{"id":59,"count":0,"description":"Innenpolitik\n\n<b>1) Unter welchen Voraussetzungen halten Sie Video&uuml;berwachung an &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Orten (z.B. U-Bahnen) f&uuml;r zumutbar?<\/b>\n\nDie FDP lehnt die Ausweitung der Video&uuml;berwachung generell ab. Diese verletzt massiv die Grundrechte und sch&uuml;tzt nicht vor Kriminalit&auml;t und schon gar nicht vor terroristischen Anschl&auml;gen. Wer sich &uuml;berwacht f&uuml;hlt, &auml;ndert sein Verhalten. Dies trifft alle, auch den unbescholtenen B&uuml;rger. Wenn die BVG wirklich etwas f&uuml;r die Sicherheit tun m&ouml;chte, sollte sie sich das Geld f&uuml;r die Video&uuml;berwachung sparen und stattdessen den Abbau von Bahnhofspersonal stoppen. Nur Personal kann schnell und direkt eingreifen, wenn sich Gefahrensituationen ergeben. Zum Beispiel herrenlose Koffer melden, sowie Fragen und Hinweise von Fahrg&auml;sten entgegen nehmen und entscheiden, wie gehandelt werden muss. Straft&auml;ter, wie Handtaschenr&auml;uber, Graffiti-Sprayer oder Drogendealer werden nur von mehr Personal abgeschreckt. Die Beobachtung durch Kameras animiert T&auml;ter lediglich zur besseren Tarnung oder l&auml;sst sie in nicht &uuml;berwachte Bereiche ausweichen. Diese Erfahrung hat die Polizei in Brandenburg machen m&uuml;ssen, wo nach der &Uuml;berwachung der Fahrradst&auml;nder auf einem Bahnhofsplatz Fahrraddiebst&auml;hle abnahmen, gleichzeitig aber die Anzahl der Ladendiebst&auml;hle in umliegenden Gesch&auml;ften erheblich anstieg.\n\n2) Bef&uuml;rworten Sie die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerdestelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns nachgeht (&#132;Polizeibeauftragte\/r&#147;)?\n\nJa.\n\nDie FDP begr&uuml;&szlig;t die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerdestelle, die mit den notwendigen Rechten ausgestattet ist. Vergleichbar dem Beauftragten f&uuml;r Informationsfreiheit und Datenschutz soll eine solche Stelle Fakten sammeln, Ausk&uuml;nfte einholen und Dritte objektiv informieren und beraten, z.B. die Abgeordneten des Innenausschusses.\n\n3) Bef&uuml;rworten Sie eine individuelle Kennzeichnung von Polizistinnen und Polizisten?\n\nJa.\n\nDie Wirkung polizeilichen Handelns ist der Sache nach in den meisten F&auml;llen ein direkter und schwerwiegender Eingriff in die Handlungsfreiheit der B&uuml;rger. Solches Handeln muss verh&auml;ltnis- und rechtm&auml;&szlig;ig sein und transparent erfolgen. Die FDP setzt sich seit Jahren f&uuml;r eine individuelle Kennzeichnung, z.B. durch Nummern ein. Eine Gruppenkennzeichnung ist aus Sicht der Liberalen unzureichend.\n\nJa\n\nF&uuml;r die Liberalen ist die Meinungs- und Versammlungsfreiheit die elementare Grundlage unserer Demokratie. Aus Angst vor missliebigen Demonstrationen wurde das Versammlungsrecht 2005 ge&auml;ndert. Dabei h&auml;tte es keiner &Auml;nderung bedurft, denn Demonstrationen, die das Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Willk&uuml;rherrschaft beschmutzten w&uuml;rden, konnten nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts schon immer verhindert werden, insbesondere durch Routenverlegung und weitere Auflagen. Ein Grundrecht f&uuml;r 80 Millionen Menschen einzuschr&auml;nken, um Aufm&auml;rsche von wenigen Rechtsextremisten zu verhindern, ist Ausdruck von Schw&auml;che und Unsicherheit. Antidemokratische Meinungen in den K&ouml;pfen lassen sich nicht per Gesetz verbieten. Liberale fordern mehr streitbare Demokraten in Politik und Gesellschaft statt neuer Verbote. Die offene und aktive Auseinandersetzung mit Extremisten muss die bisherige Politik aus &#132;nicht beachten&#147; und Verbieten ersetzen. Die neue Berliner Gedenkst&auml;ttenverordnung ist purer Aktionismus auf Kosten der B&uuml;rgerrechte. Von den mehr als 500 Gedenkorten in Berlin hat der Senat 14 erw&auml;hlt, die er besonders sch&uuml;tzen will. Das leistet die VO aber nicht, da in jedem Fall eine Einzelfallpr&uuml;fung erfolgen muss. Wer als Extremist demonstrieren m&ouml;chte, wird so lange einen Ort daf&uuml;r finden, bis das Versammlungsrecht komplett abgeschafft ist. Die FDP h&auml;lt eng begrenzte Bannkreise f&uuml;r erforderlich, um die Funktionsf&auml;higkeit der Parlamente zu sichern.