{"id":55,"count":0,"description":"Eine Bilanz\n\nNach der Wahl zum Abgeordnetenhaus 2001 schickte die Humanistische Union den Parteien f&uuml;r die Koalitionsverhandlungen einen Katalog von Forderungen. Viele dieser Forderungen wurden bereits in die Verhandlungen zwischen SPD, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und FDP aufgenommen, fanden sp&auml;ter Eingang in den von SPD und PDS verabschiedeten Koalitionsvertrag und wurden umgesetzt. Doch es gab auch R&uuml;ckschl&auml;ge f&uuml;r die B&uuml;rgerrechte.\n\nWichtige Entwicklungen der Berliner Innenpolitik aus Sicht der Humanistischen Union waren:\n\nVideo&uuml;berwachung\n\nW&auml;hrend die Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden geregelt ist und immer mit der Zustimmung des Berliner Beauftragten f&uuml;r Datenschutz und Informationsfreiheit erfolgt, wurden in privaten Geb&auml;uden zunehmend Kameras installiert. Besonders bedenklich ist die fast fl&auml;chendeckende &Uuml;berwachung privat-&ouml;ffentlicher R&auml;ume wie Bahnh&ouml;fe, Kaufhauspassagen, Mietskasernen und B&uuml;rgersteigen vor Privath&auml;usern.\n\nDie BVG begann am 1. April 2006 einen einj&auml;hrigen Modellversuch auf den U-Bahn-Linien 2, 6 und 8. Dort werden die Bahnsteige automatisch in einer 24-Stunden-Schleife aufgezeichnet. In einigen Bussen der BVG wird derzeit automatisch aufgezeichnet und nach wenigen Minuten wieder gel&ouml;scht. Die Fahrerin muss die Aufzeichnung per Knopfdruck starten. Ab diesem Moment wird aufgezeichnet. Die letzten sieben Minuten vor dem Knopfdruck sind auch aufgezeichnet.\n\nDurch eine von der Humanistischen Union 2002 unterst&uuml;tzte Klage gegen Dussmann konnte die dortige Video&uuml;berwachung eingeschr&auml;nkt werden. Denn das Kaufhaus &uuml;berwachte nicht nur seine Gesch&auml;fts&auml;ume, sondern auch die vor dem Geb&auml;ude liegenden Arkaden und Teile der Stra&szlig;e.\n\nIndividuelle Kennzeichnung der Polizei\n\nSeit langem fordert die Humanistische Union eine individuelle Kennzeichnung jeder PolizistIn, weil in einem Rechtsstaat staatliches Handeln individuell zurechenbar sein muss. Diese Forderung wurde auch in den Koalitionsvertrag aufgenommen. Allerdings gelang es der Regierung, gegen den massiven Widerstand von Polizei und ihren Interessenvertretern, nur eine Gruppenkennzeichnung durchzusetzen.\n\nInzwischen ist bei geschlossenen Eins&auml;tzen erkennbar, welche Gruppe sich falsch verhalten hat, aber eine einzelne PolizistIn kann f&uuml;r ihr Verhalten nicht bestraft oder belobigt werden. Die Humanistische Union bef&uuml;rchtet sogar, dass durch die Gruppenkennzeichnung der Druck auf die einzelne zunimmt, gegen KollegInnen nicht auszusagen.\n\nDemonstrationsrecht\n\nAuch hier gelang es der Polizei mit ihren Deeskalationspolitik und dem &uuml;berlegten Anwenden von Auflagen, dass fast alle Demonstrationen friedlich stattfinden konnten. Bei Staatsbesuchen wird dagegen aus Sicht der Humanistischen Union zu gro&szlig;z&uuml;gig abgesperrt, damit Staatsg&auml;ste keine oppositionellen Meinungen sehen und h&ouml;ren k&ouml;nnen. Allerdings sind diese Absperrungen im Vergleich zu den tagelangen Vollsperrungen von Innenst&auml;dten und Inseln immer noch gering. Die Bannmeile gibt es immer noch.\n\n1. Mai\n\nNachdem 2002 noch ein Demonstrationsverbot f&uuml;r die Innenstadt verh&auml;ngt wurde (wogegen die Humanistische Union mit einer Kundgebung f&uuml;r die Versammlungsfreiheit protestierte), verfolgte die Polizei zunehmend eine erfolgreiche Deeskalationspolitik. Der Erfolg w&auml;re aber ohne die KreuzbergerInnen nicht denkbar. Mit dem \"Myfest\" gingen sie neue Wege.&nbsp; Die rituelle Mairandale verlagerte sich immer weiter in die Abendstunden, wurde immer weniger und scheint in den kommenden Jahren sogar ganz aufzuh&ouml;ren.\n\nSchleierfahndung \n\nDie Schleierfahndung wurde 2004 ersatzlos aus dem ASOG gestrichen. B&uuml;rgerrechtsorganisationen und&nbsp; Datenschutzbeauftragte kritisierten jahrelang die verdachts- und anlassunabh&auml;ngigen Kontrollen der Polizei. Die Fahndungserfolge von Schleierfahndungen tendierten gegen Null. Nachdem auch der Polizeipr&auml;sident sie nicht mehr entschieden verteidigte, konnte sie auf Antrag von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen abgeschafft werden.\n\nRasterfahndung \n\nEbenfalls wurde 2004 die Rasterfahndung im ASOG eingeschr&auml;nkt. Der Grund daf&uuml;r war die nach dem 11. September 2001 eingeleitete Rasterfahndung. In einem umfangreichen Bericht stellte der Berliner Beauftragte f&uuml;r Datenschutz und Informationsfreiheit fest, dass sie besonders in der ersten Phase gegen bestehende Gesetze versto&szlig;en hatte. Au&szlig;erdem f&uuml;hrte diese Rasterfahndung, wie die vorherigen Rasterfahndungen nicht zu Verhaftungen von Terroristen. Es wurden nur die Daten Tausender Unschuldiger auf einen vagen Verdacht hin &uuml;berpr&uuml;ft.\n\nIn das ASOG wurde aufgenommen, dass die Rasterfahndung auch bei \"Gefahr in Verzug\" von einem Richter genehmigt werden muss. Der Antrag muss eine Errichtungsanordnung, ein Datensicherheitskonzept, eine Risiko-Analyse und eine Beschreibung der technisch-organisatorischen Ma&szlig;nahmen enthalten.\n\nWegweisung bei h&auml;uslicher Gewalt\n\nHier &auml;nderte sich 2003&nbsp; f&uuml;r die Opfer von h&auml;uslicher Gewalt in Berlin die gesetzliche Situation. An diesem Tag erhielt die Polizei nach dem ASOG die M&ouml;glichkeit, die T&auml;terIn aus dem Haus zu verweisen. Bis dahin musste das Opfer das Haus verlassen.