{"id":58,"count":0,"description":"1. Video&uuml;berwachung \n\na) Unter welchen Umst&auml;nden halten Sie eine Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen f&uuml;r erforderlich?\n\nEine Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen ist an Orten erforderlich, an denen regelm&auml;&szlig;ig Straftaten von erheblicher Bedeutung begangen werden. Auch an Orten mit hoher Kriminalit&auml;tsbelastung ist eine Video&uuml;berwachung erforderlich, wenn eine Vielzahl der dort begangenen Taten nicht aufgekl&auml;rt werden kann. Sie ist sinnvoll, um Straftaten dokumentieren, dadurch leichter verfolgen und somit f&uuml;r Abschreckung sorgen zu k&ouml;nnen, indem sie das Risiko der Aufkl&auml;rung erh&ouml;ht.\n\nVideo&uuml;berwachung dient insbesondere dem Opferschutz: Sicherheitspersonal kann eingreifen, ohne erst alarmiert werden zu m&uuml;ssen. Straftaten werden aufgekl&auml;rt, ohne dass es weiterer Zeugen bedarf und ohne dass das Opfer weiteren Belastungen ausgesetzt ist. Datenschutz darf kein T&auml;terschutz sein.\n\nb) Bef&uuml;rworten Sie eine unabh&auml;ngige und umfassende wissenschaftliche Evaluation der Kriminalit&auml;tspr&auml;ventionswirkung der Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen?\n\nNein\n\nDie f&uuml;r potentielle Straft&auml;ter abschreckende und damit zugleich kriminalit&auml;tspr&auml;ventive Wirkung der Video&uuml;berwachung ist so offensichtlich, dass es keiner weiteren Untersuchungen bedarf. Zudem ist f&uuml;r uns nicht in erster Linie die Kriminalit&auml;tspr&auml;vention, sondern sind die erleichterte Aufkl&auml;rung von Straftaten und der Opferschutz ma&szlig;gebliche Ziele der Video&uuml;berwachung.\n\nJa\n\nBislang erlaubt das Berliner Polizeirecht ASOG die Video&uuml;berwachung &ouml;ffentlicher R&auml;ume nur an gef&auml;hrdeten Objekten und in &ouml;ffentlichen Verkehrseinrichtungen. Die M&ouml;glichkeit der Video&uuml;berwachung sollte aber auch auf erheblich kriminalit&auml;tsbelastete Orte ausgeweitet werden. Zudem sollten die Speicherfristen den Anforderungen einer effektiven Verfolgung von Straftaten entsprechend gestaltet werden.\n\n2. Polizeibeauftragter\n\nBef&uuml;rworten Sie die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerde-stelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns nachgeht (\"Polizeibeauftragte\/r\")?\n\nNein\n\nAus Sicht der CDU sind die bestehenden M&ouml;glichkeiten der Kontrolle polizeilichen Handelns ausreichend. Besteht der Verdacht einer Straftat, so kann Strafanzeige erstattet werden. In anderen F&auml;llen kann Beschwerde gegen das Handeln eines Beamten eingelegt werden. Die pers&ouml;nlich-politische Bewertung eines Vorganges durch einen Beauftragten ist &uuml;berfl&uuml;ssig: Hat eine Strafanzeige oder Dienstaufsichtsbeschwerde Erfolg, sind klare Konsequenzen zu ziehen. Haben sie keinen Erfolg, bedarf es nicht noch einer Kommentierung oder Wertung dazu.\n\n 3. Kennzeichnung von Polizistinnen und Polizisten\n\nBef&uuml;rworten Sie eine gesetzliche Regelung der individuellen Kennzeichnung mit Namen und\/oder Kennnummern?\n\nDer Zwang zur individuellen Kennzeichnung ist unn&ouml;tig und gef&auml;hrlich.\n\nEr ist unn&ouml;tig, weil Berliner Polizeibeamte sich schon jetzt nicht in der Anonymit&auml;t bewegen. Jeder Polizeibeamte kann ein Namensschild tragen und ist au&szlig;er in wenigen Ausnahmen verpflichtet, auf Verlangen seine Dienstkarte auszuh&auml;ndigen, durch die er identifiziert werden kann.\n\nDer Zwang zur individuellen Kennzeichnung ist gef&auml;hrlich, weil er in die Privatsph&auml;re der Polizisten und ihrer Angeh&ouml;rigen eingreift und sie unn&ouml;tigen Gefahren aussetzt. Wir halten die jetzt eingef&uuml;hrte Zwangskennzeichnung daher f&uuml;r falsch.\n\n 4. Demonstrationsrecht\n\nHalten Sie weitergehende Eingriffe in das Versammlungsrecht, wie z. B. anlasslose Video&uuml;berwachung der Teilnehmenden und weitere Auflagen f&uuml;r die Veranstaltenden, f&uuml;r erforderlich (&#132;Entwurf eines Berliner Versammlungsgesetzes&#147;)?\n\nJa\n\nDie Berliner CDU h&auml;lt die Anfertigung von Videoaufzeichnungen bei Demonstrationen dort f&uuml;r erforderlich, wo sie der allgemeinen Gefahrenabwehraufgabe der Polizei oder legitimen Strafverfolgungszwecken dient. In diesem Rahmen bef&uuml;rwortet die Berliner CDU eine Ausweitung der Anlasstatbest&auml;nde f&uuml;r die Video&uuml;berwachung. Dabei muss aber immer im Vordergrund stehen, dass das Herstellen von Foto- und Videoaufnahmen bei einer Versammlung die Grundrechtsaus&uuml;bung der Versammlungsteilnehmer nicht in unzul&auml;ssiger Weise beeintr&auml;chtigt. Eine anlasslose Video&uuml;berwachung lehnen wir daher ab.\n\nWeitere Auflagen f&uuml;r Demonstrationsveranstalter halten wir gerade im Hinblick auf politisch extremistische Demonstrationen f&uuml;r sinnvoll. Der Veranstalter und der Leiter einer Versammlung sind f&uuml;r deren friedlichen Verlauf intensiver in die Pflicht zu nehmen. Das Grundrecht auf friedliche Versammlungen ist dabei in den Mittelpunkt zu stellen, Gewaltt&auml;tigkeiten sind rigide zu ahnden.\n\n 5. Verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen\n\n Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen an sogenannten \"kriminalit&auml;tsbelasteten Orten\"?\n\nkriminalit&auml;tsbelasteten Orten in Durchbrechung dieses Grundsatzes auch\n\nverdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen der Polizei zu gestatten. Es handelt sich hierbei um Orte, die nach ganz bestimmten Kriterien als besonders gef&auml;hrlich eingestuft werden. Diese Einstufung wird auch bekannt gemacht. Jeder, der diese Orte freiwillig aufsucht, muss mit Kontrollen rechnen. Das ist zumutbar. Durch diese M&ouml;glichkeit ist es der Polizei vielerorts gelungen, die Lage wieder in den Griff zu bekommen und die Begehung von Straftaten vielfach zu vermeiden. Nach Besserung der Lage wird die Einstufung des betroffenen Ortes wieder &uuml;berpr&uuml;ft und ggf. auch wieder ver&auml;ndert.\n\n 1. Demokratische Teilhabe\n\na) Wollen Sie die Einflussm&ouml;glichkeiten von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern auf bezirklicher Ebene verbessern? \n\nNein\n\nDie CDU Berlin h&auml;lt die mit der j&uuml;ngsten Novelle des Bezirksverwaltungsgesetzesgeschaffenen Einflussm&ouml;glichkeiten von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern auf bezirklicher Ebene f&uuml;r ausreichend.\n\nWir bejahen den Grundgedanken der direkten B&uuml;rgerbeteiligung im Interesse einer lebendigen Demokratie. Jedoch ist immer auch darauf zu achten, dass die repr&auml;sentativen Elemente nicht ausgeh&ouml;hlt oder zur Seite gedr&auml;ngt werden.\n\nNein, nicht &uuml;ber das jetzige Ma&szlig; hinaus.\n\nB&uuml;rgerentscheide auf bezirklicher Ebene sind schon jetzt in manchen Bereichen\n\nverbindlich. Ob und inwieweit ein erfolgreicher B&uuml;rgerentscheid verbindlich ist, h&auml;ngt zuallererst von der Rechtswirkung eines entsprechenden Beschlusses der\n\nBezirksverordnetenversammlung (BVV) ab, da ein B&uuml;rgerentscheid dieselbe Wirkung hat, wie ein BVV-Beschluss. Dieser Gleichlauf der Kompetenzen entspricht der Verfassung von Berlin und sollte so beibehalten werden.\n\nDass B&uuml;rgerentscheide &uuml;ber bestimmte Gegenst&auml;nde ausschlie&szlig;lich empfehlende oder ersuchende Wirkung haben, folgt aus dem Erfordernis einer einerseits b&uuml;rgernahen, andererseits aber auch effektiven Verwaltung.\n\nc) Bef&uuml;rworten Sie eine &Auml;nderung der Quoren auf Bezirks- und L&auml;nderebene?