\n\n5) Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen an sogenannten &#132;kriminalit&auml;tsbelasteten Orten&#147;?\n\nNein.\n\nAus Sicht der FDP sind verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen in wenigen, eng definierten kriminalit&auml;tsbelasteten Orten sinnvoll, diese d&uuml;rfen aber nur die Ausnahme, nicht die Regel sein.\n\nJa.\n\nDie Rasterfahndung greift erheblich in die B&uuml;rgerrechte ein und ist ermittlungstechnisch &uuml;berfl&uuml;ssig., da sie noch nie brauchbare Ergebnisse hervorbrachte. Aus Sicht der FDP handelt es sich hierbei um einen v&ouml;llig unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Grundrechtseingriff.\n\n7) Bef&uuml;rworten Sie das zwangsweise Verabreichen von Brechmitteln bei Menschen, die des Drogenhandels verd&auml;chtigt werden?\n\nNein.\n\nDie FDP lehnt den Einsatz von Brechmitteln ab. Wegen des aktuellen Urteiles des Europ&auml;ischen Gerichtshofes f&uuml;r Menschenrechte bleibt aus Sicht der Liberalen kein Raum mehr f&uuml;r eine Anwendung.\n\nDemokratie und gesellschaftliche Teilhabe \n\n1) Bef&uuml;rworten Sie &#150; &uuml;ber die beschlossenen Ver&auml;nderungen bei B&uuml;rgerbegehren und Volksentscheid hinaus &#150; weitere Verbesserungen f&uuml;r direktdemokratische Verfahren? Wenn ja, welche?\n\nDie &Auml;nderungen bei B&uuml;rgerbegehren und Volksentscheid wurden von den Liberalen ausdr&uuml;cklich vorangetrieben. Die FDP setzt sich gleichzeitig f&uuml;r eine sp&uuml;rbare Absenkung der Quoren ein. Durch die M&ouml;glichkeit des Panaschierens und Kumulierens von Stimmen soll die Verh&auml;ltniswahl st&auml;rker personalisiert werden, so dass auch einzelne Kandidaten auf Bezirksund Landesebene gew&auml;hlt werden k&ouml;nnen, ohne die Listenaufstellung der Parteien ber&uuml;cksichtigen zu m&uuml;ssen. Die FDP setzt sich zudem f&uuml;r eine Direktwahl der Bezirksb&uuml;rgermeister ein.\n\n2) Was wollen Sie tun, damit das Berliner Informationsfreiheitsgesetz k&uuml;nftig verst&auml;rkt in Anspruch genommen werden kann?\n\nNeben einer verst&auml;rkten Information der B&uuml;rger &uuml;ber die Rechte aus dem Informationsfreiheitsgesetz, spricht sich die FDP f&uuml;r eine Geb&uuml;hrensenkung aus. Auch die Versagungsgr&uuml;nde und die dementsprechende Praxis geh&ouml;ren auf den Pr&uuml;fstand.\n\n3) Mit welchen Ma&szlig;nahmen wollen Sie b&uuml;rgerschaftliches Engagement st&auml;rken? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte.\n\nDie Liberalen wollen eine st&auml;rkere F&ouml;rderung des freiwilligen Ehrenamts, z.B. durch Verbesserung der versicherungsrechtlichen Situation erreichen. Au&szlig;erdem will die FDP direktdemokratische Elemente auch auf Bundesebene einf&uuml;hren.\n\n4) Wie stehen Sie zur Einf&uuml;hrung des (religi&ouml;s und weltanschaulich neutralen) Schulfaches &#132;Ethik&#147; und welche &Auml;nderungen fordern Sie gegebenenfalls?\n\nDie Liberalen fordern ein Wahlpflichtfach Religion \/ Ethik. Ziel des Unterrichts ist es, die Begegnung mit einer Religion oder Konfession zu vermitteln, aber auch Einblicke in das Werte- und Glaubensgef&uuml;ge anderer Religionen und Weltanschauungen zu er&ouml;ffnen Ein undifferenziertes Einheitsfach Ethik wird von der FDP abgelehnt.\n\n5) Was wollen Sie tun, um die Bildungschancen von sozial benachteiligten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern und Kindern mit Sprachdefiziten zu verbessern? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte.\n\nDurch die Einf&uuml;hrung einer verpflichtenden Startklasse will die FDP die Startbedingungen f&uuml;r alle Kinder verbessern. Der Unterricht soll durch Lernassistenten gest&auml;rkt und das Bildungs- und Betreuungsangebot im Rahmen der Ganztagsgrundschulen ausgeweitet werden.\n\n6) Wie wollen Sie die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund verbessern? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte.\n\nWichtigstes Ziel der Liberalen ist der Abbau von &#132;Sprachdefiziten&#147;, denn sie sind das gr&ouml;&szlig;te Hindernis einer gesellschaftlichen Teilhabe.\n\n7) Wie wollen Sie Fl&uuml;chtlingen, insbesondere langj&auml;hrig Geduldeten, eine Integrationsperspektive bieten? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte.\n\nDie FDP setzt sich f&uuml;r eine Bleiberechtsreglung\/ -Stichtagsregelung ein. Fl&uuml;chtlingen muss die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnet werden ohne b&uuml;rokratische Hindernisse selbst f&uuml;r Ihren Lebensunterhalt aufkommen zu k&ouml;nnen, auch wenn ein laufendes Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist.\n\nStrafvollzug\n\n1) Obwohl Straftaten abnehmen, nimmt die Zahl der Inhaftierten zu. Welche Ma&szlig;nahmen zur Vermeidung von Gef&auml;ngnisaufenthalten sollten aus Ihrer Sicht ergriffen werden?\n\nZur Entlastung der Berliner Haftanstalten fordert die FDP Alternativen zur Vollstreckung von Ersatzfreiheitsstrafen in Zusammenarbeit mit karitativen Einrichtungen &auml;hnlich dem Zivildienst zu entwickeln und den Vollzugsablauf zu optimieren. Freie Kapazit&auml;ten im offenen Vollzug sollen ausgesch&ouml;pft werden. Nur eine dauerhafte Haftvermeidung kann eine erfolgreiche Resozialisierung gew&auml;hrleisten. Daher fordert die FDP, die K&uuml;rzungen im Bereich der Sozialarbeiter- und Psychologenstellen zu stoppen, insbesondere im Jugendstrafvollzug. Im Bereich der 2\/3 Entlassungen muss sich Berlin an fortschrittlicheren Bundesl&auml;ndern orientieren.\n\n2) Bei den vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung liegt Berlin bundesweit ganz hinten. Wie kann Berlin hier seine Position verbessern?\n\nAus Sicht der FDP muss die Zusammenarbeit mit anderen Bundesl&auml;ndern forciert werden. Die Berliner Entlassungspraxis geh&ouml;rt auf den Pr&uuml;fstand, Hindernisse in der Kette Untersuchungshaft, geschlossener Vollzug, offener Vollzug, vorzeitige Entlassung m&uuml;ssen offen gelegt und beseitigt werden.\n\n3) Einige unserer Haftanstalten sind in einem sehr schlechten Zustand. Wie wollen Sie die Haftbedingungen verbessern?\n\nDie Liberalen sehen die vornehmlichste Aufgabe des Strafvollzuges darin, den T&auml;ter zu resozialisieren und dadurch die Gesellschaft zu sch&uuml;tzen. Diesem Ziel widerspricht die dramatische &Uuml;berbelegung in den Berliner Vollzugsanstalten. Neben der Entlastung der Berliner Haftanstalten ist bei ausl&auml;ndischen Straft&auml;tern die M&ouml;glichkeit der Haftverb&uuml;&szlig;ung im Herkunftsland st&auml;rker zu nutzen. Berlin muss enger mit Brandenburg kooperieren, da dort regelm&auml;&szlig;ig Haftpl&auml;tze frei sind. Den Neubau der JVA Gro&szlig;beeren lehnt die FDP aus Kostengr&uuml;nden ab. Hier fallen ca. 82 Mio. &#128; f&uuml;r den Bau an und 24 Mio. &#128; f&uuml;r den j&auml;hrlichen Betrieb an, ohne das aktuelle &Uuml;berbelegungsproblem zu l&ouml;sen, da die JVA fr&uuml;hestens 2012 in Betrieb geht. Die FDP fordert, stattdessen in dringend notwendige Umbauma&szlig;nahmen bei den bestehenden JVA&acute;s zu investieren.\n\n4) Glauben Sie, dass nach dem Aussch&ouml;pfen aller M&ouml;glichkeiten der Haftvermeidung und vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung der geplante Gef&auml;ngnisneubau in Gro&szlig;beeren immer noch n&ouml;tig ist?\n\nNein.\n\nEin JVA-Neubau ist aus Sicht der FDP unn&uuml;tz und teuer. Aus Sicht der Liberalen sollte Haftvermeidung im Vordergrund stehen, nicht die teure Schaffung zus&auml;tzlicher Haftpl&auml;tze.","link":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/fdp\/","name":"FDP","slug":"fdp","taxonomy":"category","parent":52,"meta":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>FDP Archive - HU Berlin-Brandenburg<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/fdp\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"FDP Archive - HU Berlin-Brandenburg\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Innenpolitik 1) Unter welchen Voraussetzungen halten Sie Video&uuml;berwachung an &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Orten (z.B. 