{"id":65,"count":0,"description":"Video&uuml;berwachung\n\n<i>1.&nbsp;Unter welchen Voraussetzungen halten Sie Video&uuml;berwachung an &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Orten (z.B. U-Bahnen) f&uuml;r zumutbar?<\/i>\n\n<b>Position der Humanistischen Union:<\/b>\n\nVideo&uuml;berwachung bedeutet einen Eingriff in die Grundrechte zahlloser Menschen, gegen die nichts vorliegt. Der Eingriff ist besonders gravierend, wenn nicht nur beobachtet, sondern Daten auch gespeichert werden. Mit gro&szlig;er Sorge beobachtet die Humanistische Union die st&auml;ndige Ausweitung der Video&uuml;berwachung, insbesondere in &ouml;ffentlichen R&auml;umen, die rechtlich privat sind. Bei diesen privat-&ouml;ffentlichen R&auml;umen greift das f&uuml;r &ouml;ffentliche Geb&auml;ude und Verwaltungen g&uuml;ltige Datenschutzrecht nicht. Auf den U-Bahnh&ouml;fen wurde Personal durch Kameras ersetzt, und mit politischer Unterst&uuml;tzung l&auml;uft derzeit ein Modellversuch. Die Humanistische Union lehnt die Video&uuml;berwachung ab, weil die b&uuml;rgerrechtlichen Risiken eklatant sind, w&auml;hrend der Nutzen f&uuml;r die Sicherheit &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdig ist. Kameras k&ouml;nnen bei Straftaten nicht eingreifen, sondern sie allenfalls dokumentieren. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Video&uuml;berwachung eher eine Verlagerung als einen R&uuml;ckgang von Straftaten bewirkt.\n\n<b>Positionen der Parteien:<\/b>\n\nCDU und SPD verweisen bei der Video&uuml;berwachung an privat-&ouml;ffentlichen Orten, wozu auch die BVG geh&ouml;rt, auf das Hausrecht.\n\nDie CDU h&auml;lt &Uuml;berwachungskameras f&uuml;r sinnvoll, weil so Straftaten leichter dokumentiert und verfolgt werden k&ouml;nnten. Au&szlig;erdem schreckten sie ab und das Sicherheitspersonal k&ouml;nne, ohne erst alarmiert worden zu sein, eingreifen. Dar&uuml;ber hinaus will die CDU besonders gef&auml;hrliche &ouml;ffentliche Pl&auml;tze durch die Polizei video&uuml;berwachen lassen. Diese &Uuml;berwachung sei geeignet, kosteng&uuml;nstig an relevanten Orten das Sicherheitsgef&uuml;hl zu st&auml;rken und die Kriminalit&auml;t zur&uuml;ckzudr&auml;ngen.\n\nDie SPD spricht sich f&uuml;r ein Beachten der Regeln des Datenschutzes aus. Eine generelle Video&uuml;berwachung &ouml;ffentlicher Orte wird abgelehnt, allerdings bef&uuml;rwortet sie wie die CDU eine Video&uuml;berwachung an gef&auml;hrdeten Orten.\n\nDie Linkspartei.PDS spricht sich gegen eine Video&uuml;berwachung des &ouml;ffentlichen Raumes aus. Die video&uuml;berwachten Orte m&uuml;ssten gekennzeichnet sein. Sie steht dem BVG-Modellversuch der Video&uuml;berwachung auf drei U-Bahnlinien skeptisch gegen&uuml;ber, m&ouml;chte jedoch die Ergebnisse abwarten.\n\nNoch st&auml;rker lehnen B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und die FDP die Video&uuml;berwachung ab.\n\nB&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen sehen in der Video&uuml;berwachung einen erheblichen Eingriff in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung. Eine Ausweitung komme f&uuml;r sie nur in Betracht, wenn wissenschaftlich fundiert dargelegt werde, dass Video&uuml;berwachung im konkreten Fall Straftaten tats&auml;chlich verhindere und es keine b&uuml;rgerrechtsvertr&auml;gliche Alternativen gebe. Eine Vorratsdatenspeicherung lehnen sie ab. Zur Verhinderung von Straftaten taugten Kameras nur, wenn live beobachtet werde und Sicherheitspersonal schnell am Ort des Geschehens sein k&ouml;nne.Die FDP ist generell gegen die Video&uuml;berwachung, weil sie massiv Grundrechte verletzte, ohne vor Kriminalit&auml;t und terroristischen Anschl&auml;gen zu sch&uuml;tzen. Die Video&uuml;berwachung &ouml;ffentlicher Pl&auml;tze verdr&auml;nge nur die Kriminalit&auml;t an andere Orte. Die FDP meint, die BVG solle das Geld f&uuml;r die Video&uuml;berwachung in Personal investieren.\n\nPolizeibeauftragte\n\n<i>2.&nbsp;Bef&uuml;rworten Sie die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerdestelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns nachgeht (\"Polizeibeauftragte\/r\")?<\/i>\n\n&nbsp;&nbsp;CDU&nbsp; &nbsp;FDP &nbsp;&nbsp;SPD&nbsp; &nbsp;Gr&uuml;ne&nbsp;&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp;&nbsp;+&nbsp;&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;Nein&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp;\n\n<b>Position der Humanistischen Union:<\/b>\n\nDie Humanistische Union&nbsp; bef&uuml;rwortet eine unabh&auml;ngige Beschwerdestelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger Polizeigewalt nachgehen kann. Bisher gibt es f&uuml;r Betroffene nur die M&ouml;glichkeit einer Strafanzeige, die regelm&auml;&szlig;ig zu einer Gegenanzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und fast nie zu Verurteilungen von PolizistInnen f&uuml;hrt. Zudem bleiben bei der rechtlichen Auseinandersetzung mit einzelnen PolizistInnen strukturelle M&auml;ngel in der Polizei au&szlig;er acht. . In Hamburg war die Humanistische Union mit Professor Fritz Sack an einer Polizeikommission beteiligt, die allerdings nur ehrenamtlich arbeitete. Aus diesen Erfahrungen fordert die Humanistische Union eine hauptamtliche, mit weitreichenden Befugnissen ausgestattete Stelle.\n\n<b>Positionen der Parteien:<\/b>\n\nDie SPD h&auml;lt eine unabh&auml;ngige Beschwerdestelle f&uuml;r unn&ouml;tig, weil entsprechende Probleme im Innenausschuss thematisiert werden und die Polizeif&uuml;hrung sich \"ehrlich bem&uuml;ht, die Sachverhalte aufzukl&auml;ren\".\n\nDie CDU h&auml;lt ebenfalls die bestehenden M&ouml;glichkeiten der Kontrolle polizeilichen Handelns f&uuml;r ausreichend.\n\nDie Linkspartei.PDS bef&uuml;rwortet, auch wenn es bereits deutliche Ver&auml;nderungen innerhalb der Polizeif&uuml;hrung gebe, eine unabh&auml;ngige Beschwerdestelle. Sie konnte sich damit in der Koalition nicht durchsetzen.\n\nB&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen sind, weil eine gerichtliche Aufarbeitung polizeilichen Handels meistens scheitere, f&uuml;r diese Stelle. Sie sollte auch anonymen Hinweisen aus den Reihen der Polizei nachgehen k&ouml;nnen. Neben der &Uuml;berpr&uuml;fung individuellen Fehlverhaltens k&ouml;nne die Polizeibeauftragte auch helfen, durch strukturelle Ver&auml;nderungen das Risiko unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns zu mindern.\n\nDie FDP ist f&uuml;r eine mit den notwendigen Rechten ausgestattete, unabh&auml;ngige Beschwerdestelle. Als Vorbild nennt sie den Beauftragten f&uuml;r Informationsfreiheit und Datenschutz.\n\nKennzeichnung von PolizistInnen\n\n<i>3.&nbsp;Bef&uuml;rworten Sie eine individuelle Kennzeichnung von Polizistinnen und Polizisten?<\/i>\n\nCDU&nbsp; &nbsp;FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp;&nbsp; + &nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp; +&nbsp;&nbsp;Nein&nbsp; + &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;\n\n<b>Position der Humanistischen Union:<\/b>\n\nDie Humanistische Union h&auml;lt f&uuml;r eine effektive Kontrolle der Polizei eine individuelle Kennzeichnung f&uuml;r erforderlich. Im demokratischen Rechtsstaat ist polizeiliches Handeln an Gesetze gebunden, deren Einhaltung im Einzelfall &uuml;berpr&uuml;fbar sein muss. Die beschlossene Gruppenkennzeichnung ist h&ouml;chstens ein halbherziger Schritt in die richtige Richtung.