\n\nNein\n\nDie bisherigen Quoren haben sich bew&auml;hrt, weshalb die CDU Berlin keinen Grund f&uuml;r eine &Auml;nderung sieht. Eine weitere Absenkung der Quoren birgt in sich die Gefahr, dass zuk&uuml;nftige Entscheidungen gegen eine schweigende Mehrheit gef&auml;llt werden k&ouml;nnten.\n\nd) Welche Reformen des Landeswahlrechts streben Sie an (z.B. Wahlalter 16, 3-Prozent-H&uuml;rde, Ausl&auml;nderwahlrecht, Kumulieren, Panaschieren)?\n\nWir halten &Auml;nderungen am Landeswahlrecht f&uuml;r nicht notwendig und streben sie daher auch nicht an.\n\n 2. Informationsfreiheitsgesetz\n\nWas wollen Sie tun, damit Dokumente, die nach dem IFG offen gelegt werden k&ouml;nnen, von der Verwaltung im Internet ver&ouml;ffentlicht werden?\n\nDie CDU h&auml;lt die Regelungen des IFG f&uuml;r ausreichend, um interessierten B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern Zugang zu den gew&uuml;nschten Informationen zu verschaffen. Dass die Verwaltung Dokumente, die nach dem IFG offen gelegt werden k&ouml;nnen, dar&uuml;ber hinaus auch im Internet ver&ouml;ffentlichen sollte, halten wir nicht f&uuml;r notwendig.\n\n 3. B&uuml;rgerschaftliches Engagement\n\n a) Wie wollen Sie Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaft-licher Institutionen besser an der Planung und Umsetzung von Ma&szlig;nahmen beteiligen?\n\nIn Berlin fehlt eine Gesamtplanung zur Entwicklung sozialer Strukturen und Angebote. Das will die CDU &auml;ndern und gem&auml;&szlig; ihres von der Fraktion entwickelten Strukturmodells die Tr&auml;ger und Institutionen rechtzeitig in die Planung insbesondere der sozialen Versorgung einbinden. Ebenso sind die Tr&auml;ger und Institutionen ehrenamtlicher Arbeit von vornherein an den Stadtteilkonzepten zu beteiligen.\n\n b) Erkennen Sie den Wert und Eigensinn des zivilgesellschaftlichen, freiwilligen Engagements in Berlin an?\n\nWie k&ouml;nnte die Anerkennungskultur f&uuml;r freiwillig engagierte B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in Berlin verbessert werden?\n\nF&uuml;r die CDU ist die Vielfalt der Inhalte ehrenamtlicher Arbeit und die damit\n\nverbundene Vielfalt von Ausdrucks- und Organisationsformen unverzichtbar. Das gilt auch uneingeschr&auml;nkt f&uuml;r das Land Berlin und die Akzeptanz und W&uuml;rdigung des &#132;Eigensinns&#147; freiwillig Engagierter.\n\nIn den vergangenen Jahren hat sich die CDU auf Bundesebene sehr f&uuml;r die Verbesserung der Rahmenbedingungen ehrenamtlicher Arbeit eingesetzt und dabei viel erreicht. In Berlin setzen wir uns nach wie vor daf&uuml;r ein, dass die Ehrenamtskarte noch mehr Aktiven zug&auml;nglich gemacht und um weitere Verg&uuml;nstigungsanteile erweitert wird. Ebenso wollen wir, dass mit dem FreiwilligenPass nach &ouml;sterreichischem Vorbild die Jobsuche unterst&uuml;tzt werden kann. Bei jungen Ehrenamtlern soll das Engagement in den Beurteilungen in Schule und Beruf Niederschlag finden. Ebenso ist ehrenamtliche Arbeit bei der Bewerbung um einen Studienplatz positiv zu ber&uuml;cksichtigen sowie durch Credit Points im Studium anzurechnen.\n\nInsgesamt muss noch mehr &Ouml;ffentlichkeitsarbeit erfolgen.\n\nc) Nennen Sie drei Ma&szlig;nahmen, mit denen Sie Infrastruktureinrich-tungen des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements (z. B. Nachbarschafts-h&auml;user oder das Landesnetzwerk B&uuml;rgerengagement &#132;aktiv in Berlin&#147;) st&auml;rken wollen.\n\n1. Die CDU tritt f&uuml;r die Fortsetzung und Qualifizierung des Stadteilzentrenvertrages ein.\n\n2. Die CDU will die Aufk&uuml;ndigung des Liga &#150; Vertrages r&uuml;ckg&auml;ngig machen und damit die Finanzierung des Landesnetzwerkes weiter sichern.\n\n3. Die CDU will bei der F&ouml;rdermittel-Akquise und bei der Bereitstellung noch\n\nungenutzter &ouml;ffentlicher Infrastruktur f&uuml;r die ehrenamtliche Arbeit unterst&uuml;tzen.\n\n 4. Ethikunterricht\n\na) Strengen Sie &Auml;nderungen der Rahmenbedingungen f&uuml;r den Ethikunterricht an?\n\nJa,\n\ndenn es hat sich gezeigt, dass mit der Einf&uuml;hrung eines Pflichtfaches Ethik ohne eine entsprechende Qualifizierung der Lehrkr&auml;fte, oder gar ganz ohne qualifizierte Lehrkr&auml;fte wie es an 13 Berliner Schulen auch 2010 immer noch der Fall war, sowie einem unzureichenden Rahmenplan, die p&auml;dagogischen Anspr&uuml;chen nicht erf&uuml;llt wurden und die Erwartungen an ein werteorientiertes Pflichtfach in den meisten Schulen deutlich unterschritten werden. Deshalb ist es erforderlich eine Wahlpflichtfachgruppe Philosophie\/Ethik und Religion einzuf&uuml;hren und dazu den Modellversuch Ethik\/Religion umzusetzen sowie die guten Erfahrungen der derzeitigen Kooperationsmodelle zwischen den F&auml;chern Ethik und Religion zu nutzen.\n\nb) Was ist zu tun, damit mehr Ethiklehrerinnen und &#150;lehrer ad&auml;quat f&uuml;r das Fach ausgebildet sind.\n\nIn der Lehrerausbildung muss ein Fach Philosophie\/Ethik etabliert werden, damit p&auml;dagogische Fachkr&auml;fte f&uuml;r den Werteunterricht vorhanden sind. Dar&uuml;ber hinaus m&uuml;ssen die bisher unzureichenden Qualifizierungs- und Fortbildungskonzepte evaluiert und deutlich verbessert werden. Es muss Schluss sein mit den Experimenten der vergangen Jahre, wo zum Beispiel erst nach Ende einer halbj&auml;hrigen Weiterbildung von Lehrkr&auml;ften mit dem Fach Religion oder Lebenskunde festgestellt wurde, das die Qualifizierungsziele so nicht erreicht werden konnten und weiterf&uuml;hrende Qualifizierungsmodule erforderlich wurden.\n\n 5. Bildungschancen\n\nWas wollen Sie tun, um die Bildungschancen von sozial benachteiligten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern und Kindern mit Sprachdefiziten zu verbessern?\n\nBitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte.\n\n1. Fr&uuml;h und rechtzeitig die Sprachentwicklung und Sprachf&auml;higkeit der Kinder\n\nbeurteilen.\n\n2. P&auml;dagogische Fachkr&auml;fte in die vorschulische Bildung einbeziehen und die\n\nDiagnosef&auml;higkeit des Erziehungspersonals verbessern.\n\n3. F&uuml;r alle Kinder mit Sprachdefiziten ein verpflichtendes Vorschuljahr in einer\n\n 6. Gesellschaftliche Teilhabe\n\nWie wollen Sie die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund verbessern?\n\ninterkulturellen &Ouml;ffnung der Gesellschaft.\n\nDie interkulturelle &Ouml;ffnung ist keine Einbahnstra&szlig;e. Sie muss durch die\n\nAufnahmegesellschaft als auch durch die Zugewanderten unterst&uuml;tzt und betrieben werden.\n\n 7. Integrationsperspektiven\n\nWie wollen Sie Fl&uuml;chtlingen, insbesondere langj&auml;hrig Geduldeten, eine Integrationsperspektive bieten?\n\nBitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte.\n\nKeinen L&ouml;sungsansatz bieten Integrationsanstrengungen f&uuml;r die Gruppe von\n\nAusl&auml;ndern, die kein dauerhaftes Bleiberecht in der Bundesrepublik erhalten k&ouml;nnen (z.B. abgelehnte Asylbewerber). Handelt es sich jedoch um Fl&uuml;chtlinge, die aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nden aufgenommen wurden, oder langj&auml;hrig geduldete Ausl&auml;nder mit Aufenthaltserlaubnis, gelten die unter 6. gemachten Ausf&uuml;hrungen zur Integration selbstverst&auml;ndlich auch f&uuml;r diese Gruppen.\n\n 1. Vermeidung von Haft\n\nWelche Ma&szlig;nahmen zur Vermeidung von Gef&auml;ngnisaufenthalten sollten aus Ihrer Sicht ergriffen werden?\n\nDie vorhandenen Modelle wie &#132;Schwitzen statt Sitzen&#147;, bei dem Straft&auml;ter ihre Strafe mit gemeinn&uuml;tziger Arbeit abgelten k&ouml;nnen, sind aus Sicht der Berliner CDU ausreichend, m&uuml;ssen aber noch st&auml;rker bekannt gemacht werden.