\n\nUmbau der Ordnungs&auml;mter\n\n2004 wurden die Befugnisse der Ordnungs&auml;mter ge&auml;ndert. Seitdem gibt es Ordnungskr&auml;fte, die in den Parks und auf der Stra&szlig;e daf&uuml;r sorgen sollen, dass Hunde angeleint, Fahrradfahrer nicht auf den B&uuml;rgersteigen fahren und Abfall in die vorgesehenen M&uuml;lleimer geworfen wird. Die Humanistische Union wandte sich gegen das Gesetz als zu weitgehend. Die Befugnisse der MitarbeiterInnen waren nicht klar abgegrenzt, sie sollten mit Schlagst&ouml;cken und Pfefferspray bewaffnet werden und es wurden teilweise die falschen gesetzlichen Bez&uuml;ge genannt.\n\nFreiwilliger Polizeidienst \n\nDie 1961 geschaffene Freiwillige Polizei-Reserve (FPR) wurde 2002 aufgel&ouml;st. Bei seiner Gr&uuml;ndung sollte die Freiwillige Polizei-Reserve der Polizei in Notlagen helfen und vom Objektschutz entlasten, weil die Westberliner Polizei keine Polizeihilfe aus Westdeutschland holen konnte. Nach der Vereinigung entfiel die urspr&uuml;ngliche Begr&uuml;ndung. In den letzten Jahren war sie im Wesentlichen zu einer rechtslastige Versammlung von Freizeitpolizisten, die sich &uuml;ber die durch Uniformen und Waffen verliehene staatliche Macht freuten, geworden. Aufgrund etlicher Skandale war die Aufl&ouml;sung aus Sicht der Humanistischen Union schon lange &uuml;berf&auml;llig. Dennoch will die CDU die Polizeireserve wieder zu neuem Leben erwecken.\n\nVerfassungsschutz \n\nAufgrund zahlreicher Skandale wurde der Berliner Verfassungsschutz als selbstst&auml;ndige Beh&ouml;rde aufgel&ouml;st und als Abteilung in die Innenverwaltung integriert. Seitdem&nbsp; hei&szlig;t er \"Senatsverwaltung f&uuml;r Inneres - Abteilung II Verfassungsschutz\" und wird von der fr&uuml;heren Datensch&uuml;tzerin Claudia Schmid geleitet.\n\nDie Beh&ouml;rde &ouml;ffnete sich. Kompetente VertreterInnen nahmen an Diskussionen, wie der Republikanischen Vesper zu Rechtsextremismus im Internet, teil, Seine Publikationen wurden immer besser. Der Verfassungsschutz schien zu einer offenen Beh&ouml;rde zu werden, die die Politik und die &Ouml;ffentlichkeit objektiv &uuml;ber Gefahren f&uuml;r die liberale Demokratie aufkl&auml;rte. Der Schock kam dann im Fr&uuml;hjahr, als bekannt wurde, dass der Verfassungsschutz das Berliner Sozialforum &uuml;berwachte. Positiv bei diesem Skandal ist, dass der hiesige Verfassungsschutz seinen Fehler einsah und die Aufzeichnungen vernichten wollte. Nach Protesten wurde die geplante Aktenvernichtung gestoppt und die Betroffenen erhalten entgegen der &uuml;blichen Verfahren eine Einsicht in die Akten.\n\nDie Humanistische Union honoriert das Bem&uuml;hen, diese &Uuml;berwachung aufzukl&auml;ren. Unklar ist allerdings immer noch, welche Rolle das ebenfalls bei der &Uuml;berwachung beteiligte Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz spielte und was getan wird, damit so etwas nicht wieder passiert.\n\nDirekte Demokratie\n\nIm Jahr 2005 erleichterte das Abgeordnetenhaus durch eine &Auml;nderung der Verfassung und des Bezirksverwaltungsgesetzes B&uuml;rgerbegehren und B&uuml;rgerentscheide erheblich. Au&szlig;erdem beschloss das Abgeordnetenhaus, dass Menschen ab 16 Jahren bei der BVV-Wahl abstimmen d&uuml;rfen.\n\nIm Jahr 2006 beschloss das Abgeordnetenhaus durch eine &Auml;nderung der Verfassung die Erleichterung von Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheiden. Diese Verfassungs&auml;nderung kann erst nach einer Best&auml;tigung durch die Volksabstimmung im Rahmen der kommenden Wahl zum Abgeordnetenhaus in Kraft treten.\n\nInformationsfreiheitsgesetz (IFG)\n\nAm Schluss der jetzigen Legislaturperiode wurde das Berliner IFG auf Initiative des Senates, hier besonders der Senatsverwaltung f&uuml;r Stadtentwicklung und Umwelt durch die Ausweitung eines Ausnahmetatbestandes geschw&auml;cht F&uuml;r diese Schw&auml;chung stimmten die SPD und die Linkspartei.PDS. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen stimmten dagegen. CDU und FDP enthielten sich.\n\nEthikunterricht\n\nAb dem Schuljahr 2006\/2007 wird an den Berliner Oberschulen das religi&ouml;s und weltanschaulich neutrale Fach Ethik als verbindliches Unterrichtsfach eingef&uuml;hrt. Die Humanistische Union begleitet die konkrete Ausgestaltung des Faches zusammen mit dem \"Forum gemeinsames Wertefach\" kritisch. Insbesondere h&auml;lt die Humanistische Union es f&uuml;r wichtig, dass in dem neuen Fach nicht nur Kenntnisse &uuml;ber Philosophie und Religionskunde vermittelt werden, sondern auch interkulturelles Lernen und Menschenrechtsbildung ihren Platz haben. Die Einf&uuml;hrung des Faches stie&szlig; auf massiven Widerstand der Kirchen. So k&ouml;nnte auch der Berliner Staatskirchenvertrag mit der Evangelischen Kirche Einfluss auf das Fach nehmen.\n\nFl&uuml;chtlingspolitik\n\nHier werden die Spielr&auml;ume des Landes nicht im Sinne der Fl&uuml;chtlinge genutzt. 2004 bescheinigte die UN Berlin eine inhumane Abschiebepraxis. Immer wieder werden Kinder aus dem Schulunterricht geholt und in Abschiebehaft genommen. Das einzige Vergehen der, teilweise mehrere Monate, in Abschiebehaft sitzenden Menschen ist, dass sie keine g&uuml;ltige Aufenthaltserlaubnis mehr haben. Der Abschiebegewahrsam wird von der Polizei unter Aufsicht der Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde betrieben.