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Die Beobachtung durch Kameras animiert T&auml;ter lediglich zur besseren Tarnung oder l&auml;sst sie in nicht &uuml;berwachte Bereiche ausweichen. Diese Erfahrung hat die Polizei in Brandenburg machen m&uuml;ssen, wo nach der &Uuml;berwachung der Fahrradst&auml;nder auf einem Bahnhofsplatz Fahrraddiebst&auml;hle abnahmen, gleichzeitig aber die Anzahl der Ladendiebst&auml;hle in umliegenden Gesch&auml;ften erheblich anstieg. 2) Bef&uuml;rworten Sie die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerdestelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns nachgeht (&#132;Polizeibeauftragte\/r&#147;)? Ja. Die FDP begr&uuml;&szlig;t die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerdestelle, die mit den notwendigen Rechten ausgestattet ist. 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Dabei h&auml;tte es keiner &Auml;nderung bedurft, denn Demonstrationen, die das Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Willk&uuml;rherrschaft beschmutzten w&uuml;rden, konnten nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts schon immer verhindert werden, insbesondere durch Routenverlegung und weitere Auflagen. Ein Grundrecht f&uuml;r 80 Millionen Menschen einzuschr&auml;nken, um Aufm&auml;rsche von wenigen Rechtsextremisten zu verhindern, ist Ausdruck von Schw&auml;che und Unsicherheit. Antidemokratische Meinungen in den K&ouml;pfen lassen sich nicht per Gesetz verbieten. Liberale fordern mehr streitbare Demokraten in Politik und Gesellschaft statt neuer Verbote. Die offene und aktive Auseinandersetzung mit Extremisten muss die bisherige Politik aus &#132;nicht beachten&#147; und Verbieten ersetzen. Die neue Berliner Gedenkst&auml;ttenverordnung ist purer Aktionismus auf Kosten der B&uuml;rgerrechte. Von den mehr als 500 Gedenkorten in Berlin hat der Senat 14 erw&auml;hlt, die er besonders sch&uuml;tzen will. Das leistet die VO aber nicht, da in jedem Fall eine Einzelfallpr&uuml;fung erfolgen muss. Wer als Extremist demonstrieren m&ouml;chte, wird so lange einen Ort daf&uuml;r finden, bis das Versammlungsrecht komplett abgeschafft ist. Die FDP h&auml;lt eng begrenzte Bannkreise f&uuml;r erforderlich, um die Funktionsf&auml;higkeit der Parlamente zu sichern. 5) Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen an sogenannten &#132;kriminalit&auml;tsbelasteten Orten&#147;? Nein. Aus Sicht der FDP sind verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen in wenigen, eng definierten kriminalit&auml;tsbelasteten Orten sinnvoll, diese d&uuml;rfen aber nur die Ausnahme, nicht die Regel sein. Ja. Die Rasterfahndung greift erheblich in die B&uuml;rgerrechte ein und ist ermittlungstechnisch &uuml;berfl&uuml;ssig., da sie noch nie brauchbare Ergebnisse hervorbrachte. Aus Sicht der FDP handelt es sich hierbei um einen v&ouml;llig unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Grundrechtseingriff. 7) Bef&uuml;rworten Sie das zwangsweise Verabreichen von Brechmitteln bei Menschen, die des Drogenhandels verd&auml;chtigt werden? Nein. Die FDP lehnt den Einsatz von Brechmitteln ab. Wegen des aktuellen Urteiles des Europ&auml;ischen Gerichtshofes f&uuml;r Menschenrechte bleibt aus Sicht der Liberalen kein Raum mehr f&uuml;r eine Anwendung. Demokratie und gesellschaftliche Teilhabe 1) Bef&uuml;rworten Sie &#150; &uuml;ber die beschlossenen Ver&auml;nderungen bei B&uuml;rgerbegehren und Volksentscheid hinaus &#150; weitere Verbesserungen f&uuml;r direktdemokratische Verfahren? Wenn ja, welche? Die &Auml;nderungen bei B&uuml;rgerbegehren und Volksentscheid wurden von den Liberalen ausdr&uuml;cklich vorangetrieben. Die FDP setzt sich gleichzeitig f&uuml;r eine sp&uuml;rbare Absenkung der Quoren ein. Durch die M&ouml;glichkeit des Panaschierens und Kumulierens von Stimmen soll die Verh&auml;ltniswahl st&auml;rker personalisiert werden, so dass auch einzelne Kandidaten auf Bezirksund Landesebene gew&auml;hlt werden k&ouml;nnen, ohne die Listenaufstellung der Parteien ber&uuml;cksichtigen zu m&uuml;ssen. Die FDP setzt sich zudem f&uuml;r eine Direktwahl der Bezirksb&uuml;rgermeister ein. 2) Was wollen Sie tun, damit das Berliner Informationsfreiheitsgesetz k&uuml;nftig verst&auml;rkt in Anspruch genommen werden kann? Neben einer verst&auml;rkten Information der B&uuml;rger &uuml;ber die Rechte aus dem Informationsfreiheitsgesetz, spricht sich die FDP f&uuml;r eine Geb&uuml;hrensenkung aus. Auch die Versagungsgr&uuml;nde und die dementsprechende Praxis geh&ouml;ren auf den Pr&uuml;fstand. 