ist um die Annahme von Beschwerden hinsichtlich Mobbing und Diskriminierung im Polizeidienst zu erweitern.\n\n3. Kennzeichnung von Polizistinnen und Polizisten\n\nBef&uuml;rworten Sie eine gesetzliche Regelung der individuellen Kennzeichnung mit Namen und\/oder Kennnummern?\n\nJa\n\nDas Fehlverhalten einzelner Polizeibeamter sch&auml;digt das Ansehen der Polizei insgesamt. Deshalb bef&uuml;rworten die Berliner Piraten, dass Polizei-Beamte eine anlassbezogene individuelle Kennnummer tragen m&uuml;ssen, die eine Zuordnung individuellen Handelns der Polizei zum jeweils handelnden Beamten erm&ouml;glicht.\n\n4. Demonstrationsrecht\n\nBei diesem Themenbereich befinden sich die PIRATEN Berlin in der Meinungsbildungsphase, auf der n&auml;chsten Landesmitgliederversammlung wird ein Antrag zum Wahlprogramm eingereicht, der bereits innerhalb der Partei unterst&uuml;tzt wird.\n\nHalten Sie weitergehende Eingriffe in das Versammlungsrecht, wie z. B. anlasslose Video&uuml;berwachung der Teilnehmenden und weitere Auflagen f&uuml;r die Veranstaltenden, f&uuml;r erforderlich (&#132;Entwurf eines Berliner Versammlungsgesetzes&#147;)?\n\nNein, die benannten Ma&szlig;nahmen und mehr Auflagen f&uuml;r die Veranstalter halten wir nicht f&uuml;r erforderlich, wir fordern ein liberales Berliner Versammlungsgesetz.\n\nDie Berliner Piraten lehnen weitergehende Eingriffe in das Versammlungsrecht ab. Von einem eigenen Berliner Versammlungsgesetz w&uuml;rden wir erwarten, dass es liberal ausformuliert ist und die Rechte der Menschen auf Versammlungsfreiheit st&auml;rkt. Bisherige Vorst&ouml;&szlig;e zum Beispiel in Bayern, Baden-W&uuml;rttemberg und Niedersachsen haben jedoch gezeigt, dass eigene Landesgesetze in der Regel zum Nachteil der Demonstranten, der Anmelder f&uuml;hren und damit dem Geist der Versammlungsfreiheit zuwider laufen. Wichtig ist, dass die Rechte von Demonstrationsteilnehmern und -organisatoren nicht nur auf dem Papier gewahrt bleiben. Ein Berliner Versammlungsgesetz kann keine Ausnahmen und L&uuml;cken enthalten, die zum Nachteil der Demonstranten und Organisatoren die Aus&uuml;bung des Versammlungsrechts schm&auml;lern. Ein Berliner Versammlungsgesetz sollte nach Vorstellungen der Berliner Piraten folgende Schwerpunkte umfassen:\n\nAusschluss von anlasslosen, verdachtsunabh&auml;ngigen Bild- und Tonaufnahmen durch Einsatzkr&auml;fte oder Sicherheitsdienste\nAusschluss von anlasslosen Personenkontrollen \n&Uuml;bergabe Kopien s&auml;mtliche Bild- und Tonaufnahmen, die anlassbezogen aufgrund einer Gefahrensituation hergestellt werden, an die Organisatoren der Demonstration \ndirekte Information von Demonstrationsteilnehmern, die aufgrund einer Gefahrensituation bild- oder tontechnisch aufgenommen wurden.\nkeine Verwendung von gewonnenem Bild- und Tonmaterial zu Schulungs- und Demonstrationszwecken ohne Einwilligung und Zustimmung der Organisatoren und der betroffenen Demonstrationsteilnehmer\nVersammlungsrecht als Grundrecht ist nicht durch Vorgaben in der Verwendung von Materialien und der Lautst&auml;rken einzuschr&auml;nken\nDas Vermummungsverbot ist hinsichtlich der Maskierung und der zur Vermummung geeigneter Gegenst&auml;nde aufzuheben\n\nIndividuelle Kennzeichnung aller eingesetzten Polizeibeamten durch Nummerierung, Organisatoren sind &uuml;ber den Einsatzes von zivilen Kr&auml;ften zu informieren, erfolgt diese Information nicht, gilt der Einsatz von Zivilkr&auml;ften als nicht zul&auml;ssig.\n\n5. Verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen\n\nBef&uuml;rworten Sie die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen an sogenannten \"kriminalit&auml;tsbelasteten Orten\"?\n\nJa\n\nDie Berliner Piraten fordern die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen. Wer sich an einem &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Ort gesetzeskonform verh&auml;lt, unterliegt keiner Kontrolle durch staatliche Beh&ouml;rden. Es widerspricht dem Menschenbild des Grundgesetzes, dass Menschen vom Staat als potenzielle Kriminelle behandelt werden. Verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen verletzten eine der Grundlage unseres Rechtsstaates, die Unschuldsvermutung. Zudem sind verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen in der Auswahl tendenziell rassistisch, weil &uuml;berdurchschnittlich fremd aussehende Menschen kontrolliert werden. Leider wurde diese Praxis auch noch vom jetzigen Innensenator durch den Aufruf, andersartig gekleidete Berliner st&auml;rker zu beobachten, verst&auml;rkt. Unter dieser Voraussetzung f&uuml;hrt eine verdachtsunabh&auml;ngige Kontrolle zu einer Verst&auml;rkung von latentem Rassismus in der Bev&ouml;lkerung und bei Staatsbeamten.\n\n1. Demokratische Teilhabe\n\na) Wollen Sie die Einflussm&ouml;glichkeiten von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern auf bezirklicher Ebene verbessern? \n\nJa\n\n- Einf&uuml;hrung einer Online-Demokratieplattform zur direkten und echten Beteiligung an politischen Entscheidungen\n\n- F&ouml;rderung der Einrichtung und Weiterentwicklung von B&uuml;rgerhaushalten in den Bezirksverwaltungen\n\n- Abschaffung der Altersgrenze zur Aus&uuml;bung des aktiven Wahlrechts bei eigenst&auml;ndiger Anmeldung im Wahlregister, Erweiterung des bezirklichen Wahlrechts auf Nicht-EU-B&uuml;rger\n\nBegr&uuml;ndung:\n\nF&uuml;r die PIRATEN Berlin steht der Mensch im Zentrum der Politik. Daher fordern wir m&ouml;glichst umfassende Angebote zur Einbindung in die politischen Prozesse der Stadt an Menschen, die in Berlin ihren Lebensmittelpunkt haben.\n\nJa\n\nDie PIRATEN Berlin wollen die vorhandenen M&ouml;glichkeiten der direkten demokratischen Beteiligung st&auml;rken, indem wir entsprechende Initiativen verbindlicher und leichter zug&auml;nglich gestalten. Wir streben die Schaffung einer Online-Demokratieplattform an. Die Ergebnisse dieses Systems sollen zun&auml;chst in Volks- bzw. B&uuml;rgerentscheiden m&uuml;nden, in denen sie als verbindlich best&auml;tigt werden. Ein entsprechender Antrag zum Wahlprogramm wird in der n&auml;chsten Landesmitgliederversammlung zum Beschluss vorgestellt.\n\nc) Bef&uuml;rworten Sie eine &Auml;nderung der Quoren auf Bezirks- und L&auml;nderebene?\n\nEs gibt hierzu weder eine mehrheitliche Abstimmung noch ein Beschluss der PIRATEN Berlin, wir sehen das momentan g&uuml;ltige Quorum f&uuml;r die Annahme eines Volksentscheides von 25 %&nbsp; Zustimmung der Wahlberechtigten als angemessen an.\n\nd) Welche Reformen des Landeswahlrechts streben Sie an (z.B. Wahlalter 16, 3-Prozent-H&uuml;rde, Ausl&auml;nderwahlrecht, Kumulieren, Panaschieren)?\n\n- Die PIRATEN Berlin setzen sich f&uuml;r die Abschaffung der Altersgrenze beim aktiven Wahlrecht bei eigenst&auml;ndiger Anmeldung im Wahlregister ein.\n\n- Die PIRATEN Berlin fordern ein kommunales Wahlrecht von Nicht-EU-B&uuml;rgern.\n\n- Die PIRATEN Berlin streben eine umfassende Wahlrechtsreform an, die die M&ouml;glichkeit des Kumulieren und Panaschierens sowie Ersatzstimmen beinhaltet\n\n2. Informationsfreiheitsgesetz\n\nWas wollen Sie tun, damit Dokumente, die nach dem IFG offen gelegt werden k&ouml;nnen, von der Verwaltung im Internet ver&ouml;ffentlicht werden?\n\nF&uuml;r dieses Thema wird auf der n&auml;chsten Landesmitgliederversammlung ein Antrag zum Wahlprogramm mit folgendem Inhalt gestellt:\n\nDie Piraten Berlin fordern die Umsetzung aller Prinzipien von OpenGoverment f&uuml;r das Land Berlin und seine Bezirke, insbesondere sind Dokumente in jedem Fall und nicht nur auf Anfrage offenzulegen. Eventuelle personenbezogene Daten sind unkenntlich zu machen.\n\nHierzu fordern wir:\n\nalle &ouml;ffentlichen Daten sind verf&uuml;gbar zu machen \ndie Sammlung der &ouml;ffentlichen Daten erfolgt unmodifiziert an ihrem Ursprung \ndie Bereitstellung der &ouml;ffentlichen Daten erfolgt unmittelbar\ndie &ouml;ffentlichen Daten werden maschinenlesbar zur automatisierten Verarbeitung zur Verf&uuml;gung gestellt\ndie Bereitstellung der Daten erfolgt, ohne dass eine Registrierung hierf&uuml;r erforderlich ist.\ndie Bereitstellung der Daten erfolgt in standardisierten Formaten \n\n&Uuml;ber bestehende Open-Data-Projekte ist fl&auml;chendeckend zu informieren, die Projekte sind stetig zu erweitern. Hierzu ist eine Identifizierung zur Freigabe geeigneter &ouml;ffentlicher Daten in die Verwaltungsabl&auml;ufe zu integrieren. Die Abwicklung der dezentralen Sammlung, der Aufbereitung und Ver&ouml;ffentlichung der betreffenden Daten erfolgt unter vereinheitlichen Open-Source-Prozessen. Es ist erg&auml;nzend zu &uuml;berlegen, ob im Zuge der Einf&uuml;hrung dieser Ma&szlig;nahmen die Aufgabenbereiche des Datenschutzbeauftragten in zwei Bereiche aufgeteilt werden, die Transparenz und den Datenschutz, die jeweils von unterschiedlichen Verantwortlichen vertreten werden.\n\n3. B&uuml;rgerschaftliches Engagement\n\nBei diesem Themenbereich befinden sich die PIRATEN Berlin in der Meinungsbildungsphase, auf Grundlage eines mehrheitlich bef&uuml;rworteten Meinungsbildes m&ouml;chten wir dennoch die Fragen beantworten:\n\na) Wie wollen Sie Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaft-licher Institutionen besser an der Planung und Umsetzung von Ma&szlig;nahmen beteiligen?\n\nDie direkte demokratische Beteiligung der B&uuml;rger an Entscheidungen der Senatsverwaltung&nbsp; bzw. der Bezirksverwaltungen ist den PIRATEN Berlin ein Grundanliegen, daher fordern wir die Einrichtung einer Online-Demokratieplattform. Innerhalb der Plattform ist es jeder Institution und jedem interessierten B&uuml;rger m&ouml;glich ihre Positionen darzustellen. Die Ergebnisse hieraus sind bei der Entscheidung zur Planung und Umsetzung von Ma&szlig;nahmen zu ber&uuml;cksichtigen, zivilgesellschaftliche Institutionen als Fachberater bei der Fortf&uuml;hrung der Ma&szlig;nahme einzubeziehen.\n\nAls weiteren Vorteil sehen die PIRATEN Berlin die durch die Online-Demokratieplattform entstehende Vernetzung der Institutionen untereinander als auch zu den interessierten B&uuml;rgern an. So k&ouml;nnen Kapazit&auml;ten besser genutzt und gegenseitige Forderungen untereinander abgestimmt werden.\n\nb) Erkennen Sie den Wert und Eigensinn des zivilgesellschaftlichen, freiwilligen Engagements in Berlin an?\n\nJa\n\nDie Piraten begr&uuml;&szlig;en das ehrenamtliche und freiwillige Engagement der B&uuml;rger unserer Stadt und sehen dies als Gewinn f&uuml;r unsere Gesellschaft an. Das vielf&auml;ltige Engagement f&uuml;hrt zur Verbesserung des Zusammenlebens untereinander und schafft bzw. verbessert f&uuml;r B&uuml;rger die M&ouml;glichkeit Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben. Das freiwillige Engagement st&auml;rkt die Gemeinschaft und die Verbundenheit zwischen den Menschen.\n\nWie k&ouml;nnte die Anerkennungskultur f&uuml;r freiwillig engagierte B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in Berlin verbessert werden?\n\nAls Anreiz dient der Idealismus des Einzelnen und die F&auml;higkeit andere f&uuml;r eine Mitarbeit zu begeistern. Jedes System, welches b&uuml;rgerschaftliches Engagement untereinander vergleicht, widerspricht dem Prinzip, dass jeder Anerkennung verdient, der etwas Sinnvolles tut, das anderen zugute kommt und das die Gemeinschaft und die Verbundenheit zwischen den Menschen st&auml;rkt. B&uuml;rgerliches Engagement darf nicht im Wettbewerb zueinander stehen.