\n\nErst nach mehreren Hungerstreiks verbesserte sich in den vergangenen Jahren die Situation in der Abschiebehaft. Allerdings gibt es immer wieder Probleme mit der medizinischen Versorgung. Die Inhaftierten m&uuml;ssen jeden Hafttag bezahlen. Dadurch wird ein weiteres Hindernis f&uuml;r eine sp&auml;tere legale R&uuml;ckkehr nach Deutschland aufgebaut.\n\nBegr&uuml;&szlig;enswert ist, dass es seit 2005 eine H&auml;rtefallkommission gibt. Allerdings kann sie nur Empfehlungen aussprechen. Innensenator Erhart K&ouml;rting (SPD) kann ihnen folgen oder auch nicht. Er ignorierte immer wieder, ohne Begr&uuml;ndung, das Votum der Kommission f&uuml;r einen gesicherten Aufenthalt. Bekannte Beispiele sind die Familie Aydin, ein 39-j&auml;hriger angolanischer Fl&uuml;chtling und ein 21-j&auml;hriger bosnischer Serbe, der &uuml;ber zehn Jahre in Deutschland lebte, bereits eine Stelle hatte und eine Deutsche heiraten wollte.\n\nDie Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde nutzt ihre Ermessungsspielr&auml;ume ausschlie&szlig;lich zum Nachteil der Fl&uuml;chtlinge. Die durchschnittliche Wartezeit betr&auml;gt f&uuml;nf Stunden.\n\nDas Integrationspapier des Senats ist ein Anfang. Ein wirkliches Leitbild f&uuml;r ein multikulturelles Berlin und konkrete Ma&szlig;nahmen dies zu verwirklichen fehlen noch. Das gestalten eines vielf&auml;ltigen Berlins muss Chefsache sein.\n\nStrafvollzug\n\nF&uuml;r Straff&auml;llige und Gefangene &auml;nderte sich in den vergangenen f&uuml;nf Jahren nichts. Der Zustand der Berliner Gef&auml;ngnisse ist weiterhin schlecht. Das gilt f&uuml;r die bauliche Substanz, die trotz abnehmender Gefangenenzahlen immer noch vorhandenen Mehrpersonenzellen, die &Uuml;berbelegung, die wenigen vorzeitigen Entlassungen und den, das Strafvollzugsgesetz ignorierenden Verwahrvollzug. Eine echte Resozialisierung findet kaum statt. Programme zur Haftvermeidung werden nicht ausgebaut. Dabei sind sie erheblich g&uuml;nstiger als Haftpl&auml;tze und senken die Gefahr eines R&uuml;ckfalls. Au&szlig;erdem werden die Verurteilten so nicht vollkommen aus ihrem famili&auml;ren Umfeld gerissen.\n\n2006 beschloss das Abgeordnetenhaus den Bau einer Justizvollzugsanstalt im benachbarten Brandenburg. Die JVA Gro&szlig;beeren wird 650 Pl&auml;tzen haben. Der Bau soll 87 Millionen Euro, der j&auml;hrliche Betrieb ab der geplanten Inbetriebnahme 2012 j&auml;hrlich 24 Millionen Euro kosten. Als Grund wurde die &Uuml;berbelegung der Berliner Gef&auml;ngnisse genannt.\n\nAu&szlig;erdem gab es:\n\nparlamentarische Untersuchungsaussch&uuml;sse zum Bankenskandal und zum Tempodrom\nden Wunsch der Polizei, st&auml;rker auf private Daten zugreifen zu k&ouml;nnen. Telefon&uuml;berwachung, Stille SMS, IMSI-Catcher und DNA-Analyse m&ouml;gen hier als Stichworte gen&uuml;gen. Die Humanistische Union steht diesen Ma&szlig;nahmen skeptisch bis ablehnend gegen&uuml;ber.\neinen, von der Humanistischen Union heftig kritisierten, Probelauf zahlreicher neuer Sicherheits- und &Uuml;berwachungstechnologien im Rahmen der Fu&szlig;ball-WM.\ndatenschutzrechtliche Probleme bei der Einf&uuml;hrung von Hartz IV\ndie Stelle eines Pr&auml;ventionsbeauftragten und eine Landeskommission \"Berlin gegen Gewalt\": Diese ist bisher nur unzureichend mit der Polizei vernetzt. Sie ist zu wenig bekannt. \nAnfang 2005 richtete der Senat eine Leitstelle gegen Diskriminierung aus ethnischen, religi&ouml;sen und weltanschaulichen Gr&uuml;nden ein. Das Berliner Antidiskriminierungsgesetz trat wegen des lange nicht verabschiedeten Bundesgesetzes nicht in Kraft.\nzahlreiche Demonstrationen, die erfolgreich Demonstrationen und Veranstaltungen von Nazis und Neonazis verhinderten.\nim Juli 2002 zahlreiche Verhaftungen innerhalb der rechtsradikalen Musikszene. Die Berliner Polizei verhaftete auch zwei V-M&auml;nner des brandenburgischen und des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz. Toni Stadler und Mirko Hesse waren erfolgreiche Musikproduzenten. ","link":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2006\/bilanz-2001-2006\/","name":"Bilanz 2001-2006","slug":"bilanz-2001-2006","taxonomy":"category","parent":47,"meta":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Bilanz 2001-2006 Archive - HU Berlin-Brandenburg<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2006\/bilanz-2001-2006\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Bilanz 2001-2006 Archive - HU Berlin-Brandenburg\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Eine Bilanz Nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus 2001 schickte die Humanistische Union den Parteien f&uuml;r die Koalitionsverhandlungen einen Katalog von Forderungen. Viele dieser Forderungen wurden bereits in die Verhandlungen zwischen SPD, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und FDP aufgenommen, fanden sp&auml;ter Eingang in den von SPD und PDS verabschiedeten Koalitionsvertrag und wurden umgesetzt. Doch es gab auch R&uuml;ckschl&auml;ge f&uuml;r die B&uuml;rgerrechte. Wichtige Entwicklungen der Berliner Innenpolitik aus Sicht der Humanistischen Union waren: Video&uuml;berwachung W&auml;hrend die Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden geregelt ist und immer mit der Zustimmung des Berliner Beauftragten