3) Mit welchen Ma&szlig;nahmen wollen Sie b&uuml;rgerschaftliches Engagement st&auml;rken? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. Die Liberalen wollen eine st&auml;rkere F&ouml;rderung des freiwilligen Ehrenamts, z.B. durch Verbesserung der versicherungsrechtlichen Situation erreichen. Au&szlig;erdem will die FDP direktdemokratische Elemente auch auf Bundesebene einf&uuml;hren. 4) Wie stehen Sie zur Einf&uuml;hrung des (religi&ouml;s und weltanschaulich neutralen) Schulfaches &#132;Ethik&#147; und welche &Auml;nderungen fordern Sie gegebenenfalls? Die Liberalen fordern ein Wahlpflichtfach Religion \/ Ethik. Ziel des Unterrichts ist es, die Begegnung mit einer Religion oder Konfession zu vermitteln, aber auch Einblicke in das Werte- und Glaubensgef&uuml;ge anderer Religionen und Weltanschauungen zu er&ouml;ffnen Ein undifferenziertes Einheitsfach Ethik wird von der FDP abgelehnt. 5) Was wollen Sie tun, um die Bildungschancen von sozial benachteiligten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern und Kindern mit Sprachdefiziten zu verbessern? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. Durch die Einf&uuml;hrung einer verpflichtenden Startklasse will die FDP die Startbedingungen f&uuml;r alle Kinder verbessern. Der Unterricht soll durch Lernassistenten gest&auml;rkt und das Bildungs- und Betreuungsangebot im Rahmen der Ganztagsgrundschulen ausgeweitet werden. 6) Wie wollen Sie die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund verbessern? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. Wichtigstes Ziel der Liberalen ist der Abbau von &#132;Sprachdefiziten&#147;, denn sie sind das gr&ouml;&szlig;te Hindernis einer gesellschaftlichen Teilhabe. 7) Wie wollen Sie Fl&uuml;chtlingen, insbesondere langj&auml;hrig Geduldeten, eine Integrationsperspektive bieten? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. Die FDP setzt sich f&uuml;r eine Bleiberechtsreglung\/ -Stichtagsregelung ein. Fl&uuml;chtlingen muss die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnet werden ohne b&uuml;rokratische Hindernisse selbst f&uuml;r Ihren Lebensunterhalt aufkommen zu k&ouml;nnen, auch wenn ein laufendes Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Strafvollzug 1) Obwohl Straftaten abnehmen, nimmt die Zahl der Inhaftierten zu. Welche Ma&szlig;nahmen zur Vermeidung von Gef&auml;ngnisaufenthalten sollten aus Ihrer Sicht ergriffen werden? Zur Entlastung der Berliner Haftanstalten fordert die FDP Alternativen zur Vollstreckung von Ersatzfreiheitsstrafen in Zusammenarbeit mit karitativen Einrichtungen &auml;hnlich dem Zivildienst zu entwickeln und den Vollzugsablauf zu optimieren. Freie Kapazit&auml;ten im offenen Vollzug sollen ausgesch&ouml;pft werden. Nur eine dauerhafte Haftvermeidung kann eine erfolgreiche Resozialisierung gew&auml;hrleisten. Daher fordert die FDP, die K&uuml;rzungen im Bereich der Sozialarbeiter- und Psychologenstellen zu stoppen, insbesondere im Jugendstrafvollzug. Im Bereich der 2\/3 Entlassungen muss sich Berlin an fortschrittlicheren Bundesl&auml;ndern orientieren. 2) Bei den vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung liegt Berlin bundesweit ganz hinten. Wie kann Berlin hier seine Position verbessern? Aus Sicht der FDP muss die Zusammenarbeit mit anderen Bundesl&auml;ndern forciert werden. Die Berliner Entlassungspraxis geh&ouml;rt auf den Pr&uuml;fstand, Hindernisse in der Kette Untersuchungshaft, geschlossener Vollzug, offener Vollzug, vorzeitige Entlassung m&uuml;ssen offen gelegt und beseitigt werden. 