\n\n 2. Entlassung auf Bew&auml;hrung\n\nBei den vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung liegt Berlin bundesweit ganz hinten. Wie kann Berlin hier seine Position verbessern?\n\nEine besonders gro&szlig;z&uuml;gige Praxis bei der Strafaussetzung auf Bew&auml;hrung ist nicht unbedingt ein Qualit&auml;tsmerkmal. Es ist im Einzelfall genau zu pr&uuml;fen, wie sich ein Strafgefangener im Strafvollzug entwickelt. Dies ist Grundlage der Entscheidung f&uuml;r oder gegen eine fr&uuml;hzeitige Entlassung. Die CDU sieht diesbez&uuml;glich keinen Grund f&uuml;r eine Kritik an der Berliner Praxis.\n\n 3. Haftbedingungen\n\na) Einige unserer Haftanstalten sind in einem sehr schlechten Zustand. Wie wollen Sie die Haftbedingungen verbessern?\n\nDie aus den vorherigen Jahrhunderten stammenden Justizvollzugsanstalten gen&uuml;gen nicht modernen Anspr&uuml;chen an Sicherheit und rechtsstaatlichen Vollzug. Wir setzen uns daf&uuml;r ein, die baulichen Investitionen bei den Berliner Haftanstalten weiter zu verst&auml;rken. Wir bef&uuml;rworten insbesondere den Bau der JVA Heidering, mit der die &Uuml;berbelegung durch die Schaffung neuer Haftpl&auml;tze zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden kann. Um die vorhandenen knappen Mittel besser einzusetzen, muss ein modernen wirtschaftlichen Erkenntnissen entsprechendes Kostenmanagement eingef&uuml;hrt und angewandt werden.\n\nb) Welche &Auml;nderungen des Strafvollzugsgesetzes - insbesondere in Bezug auf die Mediennutzung (Internet) und Resozialisierung &#150; halten Sie f&uuml;r w&uuml;nschenswert?\n\nF&uuml;r die CDU Berlin geh&ouml;rt ein rechtsstaatlicher Strafvollzug zu den unabdingbaren Voraussetzungen erfolgreicher Resozialisierung, die R&uuml;ckf&auml;lle verhindern kann. Die CDU Berlin sieht bei den Vorschriften des Strafvollzugsgesetzes keinen &Auml;nderungsbedarf. Ein im Sinne der Resozialisierung effektiver und menschenw&uuml;rdiger Strafvollzug kann unseres Erachtens am besten durch eine bessere Betreuung, also durch mehr Personal erreicht werden.\n\nSicherungsverwahrung \n\n1. Nach einem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschen-rechte muss die Sicherungsverwahrung reformiert werden. Das f&uuml;hrt dazu, dass auch einige in Berlin Sicherungsverwahrte freigelassen werden. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen entlassene Sicherungsverwahrte ihren Wohnort frei w&auml;hlen.\n\nWie wollen Sie das Urteil hier umsetzen?\n\nEs ist wichtig, einen Ausgleich zwischen dem Sicherheitsbed&uuml;rfnis der Bev&ouml;lkerung und dem Freiheitsbed&uuml;rfnis der ehemaligen Sicherungsverwahrten herzustellen.\n\nVor der Entlassung aus der Sicherungsverwahrung m&uuml;ssen die dort Inhaftierten auf ein Leben au&szlig;erhalb der Haftanstalten vorbereitet werden.\n\nZum Schutz der Bev&ouml;lkerung vor gef&auml;hrlichen Straft&auml;tern sind einige der ehemaligen Sicherungsverwahrten entsprechend dem Therapieunterbringungsgesetz in geeigneten Einrichtungen unterzubringen. Diese Einrichtungen m&uuml;ssen in Berlin erst noch geschaffen werden. Sie sollten sich deutlich von Haftanstalten unterscheiden und den Insassen ein H&ouml;chstma&szlig; an Freiheit und zugleich der Bev&ouml;lkerung ein H&ouml;chstma&szlig; an\n\nSicherheit bieten. Im Vordergrund soll die Therapie der Insassen stehen.\n\nEntlassenen Sicherungsverwahrten m&uuml;ssen zum Schutz der Bev&ouml;lkerung geeignete Auflagen gemacht werden. Neben Meldeauflagen sind hier Verbote, bestimmte Orte aufzusuchen, sinnvoll. Die CDU Berlin bef&uuml;rwortet auch den Einsatz elektronischer Fu&szlig;fesseln. Daneben sind Gef&auml;hrderdateien &uuml;ber die Entlassenen anzulegen.\n\n2. Wie sollen die Sicherungsverwahrten auf die Freiheit vorbereitet werden?\n\nDie Sicherungsverwahrten d&uuml;rfen nicht mehr nur sporadisch an sozialtherapeutischen Ma&szlig;nahmen teilnehmen k&ouml;nnen. Dazu ist es erforderlich, im Bereich der Sozialtherapeuten und der Justizvollzugsbeamten die Personalschl&uuml;ssel zu erh&ouml;hen. So k&ouml;nnen zur Vorbereitung auf die Freiheit auch mehr begleitete Ausf&uuml;hrungen der Sicherungsverwahrten stattfinden, mit denen diese die Welt au&szlig;erhalb der Anstaltsmauern kennen lernen k&ouml;nnen.","link":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/cdu\/","name":"CDU","slug":"cdu","taxonomy":"category","parent":52,"meta":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>CDU Archive - HU Berlin-Brandenburg<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/cdu\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"CDU Archive - HU Berlin-Brandenburg\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"1. Video&uuml;berwachung a) Unter welchen Umst&auml;nden halten Sie eine Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen f&uuml;r erforderlich? Eine Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen ist an Orten erforderlich, an denen regelm&auml;&szlig;ig Straftaten von erheblicher Bedeutung begangen werden. Auch an Orten mit hoher Kriminalit&auml;tsbelastung ist eine Video&uuml;berwachung erforderlich, wenn eine Vielzahl der dort begangenen Taten nicht aufgekl&auml;rt werden kann. Sie ist sinnvoll, um Straftaten dokumentieren, dadurch leichter verfolgen und somit f&uuml;r Abschreckung sorgen zu k&ouml;nnen, indem sie das Risiko der Aufkl&auml;rung erh&ouml;ht. Video&uuml;berwachung dient insbesondere dem Opferschutz: Sicherheitspersonal kann eingreifen, ohne erst alarmiert werden zu m&uuml;ssen. Straftaten werden aufgekl&auml;rt, ohne dass es weiterer Zeugen bedarf und ohne dass das Opfer weiteren Belastungen ausgesetzt ist. Datenschutz darf kein T&auml;terschutz sein. b) Bef&uuml;rworten Sie eine unabh&auml;ngige und umfassende wissenschaftliche Evaluation der Kriminalit&auml;tspr&auml;ventionswirkung der Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen? Nein Die f&uuml;r potentielle Straft&auml;ter abschreckende und damit zugleich kriminalit&auml;tspr&auml;ventive Wirkung der Video&uuml;berwachung ist so offensichtlich, dass es keiner weiteren Untersuchungen bedarf. Zudem ist f&uuml;r uns nicht in erster Linie die Kriminalit&auml;tspr&auml;vention, sondern sind die erleichterte Aufkl&auml;rung von Straftaten und der Opferschutz ma&szlig;gebliche Ziele der Video&uuml;berwachung. Ja Bislang erlaubt das Berliner Polizeirecht ASOG die Video&uuml;berwachung &ouml;ffentlicher R&auml;ume nur an gef&auml;hrdeten Objekten und in &ouml;ffentlichen Verkehrseinrichtungen. Die M&ouml;glichkeit der Video&uuml;berwachung sollte aber auch auf erheblich kriminalit&auml;tsbelastete Orte ausgeweitet werden. Zudem sollten die Speicherfristen den Anforderungen einer effektiven Verfolgung von Straftaten entsprechend gestaltet werden. 2. Polizeibeauftragter Bef&uuml;rworten Sie die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerde-stelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns nachgeht (&#8222;Polizeibeauftragte\/r&#8220;)? Nein Aus Sicht der CDU sind die bestehenden M&ouml;glichkeiten der Kontrolle polizeilichen Handelns ausreichend. Besteht der Verdacht einer Straftat, so kann Strafanzeige erstattet werden. In anderen F&auml;llen kann Beschwerde gegen das Handeln eines Beamten eingelegt werden. Die pers&ouml;nlich-politische Bewertung eines Vorganges durch einen Beauftragten ist &uuml;berfl&uuml;ssig: Hat eine Strafanzeige oder Dienstaufsichtsbeschwerde Erfolg, sind klare Konsequenzen zu ziehen. Haben sie keinen Erfolg, bedarf es nicht noch einer Kommentierung oder Wertung dazu. 3. Kennzeichnung von Polizistinnen und Polizisten Bef&uuml;rworten Sie eine gesetzliche Regelung der individuellen Kennzeichnung mit Namen und\/oder Kennnummern? Der Zwang zur individuellen Kennzeichnung ist unn&ouml;tig und gef&auml;hrlich. Er ist unn&ouml;tig, weil Berliner Polizeibeamte sich schon jetzt nicht in der Anonymit&auml;t bewegen. Jeder Polizeibeamte kann ein Namensschild tragen und ist au&szlig;er in wenigen Ausnahmen verpflichtet, auf Verlangen seine Dienstkarte auszuh&auml;ndigen, durch die er identifiziert werden kann. Der Zwang zur individuellen Kennzeichnung ist gef&auml;hrlich, weil er in die Privatsph&auml;re der Polizisten und ihrer Angeh&ouml;rigen eingreift und sie unn&ouml;tigen Gefahren aussetzt. Wir halten die jetzt eingef&uuml;hrte Zwangskennzeichnung daher f&uuml;r falsch. 