\n\nDie PIRATEN Berlin fordern, dass das freiwillige Engagement st&auml;rker und fl&auml;chendeckend in der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit des Landes Berlins und der Bezirke gew&uuml;rdigt wird, um so die M&ouml;glichkeiten zur Beteiligung einer breiten Masse der Bev&ouml;lkerung nahezubringen und auch die Vernetzung von gleichgesinnten Freiwilligen, Verb&auml;nden und Vereinen finanziell zu unterst&uuml;tzen. Der Stellenwert des Einzelnen in der Gesellschaft darf sich nicht l&auml;nger nur am beruflichen Erfolg oder an seinem Wohlstand messen lassen.\n\nc) Nennen Sie drei Ma&szlig;nahmen, mit denen Sie Infrastruktureinrich-tungen des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements (z. B. Nachbarschafts-h&auml;user oder das Landesnetzwerk B&uuml;rgerengagement &#132;aktiv in Berlin&#147;) st&auml;rken wollen.\n\nOrganisation monatlicher Treffen, in denen M&ouml;glichkeiten des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements in allen gesellschaftlichen Bereichen vorgestellt werden, durch die Bezirks&auml;mter und den Senat.\nEinf&uuml;hrung eines Ehrenamttages f&uuml;r Sch&uuml;ler und Studenten. Jeder Sch&uuml;ler und Student hat einmal im Jahr die M&ouml;glichkeit, einen Schultag lang ein Ehrenamt seiner Wahl unabh&auml;ngig von den eigenen Engagements in Vereinen und Netzwerken auszu&uuml;ben.\nAusbau, Stabilisierung und finanzielle F&ouml;rderung von speziellen Infrastruktureinrichtungen wie Freiwilligenagenturen, kommunalen B&uuml;rgerb&uuml;ros, Beratungs- und Selbsthilfekontaktstellen, um die gegenseitige Vernetzung zu erh&ouml;hen.\n\n4. Ethikunterricht\n\nBei diesem Themenbereich befinden sich die PIRATEN Berlin in der Meinungsbildungsphase, die Beantwortung der Fragen erfolgt auf Grundlage unserer Positionen zum Themenbereich Bildung und Integration.\n\na) Strengen Sie &Auml;nderungen der Rahmenbedingungen f&uuml;r den Ethikunterricht an?\n\nDie PIRATEN Berlin treten daf&uuml;r ein, dass dieses Lehrfach dazu genutzt wird, die Solidarit&auml;t und Verst&auml;ndigung zwischen allen Menschen, unabh&auml;ngig von ihrem rechtlichen Status, ihrer Herkunft und ihrer Religion aufzubauen und zu verbessern. Daher regen wir an, regelm&auml;&szlig;ig einen Meinungsaustausch von Sch&uuml;lerklassen aus unterschiedlichen Bezirken vorzunehmen, um die jeweilige Lebenssituation besser nachvollziehen zu k&ouml;nnen. Dar&uuml;ber hinaus ist im Ethikunterricht j&auml;hrlich ein Tag f&uuml;r Freiwilliges Engagement anhand von Besuchen und Vorstellungen bei gemeinn&uuml;tzigen Organisationen, Institutionen und Initiativen vorzubereiten.\n\nb) Was ist zu tun, damit mehr Ethiklehrerinnen und &#150;lehrer ad&auml;quat f&uuml;r das Fach ausgebildet sind.\n\nDie momentane Praxis, die Grundlagen des Lehrfaches Ethik allein &uuml;ber Lehrerfortbildung zu vermitteln, halten die PIRATEN Berlin angesichts der Komplexit&auml;t des Lehrziels f&uuml;r nicht ausreichend. Es wird der Eindruck vermittelt, dieses Fach w&auml;re gegen&uuml;ber anderen Lehrf&auml;chern nicht gleichwertig. Wir fordern daher die Einrichtung eines Studiengangs Ethik, als Grundlage f&uuml;r diese Lehramtst&auml;tigkeit.\n\n5. Bildungschancen\n\nWas wollen Sie tun, um die Bildungschancen von sozial benachteiligten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern und Kindern mit Sprachdefiziten zu verbessern?\n\nBitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte.\n\nDie PIRATEN BERLIN begr&uuml;&szlig;en die Entwicklung hin zu Gemeinschaftsschulen, die jedem Sch&uuml;ler die gleiche M&ouml;glichkeit zur Partizipation geben und keine Vorauswahl vornehmen. Schulen sollen den Lernenden zu Erfolgserlebnissen und nicht zur Erfahrung des Scheiterns verhelfen. Bewertungen von Lernenden m&uuml;ssen diese als Individuen w&uuml;rdigen und ihre Leistungen als Bestandteil und Ergebnis eines Entwicklungsprozesses unter verschiedenen Aspekten in den Blick nehmen.\nDie Etablierung der Sprache der Sch&uuml;ler mit Migrationshintergrund als Lehrfach an den jeweiligen Schulen ist umzusetzen, um gegenseitiges Verstehen zu erleichtern.\nDie Sch&uuml;ler und Sch&uuml;lerinnen sind anfangs in ihrer Muttersprache zu unterrichten, um bereits bestehende Defizite zu mindern, dies ist mit verst&auml;rktem Lehrkrafteinsatz oder mittels Lehrsoftware in der Muttersprache m&ouml;glich.\n\n6. Gesellschaftliche Teilhabe\n\nWie wollen Sie die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund verbessern?\n\nBitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte.\n\nDie PIRATEN Berlin fordern f&uuml;r Menschen mit Migrationshintergrund die Anerkennung von Bildungsabschl&uuml;ssen und gezielte Bildungs- und Weiterbildungsma&szlig;nahmen, um den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erm&ouml;glichen.\nDie PIRATEN Berlin fordern f&uuml;r jeden Nicht-EU-B&uuml;rger das kommunale Wahlrecht, das Recht auf demokratische Mitbestimmung auf allen Ebenen der st&auml;dtischen Politik.\nDie PIRATEN Berlin fordern die Abschaffung der Residenzpflicht und treten daf&uuml;r ein dass die Fl&uuml;chtlinge innerhalb der Europ&auml;ischen Gemeinschaft Freiz&uuml;gigkeit genie&szlig;en k&ouml;nnen.\n\n7. Integrationsperspektiven\n\nWie wollen Sie Fl&uuml;chtlingen, insbesondere langj&auml;hrig Geduldeten, eine Integrationsperspektive bieten?\n\nBitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte.\n\nDie PIRATEN Berlin fordern die M&ouml;glichkeit von Fl&uuml;chtlingen, die Staatsb&uuml;rgerschaft neben der ihres Heimatlandes zu erlangen und somit ein Ende der Abschiebepraxis, unabh&auml;ngig ob diese in ihrer Heimat verfolgt werden oder aus wirtschaftlichen Gr&uuml;nden geflohen sind.\nDie PIRATEN Berlin fordern dar&uuml;ber hinaus eine Abkehr von der Praxis Fl&uuml;chtlinge in Wohnheimen unterzubringen, diesen ist seitens des Landes zur Verf&uuml;gung gestellten Wohnungen oder Wohngemeinschaften ein Zuhause finden, das ihnen M&ouml;glichkeiten zur freien Entfaltung bietet.\nJedem Fl&uuml;chtling ist es zu erm&ouml;glichen, in unserem Land Bildungs- und Fortbildungsma&szlig;nahmen abzuschlie&szlig;en, um eine Perspektive f&uuml;r ein Leben in unserer Stadt oder die R&uuml;ckkehr ins Heimatland aufzubauen.\n\n1. Vermeidung von Haft\n\nWelche Ma&szlig;nahmen zur Vermeidung von Gef&auml;ngnisaufenthalten sollten aus Ihrer Sicht ergriffen werden?\n\nGef&auml;ngnisaufenthalte bedeuten einen Einschnitt in die pers&ouml;nliche Freiheit des Einzelnen. Die Entscheidung &uuml;ber die Gew&auml;hrung einer Bew&auml;hrungsstrafe soweit dies gesetzlich zul&auml;ssig ist, erfolgt durch die Gerichtsbarkeit. Die Ablehnung einer Bew&auml;hrungsstrafe erfolgt auf der Grundlage der Vermutung der R&uuml;ckf&auml;lligkeit des Verurteilten. Hier sind ggf. die Auflagen an den Verurteilten zu erweitern, um ihm dennoch die Strafaussetzung auf Bew&auml;hrung zu erm&ouml;glichen und so mit dem Resozialisierungsprozess unmittelbar nach Verurteilung zu beginnen.\n\nIm Sinne der Resozialisierung und Vermeidung von R&uuml;ckf&auml;llen f&uuml;r die Betreffenden bef&uuml;rworten wir eine Verst&auml;rkung von integrierenden Ma&szlig;nahmen, der F&ouml;rderung von Bildungs- und Weiterbildungschancen und den Einsatz von kompetenten Ansprechpartnern.\n\nGrunds&auml;tzlich ist jedoch eine Pr&auml;vention das beste Mittel gegen Gef&auml;ngnisaufenthalte, da diese erst dann erfolgen, wenn ein Verbrechen erfolgt ist. Jugend&auml;mter, Schulen, Sozialarbeiter, Jugendrichter und Polizeibeamte m&uuml;ssen besser miteinander vernetzt werden, so dass Straff&auml;lligkeit erst gar nicht geahndet werden muss.\n\nWeiterhin fordern wir die &Uuml;berpr&uuml;fung der Strafbarkeit von Vergehen wie z. B. dem Schwarzfahren und das Vorbringen von Gesetzes&auml;nderungen auf der Bundesratsebene. Auch die Unterscheidung von Verbrechen und Vergehen, womit das jeweilige Strafma&szlig; bestimmt wird, geh&ouml;rt auf den Pr&uuml;fstand.\n\nDar&uuml;ber hinaus sind die M&ouml;glichkeiten unb&uuml;rokratisch zu erweitern, die es erm&ouml;glichen, Geldstrafen durch soziale Arbeit auszugleichen, hier sind auch die sozialen und gemeinn&uuml;tzigen Organisationen gefragt.\n\n2. Entlassung auf Bew&auml;hrung\n\nBei den vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung liegt Berlin bundesweit ganz hinten. Wie kann Berlin hier seine Position verbessern?\n\nIm Rahmen des Strafvollzugs ist der Fokus auf Resozialisierungsma&szlig;nahmen zu richten, um Perspektiven zu erm&ouml;glichen. Dar&uuml;ber hinaus sind &Uuml;berbelegungen die zu sozialen Spannungen f&uuml;hren prinzipiell zu vermeiden, um somit T&auml;tlichkeiten zu verhindern, die sich negativ auf eine Entlassung auf Bew&auml;hrung auswirken k&ouml;nnen.\n\nBew&auml;hrungshelfer sollten bereits w&auml;hrend des Strafvollzuges Kontakt aufbauen und die R&uuml;ckkehr ins soziale Leben durch integrierende Ma&szlig;nahmen bei Wohnungssuche, Arbeitsplatzsuche oder Bildungsma&szlig;nahme vorbereiten und dar&uuml;ber hinaus tempor&auml;r intensiver in der Bew&auml;hrungszeit zur Verf&uuml;gung stehen. Das erfordert die Erh&ouml;hung der Anzahl der Bew&auml;hrungshelfer, so dass diese ihren Aufgaben auch tats&auml;chlich gerecht werden k&ouml;nnen.\n\nDie PIRATEN Berlin sehen in einem Strafvollzug in erster Linie die Chance f&uuml;r den Einzelnen, sich f&uuml;r sein Leben neue Perspektiven aufzubauen und sich in die Gesellschaft neu einzugliedern.\n\n3. Haftbedingungen\n\na) Einige unserer Haftanstalten sind in einem sehr schlechten Zustand. Wie wollen Sie die Haftbedingungen verbessern?\n\nHaftanstalten in baulich schlechtem Zustand k&ouml;nnen nicht weiter betrieben werden, sondern sind f&uuml;r die Dauer von Sanierungsma&szlig;nahmen zu schlie&szlig;en bzw. ggf. in Teilbereichen, die eine Nutzung erm&ouml;glichen, offen zu halten.\nDen Gefangenen des Strafvollzugs sind mehr M&ouml;glichkeiten zum Freigang zu bieten, ggf. unter Begleitung.\n&Uuml;berbelegungen sind aufgrund der Gefahr von sozialen Spannungen zu vermeiden, jedem Gefangenen sind gen&uuml;gend R&uuml;ckzugsm&ouml;glichkeiten zu bieten.\n\nb) Welche &Auml;nderungen des Strafvollzugsgesetzes - insbesondere in Bezug auf die Mediennutzung (Internet) und Resozialisierung &#150; halten Sie f&uuml;r w&uuml;nschenswert?\n\nIm Zeitalter der Kommunikation halten wir es f&uuml;r lebensfern Gefangenen im Strafvollzug den Zugriff auf Telekommunikationsmittel und die Internetnutzung zu verweigern. Hiermit nimmt man den Betroffenen jegliche M&ouml;glichkeit, sich &uuml;ber das Weltgeschehen umfassend zu informieren, da Massenmedien in heutiger Zeit nicht in jedem Fall objektiv berichten. Dar&uuml;ber hinaus bietet das Internet M&ouml;glichkeiten mit anderen B&uuml;rgern in Verbindung zu treten, Freizeitaktivit&auml;ten zu gestalten und somit soziale Bindungen aufzubauen. Eine Einschr&auml;nkung auf den Zugriff von Internetseiten sehen wir nicht als erforderlich an, insofern Bedenken vorliegen, dass Delikte fortgesetzt oder neu geschaffen werden, kann die Nutzung des Internets begleitend erfolgen.\n\nSicherungsverwahrung \n\n1. Nach einem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschen-rechte muss die Sicherungsverwahrung reformiert werden. Das f&uuml;hrt dazu, dass auch einige in Berlin Sicherungsverwahrte freigelassen werden. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen entlassene Sicherungsverwahrte ihren Wohnort frei w&auml;hlen.\n\nWie wollen Sie das Urteil hier umsetzen?\n\nDie PIRATEN Berlin treten f&uuml;r eine Politik ein, die ihre Grundlage in der Einhaltung der Menschenrechte und des Grundgesetzes hat. Es entspricht nicht unserem Rechtsempfinden, den Freiheitsentzug nach dem die Strafe abgeb&uuml;&szlig;t wurde, durch eine nachtr&auml;gliche Sicherungsverwahrung zu verl&auml;ngern. Wir nehmen die &Auml;ngste der Bev&ouml;lkerung vor einem eventuellen R&uuml;ckfall in die Kriminalit&auml;t ernst, dies kann aber nicht dazu f&uuml;hren, dass wir die rechtsstaatliche Ebene verlassen, das Recht auf Freiheit in unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger Weise einzuschr&auml;nken und von dem Prinzip der Unschuldsvermutung Abstand nehmen.\n\nF&uuml;r den von einer nachtr&auml;glichen Sicherungsverwahrung unterliegenden Strafgefangenen sind Ma&szlig;nahmen zur Wiedereingliederung nicht planbar, da das Datum der Freilassung unbestimmt bleibt. Dies kann zu psychischen Auswirkungen f&uuml;hren, die einen R&uuml;ckfall eher beg&uuml;nstigen.\n\nWir begr&uuml;&szlig;en daher das Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs, dem das Bundesverfassungsgericht mit dem Urteil vom 04.05.2011 gefolgt ist. Die PIRATEN Berlin schlie&szlig;en sich der Sichtweise des Bundesverfassungsgerichtes an, dass die Sicherungsverwahrung ein schwerwiegender Eingriff in das Freiheitsgrundrecht darstellt.\n\nDem Urteil ist Rechnung zu tragen, die betreffenden Sicherungsverwahrten sind frei zu lassen, da diese verfassungswidrig festgehalten werden. Die freie Wahl des Wohnortes ist durch ein Angebot an Therapiem&ouml;glichkeiten und der Beistellung psychologisch geschulter, fachkundiger Bew&auml;hrungshelfer zu begleiten.\n\nWir sehen die Sicherungsverwahrung selbst sehr kritisch, da auch eine im Urteil vorgesehene Sicherungsverwahrung sich allein auf eine unsichere Gef&auml;hrlichkeitsprognose bezieht. Innerhalb einer notwendigen Reform zum Thema Sicherungsverwahrung ist nach unserer Einsch&auml;tzung die Zeit des Strafvollzuges verst&auml;rkt durch Therapie- und Betreuungsangebote sowie Aus- und Weiterbildungsma&szlig;nahmen der Gefangenen mit dem Ziel der Wiedereingliederung zu gestalten.\n\nMit dieser Zielausrichtung kann die Sicherungsverwahrung in ein Angebot an begleitenden Therapie- und Betreuungsm&ouml;glichkeiten umgewandelt werden, im Vordergrund kann nur die Pr&auml;vention von zuk&uuml;nftigen Straftaten stehen, nicht die Strafe f&uuml;r eventuell zuk&uuml;nftig begangene Verbrechen. Daher ist die Zeit nach dem Strafvollzug so zu gestalten, dass diese auch in der Au&szlig;enwirkung als klare pr&auml;ventive Ma&szlig;nahme und nicht als Strafma&szlig;nahme darstellt.\n\n2. Wie sollen die Sicherungsverwahrten auf die Freiheit vorbereitet werden?\n\nSicherungsverwahrten ist eine Perspektive f&uuml;r das Leben in Freiheit zu er&ouml;ffnen. S&auml;mtliche Ma&szlig;nahmen, die eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft erm&ouml;glichen, sind unmittelbar nach Haftantritt zu beginnen. Hierzu z&auml;hlen wir Therapie- und Betreuungsangebote sowie Aus- und Weiterbildungsma&szlig;nahmen der Gefangenen. In einem ausreichenden Zeitraum vor Entlassung sind dem Gefangenen Angebote zum Leben in Wohngemeinschaften, Therapiegemeinschaften vorzuschlagen und durch Resozialisierungsma&szlig;nahmen zu erg&auml;nzen, die sie auf das Leben in Freiheit vorzubereiten. Wie bei Frage 1 halten wir die Beistellung von psychologisch geschulten Bew&auml;hrungshelfern f&uuml;r eine sinnvolle Erg&auml;nzung.","link":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/piratenpartei\/","name":"Piratenpartei","slug":"piratenpartei","taxonomy":"category","parent":52,"meta":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Piratenpartei Archive - HU Berlin-Brandenburg<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/piratenpartei\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Piratenpartei Archive - HU Berlin-Brandenburg\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"1. Video&uuml;berwachung Bei diesem Themenbereich befinden sich die PIRATEN Berlin in der Meinungsbildungsphase, auf der n&auml;chsten Landesmitgliederversammlung wird ein Antrag zum Wahlprogramm eingereicht, der bereits innerhalb der Partei unterst&uuml;tzt wird. a) Unter welchen Umst&auml;nden halten Sie eine Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen f&uuml;r erforderlich? Die PIRATEN Berlin lehnen Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen ab. Soweit aus technischem Sicherheitsinteresse bzw. zur Sicherheit der Fahrg&auml;ste im Bereich &ouml;ffentlicher Verkehrsmitteln beim Ein- und Aussteigen nicht auf Kameratechnik verzichtet werden kann, sprechen wir uns gegen die Aufzeichnung, Weiterleitung und Auswertung dieser Daten aus. Die PIRATEN Berlin sehen den gezielten, regelm&auml;&szlig;igen Einsatz von Sicherheitspersonal und Polizeibeamten in gef&auml;hrdeten Bereichen als wirkungsvoller an und verurteilen den Versuch Personal durch Technik zu ersetzen. Das Wahrnehmen der B&uuml;rgerrechte, ob Versammlungsrecht oder Meinungsfreiheit wird durch die &Uuml;berwachung des &ouml;ffentlichen Raumes erschwert. In Kombination mit dem Vermummungsgebot und potentieller Gesichtserkennung wird eine anonyme Teilnahme unm&ouml;glich gemacht. St&auml;ndige Video-&Uuml;berwachung f&uuml;hrt zu Verdr&auml;ngung und Konzentration der Kriminalit&auml;t in angrenzende, nicht unter Beobachtung stehende Bereiche. Das Problem wird verlagert und nicht gel&ouml;st. b) Bef&uuml;rworten Sie eine unabh&auml;ngige und umfassende wissenschaftliche Evaluation der Kriminalit&auml;tspr&auml;ventionswirkung der Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen? Nein Die PIRATEN Berlin sind der Meinung, dass bevor man sich &uuml;ber eine Evaluation der Kriminalit&auml;tspr&auml;ventionswirkung der Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen Gedanken macht, diejenigen in der Beweispflicht stehen, nachzuweisen, dass alternative M&ouml;glichkeiten zur Gew&auml;hrleistung von Sicherheit im &Ouml;ffentlichen Raum als chancenlos anzusehen sind. Weiterhin ist die nachhaltigen positiven Wirkungen der &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen nachzuweisen. Nach Erf&uuml;llung dieser Voraussetzungen ist es unabdingbar, dass die Ergebnisse der Evaluation in &uuml;berwachtem &ouml;ffentlichem Raum mit nicht&uuml;berwachtem Raum verglichen werden, um Verdr&auml;ngungs- und Verlagerungseffekte der Kriminalit&auml;t einsch&auml;tzen zu k&ouml;nnen. Alle verwendeten Methoden der Studie und die Gr&uuml;nde f&uuml;r deren Auswahl sind ausf&uuml;hrlich und nachvollziehbar darzulegen. Als Alternative schlagen die Berliner Piraten vor, dass Polizei und Ermittlungsbeh&ouml;rden den Fokus auf mehr Aufkl&auml;rung der Bev&ouml;lkerung richten und hinsichtlich Pr&auml;ventions- und Deeskalierungsma&szlig;nahmen umfassend informieren. Das Sicherheitsempfinden des Einzelnen h&auml;ngt von den jeweiligen Situationen ab, je besser man auf Gefahrensituation vorbereitet ist, desto &uuml;berlegter kann man reagieren. c) Halten Sie rechtliche &Auml;nderungen f&uuml;r erforderlich? Wir halten eine &Auml;nderung des &sect; 31b Abs. 1 BlnDSG nicht f&uuml;r erforderlich, da Video&uuml;berwachungsma&szlig;nahmen selbst keine M&ouml;glichkeit darstellen, Leib und Leben zu sch&uuml;tzen. Hinsichtlich des in Berlin geltenden bundesweiten Versammlungsgesetzes sprechen wir uns f&uuml;r einen Gesetzesentwurf aus, der ein progressives Berliner Versammlungsgesetz beinhaltet, das die Rechte der Menschen auf Versammlungsfreiheit st&auml;rkt. 2. Polizeibeauftragter Bef&uuml;rworten Sie die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerde-stelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns nachgeht (&#8222;Polizeibeauftragte\/r&#8220;)? Ja Die Berliner Piraten bef&uuml;rworten die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerdestelle. Diese ist durch die Staatsanwaltschaft einzurichten, die f&uuml;r Beschwerden in Bezug auf Polizei&Uuml;bergriffe zust&auml;ndig ist. Der Staatsanwaltschaft sind f&uuml;r diese Aufgabe Ermittlungsbeamte zur Seite zu stellen, die dienstrechtlich der Staatsanwaltschaft zugeordnet sind. Diese Ermittlungsbeamten d&uuml;rfen nicht aus dem Polizeidienst des Bundeslandes rekrutiert werden, in dem die unanh&auml;ngige Beschwerdestelle eingerichtet wird. Der Zust&auml;ndigkeitsbereich der unabh&auml;ngigen Beschwerdestelle ist um die Annahme von Beschwerden hinsichtlich Mobbing und Diskriminierung im Polizeidienst zu erweitern. 3. Kennzeichnung von Polizistinnen und Polizisten Bef&uuml;rworten Sie eine gesetzliche Regelung der individuellen Kennzeichnung mit Namen und\/oder Kennnummern? Ja Das Fehlverhalten einzelner Polizeibeamter sch&auml;digt das Ansehen der Polizei insgesamt. Deshalb bef&uuml;rworten die Berliner Piraten, dass Polizei-Beamte eine anlassbezogene individuelle Kennnummer tragen m&uuml;ssen, die eine Zuordnung individuellen Handelns der Polizei zum jeweils handelnden Beamten erm&ouml;glicht. 4. Demonstrationsrecht Bei diesem Themenbereich befinden sich die PIRATEN Berlin in der Meinungsbildungsphase, auf der n&auml;chsten Landesmitgliederversammlung wird ein Antrag zum Wahlprogramm eingereicht, der bereits innerhalb der Partei unterst&uuml;tzt wird. Halten Sie weitergehende Eingriffe in das Versammlungsrecht, wie z. B. anlasslose Video&uuml;berwachung der Teilnehmenden und weitere Auflagen f&uuml;r die Veranstaltenden, f&uuml;r erforderlich (&#132;Entwurf eines Berliner Versammlungsgesetzes&#147;)? Nein, die benannten Ma&szlig;nahmen und mehr Auflagen f&uuml;r die Veranstalter halten wir nicht f&uuml;r erforderlich, wir fordern ein liberales Berliner Versammlungsgesetz. Die Berliner Piraten lehnen weitergehende Eingriffe in das Versammlungsrecht ab. Von einem eigenen Berliner Versammlungsgesetz w&uuml;rden wir erwarten, dass es liberal ausformuliert ist und die Rechte der Menschen auf Versammlungsfreiheit st&auml;rkt. Bisherige Vorst&ouml;&szlig;e zum Beispiel in Bayern, Baden-W&uuml;rttemberg und Niedersachsen haben jedoch gezeigt, dass eigene Landesgesetze in der Regel zum Nachteil der Demonstranten, der Anmelder f&uuml;hren und damit dem Geist der Versammlungsfreiheit zuwider laufen. Wichtig ist, dass die Rechte von Demonstrationsteilnehmern und -organisatoren nicht nur auf dem Papier gewahrt bleiben. Ein Berliner Versammlungsgesetz kann keine Ausnahmen und L&uuml;cken enthalten, die zum Nachteil der Demonstranten und Organisatoren die Aus&uuml;bung des Versammlungsrechts schm&auml;lern. Ein Berliner Versammlungsgesetz sollte nach Vorstellungen der Berliner Piraten folgende Schwerpunkte umfassen: Ausschluss von anlasslosen, verdachtsunabh&auml;ngigen Bild- und Tonaufnahmen durch Einsatzkr&auml;fte oder Sicherheitsdienste Ausschluss von anlasslosen Personenkontrollen &Uuml;bergabe Kopien s&auml;mtliche Bild- und Tonaufnahmen, die anlassbezogen aufgrund einer Gefahrensituation hergestellt werden, an die Organisatoren der Demonstration direkte Information von Demonstrationsteilnehmern, die aufgrund einer Gefahrensituation bild- oder tontechnisch aufgenommen wurden. keine Verwendung von