3) Einige unserer Haftanstalten sind in einem sehr schlechten Zustand. Wie wollen Sie die Haftbedingungen verbessern? Die Liberalen sehen die vornehmlichste Aufgabe des Strafvollzuges darin, den T&auml;ter zu resozialisieren und dadurch die Gesellschaft zu sch&uuml;tzen. Diesem Ziel widerspricht die dramatische &Uuml;berbelegung in den Berliner Vollzugsanstalten. 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Die Beobachtung durch Kameras animiert T&auml;ter lediglich zur besseren Tarnung oder l&auml;sst sie in nicht &uuml;berwachte Bereiche ausweichen. Diese Erfahrung hat die Polizei in Brandenburg machen m&uuml;ssen, wo nach der &Uuml;berwachung der Fahrradst&auml;nder auf einem Bahnhofsplatz Fahrraddiebst&auml;hle abnahmen, gleichzeitig aber die Anzahl der Ladendiebst&auml;hle in umliegenden Gesch&auml;ften erheblich anstieg. 2) Bef&uuml;rworten Sie die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerdestelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns nachgeht (&#132;Polizeibeauftragte\/r&#147;)? Ja. Die FDP begr&uuml;&szlig;t die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerdestelle, die mit den notwendigen Rechten ausgestattet ist. Vergleichbar dem Beauftragten f&uuml;r Informationsfreiheit und Datenschutz soll eine solche Stelle Fakten sammeln, Ausk&uuml;nfte einholen und Dritte objektiv informieren und beraten, z.B. die Abgeordneten des Innenausschusses. 3) Bef&uuml;rworten Sie eine individuelle Kennzeichnung von Polizistinnen und Polizisten? Ja. Die Wirkung polizeilichen Handelns ist der Sache nach in den meisten F&auml;llen ein direkter und schwerwiegender Eingriff in die Handlungsfreiheit der B&uuml;rger. Solches Handeln muss verh&auml;ltnis- und rechtm&auml;&szlig;ig sein und transparent erfolgen. Die FDP setzt sich seit Jahren f&uuml;r eine individuelle Kennzeichnung, z.B. durch Nummern ein. Eine Gruppenkennzeichnung ist aus Sicht der Liberalen unzureichend. Ja F&uuml;r die Liberalen ist die Meinungs- und Versammlungsfreiheit die elementare Grundlage unserer Demokratie. Aus Angst vor missliebigen Demonstrationen wurde das Versammlungsrecht 2005 ge&auml;ndert. Dabei h&auml;tte es keiner &Auml;nderung bedurft, denn Demonstrationen, die das Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Willk&uuml;rherrschaft beschmutzten w&uuml;rden, konnten nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts schon immer verhindert werden, insbesondere durch Routenverlegung und weitere Auflagen. Ein Grundrecht f&uuml;r 80 Millionen Menschen einzuschr&auml;nken, um Aufm&auml;rsche von wenigen Rechtsextremisten zu verhindern, ist Ausdruck von Schw&auml;che und Unsicherheit. Antidemokratische Meinungen in den K&ouml;pfen lassen sich nicht per Gesetz verbieten. Liberale fordern mehr streitbare Demokraten in Politik und Gesellschaft statt neuer Verbote. Die offene und aktive Auseinandersetzung mit Extremisten muss die bisherige Politik aus &#132;nicht beachten&#147; und Verbieten ersetzen. Die neue Berliner Gedenkst&auml;ttenverordnung ist purer Aktionismus auf Kosten der B&uuml;rgerrechte. Von den mehr als 500 Gedenkorten in Berlin hat der Senat 14 erw&auml;hlt, die er besonders sch&uuml;tzen will. Das leistet die VO aber nicht, da in jedem Fall eine Einzelfallpr&uuml;fung erfolgen muss. Wer als Extremist demonstrieren m&ouml;chte, wird so lange einen Ort daf&uuml;r finden, bis das Versammlungsrecht komplett abgeschafft ist. Die FDP h&auml;lt eng begrenzte Bannkreise f&uuml;r erforderlich, um die Funktionsf&auml;higkeit der Parlamente zu sichern. 5) Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen an sogenannten &#132;kriminalit&auml;tsbelasteten Orten&#147;? Nein. Aus Sicht der FDP sind verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen in wenigen, eng definierten kriminalit&auml;tsbelasteten Orten sinnvoll, diese d&uuml;rfen aber nur die Ausnahme, nicht die Regel sein. Ja. Die Rasterfahndung greift erheblich in die B&uuml;rgerrechte ein und ist ermittlungstechnisch &uuml;berfl&uuml;ssig., da sie noch nie brauchbare Ergebnisse hervorbrachte. Aus Sicht der FDP handelt es sich hierbei um einen v&ouml;llig unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Grundrechtseingriff. 