4. Demonstrationsrecht Halten Sie weitergehende Eingriffe in das Versammlungsrecht, wie z. B. anlasslose Video&uuml;berwachung der Teilnehmenden und weitere Auflagen f&uuml;r die Veranstaltenden, f&uuml;r erforderlich (&#132;Entwurf eines Berliner Versammlungsgesetzes&#147;)? Ja Die Berliner CDU h&auml;lt die Anfertigung von Videoaufzeichnungen bei Demonstrationen dort f&uuml;r erforderlich, wo sie der allgemeinen Gefahrenabwehraufgabe der Polizei oder legitimen Strafverfolgungszwecken dient. In diesem Rahmen bef&uuml;rwortet die Berliner CDU eine Ausweitung der Anlasstatbest&auml;nde f&uuml;r die Video&uuml;berwachung. Dabei muss aber immer im Vordergrund stehen, dass das Herstellen von Foto- und Videoaufnahmen bei einer Versammlung die Grundrechtsaus&uuml;bung der Versammlungsteilnehmer nicht in unzul&auml;ssiger Weise beeintr&auml;chtigt. Eine anlasslose Video&uuml;berwachung lehnen wir daher ab. Weitere Auflagen f&uuml;r Demonstrationsveranstalter halten wir gerade im Hinblick auf politisch extremistische Demonstrationen f&uuml;r sinnvoll. Der Veranstalter und der Leiter einer Versammlung sind f&uuml;r deren friedlichen Verlauf intensiver in die Pflicht zu nehmen. Das Grundrecht auf friedliche Versammlungen ist dabei in den Mittelpunkt zu stellen, Gewaltt&auml;tigkeiten sind rigide zu ahnden. 5. Verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen an sogenannten &#8222;kriminalit&auml;tsbelasteten Orten&#8220;? kriminalit&auml;tsbelasteten Orten in Durchbrechung dieses Grundsatzes auch verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen der Polizei zu gestatten. Es handelt sich hierbei um Orte, die nach ganz bestimmten Kriterien als besonders gef&auml;hrlich eingestuft werden. Diese Einstufung wird auch bekannt gemacht. Jeder, der diese Orte freiwillig aufsucht, muss mit Kontrollen rechnen. Das ist zumutbar. Durch diese M&ouml;glichkeit ist es der Polizei vielerorts gelungen, die Lage wieder in den Griff zu bekommen und die Begehung von Straftaten vielfach zu vermeiden. Nach Besserung der Lage wird die Einstufung des betroffenen Ortes wieder &uuml;berpr&uuml;ft und ggf. auch wieder ver&auml;ndert. 1. Demokratische Teilhabe a) Wollen Sie die Einflussm&ouml;glichkeiten von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern auf bezirklicher Ebene verbessern? Nein Die CDU Berlin h&auml;lt die mit der j&uuml;ngsten Novelle des Bezirksverwaltungsgesetzesgeschaffenen Einflussm&ouml;glichkeiten von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern auf bezirklicher Ebene f&uuml;r ausreichend. Wir bejahen den Grundgedanken der direkten B&uuml;rgerbeteiligung im Interesse einer lebendigen Demokratie. Jedoch ist immer auch darauf zu achten, dass die repr&auml;sentativen Elemente nicht ausgeh&ouml;hlt oder zur Seite gedr&auml;ngt werden. Nein, nicht &uuml;ber das jetzige Ma&szlig; hinaus. B&uuml;rgerentscheide auf bezirklicher Ebene sind schon jetzt in manchen Bereichen verbindlich. Ob und inwieweit ein erfolgreicher B&uuml;rgerentscheid verbindlich ist, h&auml;ngt zuallererst von der Rechtswirkung eines entsprechenden Beschlusses der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) ab, da ein B&uuml;rgerentscheid dieselbe Wirkung hat, wie ein BVV-Beschluss. Dieser Gleichlauf der Kompetenzen entspricht der Verfassung von Berlin und sollte so beibehalten werden. Dass B&uuml;rgerentscheide &uuml;ber bestimmte Gegenst&auml;nde ausschlie&szlig;lich empfehlende oder ersuchende Wirkung haben, folgt aus dem Erfordernis einer einerseits b&uuml;rgernahen, andererseits aber auch effektiven Verwaltung. c) Bef&uuml;rworten Sie eine &Auml;nderung der Quoren auf Bezirks- und L&auml;nderebene? Nein Die bisherigen Quoren haben sich bew&auml;hrt, weshalb die CDU Berlin keinen Grund f&uuml;r eine &Auml;nderung sieht. Eine weitere Absenkung der Quoren birgt in sich die Gefahr, dass zuk&uuml;nftige Entscheidungen gegen eine schweigende Mehrheit gef&auml;llt werden k&ouml;nnten. d) Welche Reformen des Landeswahlrechts streben Sie an (z.B. Wahlalter 16, 3-Prozent-H&uuml;rde, Ausl&auml;nderwahlrecht, Kumulieren, Panaschieren)? Wir halten &Auml;nderungen am Landeswahlrecht f&uuml;r nicht notwendig und streben sie daher auch nicht an. 2. Informationsfreiheitsgesetz Was wollen Sie tun, damit Dokumente, die nach dem IFG offen gelegt werden k&ouml;nnen, von der Verwaltung im Internet ver&ouml;ffentlicht werden? Die CDU h&auml;lt die Regelungen des IFG f&uuml;r ausreichend, um interessierten B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern Zugang zu den gew&uuml;nschten Informationen zu verschaffen. Dass die Verwaltung Dokumente, die nach dem IFG offen gelegt werden k&ouml;nnen, dar&uuml;ber hinaus auch im Internet ver&ouml;ffentlichen sollte, halten wir nicht f&uuml;r notwendig. 3. B&uuml;rgerschaftliches Engagement a) Wie wollen Sie Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaft-licher Institutionen besser an der Planung und Umsetzung von Ma&szlig;nahmen beteiligen? In Berlin fehlt eine Gesamtplanung zur Entwicklung sozialer Strukturen und Angebote. Das will die CDU &auml;ndern und gem&auml;&szlig; ihres von der Fraktion entwickelten Strukturmodells die Tr&auml;ger und Institutionen rechtzeitig in die Planung insbesondere der sozialen Versorgung einbinden. Ebenso sind die Tr&auml;ger und Institutionen ehrenamtlicher Arbeit von vornherein an den Stadtteilkonzepten zu beteiligen. b) Erkennen Sie den Wert und Eigensinn des zivilgesellschaftlichen, freiwilligen Engagements in Berlin an? Wie k&ouml;nnte die Anerkennungskultur f&uuml;r freiwillig engagierte B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in Berlin verbessert werden? F&uuml;r die CDU ist die Vielfalt der Inhalte ehrenamtlicher Arbeit und die damit verbundene Vielfalt von Ausdrucks- und Organisationsformen unverzichtbar. Das gilt auch uneingeschr&auml;nkt f&uuml;r das Land Berlin und die Akzeptanz und W&uuml;rdigung des &#132;Eigensinns&#147; freiwillig Engagierter. In den vergangenen Jahren hat sich die CDU auf Bundesebene sehr f&uuml;r die Verbesserung der Rahmenbedingungen ehrenamtlicher Arbeit eingesetzt und dabei viel erreicht. In Berlin setzen wir uns nach wie vor daf&uuml;r ein, dass die Ehrenamtskarte noch mehr Aktiven zug&auml;nglich gemacht und um weitere Verg&uuml;nstigungsanteile erweitert wird. Ebenso wollen wir, dass mit dem FreiwilligenPass nach &ouml;sterreichischem Vorbild die Jobsuche unterst&uuml;tzt werden kann. Bei jungen Ehrenamtlern soll das Engagement in den Beurteilungen in Schule und Beruf Niederschlag finden. Ebenso ist ehrenamtliche Arbeit bei der Bewerbung um einen Studienplatz positiv zu ber&uuml;cksichtigen sowie durch Credit Points im Studium anzurechnen. Insgesamt muss noch mehr &Ouml;ffentlichkeitsarbeit erfolgen. c) Nennen Sie drei Ma&szlig;nahmen, mit denen Sie Infrastruktureinrich-tungen des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements (z. B. Nachbarschafts-h&auml;user oder das Landesnetzwerk B&uuml;rgerengagement &#132;aktiv in Berlin&#147;) st&auml;rken wollen. 