&nbsp; Wer in Uniform Straftaten begeht, muss eindeutig identifizierbar sein.\n\n<b>Positionen der Parteien:<\/b>\n\nDie CDU ist gegen Namensschilder bei PolizistInnen. Au&szlig;erdem sei jede Beamte verpflichtet, auf Verlangen ihre Dienstkarte auszuh&auml;ndigen. Die SPD will eine individuelle Kennzeichnung nicht gegen den Willen der Polizei durchsetzen.\n\nDie Linkspartei.PDS bef&uuml;rwortet die im Koalitionsvertrag vereinbarte individuelle Kennzeichnung. Sie konnte nicht gegen die Polizei durchgesetzt werden. Die Linkspartei.PDS will eine individuelle Kennzeichnung durchsetzen, wenn es bei der individuellen Zuordnung, zum Beispiel in Gerichtsverfahren, Probleme gibt.\n\nB&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und die FDP bef&uuml;rworten eindeutig eine individuelle Kennzeichnung und halten die Gruppenkennzeichnung f&uuml;r unzureichend.&nbsp;\n\n<em>dem Ansehen Deutschlands bzw. Berlins in der Welt schaden k&ouml;nnten?<\/em>\n\n&nbsp;CDU&nbsp; FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp; +&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nein&nbsp;&nbsp; + &nbsp;&nbsp; +&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;\n\n<b>Position der Humanistischen Union:<\/b>\n\nDie Humanistische Union verteidigt entschieden die Versammlungsfreiheit gegen immer wieder aufflackernde Bestrebungen, es zu beschr&auml;nken. Das Ansehen eines Gemeinwesens kann kein Grund sein, ein Grundrecht zu beschr&auml;nken. Trotzdem fordern PolitikerInnen dies immer wieder.\n\n<b>Positionen der Parteien:<\/b>\n\nNur die CDU kann sich, wenn das Ansehen Deutschlands gef&auml;hrdet sei, in bestimmten, eng gefassten F&auml;llen vorstellen, Demonstrationen an symboltr&auml;chtigen Orten wie dem Brandenburger Tor zu verbieten.Die SPD h&auml;lt eine m&ouml;gliche Gef&auml;hrdung des Ansehens Deutschland in der Welt f&uuml;r keinen ausreichenden Grund.\n\nDie Linkspartei.PDS betont, dass das Demonstrationsrecht eines der konstituierenden Rechte der Demokratie und ein bedeutendes Minderheitenrecht sei.\n\nB&uuml;ndnis 90\/ Die Gr&uuml;nen sind ebenfalls gegen eine so begr&uuml;ndete Einschr&auml;nkung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit. Sie sehen sogar einen Schaden f&uuml;r das Ansehen Deutschlands als demokratischer Staat, wenn solche Gesichtspunkte f&uuml;r ein Verbot&nbsp; herangezogen werden k&ouml;nnten.\n\n<em>in der N&auml;he von Parlamentsgeb&auml;uden stattfinden?<\/em>\n\n&nbsp;CDU&nbsp; FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp; +&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nein&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;\n\n<b>Position der Humanistischen Union:<\/b>\n\nDie Humanistische Union fordert die Abschaffung der Bannmeilen um Parlamente. Grundrechtsbeschr&auml;nkte Zonen passen nicht in eine Demokratie. Zum Schutz der Abgeordneten reichen das Hausrecht und das Versammlungsrecht aus.\n\n<b>Positionen der Parteien:<\/b>\n\nDie CDU und die SPD halten die derzeitige Bannmeilen-Regel f&uuml;r sinnvoll. Die FDP h&auml;lt eng begrenzte Bannmeilen, um die Funktionsf&auml;higkeit der Parlamente zu sichern, f&uuml;r erforderlich.\n\nDie Linkspartei.PDS h&auml;lt sie f&uuml;r ein Relikt.\n\nB&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen meinen, dass, wie in anderen europ&auml;ischen Hauptst&auml;dten, die Funktionsf&auml;higkeit des Parlaments auch auf andere Weise gew&auml;hrleistet werden k&ouml;nne.\n\n<em>die Menschenw&uuml;rde beeintr&auml;chtigen?<\/em>\n\n&nbsp;CDU&nbsp; FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp;&nbsp; +&nbsp; +&nbsp;Nein&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;\n\n<b>Position der Humanistischen Union:<\/b>\n\nAus Sicht der Humanistischen Union kann h&ouml;chstens die Beeintr&auml;chtigung der Menschenw&uuml;rde ein Demonstrationsverbot rechtfertigen. Zuvor muss jedoch im Einzelfall gepr&uuml;ft werden, ob die Demonstration nicht mit Auflagen stattfinden kann. Demonstrationsverbote zum Schutz der Menschenw&uuml;rde sind nach Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes seit langem m&ouml;glich. Entsprechende Gesetze auf Bundes- und Landesebene sind daher unn&ouml;tig und wurden von der Humanistische Union zudem als &uuml;bers Ziel hinausschie&szlig;end kritisiert.\n\n<b>Positionen der Parteien:<\/b>\n\nF&uuml;r alle Parteien ist der Schutz der Menschenw&uuml;rde wichtiger als die Versammlungsfreiheit.\n\nDie CDU betont, der Schutzbereich von Grundrechten (auch der Versammlungsfreiheit) umfasse niemals die Beeintr&auml;chtigung der Menschenw&uuml;rde.\n\nDie SPD, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und die FDP sagen, dass Demonstrationen aus diesem Grund bereits jetzt verboten werden k&ouml;nnen.\n\nDie FDP h&auml;lt die 2005 beschlossene &Auml;nderung des Versammlungsrechts f&uuml;r &uuml;berfl&uuml;ssig. Die Berliner Gedenkst&auml;ttenverordnung, nach der an 14 von 500 Gedenkorten nicht mehr demonstriert werden darf, sei purer Aktionismus. Die Liberalen meinen: \"Ein Grundrecht f&uuml;r 80 Millionen Menschen einzuschr&auml;nken, um Aufm&auml;rsche von wenigen Rechtsextremisten zu verhindern, ist Ausdruck von Schw&auml;che und Unsicherheit.\"\n\nDie Linkspartei.PDS sagt, sie betrachte ein Verbot von Demonstrationen an Orten, die den Nazi-Opfern gewidmet sind, skeptisch. Dennoch habe sie dem entsprechenden Gesetz zugestimmt.\n\nVerdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen\n\n<i>5.&nbsp;Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen an sogenannten \"kriminalit&auml;tsbelasteten Orten\"?<\/i>\n\n&nbsp;CDU&nbsp; FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp;Nein&nbsp; +&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp;\n\n<b>Position der Humanistischen Union:<\/b>\n\nDie Humanistische Union fordert seit langem ein Abschaffen der verdachtsunabh&auml;ngigen Kontrollen. Wer sich an einem &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Ort gesetzeskonform verh&auml;lt, hat das Recht, vom Staat in Ruhe gelassen zu werden. Es widerspricht dem Menschenbild des Grundgesetzes, wenn jeder Mensch vom Staat als potenzielle Kriminelle behandelt wird. Au&szlig;erdem ist die Auswahl tendenziell rassistisch, weil besonders fremd aussehende Menschen kontrolliert werden.\n\n<b>Positionen der Parteien:<\/b>\n\nDie CDU h&auml;lt verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen an \"kriminalit&auml;tsbelasteten Orten\" f&uuml;r zumutbar, da diese Einstufung bekannt gemacht werde. Dies trage vielfach zur Vermeidung von Straftaten und einer Besserung der Lage bei.\n\nDie SPD h&auml;lt die derzeitige Regel f&uuml;r richtig.\n\nEbenso meint die FDP, dass verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen an wenigen, eng definierten Orten sinnvoll seien.\n\nNach Ansicht von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen habe die Kontrolle von Menschen, gegen die nichts vorliege, wenig mit den klassischen Aufgaben der Polizei zu tun.