gewonnenem Bild- und Tonmaterial zu Schulungs- und Demonstrationszwecken ohne Einwilligung und Zustimmung der Organisatoren und der betroffenen Demonstrationsteilnehmer Versammlungsrecht als Grundrecht ist nicht durch Vorgaben in der Verwendung von Materialien und der Lautst&auml;rken einzuschr&auml;nken Das Vermummungsverbot ist hinsichtlich der Maskierung und der zur Vermummung geeigneter Gegenst&auml;nde aufzuheben Individuelle Kennzeichnung aller eingesetzten Polizeibeamten durch Nummerierung, Organisatoren sind &uuml;ber den Einsatzes von zivilen Kr&auml;ften zu informieren, erfolgt diese Information nicht, gilt der Einsatz von Zivilkr&auml;ften als nicht zul&auml;ssig. 5. Verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen an sogenannten &#8222;kriminalit&auml;tsbelasteten Orten&#8220;? Ja Die Berliner Piraten fordern die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen. Wer sich an einem &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Ort gesetzeskonform verh&auml;lt, unterliegt keiner Kontrolle durch staatliche Beh&ouml;rden. Es widerspricht dem Menschenbild des Grundgesetzes, dass Menschen vom Staat als potenzielle Kriminelle behandelt werden. Verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen verletzten eine der Grundlage unseres Rechtsstaates, die Unschuldsvermutung. Zudem sind verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen in der Auswahl tendenziell rassistisch, weil &uuml;berdurchschnittlich fremd aussehende Menschen kontrolliert werden. Leider wurde diese Praxis auch noch vom jetzigen Innensenator durch den Aufruf, andersartig gekleidete Berliner st&auml;rker zu beobachten, verst&auml;rkt. Unter dieser Voraussetzung f&uuml;hrt eine verdachtsunabh&auml;ngige Kontrolle zu einer Verst&auml;rkung von latentem Rassismus in der Bev&ouml;lkerung und bei Staatsbeamten. 1. Demokratische Teilhabe a) Wollen Sie die Einflussm&ouml;glichkeiten von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern auf bezirklicher Ebene verbessern? Ja &#8211; Einf&uuml;hrung einer Online-Demokratieplattform zur direkten und echten Beteiligung an politischen Entscheidungen &#8211; F&ouml;rderung der Einrichtung und Weiterentwicklung von B&uuml;rgerhaushalten in den Bezirksverwaltungen &#8211; Abschaffung der Altersgrenze zur Aus&uuml;bung des aktiven Wahlrechts bei eigenst&auml;ndiger Anmeldung im Wahlregister, Erweiterung des bezirklichen Wahlrechts auf Nicht-EU-B&uuml;rger Begr&uuml;ndung: F&uuml;r die PIRATEN Berlin steht der Mensch im Zentrum der Politik. Daher fordern wir m&ouml;glichst umfassende Angebote zur Einbindung in die politischen Prozesse der Stadt an Menschen, die in Berlin ihren Lebensmittelpunkt haben. Ja Die PIRATEN Berlin wollen die vorhandenen M&ouml;glichkeiten der direkten demokratischen Beteiligung st&auml;rken, indem wir entsprechende Initiativen verbindlicher und leichter zug&auml;nglich gestalten. Wir streben die Schaffung einer Online-Demokratieplattform an. Die Ergebnisse dieses Systems sollen zun&auml;chst in Volks- bzw. B&uuml;rgerentscheiden m&uuml;nden, in denen sie als verbindlich best&auml;tigt werden. Ein entsprechender Antrag zum Wahlprogramm wird in der n&auml;chsten Landesmitgliederversammlung zum Beschluss vorgestellt. c) Bef&uuml;rworten Sie eine &Auml;nderung der Quoren auf Bezirks- und L&auml;nderebene? Es gibt hierzu weder eine mehrheitliche Abstimmung noch ein Beschluss der PIRATEN Berlin, wir sehen das momentan g&uuml;ltige Quorum f&uuml;r die Annahme eines Volksentscheides von 25 %&nbsp; Zustimmung der Wahlberechtigten als angemessen an. d) Welche Reformen des Landeswahlrechts streben Sie an (z.B. Wahlalter 16, 3-Prozent-H&uuml;rde, Ausl&auml;nderwahlrecht, Kumulieren, Panaschieren)? &#8211; Die PIRATEN Berlin setzen sich f&uuml;r die Abschaffung der Altersgrenze beim aktiven Wahlrecht bei eigenst&auml;ndiger Anmeldung im Wahlregister ein. &#8211; Die PIRATEN Berlin fordern ein kommunales Wahlrecht von Nicht-EU-B&uuml;rgern. &#8211; Die PIRATEN Berlin streben eine umfassende Wahlrechtsreform an, die die M&ouml;glichkeit des Kumulieren und Panaschierens sowie Ersatzstimmen beinhaltet 2. Informationsfreiheitsgesetz Was wollen Sie tun, damit Dokumente, die nach dem IFG offen gelegt werden k&ouml;nnen, von der Verwaltung im Internet ver&ouml;ffentlicht werden? F&uuml;r dieses Thema wird auf der n&auml;chsten Landesmitgliederversammlung ein Antrag zum Wahlprogramm mit folgendem Inhalt gestellt: Die Piraten Berlin fordern die Umsetzung aller Prinzipien von OpenGoverment f&uuml;r das Land Berlin und seine Bezirke, insbesondere sind Dokumente in jedem Fall und nicht nur auf Anfrage offenzulegen. Eventuelle personenbezogene Daten sind unkenntlich zu machen. Hierzu fordern wir: alle &ouml;ffentlichen Daten sind verf&uuml;gbar zu machen die Sammlung der &ouml;ffentlichen Daten erfolgt unmodifiziert an ihrem Ursprung die Bereitstellung der &ouml;ffentlichen Daten erfolgt unmittelbar die &ouml;ffentlichen Daten werden maschinenlesbar zur automatisierten Verarbeitung zur Verf&uuml;gung gestellt die Bereitstellung der Daten erfolgt, ohne dass eine Registrierung hierf&uuml;r erforderlich ist. die Bereitstellung der Daten erfolgt in standardisierten Formaten &Uuml;ber bestehende Open-Data-Projekte ist fl&auml;chendeckend zu informieren, die Projekte sind stetig zu erweitern. Hierzu ist eine Identifizierung zur Freigabe geeigneter &ouml;ffentlicher Daten in die Verwaltungsabl&auml;ufe zu integrieren. Die Abwicklung der dezentralen Sammlung, der Aufbereitung und Ver&ouml;ffentlichung der betreffenden Daten erfolgt unter vereinheitlichen Open-Source-Prozessen. Es ist erg&auml;nzend zu &uuml;berlegen, ob im Zuge der Einf&uuml;hrung dieser Ma&szlig;nahmen die Aufgabenbereiche des Datenschutzbeauftragten in zwei Bereiche aufgeteilt werden, die Transparenz und den Datenschutz, die jeweils von unterschiedlichen Verantwortlichen vertreten werden. 3. B&uuml;rgerschaftliches Engagement Bei diesem Themenbereich befinden sich die PIRATEN Berlin in der Meinungsbildungsphase, auf Grundlage eines mehrheitlich bef&uuml;rworteten Meinungsbildes m&ouml;chten wir dennoch die Fragen beantworten: a) Wie wollen Sie Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaft-licher Institutionen besser an der Planung und Umsetzung von Ma&szlig;nahmen beteiligen? Die direkte demokratische Beteiligung der B&uuml;rger an Entscheidungen der Senatsverwaltung&nbsp; bzw. der Bezirksverwaltungen ist den PIRATEN Berlin ein Grundanliegen, daher fordern wir die Einrichtung einer Online-Demokratieplattform. Innerhalb der Plattform ist es jeder Institution und jedem interessierten B&uuml;rger m&ouml;glich ihre Positionen darzustellen. Die Ergebnisse hieraus sind bei der Entscheidung zur Planung und Umsetzung von Ma&szlig;nahmen zu ber&uuml;cksichtigen, zivilgesellschaftliche Institutionen als Fachberater bei der Fortf&uuml;hrung der Ma&szlig;nahme einzubeziehen. Als weiteren Vorteil sehen die PIRATEN Berlin die durch die Online-Demokratieplattform entstehende Vernetzung der Institutionen untereinander als auch zu den interessierten B&uuml;rgern an. So k&ouml;nnen Kapazit&auml;ten besser genutzt und gegenseitige Forderungen untereinander abgestimmt werden. b) Erkennen Sie den Wert und Eigensinn des zivilgesellschaftlichen, freiwilligen Engagements in Berlin an? Ja Die Piraten begr&uuml;&szlig;en das ehrenamtliche und freiwillige Engagement der B&uuml;rger unserer Stadt und sehen dies als Gewinn f&uuml;r unsere Gesellschaft an. Das vielf&auml;ltige Engagement f&uuml;hrt zur Verbesserung des Zusammenlebens untereinander und schafft bzw. verbessert f&uuml;r B&uuml;rger die M&ouml;glichkeit Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben. Das freiwillige Engagement st&auml;rkt die Gemeinschaft und die Verbundenheit zwischen den Menschen. Wie k&ouml;nnte die Anerkennungskultur f&uuml;r freiwillig engagierte B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in Berlin verbessert werden? Als Anreiz dient der Idealismus des Einzelnen und die F&auml;higkeit andere f&uuml;r eine Mitarbeit zu begeistern. Jedes System, welches b&uuml;rgerschaftliches Engagement untereinander vergleicht, widerspricht dem Prinzip, dass jeder Anerkennung verdient, der etwas Sinnvolles tut, das anderen zugute kommt und das die Gemeinschaft und die Verbundenheit zwischen den Menschen st&auml;rkt. B&uuml;rgerliches Engagement darf nicht im Wettbewerb zueinander stehen. Die PIRATEN Berlin fordern, dass das freiwillige Engagement st&auml;rker und fl&auml;chendeckend in der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit des Landes Berlins und der Bezirke gew&uuml;rdigt wird, um so die M&ouml;glichkeiten zur Beteiligung einer breiten Masse der Bev&ouml;lkerung nahezubringen und auch die Vernetzung von gleichgesinnten Freiwilligen, Verb&auml;nden und Vereinen finanziell zu unterst&uuml;tzen. Der Stellenwert des Einzelnen in der Gesellschaft darf sich nicht l&auml;nger nur am beruflichen Erfolg oder an seinem Wohlstand messen lassen. c) Nennen Sie drei Ma&szlig;nahmen, mit denen Sie Infrastruktureinrich-tungen des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements (z. B. Nachbarschafts-h&auml;user oder das Landesnetzwerk B&uuml;rgerengagement &#132;aktiv in Berlin&#147;) st&auml;rken wollen. Organisation monatlicher Treffen, in denen M&ouml;glichkeiten des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements in allen gesellschaftlichen Bereichen vorgestellt werden, durch die Bezirks&auml;mter und den Senat. Einf&uuml;hrung eines Ehrenamttages f&uuml;r Sch&uuml;ler und Studenten. Jeder Sch&uuml;ler und Student hat einmal im Jahr die M&ouml;glichkeit, einen Schultag lang ein Ehrenamt seiner Wahl unabh&auml;ngig von den eigenen Engagements in Vereinen und Netzwerken auszu&uuml;ben. Ausbau, Stabilisierung und finanzielle F&ouml;rderung von speziellen Infrastruktureinrichtungen wie Freiwilligenagenturen, kommunalen B&uuml;rgerb&uuml;ros, Beratungs- und Selbsthilfekontaktstellen, um die gegenseitige Vernetzung zu erh&ouml;hen. 4. Ethikunterricht Bei diesem Themenbereich befinden sich die PIRATEN Berlin in der Meinungsbildungsphase, die Beantwortung der Fragen erfolgt auf Grundlage unserer Positionen zum Themenbereich Bildung und Integration. a) Strengen Sie &Auml;nderungen der Rahmenbedingungen f&uuml;r den Ethikunterricht an? Die PIRATEN Berlin treten daf&uuml;r ein, dass dieses Lehrfach dazu genutzt wird, die Solidarit&auml;t und Verst&auml;ndigung zwischen allen Menschen, unabh&auml;ngig von ihrem rechtlichen Status, ihrer Herkunft und ihrer Religion aufzubauen und zu verbessern. Daher regen wir an, regelm&auml;&szlig;ig einen Meinungsaustausch von Sch&uuml;lerklassen aus unterschiedlichen Bezirken vorzunehmen, um die jeweilige Lebenssituation besser nachvollziehen zu k&ouml;nnen. Dar&uuml;ber hinaus ist im Ethikunterricht j&auml;hrlich ein Tag f&uuml;r Freiwilliges Engagement anhand von Besuchen und Vorstellungen bei gemeinn&uuml;tzigen Organisationen, Institutionen und Initiativen vorzubereiten. b) Was ist zu tun, damit mehr Ethiklehrerinnen und &#150;lehrer ad&auml;quat f&uuml;r das Fach ausgebildet sind. Die momentane Praxis, die Grundlagen des Lehrfaches Ethik allein &uuml;ber Lehrerfortbildung zu vermitteln, halten die PIRATEN Berlin angesichts der Komplexit&auml;t des Lehrziels f&uuml;r nicht ausreichend. Es wird der Eindruck vermittelt, dieses Fach w&auml;re gegen&uuml;ber anderen Lehrf&auml;chern nicht gleichwertig. Wir fordern daher die Einrichtung eines Studiengangs Ethik, als Grundlage f&uuml;r diese Lehramtst&auml;tigkeit. 