7) Bef&uuml;rworten Sie das zwangsweise Verabreichen von Brechmitteln bei Menschen, die des Drogenhandels verd&auml;chtigt werden? Nein. Die FDP lehnt den Einsatz von Brechmitteln ab. Wegen des aktuellen Urteiles des Europ&auml;ischen Gerichtshofes f&uuml;r Menschenrechte bleibt aus Sicht der Liberalen kein Raum mehr f&uuml;r eine Anwendung. Demokratie und gesellschaftliche Teilhabe 1) Bef&uuml;rworten Sie &#150; &uuml;ber die beschlossenen Ver&auml;nderungen bei B&uuml;rgerbegehren und Volksentscheid hinaus &#150; weitere Verbesserungen f&uuml;r direktdemokratische Verfahren? Wenn ja, welche? Die &Auml;nderungen bei B&uuml;rgerbegehren und Volksentscheid wurden von den Liberalen ausdr&uuml;cklich vorangetrieben. Die FDP setzt sich gleichzeitig f&uuml;r eine sp&uuml;rbare Absenkung der Quoren ein. Durch die M&ouml;glichkeit des Panaschierens und Kumulierens von Stimmen soll die Verh&auml;ltniswahl st&auml;rker personalisiert werden, so dass auch einzelne Kandidaten auf Bezirksund Landesebene gew&auml;hlt werden k&ouml;nnen, ohne die Listenaufstellung der Parteien ber&uuml;cksichtigen zu m&uuml;ssen. Die FDP setzt sich zudem f&uuml;r eine Direktwahl der Bezirksb&uuml;rgermeister ein. 2) Was wollen Sie tun, damit das Berliner Informationsfreiheitsgesetz k&uuml;nftig verst&auml;rkt in Anspruch genommen werden kann? Neben einer verst&auml;rkten Information der B&uuml;rger &uuml;ber die Rechte aus dem Informationsfreiheitsgesetz, spricht sich die FDP f&uuml;r eine Geb&uuml;hrensenkung aus. Auch die Versagungsgr&uuml;nde und die dementsprechende Praxis geh&ouml;ren auf den Pr&uuml;fstand. 3) Mit welchen Ma&szlig;nahmen wollen Sie b&uuml;rgerschaftliches Engagement st&auml;rken? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. Die Liberalen wollen eine st&auml;rkere F&ouml;rderung des freiwilligen Ehrenamts, z.B. durch Verbesserung der versicherungsrechtlichen Situation erreichen. Au&szlig;erdem will die FDP direktdemokratische Elemente auch auf Bundesebene einf&uuml;hren. 4) Wie stehen Sie zur Einf&uuml;hrung des (religi&ouml;s und weltanschaulich neutralen) Schulfaches &#132;Ethik&#147; und welche &Auml;nderungen fordern Sie gegebenenfalls? Die Liberalen fordern ein Wahlpflichtfach Religion \/ Ethik. Ziel des Unterrichts ist es, die Begegnung mit einer Religion oder Konfession zu vermitteln, aber auch Einblicke in das Werte- und Glaubensgef&uuml;ge anderer Religionen und Weltanschauungen zu er&ouml;ffnen Ein undifferenziertes Einheitsfach Ethik wird von der FDP abgelehnt. 5) Was wollen Sie tun, um die Bildungschancen von sozial benachteiligten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern und Kindern mit Sprachdefiziten zu verbessern? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. Durch die Einf&uuml;hrung einer verpflichtenden Startklasse will die FDP die Startbedingungen f&uuml;r alle Kinder verbessern. Der Unterricht soll durch Lernassistenten gest&auml;rkt und das Bildungs- und Betreuungsangebot im Rahmen der Ganztagsgrundschulen ausgeweitet werden. 6) Wie wollen Sie die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund verbessern? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. Wichtigstes Ziel der Liberalen ist der Abbau von &#132;Sprachdefiziten&#147;, denn sie sind das gr&ouml;&szlig;te Hindernis einer gesellschaftlichen Teilhabe. 7) Wie wollen Sie Fl&uuml;chtlingen, insbesondere langj&auml;hrig Geduldeten, eine Integrationsperspektive bieten? Bitte nennen Sie maximal drei Punkte. Die FDP setzt sich f&uuml;r eine Bleiberechtsreglung\/ -Stichtagsregelung ein. Fl&uuml;chtlingen muss die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnet werden ohne b&uuml;rokratische Hindernisse selbst f&uuml;r Ihren Lebensunterhalt aufkommen zu k&ouml;nnen, auch wenn ein laufendes Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Strafvollzug 1) Obwohl Straftaten abnehmen, nimmt die Zahl der Inhaftierten zu. Welche Ma&szlig;nahmen zur Vermeidung von Gef&auml;ngnisaufenthalten sollten aus Ihrer Sicht ergriffen werden? Zur Entlastung der Berliner Haftanstalten fordert