1. Die CDU tritt f&uuml;r die Fortsetzung und Qualifizierung des Stadteilzentrenvertrages ein. 2. Die CDU will die Aufk&uuml;ndigung des Liga &#150; Vertrages r&uuml;ckg&auml;ngig machen und damit die Finanzierung des Landesnetzwerkes weiter sichern. 3. Die CDU will bei der F&ouml;rdermittel-Akquise und bei der Bereitstellung noch ungenutzter &ouml;ffentlicher Infrastruktur f&uuml;r die ehrenamtliche Arbeit unterst&uuml;tzen. 4. Ethikunterricht a) Strengen Sie &Auml;nderungen der Rahmenbedingungen f&uuml;r den Ethikunterricht an? Ja, denn es hat sich gezeigt, dass mit der Einf&uuml;hrung eines Pflichtfaches Ethik ohne eine entsprechende Qualifizierung der Lehrkr&auml;fte, oder gar ganz ohne qualifizierte Lehrkr&auml;fte wie es an 13 Berliner Schulen auch 2010 immer noch der Fall war, sowie einem unzureichenden Rahmenplan, die p&auml;dagogischen Anspr&uuml;chen nicht erf&uuml;llt wurden und die Erwartungen an ein werteorientiertes Pflichtfach in den meisten Schulen deutlich unterschritten werden. Deshalb ist es erforderlich eine Wahlpflichtfachgruppe Philosophie\/Ethik und Religion einzuf&uuml;hren und dazu den Modellversuch Ethik\/Religion umzusetzen sowie die guten Erfahrungen der derzeitigen Kooperationsmodelle zwischen den F&auml;chern Ethik und Religion zu nutzen. b) Was ist zu tun, damit mehr Ethiklehrerinnen und &#150;lehrer ad&auml;quat f&uuml;r das Fach ausgebildet sind. In der Lehrerausbildung muss ein Fach Philosophie\/Ethik etabliert werden, damit p&auml;dagogische Fachkr&auml;fte f&uuml;r den Werteunterricht vorhanden sind. Dar&uuml;ber hinaus m&uuml;ssen die bisher unzureichenden Qualifizierungs- und Fortbildungskonzepte evaluiert und deutlich verbessert werden. Es muss Schluss sein mit den Experimenten der vergangen Jahre, wo zum Beispiel erst nach Ende einer halbj&auml;hrigen Weiterbildung von Lehrkr&auml;ften mit dem Fach Religion oder Lebenskunde festgestellt wurde, das die Qualifizierungsziele so nicht erreicht werden konnten und weiterf&uuml;hrende Qualifizierungsmodule erforderlich wurden. 5. Bildungschancen Was wollen Sie tun, um die Bildungschancen von sozial benachteiligten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern und Kindern mit Sprachdefiziten zu verbessern? Bitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte. 1. Fr&uuml;h und rechtzeitig die Sprachentwicklung und Sprachf&auml;higkeit der Kinder beurteilen. 2. P&auml;dagogische Fachkr&auml;fte in die vorschulische Bildung einbeziehen und die Diagnosef&auml;higkeit des Erziehungspersonals verbessern. 3. F&uuml;r alle Kinder mit Sprachdefiziten ein verpflichtendes Vorschuljahr in einer 6. Gesellschaftliche Teilhabe Wie wollen Sie die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund verbessern? interkulturellen &Ouml;ffnung der Gesellschaft. Die interkulturelle &Ouml;ffnung ist keine Einbahnstra&szlig;e. Sie muss durch die Aufnahmegesellschaft als auch durch die Zugewanderten unterst&uuml;tzt und betrieben werden. 7. Integrationsperspektiven Wie wollen Sie Fl&uuml;chtlingen, insbesondere langj&auml;hrig Geduldeten, eine Integrationsperspektive bieten? Bitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte. Keinen L&ouml;sungsansatz bieten Integrationsanstrengungen f&uuml;r die Gruppe von Ausl&auml;ndern, die kein dauerhaftes Bleiberecht in der Bundesrepublik erhalten k&ouml;nnen (z.B. abgelehnte Asylbewerber). Handelt es sich jedoch um Fl&uuml;chtlinge, die aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nden aufgenommen wurden, oder langj&auml;hrig geduldete Ausl&auml;nder mit Aufenthaltserlaubnis, gelten die unter 6. gemachten Ausf&uuml;hrungen zur Integration selbstverst&auml;ndlich auch f&uuml;r diese Gruppen. 1. Vermeidung von Haft Welche Ma&szlig;nahmen zur Vermeidung von Gef&auml;ngnisaufenthalten sollten aus Ihrer Sicht ergriffen werden? Die vorhandenen Modelle wie &#132;Schwitzen statt Sitzen&#147;, bei dem Straft&auml;ter ihre Strafe mit gemeinn&uuml;tziger Arbeit abgelten k&ouml;nnen, sind aus Sicht der Berliner CDU ausreichend, m&uuml;ssen aber noch st&auml;rker bekannt gemacht werden. 2. Entlassung auf Bew&auml;hrung Bei den vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung liegt Berlin bundesweit ganz hinten. Wie kann Berlin hier seine Position verbessern? Eine besonders gro&szlig;z&uuml;gige Praxis bei der Strafaussetzung auf Bew&auml;hrung ist nicht unbedingt ein Qualit&auml;tsmerkmal. Es ist im Einzelfall genau zu pr&uuml;fen, wie sich ein Strafgefangener im Strafvollzug entwickelt. Dies ist Grundlage der Entscheidung f&uuml;r oder gegen eine fr&uuml;hzeitige Entlassung. Die CDU sieht diesbez&uuml;glich keinen Grund f&uuml;r eine Kritik an der Berliner Praxis. 3. Haftbedingungen a) Einige unserer Haftanstalten sind in einem sehr schlechten Zustand. Wie wollen Sie die Haftbedingungen verbessern? Die aus den vorherigen Jahrhunderten stammenden Justizvollzugsanstalten gen&uuml;gen nicht modernen Anspr&uuml;chen an Sicherheit und rechtsstaatlichen Vollzug. Wir setzen uns daf&uuml;r ein, die baulichen Investitionen bei den Berliner Haftanstalten weiter zu verst&auml;rken. Wir bef&uuml;rworten insbesondere den Bau der JVA Heidering, mit der die &Uuml;berbelegung durch die Schaffung neuer Haftpl&auml;tze zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden kann. Um die vorhandenen knappen Mittel besser einzusetzen, muss ein modernen wirtschaftlichen Erkenntnissen entsprechendes Kostenmanagement eingef&uuml;hrt und angewandt werden. b) Welche &Auml;nderungen des Strafvollzugsgesetzes &#8211; insbesondere in Bezug auf die Mediennutzung (Internet) und Resozialisierung &#150; halten Sie f&uuml;r w&uuml;nschenswert? F&uuml;r die CDU Berlin geh&ouml;rt ein rechtsstaatlicher Strafvollzug zu den unabdingbaren Voraussetzungen erfolgreicher Resozialisierung, die R&uuml;ckf&auml;lle verhindern kann. Die CDU Berlin sieht bei den Vorschriften des Strafvollzugsgesetzes keinen &Auml;nderungsbedarf. Ein im Sinne der Resozialisierung effektiver und menschenw&uuml;rdiger Strafvollzug kann unseres Erachtens am besten durch eine bessere Betreuung, also durch mehr Personal erreicht werden. Sicherungsverwahrung 1. Nach einem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschen-rechte muss die Sicherungsverwahrung reformiert werden. Das f&uuml;hrt dazu, dass auch einige in Berlin Sicherungsverwahrte freigelassen werden. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen entlassene Sicherungsverwahrte ihren Wohnort frei w&auml;hlen. Wie wollen Sie das Urteil hier umsetzen? Es ist wichtig, einen Ausgleich zwischen dem Sicherheitsbed&uuml;rfnis der Bev&ouml;lkerung und dem Freiheitsbed&uuml;rfnis der ehemaligen Sicherungsverwahrten herzustellen. Vor der Entlassung aus der Sicherungsverwahrung m&uuml;ssen die dort Inhaftierten auf ein Leben au&szlig;erhalb der Haftanstalten vorbereitet werden. Zum Schutz der Bev&ouml;lkerung vor gef&auml;hrlichen Straft&auml;tern sind einige der ehemaligen Sicherungsverwahrten entsprechend dem Therapieunterbringungsgesetz in geeigneten Einrichtungen unterzubringen. Diese Einrichtungen m&uuml;ssen in Berlin erst noch geschaffen werden. Sie sollten sich deutlich von Haftanstalten unterscheiden und den Insassen ein H&ouml;chstma&szlig; an Freiheit und zugleich der Bev&ouml;lkerung ein H&ouml;chstma&szlig; an Sicherheit bieten. Im Vordergrund soll die Therapie der Insassen stehen. Entlassenen Sicherungsverwahrten m&uuml;ssen zum Schutz der Bev&ouml;lkerung geeignete Auflagen gemacht werden. Neben Meldeauflagen sind hier Verbote, bestimmte Orte aufzusuchen, sinnvoll. Die CDU Berlin bef&uuml;rwortet auch den Einsatz elektronischer Fu&szlig;fesseln. Daneben sind Gef&auml;hrderdateien &uuml;ber die Entlassenen anzulegen. 