f&uuml;r Datenschutz und Informationsfreiheit erfolgt, wurden in privaten Geb&auml;uden zunehmend Kameras installiert. Besonders bedenklich ist die fast fl&auml;chendeckende &Uuml;berwachung privat-&ouml;ffentlicher R&auml;ume wie Bahnh&ouml;fe, Kaufhauspassagen, Mietskasernen und B&uuml;rgersteigen vor Privath&auml;usern. Die BVG begann am 1. April 2006 einen einj&auml;hrigen Modellversuch auf den U-Bahn-Linien 2, 6 und 8. Dort werden die Bahnsteige automatisch in einer 24-Stunden-Schleife aufgezeichnet. In einigen Bussen der BVG wird derzeit automatisch aufgezeichnet und nach wenigen Minuten wieder gel&ouml;scht. Die Fahrerin muss die Aufzeichnung per Knopfdruck starten. Ab diesem Moment wird aufgezeichnet. Die letzten sieben Minuten vor dem Knopfdruck sind auch aufgezeichnet. Durch eine von der Humanistischen Union 2002 unterst&uuml;tzte Klage gegen Dussmann konnte die dortige Video&uuml;berwachung eingeschr&auml;nkt werden. Denn das Kaufhaus &uuml;berwachte nicht nur seine Gesch&auml;fts&auml;ume, sondern auch die vor dem Geb&auml;ude liegenden Arkaden und Teile der Stra&szlig;e. Individuelle Kennzeichnung der Polizei Seit langem fordert die Humanistische Union eine individuelle Kennzeichnung jeder PolizistIn, weil in einem Rechtsstaat staatliches Handeln individuell zurechenbar sein muss. Diese Forderung wurde auch in den Koalitionsvertrag aufgenommen. Allerdings gelang es der Regierung, gegen den massiven Widerstand von Polizei und ihren Interessenvertretern, nur eine Gruppenkennzeichnung durchzusetzen. Inzwischen ist bei geschlossenen Eins&auml;tzen erkennbar, welche Gruppe sich falsch verhalten hat, aber eine einzelne PolizistIn kann f&uuml;r ihr Verhalten nicht bestraft oder belobigt werden. Die Humanistische Union bef&uuml;rchtet sogar, dass durch die Gruppenkennzeichnung der Druck auf die einzelne zunimmt, gegen KollegInnen nicht auszusagen. Demonstrationsrecht Auch hier gelang es der Polizei mit ihren Deeskalationspolitik und dem &uuml;berlegten Anwenden von Auflagen, dass fast alle Demonstrationen friedlich stattfinden konnten. Bei Staatsbesuchen wird dagegen aus Sicht der Humanistischen Union zu gro&szlig;z&uuml;gig abgesperrt, damit Staatsg&auml;ste keine oppositionellen Meinungen sehen und h&ouml;ren k&ouml;nnen. Allerdings sind diese Absperrungen im Vergleich zu den tagelangen Vollsperrungen von Innenst&auml;dten und Inseln immer noch gering. Die Bannmeile gibt es immer noch. 1. Mai Nachdem 2002 noch ein Demonstrationsverbot f&uuml;r die Innenstadt verh&auml;ngt wurde (wogegen die Humanistische Union mit einer Kundgebung f&uuml;r die Versammlungsfreiheit protestierte), verfolgte die Polizei zunehmend eine erfolgreiche Deeskalationspolitik. Der Erfolg w&auml;re aber ohne die KreuzbergerInnen nicht denkbar. Mit dem &#8222;Myfest&#8220; gingen sie neue Wege.&nbsp; Die rituelle Mairandale verlagerte sich immer weiter in die Abendstunden, wurde immer weniger und scheint in den kommenden Jahren sogar ganz aufzuh&ouml;ren. Schleierfahndung Die Schleierfahndung wurde 2004 ersatzlos aus dem ASOG gestrichen. B&uuml;rgerrechtsorganisationen und&nbsp; Datenschutzbeauftragte kritisierten jahrelang die verdachts- und anlassunabh&auml;ngigen Kontrollen der Polizei. Die Fahndungserfolge von Schleierfahndungen tendierten gegen Null. Nachdem auch der Polizeipr&auml;sident sie nicht mehr entschieden verteidigte, konnte sie auf Antrag von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen abgeschafft werden. Rasterfahndung Ebenfalls wurde 2004 die Rasterfahndung im ASOG eingeschr&auml;nkt. Der Grund daf&uuml;r war die nach dem 11. September 2001 eingeleitete Rasterfahndung. In einem umfangreichen Bericht stellte der Berliner Beauftragte f&uuml;r Datenschutz und Informationsfreiheit fest, dass sie besonders in der ersten Phase gegen bestehende Gesetze versto&szlig;en hatte. Au&szlig;erdem f&uuml;hrte diese Rasterfahndung, wie die vorherigen Rasterfahndungen nicht zu Verhaftungen von Terroristen. Es wurden nur die Daten Tausender Unschuldiger auf einen vagen Verdacht hin &uuml;berpr&uuml;ft. In das ASOG wurde aufgenommen, dass die Rasterfahndung auch bei &#8222;Gefahr in Verzug&#8220; von einem Richter genehmigt werden muss. Der Antrag muss eine Errichtungsanordnung, ein Datensicherheitskonzept, eine Risiko-Analyse und eine Beschreibung der technisch-organisatorischen Ma&szlig;nahmen enthalten. Wegweisung bei h&auml;uslicher Gewalt Hier &auml;nderte sich 2003&nbsp; f&uuml;r die Opfer von h&auml;uslicher Gewalt in Berlin die gesetzliche Situation. An diesem Tag erhielt die Polizei nach dem ASOG die M&ouml;glichkeit, die T&auml;terIn aus dem Haus zu verweisen. Bis dahin musste das Opfer das Haus verlassen. Umbau der Ordnungs&auml;mter 2004 wurden die Befugnisse der Ordnungs&auml;mter ge&auml;ndert. Seitdem gibt es Ordnungskr&auml;fte, die in den Parks und auf der Stra&szlig;e daf&uuml;r sorgen sollen, dass Hunde angeleint, Fahrradfahrer nicht auf den B&uuml;rgersteigen fahren und Abfall in die vorgesehenen M&uuml;lleimer geworfen wird. Die Humanistische Union wandte sich gegen das Gesetz als zu weitgehend. Die Befugnisse der MitarbeiterInnen waren nicht klar abgegrenzt, sie sollten mit Schlagst&ouml;cken und Pfefferspray bewaffnet werden und es wurden teilweise die falschen gesetzlichen Bez&uuml;ge genannt. Freiwilliger Polizeidienst Die 1961 geschaffene Freiwillige