\n\nDie Linkspartei.PDS ist gegen verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen. Sie denkt, wer nichts Verbotenes getan habe, solle vom Staat in Ruhe gelassen werden.\n\n<i>6.&nbsp;Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung der Rasterfahndung?<\/i>\n\n&nbsp;CDU&nbsp; FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;Nein&nbsp; +&nbsp; &nbsp; +&nbsp;&nbsp;\n\n<b>Position der Humanistischen Union:<\/b>\n\nDie Humanistische Union lehnt die Rasterfahndung seit ihrem ersten Einsatz in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ab. Sie ist gegen das sinnlose und bis jetzt auch immer erfolglose Erfassen Tausender in der Hoffnung, so eine TerroristIn zu finden. Das gelang nicht gegen die RAF. Das gelang nicht gegen Al Kaida. Aber es wurden, wie der Bericht des Berliner Datenschutzbeauftragten zur Rasterfahndung von 2001 eindr&uuml;cklich zeigt, wochenlang PolizistInnen mit dem fruchtlosen Abgleichen von Daten besch&auml;ftigt. Au&szlig;erdem war die Rasterfahndung in ihrer ersten Phase gesetzeswidrig.\n\n<b>Positionen der Parteien:<\/b>\n\nGerade in Zeiten terroristischer Bedrohung h&auml;lt die CDU die Rasterfahndung als Mittel der Kriminalit&auml;tsbek&auml;mpfung f&uuml;r unverzichtbar, obwohl die Erfolge der Rasterfahndung in der Vergangenheit noch sehr beschr&auml;nkt waren. Das Instrument sei daher weiter zu optimieren.Die SPD will das BVG-Urteil zum nordrhein-westf&auml;lischen Polizeigesetz auswerten. Sie denkt, dass das derzeitige Berliner Gesetz nicht ge&auml;ndert werden m&uuml;sse. Aber sie sei bereit die Rasterfahndung an denkbare zuk&uuml;nftige Bedrohungslagen anzupassen.\n\nDie drei kleinen Parteien wollen die Rasterfahndung abschaffen.\n\nDie Linkspartei.PDS sieht in der Rasterfahndung ein untaugliches Mittel und einen schweren Eingriff in die B&uuml;rgerrechte. Nur das Ende der Legislaturperiode hindere sie, nach dem j&uuml;ngsten BVG-Urteil, daran, das Berliner Gesetz zu &uuml;berpr&uuml;fen.\n\nB&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen wei&szlig;en darauf hin, dass das Abgeordnetenhaus bereits 2004 auf ihren Antrag eine Eingrenzung der Rasterfahndung beschlossen habe. Das Desaster der Berliner Rasterfahndung nach dem 11. September 2001 habe gezeigt, dass so keine Terroristen gefangen werden.\n\nDie FDP sieht in ihr einen v&ouml;llig unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Grundrechtseingriff, der noch nie brauchbare Ergebnisse hervorbrachte.\n\nEinsatz von Brechmitteln\n\n<i>7.&nbsp;Bef&uuml;rworten Sie das zwangsweise Verabreichen von Brechmitteln bei Menschen, die des Drogenhandels verd&auml;chtigt werden?<\/i>\n\n&nbsp;CDU&nbsp; FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp; +&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nein&nbsp; &nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp; +\n\n<b>Position der Humanistischen Union:<\/b>\n\nDie Humanistische Union h&auml;lt den zwangsweisen Einsatz von Brechmitteln, der bereits zu Todesf&auml;llen f&uuml;hrte, f&uuml;r zutiefst inhuman. Bedenklich ist zudem, dass bei einem Gro&szlig;teil der Brechmitteleins&auml;tze keine Drogen gefunden wurden. Der Europ&auml;ische Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte hat die Bundesrepublik wegen eines Brechmitteleinsatzes inzwischen zum Zahlen von Schmerzensgeld verurteilt. Die Beweise d&uuml;rfen nicht verwertet werden. Auch in Berlin muss jetzt der Einsatz von Brechmitteln verboten werden.&nbsp;\n\n<b>Positionen der Parteien:<\/b>\n\nCDU und SPD sind in begr&uuml;ndeten Verdachtsf&auml;llen f&uuml;r das Verabreichen von Brechmitteln. Dies sei auch n&ouml;tig, um die betroffenen Personen vor erheblichen Gesundheitsgefahren zu sch&uuml;tzen. Die SPD betont, dies habe unter &auml;rztlicher Aufsicht zu geschehen.\n\nDie Linkspartei.PDS lehnt den Brechmitteleinsatz ab, da dies auch gesundheitsgef&auml;hrdend sei. Dennoch wei&szlig;t sie auf die Gegenargumente hin. Der Einsatz von Brechmitteln sei ein milderes Mittel im Verh&auml;ltnis zu mehrt&auml;gigen Inhaftierungen. Au&szlig;erdem werde der Polizei, wenn sich Drogenbeh&auml;lter im Magen der Betroffenen aufl&ouml;sten, unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen.\n\nAus Sicht von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen sei ein solcher Eingriff unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und gef&auml;hrlich. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen begr&uuml;&szlig;en das Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofes f&uuml;r Menschenrechte. Er sehe in der zwangsweisen Verabreichung von Brechmitteln eine inhumane und erniedrigende Behandlung.\n\nDie FDP h&auml;lt nach dem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofes f&uuml;r Menschenrechte eine weitere Anwendung f&uuml;r ausgeschlossen.\n\nHinweis: Einige Parteien antworteten bereits vor dem Urteil.","link":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/innenpolitik\/","name":"Innenpolitik","slug":"innenpolitik","taxonomy":"category","parent":52,"meta":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Innenpolitik Archive - HU Berlin-Brandenburg<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/innenpolitik\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Innenpolitik Archive - HU Berlin-Brandenburg\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Video&uuml;berwachung 1.&nbsp;Unter welchen Voraussetzungen halten Sie Video&uuml;berwachung an &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Orten (z.B. U-Bahnen) f&uuml;r zumutbar? Position der Humanistischen Union: Video&uuml;berwachung bedeutet einen Eingriff in die Grundrechte zahlloser Menschen, gegen die nichts vorliegt. Der Eingriff ist besonders gravierend, wenn nicht nur beobachtet, sondern Daten auch gespeichert werden. Mit gro&szlig;er Sorge beobachtet die Humanistische Union die st&auml;ndige Ausweitung der Video&uuml;berwachung, insbesondere in &ouml;ffentlichen R&auml;umen, die rechtlich privat sind. Bei diesen privat-&ouml;ffentlichen R&auml;umen greift das f&uuml;r &ouml;ffentliche Geb&auml;ude und Verwaltungen g&uuml;ltige Datenschutzrecht nicht. Auf den U-Bahnh&ouml;fen wurde Personal durch Kameras ersetzt, und mit politischer Unterst&uuml;tzung l&auml;uft derzeit ein Modellversuch. Die Humanistische Union lehnt die Video&uuml;berwachung ab, weil die b&uuml;rgerrechtlichen Risiken eklatant sind, w&auml;hrend der Nutzen f&uuml;r die Sicherheit &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdig ist. Kameras k&ouml;nnen bei Straftaten nicht eingreifen, sondern sie allenfalls dokumentieren. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Video&uuml;berwachung eher eine Verlagerung als einen R&uuml;ckgang von Straftaten bewirkt. Positionen der Parteien: CDU und SPD verweisen bei der Video&uuml;berwachung an privat-&ouml;ffentlichen Orten, wozu auch die BVG geh&ouml;rt, auf das Hausrecht. Die CDU h&auml;lt &Uuml;berwachungskameras f&uuml;r sinnvoll, weil so Straftaten leichter dokumentiert und verfolgt werden k&ouml;nnten. Au&szlig;erdem schreckten sie ab und das Sicherheitspersonal k&ouml;nne, ohne erst alarmiert worden zu sein, eingreifen. Dar&uuml;ber hinaus will die CDU besonders gef&auml;hrliche &ouml;ffentliche Pl&auml;tze durch die Polizei video&uuml;berwachen lassen. Diese &Uuml;berwachung sei geeignet, kosteng&uuml;nstig an relevanten Orten das Sicherheitsgef&uuml;hl zu st&auml;rken und die Kriminalit&auml;t zur&uuml;ckzudr&auml;ngen. Die SPD spricht sich f&uuml;r ein Beachten der Regeln des Datenschutzes aus. Eine generelle Video&uuml;berwachung &ouml;ffentlicher Orte wird abgelehnt, allerdings bef&uuml;rwortet sie wie die CDU eine Video&uuml;berwachung an gef&auml;hrdeten Orten. Die Linkspartei.PDS spricht sich gegen eine Video&uuml;berwachung des &ouml;ffentlichen Raumes aus. Die video&uuml;berwachten Orte m&uuml;ssten gekennzeichnet sein. Sie steht dem BVG-Modellversuch der Video&uuml;berwachung auf drei U-Bahnlinien skeptisch gegen&uuml;ber, m&ouml;chte jedoch die Ergebnisse abwarten. Noch st&auml;rker lehnen B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und die FDP die Video&uuml;berwachung ab. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen sehen in der Video&uuml;berwachung einen erheblichen Eingriff in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung. Eine Ausweitung komme f&uuml;r sie nur in Betracht, wenn wissenschaftlich fundiert dargelegt werde, dass Video&uuml;berwachung im konkreten Fall Straftaten tats&auml;chlich verhindere und es keine b&uuml;rgerrechtsvertr&auml;gliche Alternativen gebe. Eine Vorratsdatenspeicherung lehnen sie ab. Zur Verhinderung von Straftaten taugten Kameras nur, wenn live beobachtet werde und Sicherheitspersonal schnell am Ort des Geschehens sein k&ouml;nne.Die FDP ist generell gegen die Video&uuml;berwachung, weil sie massiv Grundrechte verletzte, ohne vor Kriminalit&auml;t und terroristischen Anschl&auml;gen zu sch&uuml;tzen. Die Video&uuml;berwachung &ouml;ffentlicher Pl&auml;tze verdr&auml;nge nur die Kriminalit&auml;t an andere Orte. Die FDP meint, die BVG solle das Geld f&uuml;r die Video&uuml;berwachung in Personal investieren. Polizeibeauftragte 2.&nbsp;Bef&uuml;rworten Sie die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerdestelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns nachgeht (&#8222;Polizeibeauftragte\/r&#8220;)? &nbsp;&nbsp;CDU&nbsp; &nbsp;FDP &nbsp;&nbsp;SPD&nbsp; &nbsp;Gr&uuml;ne&nbsp;&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp;&nbsp;+&nbsp;&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;Nein&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; Position der Humanistischen Union: Die Humanistische Union&nbsp; bef&uuml;rwortet eine unabh&auml;ngige Beschwerdestelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger Polizeigewalt nachgehen kann. Bisher gibt es f&uuml;r Betroffene nur die M&ouml;glichkeit einer Strafanzeige, die regelm&auml;&szlig;ig zu einer Gegenanzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und fast nie zu Verurteilungen von PolizistInnen f&uuml;hrt. Zudem bleiben bei der rechtlichen Auseinandersetzung mit einzelnen PolizistInnen strukturelle M&auml;ngel in der Polizei au&szlig;er acht. . In Hamburg war die Humanistische Union mit Professor Fritz Sack an einer Polizeikommission beteiligt, die allerdings nur ehrenamtlich arbeitete. Aus diesen Erfahrungen fordert die Humanistische Union eine hauptamtliche, mit weitreichenden Befugnissen ausgestattete Stelle. Positionen der Parteien: Die SPD h&auml;lt eine unabh&auml;ngige Beschwerdestelle f&uuml;r unn&ouml;tig, weil entsprechende Probleme im Innenausschuss thematisiert werden und die Polizeif&uuml;hrung sich &#8222;ehrlich bem&uuml;ht, die Sachverhalte aufzukl&auml;ren&#8220;. Die CDU h&auml;lt ebenfalls die bestehenden M&ouml;glichkeiten der Kontrolle polizeilichen Handelns f&uuml;r ausreichend. Die Linkspartei.PDS bef&uuml;rwortet, auch wenn es bereits deutliche Ver&auml;nderungen innerhalb der Polizeif&uuml;hrung gebe, eine unabh&auml;ngige Beschwerdestelle. Sie konnte sich damit in der Koalition nicht durchsetzen. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen sind, weil eine gerichtliche Aufarbeitung polizeilichen Handels meistens scheitere, f&uuml;r diese Stelle. Sie sollte auch anonymen Hinweisen aus den Reihen der Polizei nachgehen k&ouml;nnen. Neben der &Uuml;berpr&uuml;fung individuellen Fehlverhaltens k&ouml;nne die Polizeibeauftragte auch helfen, durch strukturelle Ver&auml;nderungen das Risiko unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns zu mindern. Die FDP ist f&uuml;r eine mit den notwendigen Rechten ausgestattete, unabh&auml;ngige Beschwerdestelle. Als Vorbild nennt sie den Beauftragten f&uuml;r Informationsfreiheit und Datenschutz. Kennzeichnung von PolizistInnen 3.&nbsp;Bef&uuml;rworten Sie eine individuelle Kennzeichnung von Polizistinnen und Polizisten? CDU&nbsp; &nbsp;FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp;&nbsp; + &nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp; +&nbsp;&nbsp;Nein&nbsp; + &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Position der Humanistischen Union: Die Humanistische Union h&auml;lt f&uuml;r eine effektive Kontrolle der Polizei eine individuelle Kennzeichnung f&uuml;r erforderlich. Im demokratischen Rechtsstaat ist polizeiliches Handeln an Gesetze gebunden, deren Einhaltung im Einzelfall &uuml;berpr&uuml;fbar sein muss. Die beschlossene Gruppenkennzeichnung ist h&ouml;chstens ein halbherziger Schritt in die richtige Richtung.&nbsp; Wer in Uniform Straftaten begeht, muss eindeutig identifizierbar sein. Positionen der Parteien: Die CDU ist gegen Namensschilder bei PolizistInnen. Au&szlig;erdem sei jede Beamte verpflichtet, auf Verlangen ihre Dienstkarte auszuh&auml;ndigen. Die SPD will eine individuelle Kennzeichnung nicht gegen den Willen der Polizei durchsetzen. Die Linkspartei.PDS bef&uuml;rwortet die im Koalitionsvertrag vereinbarte individuelle Kennzeichnung. Sie konnte nicht gegen die Polizei durchgesetzt werden. Die Linkspartei.PDS will eine individuelle Kennzeichnung durchsetzen, wenn es bei der individuellen Zuordnung, zum Beispiel in Gerichtsverfahren, Probleme gibt. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und die FDP bef&uuml;rworten eindeutig eine individuelle Kennzeichnung und halten die Gruppenkennzeichnung f&uuml;r unzureichend.