5. Bildungschancen Was wollen Sie tun, um die Bildungschancen von sozial benachteiligten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern und Kindern mit Sprachdefiziten zu verbessern? Bitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte. Die PIRATEN BERLIN begr&uuml;&szlig;en die Entwicklung hin zu Gemeinschaftsschulen, die jedem Sch&uuml;ler die gleiche M&ouml;glichkeit zur Partizipation geben und keine Vorauswahl vornehmen. Schulen sollen den Lernenden zu Erfolgserlebnissen und nicht zur Erfahrung des Scheiterns verhelfen. Bewertungen von Lernenden m&uuml;ssen diese als Individuen w&uuml;rdigen und ihre Leistungen als Bestandteil und Ergebnis eines Entwicklungsprozesses unter verschiedenen Aspekten in den Blick nehmen. Die Etablierung der Sprache der Sch&uuml;ler mit Migrationshintergrund als Lehrfach an den jeweiligen Schulen ist umzusetzen, um gegenseitiges Verstehen zu erleichtern. Die Sch&uuml;ler und Sch&uuml;lerinnen sind anfangs in ihrer Muttersprache zu unterrichten, um bereits bestehende Defizite zu mindern, dies ist mit verst&auml;rktem Lehrkrafteinsatz oder mittels Lehrsoftware in der Muttersprache m&ouml;glich. 6. Gesellschaftliche Teilhabe Wie wollen Sie die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund verbessern? Bitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte. Die PIRATEN Berlin fordern f&uuml;r Menschen mit Migrationshintergrund die Anerkennung von Bildungsabschl&uuml;ssen und gezielte Bildungs- und Weiterbildungsma&szlig;nahmen, um den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erm&ouml;glichen. Die PIRATEN Berlin fordern f&uuml;r jeden Nicht-EU-B&uuml;rger das kommunale Wahlrecht, das Recht auf demokratische Mitbestimmung auf allen Ebenen der st&auml;dtischen Politik. Die PIRATEN Berlin fordern die Abschaffung der Residenzpflicht und treten daf&uuml;r ein dass die Fl&uuml;chtlinge innerhalb der Europ&auml;ischen Gemeinschaft Freiz&uuml;gigkeit genie&szlig;en k&ouml;nnen. 7. Integrationsperspektiven Wie wollen Sie Fl&uuml;chtlingen, insbesondere langj&auml;hrig Geduldeten, eine Integrationsperspektive bieten? Bitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte. Die PIRATEN Berlin fordern die M&ouml;glichkeit von Fl&uuml;chtlingen, die Staatsb&uuml;rgerschaft neben der ihres Heimatlandes zu erlangen und somit ein Ende der Abschiebepraxis, unabh&auml;ngig ob diese in ihrer Heimat verfolgt werden oder aus wirtschaftlichen Gr&uuml;nden geflohen sind. Die PIRATEN Berlin fordern dar&uuml;ber hinaus eine Abkehr von der Praxis Fl&uuml;chtlinge in Wohnheimen unterzubringen, diesen ist seitens des Landes zur Verf&uuml;gung gestellten Wohnungen oder Wohngemeinschaften ein Zuhause finden, das ihnen M&ouml;glichkeiten zur freien Entfaltung bietet. Jedem Fl&uuml;chtling ist es zu erm&ouml;glichen, in unserem Land Bildungs- und Fortbildungsma&szlig;nahmen abzuschlie&szlig;en, um eine Perspektive f&uuml;r ein Leben in unserer Stadt oder die R&uuml;ckkehr ins Heimatland aufzubauen. 1. Vermeidung von Haft Welche Ma&szlig;nahmen zur Vermeidung von Gef&auml;ngnisaufenthalten sollten aus Ihrer Sicht ergriffen werden? Gef&auml;ngnisaufenthalte bedeuten einen Einschnitt in die pers&ouml;nliche Freiheit des Einzelnen. Die Entscheidung &uuml;ber die Gew&auml;hrung einer Bew&auml;hrungsstrafe soweit dies gesetzlich zul&auml;ssig ist, erfolgt durch die Gerichtsbarkeit. Die Ablehnung einer Bew&auml;hrungsstrafe erfolgt auf der Grundlage der Vermutung der R&uuml;ckf&auml;lligkeit des Verurteilten. Hier sind ggf. die Auflagen an den Verurteilten zu erweitern, um ihm dennoch die Strafaussetzung auf Bew&auml;hrung zu erm&ouml;glichen und so mit dem Resozialisierungsprozess unmittelbar nach Verurteilung zu beginnen. Im Sinne der Resozialisierung und Vermeidung von R&uuml;ckf&auml;llen f&uuml;r die Betreffenden bef&uuml;rworten wir eine Verst&auml;rkung von integrierenden Ma&szlig;nahmen, der F&ouml;rderung von Bildungs- und Weiterbildungschancen und den Einsatz von kompetenten Ansprechpartnern. Grunds&auml;tzlich ist jedoch eine Pr&auml;vention das beste Mittel gegen Gef&auml;ngnisaufenthalte, da diese erst dann erfolgen, wenn ein Verbrechen erfolgt ist. Jugend&auml;mter, Schulen, Sozialarbeiter, Jugendrichter und Polizeibeamte m&uuml;ssen besser miteinander vernetzt werden, so dass Straff&auml;lligkeit erst gar nicht geahndet werden muss. Weiterhin fordern wir die &Uuml;berpr&uuml;fung der Strafbarkeit von Vergehen wie z. B. dem Schwarzfahren und das Vorbringen von Gesetzes&auml;nderungen auf der Bundesratsebene. Auch die Unterscheidung von Verbrechen und Vergehen, womit das jeweilige Strafma&szlig; bestimmt wird, geh&ouml;rt auf den Pr&uuml;fstand. Dar&uuml;ber hinaus sind die M&ouml;glichkeiten unb&uuml;rokratisch zu erweitern, die es erm&ouml;glichen, Geldstrafen durch soziale Arbeit auszugleichen, hier sind auch die sozialen und gemeinn&uuml;tzigen Organisationen gefragt. 2. Entlassung auf Bew&auml;hrung Bei den vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung liegt Berlin bundesweit ganz hinten. Wie kann Berlin hier seine Position verbessern? Im Rahmen des Strafvollzugs ist der Fokus auf Resozialisierungsma&szlig;nahmen zu richten, um Perspektiven zu erm&ouml;glichen. Dar&uuml;ber hinaus sind &Uuml;berbelegungen die zu sozialen Spannungen f&uuml;hren prinzipiell zu vermeiden, um somit T&auml;tlichkeiten zu verhindern, die sich negativ auf eine Entlassung auf Bew&auml;hrung auswirken k&ouml;nnen. Bew&auml;hrungshelfer sollten bereits w&auml;hrend des Strafvollzuges Kontakt aufbauen und die R&uuml;ckkehr ins soziale Leben durch integrierende Ma&szlig;nahmen bei Wohnungssuche, Arbeitsplatzsuche oder Bildungsma&szlig;nahme vorbereiten und dar&uuml;ber hinaus tempor&auml;r intensiver in der Bew&auml;hrungszeit zur Verf&uuml;gung stehen. Das erfordert die Erh&ouml;hung der Anzahl der Bew&auml;hrungshelfer, so dass diese ihren Aufgaben auch tats&auml;chlich gerecht werden k&ouml;nnen. Die PIRATEN Berlin sehen in einem Strafvollzug in erster Linie die Chance f&uuml;r den Einzelnen, sich f&uuml;r sein Leben neue Perspektiven aufzubauen und sich in die Gesellschaft neu einzugliedern. 3. Haftbedingungen a) Einige unserer Haftanstalten sind in einem sehr schlechten Zustand. Wie wollen Sie die Haftbedingungen verbessern? Haftanstalten in baulich schlechtem Zustand k&ouml;nnen nicht weiter betrieben werden, sondern sind f&uuml;r die Dauer von Sanierungsma&szlig;nahmen zu schlie&szlig;en bzw. ggf. in Teilbereichen, die eine Nutzung erm&ouml;glichen, offen zu halten. Den Gefangenen des Strafvollzugs sind mehr M&ouml;glichkeiten zum Freigang zu bieten, ggf. unter Begleitung. &Uuml;berbelegungen sind aufgrund der Gefahr von sozialen Spannungen zu vermeiden, jedem Gefangenen sind gen&uuml;gend R&uuml;ckzugsm&ouml;glichkeiten zu bieten. b) Welche &Auml;nderungen des Strafvollzugsgesetzes &#8211; insbesondere in Bezug auf die Mediennutzung (Internet) und Resozialisierung &#150; halten Sie f&uuml;r w&uuml;nschenswert? Im Zeitalter der Kommunikation halten wir es f&uuml;r lebensfern Gefangenen im Strafvollzug den Zugriff auf Telekommunikationsmittel und die Internetnutzung zu verweigern. Hiermit nimmt man den Betroffenen jegliche M&ouml;glichkeit, sich &uuml;ber das Weltgeschehen umfassend zu informieren, da Massenmedien in heutiger Zeit nicht in jedem Fall objektiv berichten. Dar&uuml;ber hinaus bietet das Internet M&ouml;glichkeiten mit anderen B&uuml;rgern in Verbindung zu treten, Freizeitaktivit&auml;ten zu gestalten und somit soziale Bindungen aufzubauen. Eine Einschr&auml;nkung auf den Zugriff von Internetseiten sehen wir nicht als erforderlich an, insofern Bedenken vorliegen, dass Delikte fortgesetzt oder neu geschaffen werden, kann die Nutzung des Internets begleitend erfolgen. Sicherungsverwahrung 1. Nach einem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschen-rechte muss die Sicherungsverwahrung reformiert werden. Das f&uuml;hrt dazu, dass auch einige in Berlin Sicherungsverwahrte freigelassen werden. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen entlassene Sicherungsverwahrte ihren Wohnort frei w&auml;hlen. Wie wollen Sie das Urteil hier umsetzen? Die PIRATEN Berlin treten f&uuml;r eine Politik ein, die ihre Grundlage in der Einhaltung der Menschenrechte und des Grundgesetzes hat. Es entspricht nicht unserem Rechtsempfinden, den Freiheitsentzug nach dem die Strafe abgeb&uuml;&szlig;t wurde, durch eine nachtr&auml;gliche Sicherungsverwahrung zu verl&auml;ngern. Wir nehmen die &Auml;ngste der Bev&ouml;lkerung vor einem eventuellen R&uuml;ckfall in die Kriminalit&auml;t ernst, dies kann aber nicht dazu f&uuml;hren, dass wir die rechtsstaatliche Ebene verlassen, das Recht auf Freiheit in unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger Weise einzuschr&auml;nken und von dem Prinzip der Unschuldsvermutung Abstand nehmen. F&uuml;r den von einer nachtr&auml;glichen Sicherungsverwahrung unterliegenden Strafgefangenen sind Ma&szlig;nahmen zur Wiedereingliederung nicht planbar, da das Datum der Freilassung unbestimmt bleibt. Dies kann zu psychischen Auswirkungen f&uuml;hren, die einen R&uuml;ckfall eher beg&uuml;nstigen. Wir begr&uuml;&szlig;en daher das Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs, dem das Bundesverfassungsgericht mit dem Urteil vom 04.05.2011 gefolgt ist. Die PIRATEN Berlin schlie&szlig;en sich der Sichtweise des Bundesverfassungsgerichtes an, dass die Sicherungsverwahrung ein schwerwiegender Eingriff in das Freiheitsgrundrecht darstellt. Dem Urteil ist Rechnung zu tragen, die betreffenden Sicherungsverwahrten sind frei zu lassen, da diese verfassungswidrig festgehalten werden. Die freie Wahl des Wohnortes ist durch ein Angebot an Therapiem&ouml;glichkeiten und der Beistellung psychologisch geschulter, fachkundiger Bew&auml;hrungshelfer zu begleiten. Wir sehen die Sicherungsverwahrung selbst sehr kritisch, da auch eine im Urteil vorgesehene Sicherungsverwahrung sich allein auf eine unsichere Gef&auml;hrlichkeitsprognose bezieht. Innerhalb einer notwendigen Reform zum Thema Sicherungsverwahrung ist nach unserer Einsch&auml;tzung die Zeit des Strafvollzuges verst&auml;rkt durch Therapie- und Betreuungsangebote sowie Aus- und Weiterbildungsma&szlig;nahmen der Gefangenen mit dem Ziel der Wiedereingliederung zu gestalten. Mit dieser Zielausrichtung kann die Sicherungsverwahrung in ein Angebot an begleitenden Therapie- und Betreuungsm&ouml;glichkeiten umgewandelt werden, im Vordergrund kann nur die Pr&auml;vention von zuk&uuml;nftigen Straftaten stehen, nicht die Strafe f&uuml;r eventuell zuk&uuml;nftig begangene Verbrechen. Daher ist die Zeit nach dem Strafvollzug so zu gestalten, dass diese auch in der Au&szlig;enwirkung als klare pr&auml;ventive Ma&szlig;nahme und nicht als Strafma&szlig;nahme darstellt. 