die FDP Alternativen zur Vollstreckung von Ersatzfreiheitsstrafen in Zusammenarbeit mit karitativen Einrichtungen &auml;hnlich dem Zivildienst zu entwickeln und den Vollzugsablauf zu optimieren. Freie Kapazit&auml;ten im offenen Vollzug sollen ausgesch&ouml;pft werden. Nur eine dauerhafte Haftvermeidung kann eine erfolgreiche Resozialisierung gew&auml;hrleisten. Daher fordert die FDP, die K&uuml;rzungen im Bereich der Sozialarbeiter- und Psychologenstellen zu stoppen, insbesondere im Jugendstrafvollzug. Im Bereich der 2\/3 Entlassungen muss sich Berlin an fortschrittlicheren Bundesl&auml;ndern orientieren. 2) Bei den vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung liegt Berlin bundesweit ganz hinten. Wie kann Berlin hier seine Position verbessern? Aus Sicht der FDP muss die Zusammenarbeit mit anderen Bundesl&auml;ndern forciert werden. Die Berliner Entlassungspraxis geh&ouml;rt auf den Pr&uuml;fstand, Hindernisse in der Kette Untersuchungshaft, geschlossener Vollzug, offener Vollzug, vorzeitige Entlassung m&uuml;ssen offen gelegt und beseitigt werden. 3) Einige unserer Haftanstalten sind in einem sehr schlechten Zustand. Wie wollen Sie die Haftbedingungen verbessern? Die Liberalen sehen die vornehmlichste Aufgabe des Strafvollzuges darin, den T&auml;ter zu resozialisieren und dadurch die Gesellschaft zu sch&uuml;tzen. Diesem Ziel widerspricht die dramatische &Uuml;berbelegung in den Berliner Vollzugsanstalten. Neben der Entlastung der Berliner Haftanstalten ist bei ausl&auml;ndischen Straft&auml;tern die M&ouml;glichkeit der Haftverb&uuml;&szlig;ung im Herkunftsland st&auml;rker zu nutzen. Berlin muss enger mit Brandenburg kooperieren, da dort regelm&auml;&szlig;ig Haftpl&auml;tze frei sind. Den Neubau der JVA Gro&szlig;beeren lehnt die FDP aus Kostengr&uuml;nden ab. Hier fallen ca. 82 Mio. &#128; f&uuml;r den Bau an und 24 Mio. &#128; f&uuml;r den j&auml;hrlichen Betrieb an, ohne das aktuelle &Uuml;berbelegungsproblem zu l&ouml;sen, da die JVA fr&uuml;hestens 2012 in Betrieb geht. Die FDP fordert, stattdessen in dringend notwendige Umbauma&szlig;nahmen bei den bestehenden JVA&acute;s zu investieren. 4) Glauben Sie, dass nach dem Aussch&ouml;pfen aller M&ouml;glichkeiten der Haftvermeidung und vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung der geplante Gef&auml;ngnisneubau in Gro&szlig;beeren immer noch n&ouml;tig ist? Nein. Ein JVA-Neubau ist aus Sicht der FDP unn&uuml;tz und teuer. Aus Sicht der Liberalen sollte Haftvermeidung im Vordergrund stehen, nicht die teure Schaffung zus&auml;tzlicher Haftpl&auml;tze.","og_url":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/fdp\/","og_site_name":"HU Berlin-Brandenburg","twitter_card":"summary_large_image","schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"CollectionPage","@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/fdp\/","url":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/fdp\/","name":"FDP Archive - HU Berlin-Brandenburg","isPartOf":{"@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/#website"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/fdp\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/fdp\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Wahl 2011","item":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Wahlpr\u00fcfsteine","item":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"FDP"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/","name":"HU Berlin-Brandenburg","description":"Eine weitere HU Network Website","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories\/59","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories"}],"about":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/taxonomies\/category"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories\/52"}],"wp:post_type":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/presse?categories=59"},{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/termin?categories=59"},{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/thema?categories=59"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}