&nbsp; dem Ansehen Deutschlands bzw. Berlins in der Welt schaden k&ouml;nnten? &nbsp;CDU&nbsp; FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp; +&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nein&nbsp;&nbsp; + &nbsp;&nbsp; +&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp; Position der Humanistischen Union: Die Humanistische Union verteidigt entschieden die Versammlungsfreiheit gegen immer wieder aufflackernde Bestrebungen, es zu beschr&auml;nken. Das Ansehen eines Gemeinwesens kann kein Grund sein, ein Grundrecht zu beschr&auml;nken. Trotzdem fordern PolitikerInnen dies immer wieder. Positionen der Parteien: Nur die CDU kann sich, wenn das Ansehen Deutschlands gef&auml;hrdet sei, in bestimmten, eng gefassten F&auml;llen vorstellen, Demonstrationen an symboltr&auml;chtigen Orten wie dem Brandenburger Tor zu verbieten.Die SPD h&auml;lt eine m&ouml;gliche Gef&auml;hrdung des Ansehens Deutschland in der Welt f&uuml;r keinen ausreichenden Grund. Die Linkspartei.PDS betont, dass das Demonstrationsrecht eines der konstituierenden Rechte der Demokratie und ein bedeutendes Minderheitenrecht sei. B&uuml;ndnis 90\/ Die Gr&uuml;nen sind ebenfalls gegen eine so begr&uuml;ndete Einschr&auml;nkung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit. Sie sehen sogar einen Schaden f&uuml;r das Ansehen Deutschlands als demokratischer Staat, wenn solche Gesichtspunkte f&uuml;r ein Verbot&nbsp; herangezogen werden k&ouml;nnten. in der N&auml;he von Parlamentsgeb&auml;uden stattfinden? &nbsp;CDU&nbsp; FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp; +&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nein&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp; Position der Humanistischen Union: Die Humanistische Union fordert die Abschaffung der Bannmeilen um Parlamente. Grundrechtsbeschr&auml;nkte Zonen passen nicht in eine Demokratie. Zum Schutz der Abgeordneten reichen das Hausrecht und das Versammlungsrecht aus. Positionen der Parteien: Die CDU und die SPD halten die derzeitige Bannmeilen-Regel f&uuml;r sinnvoll. Die FDP h&auml;lt eng begrenzte Bannmeilen, um die Funktionsf&auml;higkeit der Parlamente zu sichern, f&uuml;r erforderlich. Die Linkspartei.PDS h&auml;lt sie f&uuml;r ein Relikt. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen meinen, dass, wie in anderen europ&auml;ischen Hauptst&auml;dten, die Funktionsf&auml;higkeit des Parlaments auch auf andere Weise gew&auml;hrleistet werden k&ouml;nne. die Menschenw&uuml;rde beeintr&auml;chtigen? &nbsp;CDU&nbsp; FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp;&nbsp; +&nbsp; +&nbsp;Nein&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Position der Humanistischen Union: Aus Sicht der Humanistischen Union kann h&ouml;chstens die Beeintr&auml;chtigung der Menschenw&uuml;rde ein Demonstrationsverbot rechtfertigen. Zuvor muss jedoch im Einzelfall gepr&uuml;ft werden, ob die Demonstration nicht mit Auflagen stattfinden kann. Demonstrationsverbote zum Schutz der Menschenw&uuml;rde sind nach Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes seit langem m&ouml;glich. Entsprechende Gesetze auf Bundes- und Landesebene sind daher unn&ouml;tig und wurden von der Humanistische Union zudem als &uuml;bers Ziel hinausschie&szlig;end kritisiert. Positionen der Parteien: F&uuml;r alle Parteien ist der Schutz der Menschenw&uuml;rde wichtiger als die Versammlungsfreiheit. Die CDU betont, der Schutzbereich von Grundrechten (auch der Versammlungsfreiheit) umfasse niemals die Beeintr&auml;chtigung der Menschenw&uuml;rde. Die SPD, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und die FDP sagen, dass Demonstrationen aus diesem Grund bereits jetzt verboten werden k&ouml;nnen. Die FDP h&auml;lt die 2005 beschlossene &Auml;nderung des Versammlungsrechts f&uuml;r &uuml;berfl&uuml;ssig. Die Berliner Gedenkst&auml;ttenverordnung, nach der an 14 von 500 Gedenkorten nicht mehr demonstriert werden darf, sei purer Aktionismus. Die Liberalen meinen: &#8222;Ein Grundrecht f&uuml;r 80 Millionen Menschen einzuschr&auml;nken, um Aufm&auml;rsche von wenigen Rechtsextremisten zu verhindern, ist Ausdruck von Schw&auml;che und Unsicherheit.&#8220; Die Linkspartei.PDS sagt, sie betrachte ein Verbot von Demonstrationen an Orten, die den Nazi-Opfern gewidmet sind, skeptisch. Dennoch habe sie dem entsprechenden Gesetz zugestimmt. Verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen 5.&nbsp;Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen an sogenannten &#8222;kriminalit&auml;tsbelasteten Orten&#8220;? &nbsp;CDU&nbsp; FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp;Nein&nbsp; +&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; Position der Humanistischen Union: Die Humanistische Union fordert seit langem ein Abschaffen der verdachtsunabh&auml;ngigen Kontrollen. Wer sich an einem &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Ort gesetzeskonform verh&auml;lt, hat das Recht, vom Staat in Ruhe gelassen zu werden. Es widerspricht dem Menschenbild des Grundgesetzes, wenn jeder Mensch vom Staat als potenzielle Kriminelle behandelt wird. Au&szlig;erdem ist die Auswahl tendenziell rassistisch, weil besonders fremd aussehende Menschen kontrolliert werden. Positionen der Parteien: Die CDU h&auml;lt verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen an &#8222;kriminalit&auml;tsbelasteten Orten&#8220; f&uuml;r zumutbar, da diese Einstufung bekannt gemacht werde. Dies trage vielfach zur Vermeidung von Straftaten und einer Besserung der Lage bei. Die SPD h&auml;lt die derzeitige Regel f&uuml;r richtig. Ebenso meint die FDP, dass verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen an wenigen, eng definierten Orten sinnvoll seien. Nach Ansicht von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen habe die Kontrolle von Menschen, gegen die nichts vorliege, wenig mit den klassischen Aufgaben der Polizei zu tun. Die Linkspartei.PDS ist gegen verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen. Sie denkt, wer nichts Verbotenes getan habe, solle vom Staat in Ruhe gelassen werden. 6.&nbsp;Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung der Rasterfahndung? &nbsp;CDU&nbsp; FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;Nein&nbsp; +&nbsp; &nbsp; +&nbsp;&nbsp; Position der Humanistischen Union: Die Humanistische Union lehnt die Rasterfahndung seit ihrem ersten Einsatz in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ab. Sie ist gegen das sinnlose und bis jetzt auch immer erfolglose Erfassen Tausender in der Hoffnung, so eine TerroristIn zu finden. Das gelang nicht gegen die RAF. Das gelang nicht gegen Al Kaida. Aber es wurden, wie der Bericht des Berliner Datenschutzbeauftragten zur Rasterfahndung von 2001 eindr&uuml;cklich zeigt, wochenlang PolizistInnen mit dem fruchtlosen Abgleichen von Daten besch&auml;ftigt. Au&szlig;erdem war die Rasterfahndung in ihrer ersten Phase gesetzeswidrig. Positionen der Parteien: Gerade in Zeiten terroristischer Bedrohung h&auml;lt die CDU die Rasterfahndung als Mittel der Kriminalit&auml;tsbek&auml;mpfung f&uuml;r unverzichtbar, obwohl die Erfolge der Rasterfahndung in der Vergangenheit noch sehr beschr&auml;nkt waren. Das Instrument sei daher weiter zu optimieren.Die SPD will das BVG-Urteil zum nordrhein-westf&auml;lischen Polizeigesetz auswerten. Sie denkt, dass das derzeitige Berliner Gesetz nicht ge&auml;ndert werden m&uuml;sse. Aber sie sei bereit die Rasterfahndung an denkbare zuk&uuml;nftige Bedrohungslagen anzupassen. Die drei kleinen Parteien wollen die Rasterfahndung abschaffen. Die Linkspartei.PDS sieht in der Rasterfahndung ein untaugliches Mittel und einen schweren Eingriff in die B&uuml;rgerrechte. Nur das Ende der Legislaturperiode hindere sie, nach dem j&uuml;ngsten BVG-Urteil, daran, das Berliner Gesetz zu &uuml;berpr&uuml;fen. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen wei&szlig;en darauf hin, dass das Abgeordnetenhaus bereits 2004 auf ihren Antrag eine Eingrenzung der Rasterfahndung beschlossen habe. Das Desaster der Berliner Rasterfahndung nach dem 11. September 2001 habe gezeigt, dass so keine Terroristen gefangen werden. Die FDP sieht in ihr einen v&ouml;llig unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Grundrechtseingriff, der noch nie brauchbare Ergebnisse hervorbrachte. Einsatz von Brechmitteln 7.&nbsp;Bef&uuml;rworten Sie das zwangsweise Verabreichen von Brechmitteln bei Menschen, die des Drogenhandels verd&auml;chtigt werden? &nbsp;CDU&nbsp; FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp; +&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nein&nbsp; &nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp; + Position der Humanistischen Union: Die Humanistische Union h&auml;lt den zwangsweisen Einsatz von Brechmitteln, der bereits zu Todesf&auml;llen f&uuml;hrte, f&uuml;r zutiefst inhuman. Bedenklich ist zudem, dass bei einem Gro&szlig;teil der Brechmitteleins&auml;tze keine Drogen gefunden wurden. Der Europ&auml;ische Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte hat die Bundesrepublik wegen eines Brechmitteleinsatzes inzwischen zum Zahlen von Schmerzensgeld verurteilt. Die Beweise d&uuml;rfen nicht verwertet werden. Auch in Berlin muss jetzt der Einsatz von Brechmitteln verboten werden.&nbsp; Positionen der Parteien: CDU und SPD sind in begr&uuml;ndeten Verdachtsf&auml;llen f&uuml;r das Verabreichen von Brechmitteln. Dies sei auch n&ouml;tig, um die betroffenen Personen vor erheblichen Gesundheitsgefahren zu sch&uuml;tzen. Die SPD betont, dies habe unter &auml;rztlicher Aufsicht zu geschehen. Die Linkspartei.PDS lehnt den Brechmitteleinsatz ab, da dies auch gesundheitsgef&auml;hrdend sei. Dennoch wei&szlig;t sie auf die Gegenargumente hin. Der Einsatz von Brechmitteln sei ein milderes Mittel im Verh&auml;ltnis zu mehrt&auml;gigen Inhaftierungen. Au&szlig;erdem werde der Polizei, wenn sich Drogenbeh&auml;lter im Magen der Betroffenen aufl&ouml;sten, unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen. Aus Sicht von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen sei ein solcher Eingriff unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und gef&auml;hrlich. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen begr&uuml;&szlig;en das Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofes f&uuml;r Menschenrechte. Er sehe in der zwangsweisen Verabreichung von Brechmitteln eine inhumane und erniedrigende Behandlung. Die FDP h&auml;lt nach dem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofes f&uuml;r Menschenrechte eine weitere Anwendung f&uuml;r ausgeschlossen. 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U-Bahnen) f&uuml;r zumutbar? Position der Humanistischen Union: Video&uuml;berwachung bedeutet einen Eingriff in die Grundrechte zahlloser Menschen, gegen die nichts vorliegt. Der Eingriff ist besonders gravierend, wenn nicht nur beobachtet, sondern Daten auch gespeichert werden. Mit gro&szlig;er Sorge beobachtet die Humanistische Union die st&auml;ndige Ausweitung der Video&uuml;berwachung, insbesondere in &ouml;ffentlichen R&auml;umen, die rechtlich privat sind. Bei diesen privat-&ouml;ffentlichen R&auml;umen greift das f&uuml;r &ouml;ffentliche Geb&auml;ude und Verwaltungen g&uuml;ltige Datenschutzrecht nicht. Auf den U-Bahnh&ouml;fen wurde Personal durch Kameras ersetzt, und mit politischer Unterst&uuml;tzung l&auml;uft derzeit ein Modellversuch. Die Humanistische Union lehnt die Video&uuml;berwachung ab, weil die b&uuml;rgerrechtlichen Risiken eklatant sind, w&auml;hrend der Nutzen f&uuml;r die Sicherheit &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdig ist. Kameras k&ouml;nnen bei Straftaten nicht eingreifen, sondern sie allenfalls dokumentieren. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Video&uuml;berwachung eher eine Verlagerung als einen R&uuml;ckgang von Straftaten bewirkt. Positionen der Parteien: CDU und SPD verweisen bei der Video&uuml;berwachung an privat-&ouml;ffentlichen Orten, wozu auch die BVG geh&ouml;rt, auf das Hausrecht. Die CDU h&auml;lt &Uuml;berwachungskameras f&uuml;r sinnvoll, weil so Straftaten leichter dokumentiert und verfolgt werden k&ouml;nnten. Au&szlig;erdem schreckten sie ab und das Sicherheitspersonal k&ouml;nne, ohne erst alarmiert worden zu sein, eingreifen. Dar&uuml;ber hinaus will die CDU besonders gef&auml;hrliche &ouml;ffentliche Pl&auml;tze durch die Polizei video&uuml;berwachen lassen. Diese &Uuml;berwachung sei geeignet, kosteng&uuml;nstig an relevanten Orten das Sicherheitsgef&uuml;hl zu st&auml;rken und die Kriminalit&auml;t zur&uuml;ckzudr&auml;ngen. Die SPD spricht sich f&uuml;r ein Beachten der Regeln des Datenschutzes aus. Eine generelle Video&uuml;berwachung &ouml;ffentlicher Orte wird abgelehnt, allerdings bef&uuml;rwortet sie wie die CDU eine Video&uuml;berwachung an gef&auml;hrdeten Orten. Die Linkspartei.PDS spricht sich gegen eine Video&uuml;berwachung des &ouml;ffentlichen Raumes aus. Die video&uuml;berwachten Orte m&uuml;ssten gekennzeichnet sein. Sie steht dem BVG-Modellversuch der Video&uuml;berwachung auf drei U-Bahnlinien skeptisch gegen&uuml;ber, m&ouml;chte jedoch die Ergebnisse abwarten. Noch st&auml;rker lehnen B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und die FDP die Video&uuml;berwachung ab. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen sehen in der Video&uuml;berwachung einen erheblichen Eingriff in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung. Eine Ausweitung komme f&uuml;r sie nur in Betracht, wenn wissenschaftlich fundiert dargelegt werde, dass Video&uuml;berwachung im konkreten Fall Straftaten tats&auml;chlich verhindere und es keine b&uuml;rgerrechtsvertr&auml;gliche Alternativen gebe. Eine Vorratsdatenspeicherung lehnen sie ab. Zur Verhinderung von Straftaten taugten Kameras nur, wenn live beobachtet werde und Sicherheitspersonal schnell am Ort des Geschehens sein k&ouml;nne.Die FDP ist generell gegen die Video&uuml;berwachung, weil sie massiv Grundrechte verletzte, ohne vor Kriminalit&auml;t und terroristischen Anschl&auml;gen zu sch&uuml;tzen. Die Video&uuml;berwachung &ouml;ffentlicher Pl&auml;tze verdr&auml;nge nur die Kriminalit&auml;t an andere Orte. Die FDP meint, die BVG solle das Geld f&uuml;r die Video&uuml;berwachung in Personal investieren. Polizeibeauftragte 2.