2. Wie sollen die Sicherungsverwahrten auf die Freiheit vorbereitet werden? Sicherungsverwahrten ist eine Perspektive f&uuml;r das Leben in Freiheit zu er&ouml;ffnen. S&auml;mtliche Ma&szlig;nahmen, die eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft erm&ouml;glichen, sind unmittelbar nach Haftantritt zu beginnen. Hierzu z&auml;hlen wir Therapie- und Betreuungsangebote sowie Aus- und Weiterbildungsma&szlig;nahmen der Gefangenen. In einem ausreichenden Zeitraum vor Entlassung sind dem Gefangenen Angebote zum Leben in Wohngemeinschaften, Therapiegemeinschaften vorzuschlagen und durch Resozialisierungsma&szlig;nahmen zu erg&auml;nzen, die sie auf das Leben in Freiheit vorzubereiten. Wie bei Frage 1 halten wir die Beistellung von psychologisch geschulten Bew&auml;hrungshelfern f&uuml;r eine sinnvolle Erg&auml;nzung.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/piratenpartei\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"HU Berlin-Brandenburg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"CollectionPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2011\\\/wahlpruefsteine\\\/piratenpartei\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2011\\\/wahlpruefsteine\\\/piratenpartei\\\/\",\"name\":\"Piratenpartei Archive - HU Berlin-Brandenburg\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2011\\\/wahlpruefsteine\\\/piratenpartei\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2011\\\/wahlpruefsteine\\\/piratenpartei\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Wahl 2011\",\"item\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2011\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Wahlpr\u00fcfsteine\",\"item\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2011\\\/wahlpruefsteine\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"Piratenpartei\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"HU Berlin-Brandenburg\",\"description\":\"Eine weitere HU Network Website\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Piratenpartei Archive - HU Berlin-Brandenburg","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/piratenpartei\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Piratenpartei Archive - HU Berlin-Brandenburg","og_description":"1. Video&uuml;berwachung Bei diesem Themenbereich befinden sich die PIRATEN Berlin in der Meinungsbildungsphase, auf der n&auml;chsten Landesmitgliederversammlung wird ein Antrag zum Wahlprogramm eingereicht, der bereits innerhalb der Partei unterst&uuml;tzt wird. a) Unter welchen Umst&auml;nden halten Sie eine Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen f&uuml;r erforderlich? Die PIRATEN Berlin lehnen Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen ab. Soweit aus technischem Sicherheitsinteresse bzw. zur Sicherheit der Fahrg&auml;ste im Bereich &ouml;ffentlicher Verkehrsmitteln beim Ein- und Aussteigen nicht auf Kameratechnik verzichtet werden kann, sprechen wir uns gegen die Aufzeichnung, Weiterleitung und Auswertung dieser Daten aus. Die PIRATEN Berlin sehen den gezielten, regelm&auml;&szlig;igen Einsatz von Sicherheitspersonal und Polizeibeamten in gef&auml;hrdeten Bereichen als wirkungsvoller an und verurteilen den Versuch Personal durch Technik zu ersetzen. Das Wahrnehmen der B&uuml;rgerrechte, ob Versammlungsrecht oder Meinungsfreiheit wird durch die &Uuml;berwachung des &ouml;ffentlichen Raumes erschwert. In Kombination mit dem Vermummungsgebot und potentieller Gesichtserkennung wird eine anonyme Teilnahme unm&ouml;glich gemacht. St&auml;ndige Video-&Uuml;berwachung f&uuml;hrt zu Verdr&auml;ngung und Konzentration der Kriminalit&auml;t in angrenzende, nicht unter Beobachtung stehende Bereiche. Das Problem wird verlagert und nicht gel&ouml;st. b) Bef&uuml;rworten Sie eine unabh&auml;ngige und umfassende wissenschaftliche Evaluation der Kriminalit&auml;tspr&auml;ventionswirkung der Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen? Nein Die PIRATEN Berlin sind der Meinung, dass bevor man sich &uuml;ber eine Evaluation der Kriminalit&auml;tspr&auml;ventionswirkung der Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen Gedanken macht, diejenigen in der Beweispflicht stehen, nachzuweisen, dass alternative M&ouml;glichkeiten zur Gew&auml;hrleistung von Sicherheit im &Ouml;ffentlichen Raum als chancenlos anzusehen sind. Weiterhin ist die nachhaltigen positiven Wirkungen der &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen nachzuweisen. Nach Erf&uuml;llung dieser Voraussetzungen ist es unabdingbar, dass die Ergebnisse der Evaluation in &uuml;berwachtem &ouml;ffentlichem Raum mit nicht&uuml;berwachtem Raum verglichen werden, um Verdr&auml;ngungs- und Verlagerungseffekte der Kriminalit&auml;t einsch&auml;tzen zu k&ouml;nnen. Alle verwendeten Methoden der Studie und die Gr&uuml;nde f&uuml;r deren Auswahl sind ausf&uuml;hrlich und nachvollziehbar darzulegen. Als Alternative schlagen die Berliner Piraten vor, dass Polizei und Ermittlungsbeh&ouml;rden den Fokus auf mehr Aufkl&auml;rung der Bev&ouml;lkerung richten und hinsichtlich Pr&auml;ventions- und Deeskalierungsma&szlig;nahmen umfassend informieren. Das Sicherheitsempfinden des Einzelnen h&auml;ngt von den jeweiligen Situationen ab, je besser man auf Gefahrensituation vorbereitet ist, desto &uuml;berlegter kann man reagieren. c) Halten Sie rechtliche &Auml;nderungen f&uuml;r erforderlich? Wir halten eine &Auml;nderung des &sect; 31b Abs. 1 BlnDSG nicht f&uuml;r erforderlich, da Video&uuml;berwachungsma&szlig;nahmen selbst keine M&ouml;glichkeit darstellen, Leib und Leben zu sch&uuml;tzen. Hinsichtlich des in Berlin geltenden bundesweiten Versammlungsgesetzes sprechen wir uns f&uuml;r einen Gesetzesentwurf aus, der ein progressives Berliner Versammlungsgesetz beinhaltet, das die Rechte der Menschen auf Versammlungsfreiheit st&auml;rkt. 2. Polizeibeauftragter Bef&uuml;rworten Sie die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerde-stelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns nachgeht (&#8222;Polizeibeauftragte\/r&#8220;)? Ja Die Berliner Piraten bef&uuml;rworten die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerdestelle. Diese ist durch die Staatsanwaltschaft einzurichten, die f&uuml;r Beschwerden in Bezug auf Polizei&Uuml;bergriffe zust&auml;ndig ist. Der Staatsanwaltschaft sind f&uuml;r diese Aufgabe Ermittlungsbeamte zur Seite zu stellen, die dienstrechtlich der Staatsanwaltschaft zugeordnet sind. Diese Ermittlungsbeamten d&uuml;rfen nicht aus dem Polizeidienst des Bundeslandes rekrutiert werden, in dem die unanh&auml;ngige Beschwerdestelle eingerichtet wird. Der Zust&auml;ndigkeitsbereich der unabh&auml;ngigen Beschwerdestelle ist um die Annahme von Beschwerden hinsichtlich Mobbing und Diskriminierung im Polizeidienst zu erweitern. 3. Kennzeichnung von Polizistinnen und Polizisten Bef&uuml;rworten Sie eine gesetzliche Regelung der individuellen Kennzeichnung mit Namen und\/oder Kennnummern? Ja Das Fehlverhalten einzelner Polizeibeamter sch&auml;digt das Ansehen der Polizei insgesamt. Deshalb bef&uuml;rworten die Berliner Piraten, dass Polizei-Beamte eine anlassbezogene individuelle Kennnummer tragen m&uuml;ssen, die eine Zuordnung individuellen Handelns der Polizei zum jeweils handelnden Beamten erm&ouml;glicht. 4. Demonstrationsrecht Bei diesem Themenbereich befinden sich die PIRATEN Berlin in der Meinungsbildungsphase, auf der n&auml;chsten Landesmitgliederversammlung wird ein Antrag zum Wahlprogramm eingereicht, der bereits innerhalb der Partei unterst&uuml;tzt wird. Halten Sie weitergehende Eingriffe in das Versammlungsrecht, wie z. B. anlasslose Video&uuml;berwachung der Teilnehmenden und weitere Auflagen f&uuml;r die Veranstaltenden, f&uuml;r erforderlich (&#132;Entwurf eines Berliner Versammlungsgesetzes&#147;)? Nein, die benannten Ma&szlig;nahmen und mehr Auflagen f&uuml;r die Veranstalter halten wir nicht f&uuml;r erforderlich, wir fordern ein liberales Berliner Versammlungsgesetz. Die Berliner Piraten lehnen weitergehende Eingriffe in das Versammlungsrecht ab. Von einem eigenen Berliner Versammlungsgesetz w&uuml;rden wir erwarten, dass es liberal ausformuliert ist und die Rechte der Menschen auf Versammlungsfreiheit st&auml;rkt. Bisherige Vorst&ouml;&szlig;e zum Beispiel in Bayern, Baden-W&uuml;rttemberg und Niedersachsen haben jedoch gezeigt, dass eigene Landesgesetze in der Regel zum Nachteil der Demonstranten, der Anmelder f&uuml;hren und damit dem Geist der Versammlungsfreiheit zuwider laufen. Wichtig ist, dass die Rechte von Demonstrationsteilnehmern und -organisatoren nicht nur auf dem Papier gewahrt bleiben. Ein Berliner Versammlungsgesetz kann keine Ausnahmen und L&uuml;cken enthalten, die zum Nachteil der Demonstranten und Organisatoren die Aus&uuml;bung des Versammlungsrechts schm&auml;lern. Ein Berliner Versammlungsgesetz sollte nach Vorstellungen der Berliner Piraten folgende Schwerpunkte umfassen: Ausschluss von anlasslosen, verdachtsunabh&auml;ngigen Bild- und Tonaufnahmen durch Einsatzkr&auml;fte oder Sicherheitsdienste Ausschluss von anlasslosen Personenkontrollen &Uuml;bergabe Kopien s&auml;mtliche Bild- und Tonaufnahmen, die anlassbezogen aufgrund einer Gefahrensituation hergestellt werden, an die Organisatoren der Demonstration direkte Information von Demonstrationsteilnehmern, die aufgrund einer Gefahrensituation bild- oder tontechnisch aufgenommen wurden. keine Verwendung von gewonnenem Bild- und Tonmaterial zu Schulungs- und Demonstrationszwecken ohne Einwilligung und Zustimmung der Organisatoren und der betroffenen Demonstrationsteilnehmer Versammlungsrecht als Grundrecht ist nicht durch Vorgaben in der Verwendung von Materialien und der Lautst&auml;rken einzuschr&auml;nken Das Vermummungsverbot ist hinsichtlich der Maskierung und der zur Vermummung geeigneter Gegenst&auml;nde aufzuheben Individuelle Kennzeichnung aller eingesetzten Polizeibeamten durch Nummerierung, Organisatoren sind &uuml;ber den Einsatzes von zivilen Kr&auml;ften zu informieren, erfolgt diese Information nicht, gilt der Einsatz von Zivilkr&auml;ften als nicht zul&auml;ssig. 5. Verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen an sogenannten &#8222;kriminalit&auml;tsbelasteten Orten&#8220;? Ja Die Berliner Piraten fordern die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen. Wer sich an einem &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Ort gesetzeskonform verh&auml;lt, unterliegt keiner Kontrolle durch staatliche Beh&ouml;rden. Es widerspricht dem Menschenbild des Grundgesetzes, dass Menschen vom Staat als potenzielle Kriminelle behandelt werden. Verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen verletzten eine der Grundlage unseres Rechtsstaates, die Unschuldsvermutung. Zudem sind verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen in der Auswahl tendenziell rassistisch, weil &uuml;berdurchschnittlich fremd aussehende Menschen kontrolliert werden. Leider wurde diese Praxis auch noch vom jetzigen Innensenator durch den Aufruf, andersartig gekleidete Berliner st&auml;rker zu beobachten, verst&auml;rkt. Unter dieser Voraussetzung f&uuml;hrt eine verdachtsunabh&auml;ngige Kontrolle zu einer Verst&auml;rkung von latentem Rassismus in der Bev&ouml;lkerung und bei Staatsbeamten. 