2. Wie sollen die Sicherungsverwahrten auf die Freiheit vorbereitet werden? Die Sicherungsverwahrten d&uuml;rfen nicht mehr nur sporadisch an sozialtherapeutischen Ma&szlig;nahmen teilnehmen k&ouml;nnen. Dazu ist es erforderlich, im Bereich der Sozialtherapeuten und der Justizvollzugsbeamten die Personalschl&uuml;ssel zu erh&ouml;hen. So k&ouml;nnen zur Vorbereitung auf die Freiheit auch mehr begleitete Ausf&uuml;hrungen der Sicherungsverwahrten stattfinden, mit denen diese die Welt au&szlig;erhalb der Anstaltsmauern kennen lernen k&ouml;nnen.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/cdu\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"HU Berlin-Brandenburg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"CollectionPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2011\\\/wahlpruefsteine\\\/cdu\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2011\\\/wahlpruefsteine\\\/cdu\\\/\",\"name\":\"CDU Archive - HU Berlin-Brandenburg\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2011\\\/wahlpruefsteine\\\/cdu\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2011\\\/wahlpruefsteine\\\/cdu\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Wahl 2011\",\"item\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2011\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Wahlpr\u00fcfsteine\",\"item\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2011\\\/wahlpruefsteine\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"CDU\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"HU Berlin-Brandenburg\",\"description\":\"Eine weitere HU Network Website\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"CDU Archive - HU Berlin-Brandenburg","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/cdu\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"CDU Archive - HU Berlin-Brandenburg","og_description":"1. Video&uuml;berwachung a) Unter welchen Umst&auml;nden halten Sie eine Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen f&uuml;r erforderlich? Eine Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen ist an Orten erforderlich, an denen regelm&auml;&szlig;ig Straftaten von erheblicher Bedeutung begangen werden. Auch an Orten mit hoher Kriminalit&auml;tsbelastung ist eine Video&uuml;berwachung erforderlich, wenn eine Vielzahl der dort begangenen Taten nicht aufgekl&auml;rt werden kann. Sie ist sinnvoll, um Straftaten dokumentieren, dadurch leichter verfolgen und somit f&uuml;r Abschreckung sorgen zu k&ouml;nnen, indem sie das Risiko der Aufkl&auml;rung erh&ouml;ht. Video&uuml;berwachung dient insbesondere dem Opferschutz: Sicherheitspersonal kann eingreifen, ohne erst alarmiert werden zu m&uuml;ssen. Straftaten werden aufgekl&auml;rt, ohne dass es weiterer Zeugen bedarf und ohne dass das Opfer weiteren Belastungen ausgesetzt ist. Datenschutz darf kein T&auml;terschutz sein. b) Bef&uuml;rworten Sie eine unabh&auml;ngige und umfassende wissenschaftliche Evaluation der Kriminalit&auml;tspr&auml;ventionswirkung der Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen R&auml;umen? Nein Die f&uuml;r potentielle Straft&auml;ter abschreckende und damit zugleich kriminalit&auml;tspr&auml;ventive Wirkung der Video&uuml;berwachung ist so offensichtlich, dass es keiner weiteren Untersuchungen bedarf. Zudem ist f&uuml;r uns nicht in erster Linie die Kriminalit&auml;tspr&auml;vention, sondern sind die erleichterte Aufkl&auml;rung von Straftaten und der Opferschutz ma&szlig;gebliche Ziele der Video&uuml;berwachung. Ja Bislang erlaubt das Berliner Polizeirecht ASOG die Video&uuml;berwachung &ouml;ffentlicher R&auml;ume nur an gef&auml;hrdeten Objekten und in &ouml;ffentlichen Verkehrseinrichtungen. Die M&ouml;glichkeit der Video&uuml;berwachung sollte aber auch auf erheblich kriminalit&auml;tsbelastete Orte ausgeweitet werden. Zudem sollten die Speicherfristen den Anforderungen einer effektiven Verfolgung von Straftaten entsprechend gestaltet werden. 2. Polizeibeauftragter Bef&uuml;rworten Sie die Einrichtung einer unabh&auml;ngigen Beschwerde-stelle, die Vorw&uuml;rfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen polizeilichen Handelns nachgeht (&#8222;Polizeibeauftragte\/r&#8220;)? Nein Aus Sicht der CDU sind die bestehenden M&ouml;glichkeiten der Kontrolle polizeilichen Handelns ausreichend. Besteht der Verdacht einer Straftat, so kann Strafanzeige erstattet werden. In anderen F&auml;llen kann Beschwerde gegen das Handeln eines Beamten eingelegt werden. Die pers&ouml;nlich-politische Bewertung eines Vorganges durch einen Beauftragten ist &uuml;berfl&uuml;ssig: Hat eine Strafanzeige oder Dienstaufsichtsbeschwerde Erfolg, sind klare Konsequenzen zu ziehen. Haben sie keinen Erfolg, bedarf es nicht noch einer Kommentierung oder Wertung dazu. 3. Kennzeichnung von Polizistinnen und Polizisten Bef&uuml;rworten Sie eine gesetzliche Regelung der individuellen Kennzeichnung mit Namen und\/oder Kennnummern? Der Zwang zur individuellen Kennzeichnung ist unn&ouml;tig und gef&auml;hrlich. Er ist unn&ouml;tig, weil Berliner Polizeibeamte sich schon jetzt nicht in der Anonymit&auml;t bewegen. Jeder Polizeibeamte kann ein Namensschild tragen und ist au&szlig;er in wenigen Ausnahmen verpflichtet, auf Verlangen seine Dienstkarte auszuh&auml;ndigen, durch die er identifiziert werden kann. Der Zwang zur individuellen Kennzeichnung ist gef&auml;hrlich, weil er in die Privatsph&auml;re der Polizisten und ihrer Angeh&ouml;rigen eingreift und sie unn&ouml;tigen Gefahren aussetzt. Wir halten die jetzt eingef&uuml;hrte Zwangskennzeichnung daher f&uuml;r falsch. 4. Demonstrationsrecht Halten Sie weitergehende Eingriffe in das Versammlungsrecht, wie z. B. anlasslose Video&uuml;berwachung der Teilnehmenden und weitere Auflagen f&uuml;r die Veranstaltenden, f&uuml;r erforderlich (&#132;Entwurf eines Berliner Versammlungsgesetzes&#147;)? Ja Die Berliner CDU h&auml;lt die Anfertigung von Videoaufzeichnungen bei Demonstrationen dort f&uuml;r erforderlich, wo sie der allgemeinen Gefahrenabwehraufgabe der Polizei oder legitimen Strafverfolgungszwecken dient. In diesem Rahmen bef&uuml;rwortet die Berliner CDU eine Ausweitung der Anlasstatbest&auml;nde f&uuml;r die Video&uuml;berwachung. Dabei muss aber immer im Vordergrund stehen, dass das Herstellen von Foto- und Videoaufnahmen bei einer Versammlung die Grundrechtsaus&uuml;bung der Versammlungsteilnehmer nicht in unzul&auml;ssiger Weise beeintr&auml;chtigt. Eine anlasslose Video&uuml;berwachung lehnen wir daher ab. Weitere Auflagen f&uuml;r Demonstrationsveranstalter halten wir gerade im Hinblick auf politisch extremistische Demonstrationen f&uuml;r sinnvoll. Der Veranstalter und der Leiter einer Versammlung sind f&uuml;r deren friedlichen Verlauf intensiver in die Pflicht zu nehmen. Das Grundrecht auf friedliche Versammlungen ist dabei in den Mittelpunkt zu stellen, Gewaltt&auml;tigkeiten sind rigide zu ahnden. 5. Verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen Bef&uuml;rworten Sie die Abschaffung verdachtsunabh&auml;ngiger Kontrollen an sogenannten &#8222;kriminalit&auml;tsbelasteten Orten&#8220;? kriminalit&auml;tsbelasteten Orten in Durchbrechung dieses Grundsatzes auch verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen der Polizei zu gestatten. Es handelt sich hierbei um Orte, die nach ganz bestimmten Kriterien als besonders gef&auml;hrlich eingestuft werden. Diese Einstufung wird auch bekannt gemacht. Jeder, der diese Orte freiwillig aufsucht, muss mit Kontrollen rechnen. Das ist zumutbar. Durch diese M&ouml;glichkeit ist es der Polizei vielerorts gelungen, die Lage wieder in den Griff zu bekommen und die Begehung von Straftaten vielfach zu vermeiden. Nach Besserung der Lage wird die Einstufung des betroffenen Ortes wieder &uuml;berpr&uuml;ft und ggf. auch wieder ver&auml;ndert. 1. Demokratische Teilhabe a) Wollen Sie die Einflussm&ouml;glichkeiten von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern auf bezirklicher Ebene verbessern? Nein Die CDU Berlin h&auml;lt die mit der j&uuml;ngsten Novelle des Bezirksverwaltungsgesetzesgeschaffenen Einflussm&ouml;glichkeiten von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern auf bezirklicher Ebene f&uuml;r ausreichend. Wir bejahen den Grundgedanken der direkten B&uuml;rgerbeteiligung im Interesse einer lebendigen Demokratie. Jedoch ist immer auch darauf zu achten, dass die repr&auml;sentativen Elemente nicht ausgeh&ouml;hlt oder zur Seite gedr&auml;ngt werden. Nein, nicht &uuml;ber das jetzige Ma&szlig; hinaus. B&uuml;rgerentscheide auf bezirklicher Ebene sind schon jetzt in manchen Bereichen verbindlich. Ob und inwieweit ein erfolgreicher B&uuml;rgerentscheid verbindlich ist, h&auml;ngt zuallererst von der Rechtswirkung eines entsprechenden Beschlusses der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) ab, da ein B&uuml;rgerentscheid dieselbe Wirkung hat, wie ein BVV-Beschluss. Dieser Gleichlauf der Kompetenzen entspricht der Verfassung von Berlin und sollte so beibehalten werden. Dass B&uuml;rgerentscheide &uuml;ber bestimmte Gegenst&auml;nde ausschlie&szlig;lich empfehlende oder ersuchende Wirkung haben, folgt aus dem Erfordernis einer einerseits b&uuml;rgernahen, andererseits aber auch effektiven Verwaltung. c) Bef&uuml;rworten Sie eine &Auml;nderung der Quoren auf Bezirks- und L&auml;nderebene? Nein Die bisherigen Quoren haben sich bew&auml;hrt, weshalb die CDU Berlin keinen Grund f&uuml;r eine &Auml;nderung sieht. Eine weitere Absenkung der Quoren birgt in sich die Gefahr, dass zuk&uuml;nftige Entscheidungen gegen eine schweigende Mehrheit gef&auml;llt werden k&ouml;nnten. d) Welche Reformen des Landeswahlrechts streben Sie an (z.B. Wahlalter 16, 3-Prozent-H&uuml;rde, Ausl&auml;nderwahlrecht, Kumulieren, Panaschieren)? Wir halten &Auml;nderungen am Landeswahlrecht f&uuml;r nicht notwendig und streben sie daher auch nicht an. 2. Informationsfreiheitsgesetz Was wollen Sie tun, damit Dokumente, die nach dem IFG offen gelegt werden k&ouml;nnen, von der Verwaltung im Internet ver&ouml;ffentlicht werden? Die CDU h&auml;lt die Regelungen des IFG f&uuml;r ausreichend, um interessierten B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern Zugang zu den gew&uuml;nschten Informationen zu verschaffen. Dass die Verwaltung Dokumente, die nach dem IFG offen gelegt werden k&ouml;nnen, dar&uuml;ber hinaus auch im Internet ver&ouml;ffentlichen sollte, halten wir nicht f&uuml;r notwendig. 3. B&uuml;rgerschaftliches Engagement a) Wie wollen Sie Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaft-licher Institutionen besser an der Planung und Umsetzung von Ma&szlig;nahmen beteiligen? In Berlin fehlt eine Gesamtplanung zur Entwicklung sozialer Strukturen und Angebote. Das will die CDU &auml;ndern und gem&auml;&szlig; ihres von der Fraktion entwickelten Strukturmodells die Tr&auml;ger und Institutionen rechtzeitig in die Planung insbesondere der sozialen Versorgung einbinden. Ebenso sind die Tr&auml;ger und Institutionen ehrenamtlicher Arbeit von vornherein an den Stadtteilkonzepten zu beteiligen. b) Erkennen Sie den Wert und Eigensinn des zivilgesellschaftlichen, freiwilligen Engagements in Berlin an? Wie k&ouml;nnte die Anerkennungskultur f&uuml;r freiwillig engagierte B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in Berlin verbessert werden? F&uuml;r die CDU ist die Vielfalt der Inhalte ehrenamtlicher Arbeit und die damit verbundene Vielfalt von Ausdrucks- und Organisationsformen unverzichtbar. Das gilt auch uneingeschr&auml;nkt f&uuml;r das Land Berlin und die Akzeptanz und W&uuml;rdigung des &#132;Eigensinns&#147; freiwillig Engagierter. In den vergangenen Jahren hat sich die CDU auf Bundesebene sehr f&uuml;r die Verbesserung der Rahmenbedingungen ehrenamtlicher Arbeit eingesetzt und dabei viel erreicht. In Berlin setzen wir uns nach wie vor daf&uuml;r ein, dass die Ehrenamtskarte noch mehr Aktiven zug&auml;nglich gemacht und um weitere Verg&uuml;nstigungsanteile erweitert wird. Ebenso wollen wir, dass mit dem FreiwilligenPass nach &ouml;sterreichischem Vorbild die Jobsuche unterst&uuml;tzt werden kann. Bei jungen Ehrenamtlern soll das Engagement in den Beurteilungen in Schule und Beruf Niederschlag finden. Ebenso ist ehrenamtliche Arbeit bei der Bewerbung um einen Studienplatz positiv zu ber&uuml;cksichtigen sowie durch Credit Points im Studium anzurechnen. Insgesamt muss noch mehr &Ouml;ffentlichkeitsarbeit erfolgen. c) Nennen Sie drei Ma&szlig;nahmen, mit denen Sie Infrastruktureinrich-tungen des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements (z. B. Nachbarschafts-h&auml;user oder das Landesnetzwerk B&uuml;rgerengagement &#132;aktiv in Berlin&#147;) st&auml;rken wollen. 1. Die CDU tritt f&uuml;r die Fortsetzung und Qualifizierung des Stadteilzentrenvertrages ein. 2. Die CDU will die Aufk&uuml;ndigung des Liga &#150; Vertrages r&uuml;ckg&auml;ngig machen und damit die Finanzierung des Landesnetzwerkes weiter sichern. 3. Die CDU will bei der F&ouml;rdermittel-Akquise und bei der Bereitstellung noch ungenutzter &ouml;ffentlicher Infrastruktur f&uuml;r die ehrenamtliche Arbeit unterst&uuml;tzen. 4. Ethikunterricht a) Strengen Sie &Auml;nderungen der Rahmenbedingungen f&uuml;r den Ethikunterricht an? Ja, denn es hat sich gezeigt, dass mit der Einf&uuml;hrung eines Pflichtfaches Ethik ohne eine entsprechende Qualifizierung der Lehrkr&auml;fte, oder gar ganz ohne qualifizierte Lehrkr&auml;fte wie es an 13 Berliner Schulen auch 2010 immer noch der Fall war, sowie einem unzureichenden Rahmenplan, die p&auml;dagogischen Anspr&uuml;chen nicht erf&uuml;llt wurden und die Erwartungen an ein werteorientiertes Pflichtfach in den meisten Schulen deutlich unterschritten werden. Deshalb ist es erforderlich eine Wahlpflichtfachgruppe Philosophie\/Ethik und Religion einzuf&uuml;hren und dazu den Modellversuch Ethik\/Religion umzusetzen sowie die guten Erfahrungen der derzeitigen Kooperationsmodelle zwischen den F&auml;chern Ethik und Religion zu nutzen. b) Was ist zu tun, damit mehr Ethiklehrerinnen und &#150;lehrer ad&auml;quat f&uuml;r das Fach ausgebildet sind. In der Lehrerausbildung muss ein Fach Philosophie\/Ethik etabliert werden, damit p&auml;dagogische Fachkr&auml;fte f&uuml;r den Werteunterricht vorhanden sind. Dar&uuml;ber hinaus m&uuml;ssen die bisher unzureichenden Qualifizierungs- und Fortbildungskonzepte evaluiert und deutlich verbessert werden. Es muss Schluss sein mit den Experimenten der vergangen Jahre, wo zum Beispiel erst nach Ende einer halbj&auml;hrigen Weiterbildung von Lehrkr&auml;ften mit dem Fach Religion oder Lebenskunde festgestellt wurde, das die Qualifizierungsziele so nicht erreicht werden konnten und weiterf&uuml;hrende Qualifizierungsmodule erforderlich wurden. 5. Bildungschancen Was wollen Sie tun, um die Bildungschancen von sozial benachteiligten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern und Kindern mit Sprachdefiziten zu verbessern? Bitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte. 1. Fr&uuml;h und rechtzeitig die Sprachentwicklung und Sprachf&auml;higkeit der Kinder beurteilen. 