&nbsp;Bef&uuml;rworten Sie die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerdestelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns nachgeht (&#8222;Polizeibeauftragte\/r&#8220;)? &nbsp;&nbsp;CDU&nbsp; &nbsp;FDP &nbsp;&nbsp;SPD&nbsp; &nbsp;Gr&uuml;ne&nbsp;&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp;&nbsp;+&nbsp;&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;Nein&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; Position der Humanistischen Union: Die Humanistische Union&nbsp; bef&uuml;rwortet eine unabh&auml;ngige Beschwerdestelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger Polizeigewalt nachgehen kann. Bisher gibt es f&uuml;r Betroffene nur die M&ouml;glichkeit einer Strafanzeige, die regelm&auml;&szlig;ig zu einer Gegenanzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und fast nie zu Verurteilungen von PolizistInnen f&uuml;hrt. Zudem bleiben bei der rechtlichen Auseinandersetzung mit einzelnen PolizistInnen strukturelle M&auml;ngel in der Polizei au&szlig;er acht. . In Hamburg war die Humanistische Union mit Professor Fritz Sack an einer Polizeikommission beteiligt, die allerdings nur ehrenamtlich arbeitete. Aus diesen Erfahrungen fordert die Humanistische Union eine hauptamtliche, mit weitreichenden Befugnissen ausgestattete Stelle. Positionen der Parteien: Die SPD h&auml;lt eine unabh&auml;ngige Beschwerdestelle f&uuml;r unn&ouml;tig, weil entsprechende Probleme im Innenausschuss thematisiert werden und die Polizeif&uuml;hrung sich &#8222;ehrlich bem&uuml;ht, die Sachverhalte aufzukl&auml;ren&#8220;. Die CDU h&auml;lt ebenfalls die bestehenden M&ouml;glichkeiten der Kontrolle polizeilichen Handelns f&uuml;r ausreichend. Die Linkspartei.PDS bef&uuml;rwortet, auch wenn es bereits deutliche Ver&auml;nderungen innerhalb der Polizeif&uuml;hrung gebe, eine unabh&auml;ngige Beschwerdestelle. Sie konnte sich damit in der Koalition nicht durchsetzen. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen sind, weil eine gerichtliche Aufarbeitung polizeilichen Handels meistens scheitere, f&uuml;r diese Stelle. Sie sollte auch anonymen Hinweisen aus den Reihen der Polizei nachgehen k&ouml;nnen. Neben der &Uuml;berpr&uuml;fung individuellen Fehlverhaltens k&ouml;nne die Polizeibeauftragte auch helfen, durch strukturelle Ver&auml;nderungen das Risiko unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns zu mindern. Die FDP ist f&uuml;r eine mit den notwendigen Rechten ausgestattete, unabh&auml;ngige Beschwerdestelle. Als Vorbild nennt sie den Beauftragten f&uuml;r Informationsfreiheit und Datenschutz. Kennzeichnung von PolizistInnen 3.&nbsp;Bef&uuml;rworten Sie eine individuelle Kennzeichnung von Polizistinnen und Polizisten? CDU&nbsp; &nbsp;FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp;&nbsp; + &nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp; +&nbsp;&nbsp;Nein&nbsp; + &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Position der Humanistischen Union: Die Humanistische Union h&auml;lt f&uuml;r eine effektive Kontrolle der Polizei eine individuelle Kennzeichnung f&uuml;r erforderlich. Im demokratischen Rechtsstaat ist polizeiliches Handeln an Gesetze gebunden, deren Einhaltung im Einzelfall &uuml;berpr&uuml;fbar sein muss. Die beschlossene Gruppenkennzeichnung ist h&ouml;chstens ein halbherziger Schritt in die richtige Richtung.&nbsp; Wer in Uniform Straftaten begeht, muss eindeutig identifizierbar sein. Positionen der Parteien: Die CDU ist gegen Namensschilder bei PolizistInnen. Au&szlig;erdem sei jede Beamte verpflichtet, auf Verlangen ihre Dienstkarte auszuh&auml;ndigen. Die SPD will eine individuelle Kennzeichnung nicht gegen den Willen der Polizei durchsetzen. Die Linkspartei.PDS bef&uuml;rwortet die im Koalitionsvertrag vereinbarte individuelle Kennzeichnung. Sie konnte nicht gegen die Polizei durchgesetzt werden. Die Linkspartei.PDS will eine individuelle Kennzeichnung durchsetzen, wenn es bei der individuellen Zuordnung, zum Beispiel in Gerichtsverfahren, Probleme gibt. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und die FDP bef&uuml;rworten eindeutig eine individuelle Kennzeichnung und halten die Gruppenkennzeichnung f&uuml;r unzureichend.&nbsp; dem Ansehen Deutschlands bzw. Berlins in der Welt schaden k&ouml;nnten? &nbsp;CDU&nbsp; FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp; +&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nein&nbsp;&nbsp; + &nbsp;&nbsp; +&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp; Position der Humanistischen Union: Die Humanistische Union verteidigt entschieden die Versammlungsfreiheit gegen immer wieder aufflackernde Bestrebungen, es zu beschr&auml;nken. Das Ansehen eines Gemeinwesens kann kein Grund sein, ein Grundrecht zu beschr&auml;nken. Trotzdem fordern PolitikerInnen dies immer wieder. Positionen der Parteien: Nur die CDU kann sich, wenn das Ansehen Deutschlands gef&auml;hrdet sei, in bestimmten, eng gefassten F&auml;llen vorstellen, Demonstrationen an symboltr&auml;chtigen Orten wie dem Brandenburger Tor zu verbieten.Die SPD h&auml;lt eine m&ouml;gliche Gef&auml;hrdung des Ansehens Deutschland in der Welt f&uuml;r keinen ausreichenden Grund. Die Linkspartei.PDS betont, dass das Demonstrationsrecht eines der konstituierenden Rechte der Demokratie und ein bedeutendes Minderheitenrecht sei. B&uuml;ndnis 90\/ Die Gr&uuml;nen sind ebenfalls gegen eine so begr&uuml;ndete Einschr&auml;nkung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit. Sie sehen sogar einen Schaden f&uuml;r das Ansehen Deutschlands als demokratischer Staat, wenn solche Gesichtspunkte f&uuml;r ein Verbot&nbsp; herangezogen werden k&ouml;nnten. in der N&auml;he von Parlamentsgeb&auml;uden stattfinden? &nbsp;CDU&nbsp; FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp; +&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nein&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp; Position der Humanistischen Union: Die Humanistische Union fordert die Abschaffung der Bannmeilen um Parlamente. Grundrechtsbeschr&auml;nkte Zonen passen nicht in eine Demokratie. Zum Schutz der Abgeordneten reichen das Hausrecht und das Versammlungsrecht aus. Positionen der Parteien: Die CDU und die SPD halten die derzeitige Bannmeilen-Regel f&uuml;r sinnvoll. Die FDP h&auml;lt eng begrenzte Bannmeilen, um die Funktionsf&auml;higkeit der Parlamente zu sichern, f&uuml;r erforderlich. Die Linkspartei.PDS h&auml;lt sie f&uuml;r ein Relikt. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen meinen, dass, wie in anderen europ&auml;ischen Hauptst&auml;dten, die Funktionsf&auml;higkeit des Parlaments auch auf andere Weise gew&auml;hrleistet werden k&ouml;nne. die Menschenw&uuml;rde beeintr&auml;chtigen? &nbsp;CDU&nbsp; FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp;&nbsp; +&nbsp; +&nbsp;Nein&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Position der Humanistischen Union: Aus Sicht der Humanistischen Union kann h&ouml;chstens die Beeintr&auml;chtigung der Menschenw&uuml;rde ein Demonstrationsverbot rechtfertigen. Zuvor muss jedoch im Einzelfall gepr&uuml;ft werden, ob die Demonstration nicht mit Auflagen stattfinden kann. Demonstrationsverbote zum Schutz der Menschenw&uuml;rde sind nach Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes seit langem m&ouml;glich. Entsprechende Gesetze auf Bundes- und Landesebene sind daher unn&ouml;tig und wurden von der Humanistische Union zudem als &uuml;bers Ziel hinausschie&szlig;end kritisiert. Positionen der Parteien: F&uuml;r alle Parteien ist der Schutz der Menschenw&uuml;rde wichtiger als die Versammlungsfreiheit. Die CDU betont, der Schutzbereich von Grundrechten (auch der Versammlungsfreiheit) umfasse niemals die Beeintr&auml;chtigung der Menschenw&uuml;rde. Die SPD, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und die FDP sagen, dass Demonstrationen aus diesem Grund bereits jetzt verboten werden k&ouml;nnen. Die FDP h&auml;lt die 2005 beschlossene &Auml;nderung des Versammlungsrechts f&uuml;r &uuml;berfl&uuml;ssig. Die Berliner Gedenkst&auml;ttenverordnung, nach der an 14 von 500 Gedenkorten nicht mehr demonstriert werden darf, sei purer Aktionismus. Die Liberalen meinen: &#8222;Ein Grundrecht f&uuml;r 80 Millionen Menschen einzuschr&auml;nken, um Aufm&auml;rsche von wenigen Rechtsextremisten zu verhindern, ist Ausdruck von Schw&auml;che und Unsicherheit.