Polizei-Reserve (FPR) wurde 2002 aufgel&ouml;st. Bei seiner Gr&uuml;ndung sollte die Freiwillige Polizei-Reserve der Polizei in Notlagen helfen und vom Objektschutz entlasten, weil die Westberliner Polizei keine Polizeihilfe aus Westdeutschland holen konnte. Nach der Vereinigung entfiel die urspr&uuml;ngliche Begr&uuml;ndung. In den letzten Jahren war sie im Wesentlichen zu einer rechtslastige Versammlung von Freizeitpolizisten, die sich &uuml;ber die durch Uniformen und Waffen verliehene staatliche Macht freuten, geworden. Aufgrund etlicher Skandale war die Aufl&ouml;sung aus Sicht der Humanistischen Union schon lange &uuml;berf&auml;llig. Dennoch will die CDU die Polizeireserve wieder zu neuem Leben erwecken. Verfassungsschutz Aufgrund zahlreicher Skandale wurde der Berliner Verfassungsschutz als selbstst&auml;ndige Beh&ouml;rde aufgel&ouml;st und als Abteilung in die Innenverwaltung integriert. Seitdem&nbsp; hei&szlig;t er &#8222;Senatsverwaltung f&uuml;r Inneres &#8211; Abteilung II Verfassungsschutz&#8220; und wird von der fr&uuml;heren Datensch&uuml;tzerin Claudia Schmid geleitet. Die Beh&ouml;rde &ouml;ffnete sich. Kompetente VertreterInnen nahmen an Diskussionen, wie der Republikanischen Vesper zu Rechtsextremismus im Internet, teil, Seine Publikationen wurden immer besser. Der Verfassungsschutz schien zu einer offenen Beh&ouml;rde zu werden, die die Politik und die &Ouml;ffentlichkeit objektiv &uuml;ber Gefahren f&uuml;r die liberale Demokratie aufkl&auml;rte. Der Schock kam dann im Fr&uuml;hjahr, als bekannt wurde, dass der Verfassungsschutz das Berliner Sozialforum &uuml;berwachte. Positiv bei diesem Skandal ist, dass der hiesige Verfassungsschutz seinen Fehler einsah und die Aufzeichnungen vernichten wollte. Nach Protesten wurde die geplante Aktenvernichtung gestoppt und die Betroffenen erhalten entgegen der &uuml;blichen Verfahren eine Einsicht in die Akten. Die Humanistische Union honoriert das Bem&uuml;hen, diese &Uuml;berwachung aufzukl&auml;ren. Unklar ist allerdings immer noch, welche Rolle das ebenfalls bei der &Uuml;berwachung beteiligte Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz spielte und was getan wird, damit so etwas nicht wieder passiert. Direkte Demokratie Im Jahr 2005 erleichterte das Abgeordnetenhaus durch eine &Auml;nderung der Verfassung und des Bezirksverwaltungsgesetzes B&uuml;rgerbegehren und B&uuml;rgerentscheide erheblich. Au&szlig;erdem beschloss das Abgeordnetenhaus, dass Menschen ab 16 Jahren bei der BVV-Wahl abstimmen d&uuml;rfen. Im Jahr 2006 beschloss das Abgeordnetenhaus durch eine &Auml;nderung der Verfassung die Erleichterung von Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheiden. Diese Verfassungs&auml;nderung kann erst nach einer Best&auml;tigung durch die Volksabstimmung im Rahmen der kommenden Wahl zum Abgeordnetenhaus in Kraft treten. Informationsfreiheitsgesetz (IFG) Am Schluss der jetzigen Legislaturperiode wurde das Berliner IFG auf Initiative des Senates, hier besonders der Senatsverwaltung f&uuml;r Stadtentwicklung und Umwelt durch die Ausweitung eines Ausnahmetatbestandes geschw&auml;cht F&uuml;r diese Schw&auml;chung stimmten die SPD und die Linkspartei.PDS. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen stimmten dagegen. CDU und FDP enthielten sich. Ethikunterricht Ab dem Schuljahr 2006\/2007 wird an den Berliner Oberschulen das religi&ouml;s und weltanschaulich neutrale Fach Ethik als verbindliches Unterrichtsfach eingef&uuml;hrt. Die Humanistische Union begleitet die konkrete Ausgestaltung des Faches zusammen mit dem &#8222;Forum gemeinsames Wertefach&#8220; kritisch. Insbesondere h&auml;lt die Humanistische Union es f&uuml;r wichtig, dass in dem neuen Fach nicht nur Kenntnisse &uuml;ber Philosophie und Religionskunde vermittelt werden, sondern auch interkulturelles Lernen und Menschenrechtsbildung ihren Platz haben. Die Einf&uuml;hrung des Faches stie&szlig; auf massiven Widerstand der Kirchen. So k&ouml;nnte auch der Berliner Staatskirchenvertrag mit der Evangelischen Kirche Einfluss auf das Fach nehmen. Fl&uuml;chtlingspolitik Hier werden die Spielr&auml;ume des Landes nicht im Sinne der Fl&uuml;chtlinge genutzt. 2004 bescheinigte die UN Berlin eine inhumane Abschiebepraxis. Immer wieder werden Kinder aus dem Schulunterricht geholt und in Abschiebehaft genommen. Das einzige Vergehen der, teilweise mehrere Monate, in Abschiebehaft sitzenden Menschen ist, dass sie keine g&uuml;ltige Aufenthaltserlaubnis mehr haben. Der Abschiebegewahrsam wird von der Polizei unter Aufsicht der Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde betrieben. Erst nach mehreren Hungerstreiks verbesserte sich in den vergangenen Jahren die Situation in der Abschiebehaft. Allerdings gibt es immer wieder Probleme mit der medizinischen Versorgung. Die Inhaftierten m&uuml;ssen jeden Hafttag bezahlen. Dadurch wird ein weiteres Hindernis f&uuml;r eine sp&auml;tere legale R&uuml;ckkehr nach Deutschland aufgebaut. Begr&uuml;&szlig;enswert ist, dass es seit 2005 eine H&auml;rtefallkommission gibt. Allerdings kann sie nur Empfehlungen aussprechen. Innensenator Erhart K&ouml;rting (SPD) kann ihnen folgen oder auch nicht. Er ignorierte immer wieder, ohne Begr&uuml;ndung, das Votum der Kommission f&uuml;r einen gesicherten Aufenthalt. Bekannte Beispiele sind die Familie Aydin, ein 39-j&auml;hriger angolanischer