2. P&auml;dagogische Fachkr&auml;fte in die vorschulische Bildung einbeziehen und die Diagnosef&auml;higkeit des Erziehungspersonals verbessern. 3. F&uuml;r alle Kinder mit Sprachdefiziten ein verpflichtendes Vorschuljahr in einer 6. Gesellschaftliche Teilhabe Wie wollen Sie die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund verbessern? interkulturellen &Ouml;ffnung der Gesellschaft. Die interkulturelle &Ouml;ffnung ist keine Einbahnstra&szlig;e. Sie muss durch die Aufnahmegesellschaft als auch durch die Zugewanderten unterst&uuml;tzt und betrieben werden. 7. Integrationsperspektiven Wie wollen Sie Fl&uuml;chtlingen, insbesondere langj&auml;hrig Geduldeten, eine Integrationsperspektive bieten? Bitte nennen Sie Ihre drei wichtigsten Punkte. Keinen L&ouml;sungsansatz bieten Integrationsanstrengungen f&uuml;r die Gruppe von Ausl&auml;ndern, die kein dauerhaftes Bleiberecht in der Bundesrepublik erhalten k&ouml;nnen (z.B. abgelehnte Asylbewerber). Handelt es sich jedoch um Fl&uuml;chtlinge, die aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nden aufgenommen wurden, oder langj&auml;hrig geduldete Ausl&auml;nder mit Aufenthaltserlaubnis, gelten die unter 6. gemachten Ausf&uuml;hrungen zur Integration selbstverst&auml;ndlich auch f&uuml;r diese Gruppen. 1. Vermeidung von Haft Welche Ma&szlig;nahmen zur Vermeidung von Gef&auml;ngnisaufenthalten sollten aus Ihrer Sicht ergriffen werden? Die vorhandenen Modelle wie &#132;Schwitzen statt Sitzen&#147;, bei dem Straft&auml;ter ihre Strafe mit gemeinn&uuml;tziger Arbeit abgelten k&ouml;nnen, sind aus Sicht der Berliner CDU ausreichend, m&uuml;ssen aber noch st&auml;rker bekannt gemacht werden. 2. Entlassung auf Bew&auml;hrung Bei den vorzeitigen Entlassungen auf Bew&auml;hrung liegt Berlin bundesweit ganz hinten. Wie kann Berlin hier seine Position verbessern? Eine besonders gro&szlig;z&uuml;gige Praxis bei der Strafaussetzung auf Bew&auml;hrung ist nicht unbedingt ein Qualit&auml;tsmerkmal. Es ist im Einzelfall genau zu pr&uuml;fen, wie sich ein Strafgefangener im Strafvollzug entwickelt. Dies ist Grundlage der Entscheidung f&uuml;r oder gegen eine fr&uuml;hzeitige Entlassung. Die CDU sieht diesbez&uuml;glich keinen Grund f&uuml;r eine Kritik an der Berliner Praxis. 3. Haftbedingungen a) Einige unserer Haftanstalten sind in einem sehr schlechten Zustand. Wie wollen Sie die Haftbedingungen verbessern? Die aus den vorherigen Jahrhunderten stammenden Justizvollzugsanstalten gen&uuml;gen nicht modernen Anspr&uuml;chen an Sicherheit und rechtsstaatlichen Vollzug. Wir setzen uns daf&uuml;r ein, die baulichen Investitionen bei den Berliner Haftanstalten weiter zu verst&auml;rken. Wir bef&uuml;rworten insbesondere den Bau der JVA Heidering, mit der die &Uuml;berbelegung durch die Schaffung neuer Haftpl&auml;tze zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden kann. Um die vorhandenen knappen Mittel besser einzusetzen, muss ein modernen wirtschaftlichen Erkenntnissen entsprechendes Kostenmanagement eingef&uuml;hrt und angewandt werden. b) Welche &Auml;nderungen des Strafvollzugsgesetzes &#8211; insbesondere in Bezug auf die Mediennutzung (Internet) und Resozialisierung &#150; halten Sie f&uuml;r w&uuml;nschenswert? F&uuml;r die CDU Berlin geh&ouml;rt ein rechtsstaatlicher Strafvollzug zu den unabdingbaren Voraussetzungen erfolgreicher Resozialisierung, die R&uuml;ckf&auml;lle verhindern kann. Die CDU Berlin sieht bei den Vorschriften des Strafvollzugsgesetzes keinen &Auml;nderungsbedarf. Ein im Sinne der Resozialisierung effektiver und menschenw&uuml;rdiger Strafvollzug kann unseres Erachtens am besten durch eine bessere Betreuung, also durch mehr Personal erreicht werden. Sicherungsverwahrung 1. Nach einem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschen-rechte muss die Sicherungsverwahrung reformiert werden. Das f&uuml;hrt dazu, dass auch einige in Berlin Sicherungsverwahrte freigelassen werden. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen entlassene Sicherungsverwahrte ihren Wohnort frei w&auml;hlen. Wie wollen Sie das Urteil hier umsetzen? Es ist wichtig, einen Ausgleich zwischen dem Sicherheitsbed&uuml;rfnis der Bev&ouml;lkerung und dem Freiheitsbed&uuml;rfnis der ehemaligen Sicherungsverwahrten herzustellen. Vor der Entlassung aus der Sicherungsverwahrung m&uuml;ssen die dort Inhaftierten auf ein Leben au&szlig;erhalb der Haftanstalten vorbereitet werden. Zum Schutz der Bev&ouml;lkerung vor gef&auml;hrlichen Straft&auml;tern sind einige der ehemaligen Sicherungsverwahrten entsprechend dem Therapieunterbringungsgesetz in geeigneten Einrichtungen unterzubringen. Diese Einrichtungen m&uuml;ssen in Berlin erst noch geschaffen werden. Sie sollten sich deutlich von Haftanstalten unterscheiden und den Insassen ein H&ouml;chstma&szlig; an Freiheit und zugleich der Bev&ouml;lkerung ein H&ouml;chstma&szlig; an Sicherheit bieten. Im Vordergrund soll die Therapie der Insassen stehen. Entlassenen Sicherungsverwahrten m&uuml;ssen zum Schutz der Bev&ouml;lkerung geeignete Auflagen gemacht werden. Neben Meldeauflagen sind hier Verbote, bestimmte Orte aufzusuchen, sinnvoll. Die CDU Berlin bef&uuml;rwortet auch den Einsatz elektronischer Fu&szlig;fesseln. Daneben sind Gef&auml;hrderdateien &uuml;ber die Entlassenen anzulegen. 2. Wie sollen die Sicherungsverwahrten auf die Freiheit vorbereitet werden? Die Sicherungsverwahrten d&uuml;rfen nicht mehr nur sporadisch an sozialtherapeutischen Ma&szlig;nahmen teilnehmen k&ouml;nnen. Dazu ist es erforderlich, im Bereich der Sozialtherapeuten und der Justizvollzugsbeamten die Personalschl&uuml;ssel zu erh&ouml;hen. So k&ouml;nnen zur Vorbereitung auf die Freiheit auch mehr begleitete Ausf&uuml;hrungen der Sicherungsverwahrten stattfinden, mit denen diese die Welt au&szlig;erhalb der Anstaltsmauern kennen lernen k&ouml;nnen.","og_url":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/cdu\/","og_site_name":"HU Berlin-Brandenburg","twitter_card":"summary_large_image","schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"CollectionPage","@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/cdu\/","url":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/cdu\/","name":"CDU Archive - HU Berlin-Brandenburg","isPartOf":{"@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/#website"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/cdu\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/cdu\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Wahl 2011","item":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Wahlpr\u00fcfsteine","item":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2011\/wahlpruefsteine\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"CDU"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/","name":"HU Berlin-Brandenburg","description":"Eine weitere HU Network Website","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories\/58","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories"}],"about":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/taxonomies\/category"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories\/52"}],"wp:post_type":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/presse?categories=58"},{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/termin?categories=58"},{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/thema?categories=58"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}