&#8220; Die Linkspartei.PDS sagt, sie betrachte ein Verbot von Demonstrationen an Orten, die den Nazi-Opfern gewidmet sind, skeptisch. Dennoch habe sie dem entsprechenden Gesetz zugestimmt. Verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen 5.&nbsp;Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen an sogenannten &#8222;kriminalit&auml;tsbelasteten Orten&#8220;? &nbsp;CDU&nbsp; FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp;Nein&nbsp; +&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; Position der Humanistischen Union: Die Humanistische Union fordert seit langem ein Abschaffen der verdachtsunabh&auml;ngigen Kontrollen. Wer sich an einem &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Ort gesetzeskonform verh&auml;lt, hat das Recht, vom Staat in Ruhe gelassen zu werden. Es widerspricht dem Menschenbild des Grundgesetzes, wenn jeder Mensch vom Staat als potenzielle Kriminelle behandelt wird. Au&szlig;erdem ist die Auswahl tendenziell rassistisch, weil besonders fremd aussehende Menschen kontrolliert werden. Positionen der Parteien: Die CDU h&auml;lt verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen an &#8222;kriminalit&auml;tsbelasteten Orten&#8220; f&uuml;r zumutbar, da diese Einstufung bekannt gemacht werde. Dies trage vielfach zur Vermeidung von Straftaten und einer Besserung der Lage bei. Die SPD h&auml;lt die derzeitige Regel f&uuml;r richtig. Ebenso meint die FDP, dass verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen an wenigen, eng definierten Orten sinnvoll seien. Nach Ansicht von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen habe die Kontrolle von Menschen, gegen die nichts vorliege, wenig mit den klassischen Aufgaben der Polizei zu tun. Die Linkspartei.PDS ist gegen verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen. Sie denkt, wer nichts Verbotenes getan habe, solle vom Staat in Ruhe gelassen werden. 6.&nbsp;Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung der Rasterfahndung? &nbsp;CDU&nbsp; FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp;Nein&nbsp; +&nbsp; &nbsp; +&nbsp;&nbsp; Position der Humanistischen Union: Die Humanistische Union lehnt die Rasterfahndung seit ihrem ersten Einsatz in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ab. Sie ist gegen das sinnlose und bis jetzt auch immer erfolglose Erfassen Tausender in der Hoffnung, so eine TerroristIn zu finden. Das gelang nicht gegen die RAF. Das gelang nicht gegen Al Kaida. Aber es wurden, wie der Bericht des Berliner Datenschutzbeauftragten zur Rasterfahndung von 2001 eindr&uuml;cklich zeigt, wochenlang PolizistInnen mit dem fruchtlosen Abgleichen von Daten besch&auml;ftigt. Au&szlig;erdem war die Rasterfahndung in ihrer ersten Phase gesetzeswidrig. Positionen der Parteien: Gerade in Zeiten terroristischer Bedrohung h&auml;lt die CDU die Rasterfahndung als Mittel der Kriminalit&auml;tsbek&auml;mpfung f&uuml;r unverzichtbar, obwohl die Erfolge der Rasterfahndung in der Vergangenheit noch sehr beschr&auml;nkt waren. Das Instrument sei daher weiter zu optimieren.Die SPD will das BVG-Urteil zum nordrhein-westf&auml;lischen Polizeigesetz auswerten. Sie denkt, dass das derzeitige Berliner Gesetz nicht ge&auml;ndert werden m&uuml;sse. Aber sie sei bereit die Rasterfahndung an denkbare zuk&uuml;nftige Bedrohungslagen anzupassen. Die drei kleinen Parteien wollen die Rasterfahndung abschaffen. Die Linkspartei.PDS sieht in der Rasterfahndung ein untaugliches Mittel und einen schweren Eingriff in die B&uuml;rgerrechte. Nur das Ende der Legislaturperiode hindere sie, nach dem j&uuml;ngsten BVG-Urteil, daran, das Berliner Gesetz zu &uuml;berpr&uuml;fen. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen wei&szlig;en darauf hin, dass das Abgeordnetenhaus bereits 2004 auf ihren Antrag eine Eingrenzung der Rasterfahndung beschlossen habe. Das Desaster der Berliner Rasterfahndung nach dem 11. September 2001 habe gezeigt, dass so keine Terroristen gefangen werden. Die FDP sieht in ihr einen v&ouml;llig unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Grundrechtseingriff, der noch nie brauchbare Ergebnisse hervorbrachte. Einsatz von Brechmitteln 7.&nbsp;Bef&uuml;rworten Sie das zwangsweise Verabreichen von Brechmitteln bei Menschen, die des Drogenhandels verd&auml;chtigt werden? &nbsp;CDU&nbsp; FDP SPD&nbsp; Gr&uuml;ne&nbsp;Linke&nbsp;&nbsp;Ja&nbsp; +&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; +&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nein&nbsp; &nbsp; +&nbsp;&nbsp; +&nbsp; + Position der Humanistischen Union: Die Humanistische Union h&auml;lt den zwangsweisen Einsatz von Brechmitteln, der bereits zu Todesf&auml;llen f&uuml;hrte, f&uuml;r zutiefst inhuman. Bedenklich ist zudem, dass bei einem Gro&szlig;teil der Brechmitteleins&auml;tze keine Drogen gefunden wurden. Der Europ&auml;ische Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte hat die Bundesrepublik wegen eines Brechmitteleinsatzes inzwischen zum Zahlen von Schmerzensgeld verurteilt. Die Beweise d&uuml;rfen nicht verwertet werden. Auch in Berlin muss jetzt der Einsatz von Brechmitteln verboten werden.&nbsp; Positionen der Parteien: CDU und SPD sind in begr&uuml;ndeten Verdachtsf&auml;llen f&uuml;r das Verabreichen von Brechmitteln. Dies sei auch n&ouml;tig, um die betroffenen Personen vor erheblichen Gesundheitsgefahren zu sch&uuml;tzen. Die SPD betont, dies habe unter &auml;rztlicher Aufsicht zu geschehen. Die Linkspartei.PDS lehnt den Brechmitteleinsatz ab, da dies auch gesundheitsgef&auml;hrdend sei. Dennoch wei&szlig;t sie auf die Gegenargumente hin. Der Einsatz von Brechmitteln sei ein milderes Mittel im Verh&auml;ltnis zu mehrt&auml;gigen Inhaftierungen. Au&szlig;erdem werde der Polizei, wenn sich Drogenbeh&auml;lter im Magen der Betroffenen aufl&ouml;sten, unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen. Aus Sicht von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen sei ein solcher Eingriff unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und gef&auml;hrlich. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen begr&uuml;&szlig;en das Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofes f&uuml;r Menschenrechte. Er sehe in der zwangsweisen Verabreichung von Brechmitteln eine inhumane und erniedrigende Behandlung. Die FDP h&auml;lt nach dem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofes f&uuml;r Menschenrechte eine weitere Anwendung f&uuml;r ausgeschlossen. 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