Fl&uuml;chtling und ein 21-j&auml;hriger bosnischer Serbe, der &uuml;ber zehn Jahre in Deutschland lebte, bereits eine Stelle hatte und eine Deutsche heiraten wollte. Die Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde nutzt ihre Ermessungsspielr&auml;ume ausschlie&szlig;lich zum Nachteil der Fl&uuml;chtlinge. Die durchschnittliche Wartezeit betr&auml;gt f&uuml;nf Stunden. Das Integrationspapier des Senats ist ein Anfang. Ein wirkliches Leitbild f&uuml;r ein multikulturelles Berlin und konkrete Ma&szlig;nahmen dies zu verwirklichen fehlen noch. Das gestalten eines vielf&auml;ltigen Berlins muss Chefsache sein. Strafvollzug F&uuml;r Straff&auml;llige und Gefangene &auml;nderte sich in den vergangenen f&uuml;nf Jahren nichts. Der Zustand der Berliner Gef&auml;ngnisse ist weiterhin schlecht. Das gilt f&uuml;r die bauliche Substanz, die trotz abnehmender Gefangenenzahlen immer noch vorhandenen Mehrpersonenzellen, die &Uuml;berbelegung, die wenigen vorzeitigen Entlassungen und den, das Strafvollzugsgesetz ignorierenden Verwahrvollzug. Eine echte Resozialisierung findet kaum statt. Programme zur Haftvermeidung werden nicht ausgebaut. Dabei sind sie erheblich g&uuml;nstiger als Haftpl&auml;tze und senken die Gefahr eines R&uuml;ckfalls. Au&szlig;erdem werden die Verurteilten so nicht vollkommen aus ihrem famili&auml;ren Umfeld gerissen. 2006 beschloss das Abgeordnetenhaus den Bau einer Justizvollzugsanstalt im benachbarten Brandenburg. Die JVA Gro&szlig;beeren wird 650 Pl&auml;tzen haben. Der Bau soll 87 Millionen Euro, der j&auml;hrliche Betrieb ab der geplanten Inbetriebnahme 2012 j&auml;hrlich 24 Millionen Euro kosten. Als Grund wurde die &Uuml;berbelegung der Berliner Gef&auml;ngnisse genannt. Au&szlig;erdem gab es: parlamentarische Untersuchungsaussch&uuml;sse zum Bankenskandal und zum Tempodrom den Wunsch der Polizei, st&auml;rker auf private Daten zugreifen zu k&ouml;nnen. Telefon&uuml;berwachung, Stille SMS, IMSI-Catcher und DNA-Analyse m&ouml;gen hier als Stichworte gen&uuml;gen. Die Humanistische Union steht diesen Ma&szlig;nahmen skeptisch bis ablehnend gegen&uuml;ber. einen, von der Humanistischen Union heftig kritisierten, Probelauf zahlreicher neuer Sicherheits- und &Uuml;berwachungstechnologien im Rahmen der Fu&szlig;ball-WM. datenschutzrechtliche Probleme bei der Einf&uuml;hrung von Hartz IV die Stelle eines Pr&auml;ventionsbeauftragten und eine Landeskommission &#8222;Berlin gegen Gewalt&#8220;: Diese ist bisher nur unzureichend mit der Polizei vernetzt. Sie ist zu wenig bekannt. Anfang 2005 richtete der Senat eine Leitstelle gegen Diskriminierung aus ethnischen, religi&ouml;sen und weltanschaulichen Gr&uuml;nden ein. Das Berliner Antidiskriminierungsgesetz trat wegen des lange nicht verabschiedeten Bundesgesetzes nicht in Kraft. zahlreiche Demonstrationen, die erfolgreich Demonstrationen und Veranstaltungen von Nazis und Neonazis verhinderten. im Juli 2002 zahlreiche Verhaftungen innerhalb der rechtsradikalen Musikszene. Die Berliner Polizei verhaftete auch zwei V-M&auml;nner des brandenburgischen und des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz. Toni Stadler und Mirko Hesse waren erfolgreiche Musikproduzenten.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2006\/bilanz-2001-2006\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"HU Berlin-Brandenburg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"CollectionPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2006\\\/bilanz-2001-2006\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2006\\\/bilanz-2001-2006\\\/\",\"name\":\"Bilanz 2001-2006 Archive - HU Berlin-Brandenburg\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2006\\\/bilanz-2001-2006\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2006\\\/bilanz-2001-2006\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Wahl 2006\",\"item\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/category\\\/wahl-2006\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Bilanz 2001-2006\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"HU Berlin-Brandenburg\",\"description\":\"Eine weitere HU Network Website\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/berlin.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Bilanz 2001-2006 Archive - HU Berlin-Brandenburg","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2006\/bilanz-2001-2006\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Bilanz 2001-2006 Archive - HU Berlin-Brandenburg","og_description":"Eine Bilanz Nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus 2001 schickte die Humanistische Union den Parteien f&uuml;r die Koalitionsverhandlungen einen Katalog von Forderungen. Viele dieser Forderungen wurden bereits in die Verhandlungen zwischen SPD, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und FDP aufgenommen, fanden sp&auml;ter Eingang in den von SPD und PDS verabschiedeten Koalitionsvertrag und wurden umgesetzt. Doch es gab auch R&uuml;ckschl&auml;ge f&uuml;r die B&uuml;rgerrechte. Wichtige Entwicklungen der Berliner Innenpolitik aus Sicht der Humanistischen Union waren: Video&uuml;berwachung W&auml;hrend die Video&uuml;berwachung in &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden geregelt ist und immer mit der Zustimmung des Berliner Beauftragten f&uuml;r Datenschutz und Informationsfreiheit erfolgt, wurden