1. Demokratische Teilhabe a) Wollen Sie die Einflussm&ouml;glichkeiten von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern auf bezirklicher Ebene verbessern? Ja &#8211; Einf&uuml;hrung einer Online-Demokratieplattform zur direkten und echten Beteiligung an politischen Entscheidungen &#8211; F&ouml;rderung der Einrichtung und Weiterentwicklung von B&uuml;rgerhaushalten in den Bezirksverwaltungen &#8211; Abschaffung der Altersgrenze zur Aus&uuml;bung des aktiven Wahlrechts bei eigenst&auml;ndiger Anmeldung im Wahlregister, Erweiterung des bezirklichen Wahlrechts auf Nicht-EU-B&uuml;rger Begr&uuml;ndung: F&uuml;r die PIRATEN Berlin steht der Mensch im Zentrum der Politik. Daher fordern wir m&ouml;glichst umfassende Angebote zur Einbindung in die politischen Prozesse der Stadt an Menschen, die in Berlin ihren Lebensmittelpunkt haben. Ja Die PIRATEN Berlin wollen die vorhandenen M&ouml;glichkeiten der direkten demokratischen Beteiligung st&auml;rken, indem wir entsprechende Initiativen verbindlicher und leichter zug&auml;nglich gestalten. Wir streben die Schaffung einer Online-Demokratieplattform an. Die Ergebnisse dieses Systems sollen zun&auml;chst in Volks- bzw. B&uuml;rgerentscheiden m&uuml;nden, in denen sie als verbindlich best&auml;tigt werden. Ein entsprechender Antrag zum Wahlprogramm wird in der n&auml;chsten Landesmitgliederversammlung zum Beschluss vorgestellt. c) Bef&uuml;rworten Sie eine &Auml;nderung der Quoren auf Bezirks- und L&auml;nderebene? Es gibt hierzu weder eine mehrheitliche Abstimmung noch ein Beschluss der PIRATEN Berlin, wir sehen das momentan g&uuml;ltige Quorum f&uuml;r die Annahme eines Volksentscheides von 25 %&nbsp; Zustimmung der Wahlberechtigten als angemessen an. d) Welche Reformen des Landeswahlrechts streben Sie an (z.B. Wahlalter 16, 3-Prozent-H&uuml;rde, Ausl&auml;nderwahlrecht, Kumulieren, Panaschieren)? &#8211; Die PIRATEN Berlin setzen sich f&uuml;r die Abschaffung der Altersgrenze beim aktiven Wahlrecht bei eigenst&auml;ndiger Anmeldung im Wahlregister ein. &#8211; Die PIRATEN Berlin fordern ein kommunales Wahlrecht von Nicht-EU-B&uuml;rgern. &#8211; Die PIRATEN Berlin streben eine umfassende Wahlrechtsreform an, die die M&ouml;glichkeit des Kumulieren und Panaschierens sowie Ersatzstimmen beinhaltet 2. Informationsfreiheitsgesetz Was wollen Sie tun, damit Dokumente, die nach dem IFG offen gelegt werden k&ouml;nnen, von der Verwaltung im Internet ver&ouml;ffentlicht werden? F&uuml;r dieses Thema wird auf der n&auml;chsten Landesmitgliederversammlung ein Antrag zum Wahlprogramm mit folgendem Inhalt gestellt: Die Piraten Berlin fordern die Umsetzung aller Prinzipien von OpenGoverment f&uuml;r das Land Berlin und seine Bezirke, insbesondere sind Dokumente in jedem Fall und nicht nur auf Anfrage offenzulegen. Eventuelle personenbezogene Daten sind unkenntlich zu machen. Hierzu fordern wir: alle &ouml;ffentlichen Daten sind verf&uuml;gbar zu machen die Sammlung der &ouml;ffentlichen Daten erfolgt unmodifiziert an ihrem Ursprung die Bereitstellung der &ouml;ffentlichen Daten erfolgt unmittelbar die &ouml;ffentlichen Daten werden maschinenlesbar zur automatisierten Verarbeitung zur Verf&uuml;gung gestellt die Bereitstellung der Daten erfolgt, ohne dass eine Registrierung hierf&uuml;r erforderlich ist. die Bereitstellung der Daten erfolgt in standardisierten Formaten &Uuml;ber bestehende Open-Data-Projekte ist fl&auml;chendeckend zu informieren, die Projekte sind stetig zu erweitern. Hierzu ist eine Identifizierung zur Freigabe geeigneter &ouml;ffentlicher Daten in die Verwaltungsabl&auml;ufe zu integrieren. Die Abwicklung der dezentralen Sammlung, der Aufbereitung und Ver&ouml;ffentlichung der betreffenden Daten erfolgt unter vereinheitlichen Open-Source-Prozessen. Es ist erg&auml;nzend zu &uuml;berlegen, ob im Zuge der Einf&uuml;hrung dieser Ma&szlig;nahmen die Aufgabenbereiche des Datenschutzbeauftragten in zwei Bereiche aufgeteilt werden, die Transparenz und den Datenschutz, die jeweils von unterschiedlichen Verantwortlichen vertreten werden. 3. B&uuml;rgerschaftliches Engagement Bei diesem Themenbereich befinden sich die PIRATEN Berlin in der Meinungsbildungsphase, auf Grundlage eines mehrheitlich bef&uuml;rworteten Meinungsbildes m&ouml;chten wir dennoch die Fragen beantworten: a) Wie wollen Sie Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaft-licher Institutionen besser an der Planung und Umsetzung von Ma&szlig;nahmen beteiligen? Die direkte demokratische Beteiligung der B&uuml;rger an Entscheidungen der Senatsverwaltung&nbsp; bzw. der Bezirksverwaltungen ist den PIRATEN Berlin ein Grundanliegen, daher fordern wir die Einrichtung einer Online-Demokratieplattform. Innerhalb der Plattform ist es jeder Institution und jedem interessierten B&uuml;rger m&ouml;glich ihre Positionen darzustellen. Die Ergebnisse hieraus sind bei der Entscheidung zur Planung und Umsetzung von Ma&szlig;nahmen zu ber&uuml;cksichtigen, zivilgesellschaftliche Institutionen als Fachberater bei der Fortf&uuml;hrung der Ma&szlig;nahme einzubeziehen. Als weiteren Vorteil sehen die PIRATEN Berlin die durch die Online-Demokratieplattform entstehende Vernetzung der Institutionen untereinander als auch zu den interessierten B&uuml;rgern an. So k&ouml;nnen Kapazit&auml;ten besser genutzt und gegenseitige Forderungen untereinander abgestimmt werden. b) Erkennen Sie den Wert und Eigensinn des zivilgesellschaftlichen, freiwilligen Engagements in Berlin an? Ja Die Piraten begr&uuml;&szlig;en das ehrenamtliche und freiwillige Engagement der B&uuml;rger unserer Stadt und sehen dies als Gewinn f&uuml;r unsere Gesellschaft an. Das vielf&auml;ltige Engagement f&uuml;hrt zur Verbesserung des Zusammenlebens untereinander und schafft bzw. verbessert f&uuml;r B&uuml;rger die M&ouml;glichkeit Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben. Das freiwillige Engagement st&auml;rkt die Gemeinschaft und die Verbundenheit zwischen den Menschen. Wie k&ouml;nnte die Anerkennungskultur f&uuml;r freiwillig engagierte B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in Berlin verbessert werden? Als Anreiz dient der Idealismus des Einzelnen und die F&auml;higkeit andere f&uuml;r eine Mitarbeit zu begeistern. Jedes System, welches b&uuml;rgerschaftliches Engagement untereinander vergleicht, widerspricht dem Prinzip, dass jeder Anerkennung verdient, der etwas Sinnvolles tut, das anderen zugute kommt und das die Gemeinschaft und die Verbundenheit zwischen den Menschen st&auml;rkt. B&uuml;rgerliches Engagement darf nicht im Wettbewerb zueinander stehen. Die PIRATEN Berlin fordern, dass das freiwillige Engagement st&auml;rker und fl&auml;chendeckend in der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit des Landes Berlins und der Bezirke gew&uuml;rdigt wird, um so die M&ouml;glichkeiten zur Beteiligung einer breiten Masse der Bev&ouml;lkerung nahezubringen und auch die Vernetzung von gleichgesinnten Freiwilligen, Verb&auml;nden und Vereinen finanziell zu unterst&uuml;tzen. Der Stellenwert des Einzelnen in der Gesellschaft darf sich nicht l&auml;nger nur am beruflichen Erfolg oder an seinem Wohlstand messen lassen. c) Nennen Sie drei Ma&szlig;nahmen, mit denen Sie Infrastruktureinrich-tungen des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements (z. B. Nachbarschafts-h&auml;user oder das Landesnetzwerk B&uuml;rgerengagement &#132;aktiv in Berlin&#147;) st&auml;rken wollen. Organisation monatlicher Treffen, in denen M&ouml;glichkeiten des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements in allen gesellschaftlichen Bereichen vorgestellt werden, durch die Bezirks&auml;mter und den Senat. Einf&uuml;hrung eines Ehrenamttages f&uuml;r Sch&uuml;ler und Studenten. Jeder Sch&uuml;ler und Student hat einmal im Jahr die M&ouml;glichkeit, einen Schultag lang ein Ehrenamt seiner Wahl unabh&auml;ngig von den eigenen Engagements in Vereinen und Netzwerken auszu&uuml;ben. Ausbau, Stabilisierung und finanzielle F&ouml;rderung von speziellen Infrastruktureinrichtungen wie Freiwilligenagenturen, kommunalen B&uuml;rgerb&uuml;ros, Beratungs- und Selbsthilfekontaktstellen, um die gegenseitige Vernetzung zu erh&ouml;hen. 4. Ethikunterricht Bei diesem Themenbereich befinden sich die PIRATEN Berlin in der Meinungsbildungsphase, die Beantwortung der Fragen erfolgt auf Grundlage unserer Positionen zum Themenbereich Bildung und Integration. a) Strengen Sie &Auml;nderungen der Rahmenbedingungen f&uuml;r den Ethikunterricht an? Die PIRATEN Berlin treten daf&uuml;r ein, dass dieses Lehrfach dazu genutzt wird, die Solidarit&auml;t und Verst&auml;ndigung zwischen allen Menschen, unabh&auml;ngig von ihrem rechtlichen Status, ihrer Herkunft und ihrer Religion aufzubauen und zu verbessern. Daher regen wir an, regelm&auml;&szlig;ig einen Meinungsaustausch von Sch&uuml;lerklassen aus unterschiedlichen Bezirken vorzunehmen, um die jeweilige Lebenssituation besser nachvollziehen zu k&ouml;nnen. Dar&uuml;ber hinaus ist im Ethikunterricht j&auml;hrlich ein Tag f&uuml;r Freiwilliges Engagement anhand von Besuchen und Vorstellungen bei gemeinn&uuml;tzigen Organisationen, Institutionen und Initiativen vorzubereiten. b) Was ist zu tun, damit mehr Ethiklehrerinnen und &#150;lehrer ad&auml;quat f&uuml;r das Fach ausgebildet sind. Die momentane Praxis, die Grundlagen des Lehrfaches Ethik allein &uuml;ber Lehrerfortbildung zu vermitteln, halten die PIRATEN Berlin angesichts der Komplexit&auml;t des Lehrziels f&uuml;r nicht ausreichend. Es wird der Eindruck vermittelt, dieses Fach w&auml;re gegen&uuml;ber anderen Lehrf&auml;chern nicht gleichwertig. Wir fordern daher die Einrichtung eines Studiengangs Ethik, als Grundlage f&uuml;r diese Lehramtst&auml;tigkeit. 5. Bildungschancen Was wollen Sie tun, um die Bildungschancen von sozial benachteiligten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern und Kindern mit Sprachdefiziten zu verbessern? Bitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte. Die PIRATEN BERLIN begr&uuml;&szlig;en die Entwicklung hin zu Gemeinschaftsschulen, die jedem Sch&uuml;ler die gleiche M&ouml;glichkeit zur Partizipation geben und keine Vorauswahl vornehmen. Schulen sollen den Lernenden zu Erfolgserlebnissen und nicht zur Erfahrung des Scheiterns verhelfen. Bewertungen von Lernenden m&uuml;ssen diese als Individuen w&uuml;rdigen und ihre Leistungen als Bestandteil und Ergebnis eines Entwicklungsprozesses unter verschiedenen Aspekten in den Blick nehmen. Die Etablierung der Sprache der Sch&uuml;ler mit Migrationshintergrund als Lehrfach an den jeweiligen Schulen ist umzusetzen, um gegenseitiges Verstehen zu erleichtern. Die Sch&uuml;ler und Sch&uuml;lerinnen sind anfangs in ihrer Muttersprache zu unterrichten, um bereits bestehende Defizite zu mindern, dies ist mit verst&auml;rktem Lehrkrafteinsatz oder mittels Lehrsoftware in der Muttersprache m&ouml;glich. 6. Gesellschaftliche Teilhabe Wie wollen Sie die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund verbessern? Bitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte. Die PIRATEN Berlin fordern f&uuml;r Menschen mit Migrationshintergrund die Anerkennung von Bildungsabschl&uuml;ssen und gezielte Bildungs- und Weiterbildungsma&szlig;nahmen, um den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erm&ouml;glichen. Die PIRATEN Berlin fordern f&uuml;r jeden Nicht-EU-B&uuml;rger das kommunale Wahlrecht, das Recht auf demokratische Mitbestimmung auf allen Ebenen der st&auml;dtischen Politik. Die PIRATEN Berlin fordern die Abschaffung der Residenzpflicht und treten daf&uuml;r ein dass die Fl&uuml;chtlinge innerhalb der Europ&auml;ischen Gemeinschaft Freiz&uuml;gigkeit genie&szlig;en k&ouml;nnen. 7. Integrationsperspektiven Wie wollen Sie Fl&uuml;chtlingen, insbesondere langj&auml;hrig Geduldeten, eine Integrationsperspektive bieten? Bitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte. Die PIRATEN Berlin fordern die M&ouml;glichkeit von Fl&uuml;chtlingen, die Staatsb&uuml;rgerschaft neben der ihres Heimatlandes zu erlangen und somit ein Ende der Abschiebepraxis, unabh&auml;ngig ob diese in ihrer Heimat verfolgt werden oder aus wirtschaftlichen Gr&uuml;nden geflohen sind. Die PIRATEN Berlin fordern dar&uuml;ber hinaus eine Abkehr von der Praxis Fl&uuml;chtlinge in Wohnheimen unterzubringen, diesen ist seitens des Landes zur Verf&uuml;gung gestellten Wohnungen oder Wohngemeinschaften ein Zuhause finden, das ihnen M&ouml;glichkeiten zur freien Entfaltung bietet. Jedem Fl&uuml;chtling ist es zu erm&ouml;glichen, in unserem Land Bildungs- und Fortbildungsma&szlig;nahmen abzuschlie&szlig;en, um eine Perspektive f&uuml;r ein Leben in unserer Stadt oder die R&uuml;ckkehr ins Heimatland aufzubauen. 1. Vermeidung von Haft Welche Ma&szlig;nahmen zur Vermeidung von Gef&auml;ngnisaufenthalten sollten aus Ihrer Sicht ergriffen werden? Gef&auml;ngnisaufenthalte bedeuten einen Einschnitt in die pers&ouml;nliche Freiheit des Einzelnen. Die Entscheidung &uuml;ber die Gew&auml;hrung einer Bew&auml;hrungsstrafe soweit dies gesetzlich zul&auml;ssig ist, erfolgt durch die Gerichtsbarkeit. Die Ablehnung einer Bew&auml;hrungsstrafe erfolgt auf der Grundlage der Vermutung der R&uuml;ckf&auml;lligkeit des Verurteilten. Hier sind ggf. die Auflagen an den Verurteilten zu erweitern, um ihm dennoch die Strafaussetzung auf Bew&auml;hrung zu erm&ouml;glichen und so mit dem Resozialisierungsprozess unmittelbar nach Verurteilung zu beginnen. Im Sinne der Resozialisierung und Vermeidung von R&uuml;ckf&auml;llen f&uuml;r die Betreffenden bef&uuml;rworten wir eine Verst&auml;rkung von integrierenden Ma&szlig;nahmen, der F&ouml;rderung von Bildungs- und Weiterbildungschancen und den Einsatz von kompetenten Ansprechpartnern. Grunds&auml;tzlich ist jedoch eine Pr&auml;vention das beste Mittel gegen Gef&auml;ngnisaufenthalte, da diese erst dann erfolgen, wenn ein Verbrechen erfolgt ist. Jugend&auml;mter, Schulen, Sozialarbeiter, Jugendrichter und Polizeibeamte m&uuml;ssen besser miteinander vernetzt werden, so dass Straff&auml;lligkeit erst gar nicht geahndet werden muss. Weiterhin fordern wir die &Uuml;berpr&uuml;fung der Strafbarkeit von Vergehen wie z. B. dem Schwarzfahren und das Vorbringen von Gesetzes&auml;nderungen auf der Bundesratsebene. Auch die Unterscheidung von Verbrechen und Vergehen, womit das jeweilige Strafma&szlig; bestimmt wird, geh&ouml;rt auf den Pr&uuml;fstand. Dar&uuml;ber hinaus sind die M&ouml;glichkeiten unb&uuml;rokratisch zu erweitern, die es erm&ouml;glichen, Geldstrafen durch soziale Arbeit auszugleichen, hier sind auch die sozialen und gemeinn&uuml;tzigen Organisationen gefragt. 2. Entlassung auf Bew&auml;hrung Bei den vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung liegt Berlin bundesweit ganz hinten. Wie kann Berlin hier seine Position verbessern? Im Rahmen des Strafvollzugs ist der Fokus auf Resozialisierungsma&szlig;nahmen zu richten, um Perspektiven zu erm&ouml;glichen. Dar&uuml;ber hinaus sind &Uuml;berbelegungen die zu sozialen Spannungen f&uuml;hren prinzipiell zu vermeiden, um somit T&auml;tlichkeiten zu verhindern, die sich negativ auf eine Entlassung auf Bew&auml;hrung auswirken k&ouml;nnen. Bew&auml;hrungshelfer sollten bereits w&auml;hrend des Strafvollzuges Kontakt aufbauen und die R&uuml;ckkehr ins soziale Leben durch integrierende Ma&szlig;nahmen bei Wohnungssuche, Arbeitsplatzsuche oder Bildungsma&szlig;nahme vorbereiten und dar&uuml;ber hinaus tempor&auml;r intensiver in der Bew&auml;hrungszeit zur Verf&uuml;gung stehen. Das erfordert die Erh&ouml;hung der Anzahl der Bew&auml;hrungshelfer, so dass diese ihren Aufgaben auch tats&auml;chlich gerecht werden k&ouml;nnen. Die PIRATEN Berlin sehen in einem Strafvollzug in erster Linie die Chance f&uuml;r den Einzelnen, sich f&uuml;r sein Leben neue Perspektiven aufzubauen und sich in die Gesellschaft neu einzugliedern. 3. Haftbedingungen a) Einige unserer Haftanstalten sind in einem sehr schlechten Zustand. Wie wollen Sie die Haftbedingungen verbessern? Haftanstalten in baulich schlechtem Zustand k&ouml;nnen nicht weiter betrieben werden, sondern sind f&uuml;r die Dauer von Sanierungsma&szlig;nahmen zu schlie&szlig;en bzw. ggf. in Teilbereichen, die eine Nutzung erm&ouml;glichen, offen zu halten. Den Gefangenen des Strafvollzugs sind mehr M&ouml;glichkeiten zum Freigang zu bieten, ggf. unter Begleitung. &Uuml;berbelegungen sind aufgrund der Gefahr von sozialen Spannungen zu vermeiden, jedem Gefangenen sind gen&uuml;gend R&uuml;ckzugsm&ouml;glichkeiten zu bieten. b) Welche &Auml;nderungen des Strafvollzugsgesetzes &#8211; insbesondere in Bezug auf die Mediennutzung (Internet) und Resozialisierung &#150; halten Sie f&uuml;r w&uuml;nschenswert? Im Zeitalter der Kommunikation halten wir es f&uuml;r lebensfern Gefangenen im Strafvollzug den Zugriff auf Telekommunikationsmittel und die Internetnutzung zu verweigern. Hiermit nimmt man den Betroffenen jegliche M&ouml;glichkeit, sich &uuml;ber das Weltgeschehen umfassend zu informieren, da Massenmedien in heutiger Zeit nicht in jedem Fall objektiv berichten. Dar&uuml;ber hinaus bietet das Internet M&ouml;glichkeiten mit anderen B&uuml;rgern in Verbindung zu treten, Freizeitaktivit&auml;ten zu gestalten und somit soziale Bindungen aufzubauen. Eine Einschr&auml;nkung auf den Zugriff von Internetseiten sehen wir nicht als erforderlich an, insofern Bedenken vorliegen, dass Delikte fortgesetzt oder neu geschaffen werden, kann die Nutzung des Internets begleitend erfolgen. Sicherungsverwahrung 1. Nach einem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschen-rechte muss die Sicherungsverwahrung reformiert werden. Das f&uuml;hrt dazu, dass auch einige in Berlin Sicherungsverwahrte freigelassen werden. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen entlassene Sicherungsverwahrte ihren Wohnort frei w&auml;hlen. Wie wollen Sie das Urteil hier umsetzen? Die PIRATEN Berlin treten f&uuml;r eine Politik ein, die ihre Grundlage in der Einhaltung der Menschenrechte und des Grundgesetzes hat. Es entspricht nicht unserem Rechtsempfinden, den Freiheitsentzug nach dem die Strafe abgeb&uuml;&szlig;t wurde, durch eine nachtr&auml;gliche Sicherungsverwahrung zu verl&auml;ngern. Wir nehmen die &Auml;ngste der Bev&ouml;lkerung vor einem eventuellen R&uuml;ckfall in die Kriminalit&auml;t ernst, dies kann aber nicht dazu f&uuml;hren, dass wir die rechtsstaatliche Ebene verlassen, das Recht auf Freiheit in unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger Weise einzuschr&auml;nken und von dem Prinzip der Unschuldsvermutung Abstand nehmen. F&uuml;r den von einer nachtr&auml;glichen Sicherungsverwahrung unterliegenden Strafgefangenen sind Ma&szlig;nahmen zur Wiedereingliederung nicht planbar, da das Datum der Freilassung unbestimmt bleibt. Dies kann zu psychischen Auswirkungen f&uuml;hren, die einen R&uuml;ckfall eher beg&uuml;nstigen. Wir begr&uuml;&szlig;en daher das Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs, dem das Bundesverfassungsgericht mit dem Urteil vom 04.05.2011 gefolgt ist. Die PIRATEN Berlin schlie&szlig;en sich der Sichtweise des Bundesverfassungsgerichtes an, dass die Sicherungsverwahrung ein schwerwiegender Eingriff in das Freiheitsgrundrecht darstellt. Dem Urteil ist Rechnung zu tragen, die betreffenden Sicherungsverwahrten sind frei zu lassen, da diese verfassungswidrig festgehalten werden. Die freie Wahl des Wohnortes ist durch ein Angebot an Therapiem&ouml;glichkeiten und der Beistellung psychologisch geschulter, fachkundiger Bew&auml;hrungshelfer zu begleiten. Wir sehen die Sicherungsverwahrung selbst sehr kritisch, da auch eine im Urteil vorgesehene Sicherungsverwahrung sich allein auf eine unsichere Gef&auml;hrlichkeitsprognose bezieht. Innerhalb einer notwendigen Reform zum Thema Sicherungsverwahrung ist nach unserer Einsch&auml;tzung die Zeit des Strafvollzuges verst&auml;rkt durch Therapie- und Betreuungsangebote sowie Aus- und Weiterbildungsma&szlig;nahmen der Gefangenen mit dem Ziel der Wiedereingliederung zu gestalten. Mit dieser Zielausrichtung kann die Sicherungsverwahrung in ein Angebot an begleitenden Therapie- und Betreuungsm&ouml;glichkeiten umgewandelt werden, im Vordergrund kann nur die Pr&auml;vention von zuk&uuml;nftigen Straftaten stehen, nicht die Strafe f&uuml;r eventuell zuk&uuml;nftig begangene Verbrechen. Daher ist die Zeit nach dem Strafvollzug so zu gestalten, dass diese auch in der Au&szlig;enwirkung als klare pr&auml;ventive Ma&szlig;nahme und nicht als Strafma&szlig;nahme darstellt. 2. Wie sollen die Sicherungsverwahrten auf die Freiheit vorbereitet werden? Sicherungsverwahrten ist eine Perspektive f&uuml;r das Leben in Freiheit zu er&ouml;ffnen. S&auml;mtliche Ma&szlig;nahmen, die eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft erm&ouml;glichen, sind unmittelbar nach Haftantritt zu beginnen. Hierzu z&auml;hlen wir Therapie- und Betreuungsangebote sowie Aus- und Weiterbildungsma&szlig;nahmen der Gefangenen. In einem ausreichenden Zeitraum vor Entlassung sind dem Gefangenen Angebote zum Leben in Wohngemeinschaften, Therapiegemeinschaften vorzuschlagen und durch Resozialisierungsma&szlig;nahmen zu erg&auml;nzen, die sie auf das Leben in Freiheit vorzubereiten. Wie bei Frage 1 halten wir die Beistellung von psychologisch geschulten Bew&auml;hrungshelfern f&uuml;r eine sinnvolle Erg&auml;nzung.","og_url":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/piratenpartei\/","og_site_name":"HU Berlin-Brandenburg","twitter_card":"summary_large_image","schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"CollectionPage","@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/piratenpartei\/","url":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/piratenpartei\/","name":"Piratenpartei Archive - HU Berlin-Brandenburg","isPartOf":{"@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/#website"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/piratenpartei\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/piratenpartei\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Wahl 2011","item":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Wahlpr\u00fcfsteine","item":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"Piratenpartei"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/","name":"HU Berlin-Brandenburg","description":"Eine weitere HU Network Website","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories\/66","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories"}],"about":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/taxonomies\/category"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories\/52"}],"wp:post_type":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/presse?categories=66"},{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/termin?categories=66"},{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/thema?categories=66"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}