in privaten Geb&auml;uden zunehmend Kameras installiert. Besonders bedenklich ist die fast fl&auml;chendeckende &Uuml;berwachung privat-&ouml;ffentlicher R&auml;ume wie Bahnh&ouml;fe, Kaufhauspassagen, Mietskasernen und B&uuml;rgersteigen vor Privath&auml;usern. Die BVG begann am 1. April 2006 einen einj&auml;hrigen Modellversuch auf den U-Bahn-Linien 2, 6 und 8. Dort werden die Bahnsteige automatisch in einer 24-Stunden-Schleife aufgezeichnet. In einigen Bussen der BVG wird derzeit automatisch aufgezeichnet und nach wenigen Minuten wieder gel&ouml;scht. Die Fahrerin muss die Aufzeichnung per Knopfdruck starten. Ab diesem Moment wird aufgezeichnet. Die letzten sieben Minuten vor dem Knopfdruck sind auch aufgezeichnet. Durch eine von der Humanistischen Union 2002 unterst&uuml;tzte Klage gegen Dussmann konnte die dortige Video&uuml;berwachung eingeschr&auml;nkt werden. Denn das Kaufhaus &uuml;berwachte nicht nur seine Gesch&auml;fts&auml;ume, sondern auch die vor dem Geb&auml;ude liegenden Arkaden und Teile der Stra&szlig;e. Individuelle Kennzeichnung der Polizei Seit langem fordert die Humanistische Union eine individuelle Kennzeichnung jeder PolizistIn, weil in einem Rechtsstaat staatliches Handeln individuell zurechenbar sein muss. Diese Forderung wurde auch in den Koalitionsvertrag aufgenommen. Allerdings gelang es der Regierung, gegen den massiven Widerstand von Polizei und ihren Interessenvertretern, nur eine Gruppenkennzeichnung durchzusetzen. Inzwischen ist bei geschlossenen Eins&auml;tzen erkennbar, welche Gruppe sich falsch verhalten hat, aber eine einzelne PolizistIn kann f&uuml;r ihr Verhalten nicht bestraft oder belobigt werden. Die Humanistische Union bef&uuml;rchtet sogar, dass durch die Gruppenkennzeichnung der Druck auf die einzelne zunimmt, gegen KollegInnen nicht auszusagen. Demonstrationsrecht Auch hier gelang es der Polizei mit ihren Deeskalationspolitik und dem &uuml;berlegten Anwenden von Auflagen, dass fast alle Demonstrationen friedlich stattfinden konnten. Bei Staatsbesuchen wird dagegen aus Sicht der Humanistischen Union zu gro&szlig;z&uuml;gig abgesperrt, damit Staatsg&auml;ste keine oppositionellen Meinungen sehen und h&ouml;ren k&ouml;nnen. Allerdings sind diese Absperrungen im Vergleich zu den tagelangen Vollsperrungen von Innenst&auml;dten und Inseln immer noch gering. Die Bannmeile gibt es immer noch. 1. Mai Nachdem 2002 noch ein Demonstrationsverbot f&uuml;r die Innenstadt verh&auml;ngt wurde (wogegen die Humanistische Union mit einer Kundgebung f&uuml;r die Versammlungsfreiheit protestierte), verfolgte die Polizei zunehmend eine erfolgreiche Deeskalationspolitik. Der Erfolg w&auml;re aber ohne die KreuzbergerInnen nicht denkbar. Mit dem &#8222;Myfest&#8220; gingen sie neue Wege.&nbsp; Die rituelle Mairandale verlagerte sich immer weiter in die Abendstunden, wurde immer weniger und scheint in den kommenden Jahren sogar ganz aufzuh&ouml;ren. Schleierfahndung Die Schleierfahndung wurde 2004 ersatzlos aus dem ASOG gestrichen. B&uuml;rgerrechtsorganisationen und&nbsp; Datenschutzbeauftragte kritisierten jahrelang die verdachts- und anlassunabh&auml;ngigen Kontrollen der Polizei. Die Fahndungserfolge von Schleierfahndungen tendierten gegen Null. Nachdem auch der Polizeipr&auml;sident sie nicht mehr entschieden verteidigte, konnte sie auf Antrag von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen abgeschafft werden. Rasterfahndung Ebenfalls wurde 2004 die Rasterfahndung im ASOG eingeschr&auml;nkt. Der Grund daf&uuml;r war die nach dem 11. September 2001 eingeleitete Rasterfahndung. In einem umfangreichen Bericht stellte der Berliner Beauftragte f&uuml;r Datenschutz und Informationsfreiheit fest, dass sie besonders in der ersten Phase gegen bestehende Gesetze versto&szlig;en hatte. Au&szlig;erdem f&uuml;hrte diese Rasterfahndung, wie die vorherigen Rasterfahndungen nicht zu Verhaftungen von Terroristen. Es wurden nur die Daten Tausender Unschuldiger auf einen vagen Verdacht hin &uuml;berpr&uuml;ft. In das ASOG wurde aufgenommen, dass die Rasterfahndung auch bei &#8222;Gefahr in Verzug&#8220; von einem Richter genehmigt werden muss. Der Antrag muss eine Errichtungsanordnung, ein Datensicherheitskonzept, eine Risiko-Analyse und eine Beschreibung der technisch-organisatorischen Ma&szlig;nahmen enthalten. Wegweisung bei h&auml;uslicher Gewalt Hier &auml;nderte sich 2003&nbsp; f&uuml;r die Opfer von h&auml;uslicher Gewalt in Berlin die gesetzliche Situation. An diesem Tag erhielt die Polizei nach dem ASOG die M&ouml;glichkeit, die T&auml;terIn aus dem Haus zu verweisen. Bis dahin musste das Opfer das Haus verlassen. Umbau der Ordnungs&auml;mter 2004 wurden die Befugnisse der Ordnungs&auml;mter ge&auml;ndert. Seitdem gibt es Ordnungskr&auml;fte, die in den Parks und auf der Stra&szlig;e daf&uuml;r sorgen sollen, dass Hunde angeleint, Fahrradfahrer nicht auf den B&uuml;rgersteigen fahren und Abfall in die vorgesehenen M&uuml;lleimer geworfen wird. Die Humanistische Union wandte sich gegen das Gesetz als zu weitgehend. Die Befugnisse der MitarbeiterInnen waren nicht klar abgegrenzt, sie sollten mit Schlagst&ouml;cken und Pfefferspray bewaffnet werden und es wurden teilweise die falschen gesetzlichen Bez&uuml;ge genannt. Freiwilliger Polizeidienst Die 1961 geschaffene Freiwillige Polizei-Reserve (FPR) wurde 2002 aufgel&ouml;st. Bei seiner Gr&uuml;ndung sollte die Freiwillige Polizei-Reserve der Polizei in Notlagen helfen und vom Objektschutz entlasten, weil die Westberliner Polizei keine Polizeihilfe aus Westdeutschland holen konnte. Nach der Vereinigung entfiel die urspr&uuml;ngliche Begr&uuml;ndung. In den letzten Jahren war sie im Wesentlichen zu einer rechtslastige Versammlung von Freizeitpolizisten, die sich &uuml;ber die durch Uniformen und Waffen verliehene staatliche Macht freuten, geworden. Aufgrund etlicher Skandale war die Aufl&ouml;sung aus Sicht der Humanistischen Union schon lange &uuml;berf&auml;llig. Dennoch will die CDU die Polizeireserve wieder zu neuem Leben erwecken. Verfassungsschutz Aufgrund zahlreicher Skandale wurde der Berliner Verfassungsschutz als selbstst&auml;ndige Beh&ouml;rde aufgel&ouml;st und als Abteilung in die Innenverwaltung integriert. Seitdem&nbsp; hei&szlig;t er &#8222;Senatsverwaltung f&uuml;r Inneres &#8211; Abteilung II Verfassungsschutz&#8220; und wird von der fr&uuml;heren Datensch&uuml;tzerin Claudia Schmid geleitet. Die Beh&ouml;rde &ouml;ffnete sich. Kompetente VertreterInnen nahmen an Diskussionen, wie der Republikanischen Vesper zu Rechtsextremismus im Internet, teil, Seine Publikationen wurden immer besser. Der Verfassungsschutz schien zu einer offenen Beh&ouml;rde zu werden, die die Politik und die &Ouml;ffentlichkeit objektiv &uuml;ber Gefahren f&uuml;r die liberale Demokratie aufkl&auml;rte. Der Schock kam dann im Fr&uuml;hjahr, als bekannt wurde, dass der Verfassungsschutz das Berliner Sozialforum &uuml;berwachte. Positiv bei diesem Skandal ist, dass der hiesige Verfassungsschutz seinen Fehler einsah und die Aufzeichnungen vernichten wollte. Nach Protesten wurde die geplante Aktenvernichtung gestoppt und die Betroffenen erhalten entgegen der &uuml;blichen Verfahren eine Einsicht in die Akten. Die Humanistische Union honoriert das Bem&uuml;hen, diese &Uuml;berwachung aufzukl&auml;ren. Unklar ist allerdings immer noch, welche Rolle das ebenfalls bei der &Uuml;berwachung beteiligte Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz spielte und was getan wird, damit so etwas nicht wieder passiert. Direkte Demokratie Im Jahr 2005 erleichterte das Abgeordnetenhaus durch eine &Auml;nderung der Verfassung und des Bezirksverwaltungsgesetzes B&uuml;rgerbegehren und B&uuml;rgerentscheide erheblich. Au&szlig;erdem beschloss das Abgeordnetenhaus, dass Menschen ab 16 Jahren bei der BVV-Wahl abstimmen d&uuml;rfen. Im Jahr 2006 beschloss das Abgeordnetenhaus durch eine &Auml;nderung der Verfassung die Erleichterung von Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheiden. Diese Verfassungs&auml;nderung kann erst nach einer Best&auml;tigung durch die Volksabstimmung im Rahmen der kommenden Wahl zum Abgeordnetenhaus in Kraft treten. Informationsfreiheitsgesetz (IFG) Am Schluss der jetzigen Legislaturperiode wurde das Berliner IFG auf Initiative des Senates, hier besonders der Senatsverwaltung f&uuml;r Stadtentwicklung und Umwelt durch die Ausweitung eines Ausnahmetatbestandes geschw&auml;cht F&uuml;r diese Schw&auml;chung stimmten die SPD und die Linkspartei.PDS. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen stimmten dagegen. CDU und FDP enthielten sich. Ethikunterricht Ab dem Schuljahr 2006\/2007 wird an den Berliner Oberschulen das religi&ouml;s und weltanschaulich neutrale Fach Ethik als verbindliches Unterrichtsfach eingef&uuml;hrt. Die Humanistische Union begleitet die konkrete Ausgestaltung des Faches zusammen mit dem &#8222;Forum gemeinsames Wertefach&#8220; kritisch. Insbesondere h&auml;lt die Humanistische Union es f&uuml;r wichtig, dass in dem neuen Fach nicht nur Kenntnisse &uuml;ber Philosophie und Religionskunde vermittelt werden, sondern auch interkulturelles Lernen und Menschenrechtsbildung ihren Platz haben. Die Einf&uuml;hrung des Faches stie&szlig; auf massiven Widerstand der Kirchen. So k&ouml;nnte auch der Berliner Staatskirchenvertrag mit der Evangelischen Kirche Einfluss auf das Fach nehmen. Fl&uuml;chtlingspolitik Hier werden die Spielr&auml;ume des Landes nicht im Sinne der Fl&uuml;chtlinge genutzt. 2004 bescheinigte die UN Berlin eine inhumane Abschiebepraxis. Immer wieder werden Kinder aus dem Schulunterricht geholt und in Abschiebehaft genommen. Das einzige Vergehen der, teilweise mehrere Monate, in Abschiebehaft sitzenden Menschen ist, dass sie keine g&uuml;ltige Aufenthaltserlaubnis mehr haben. Der Abschiebegewahrsam wird von der Polizei unter Aufsicht der Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde betrieben. Erst nach mehreren Hungerstreiks verbesserte sich in den vergangenen Jahren die Situation in der Abschiebehaft. Allerdings gibt es immer wieder Probleme mit der medizinischen Versorgung. Die Inhaftierten m&uuml;ssen jeden Hafttag bezahlen. Dadurch wird ein weiteres Hindernis f&uuml;r eine sp&auml;tere legale R&uuml;ckkehr nach Deutschland aufgebaut. Begr&uuml;&szlig;enswert ist, dass es seit 2005 eine H&auml;rtefallkommission gibt. Allerdings kann sie nur Empfehlungen aussprechen. Innensenator Erhart K&ouml;rting (SPD) kann ihnen folgen oder auch nicht. Er ignorierte immer wieder, ohne Begr&uuml;ndung, das Votum der Kommission f&uuml;r einen gesicherten Aufenthalt. Bekannte Beispiele sind die Familie Aydin, ein 39-j&auml;hriger angolanischer Fl&uuml;chtling und ein 21-j&auml;hriger bosnischer Serbe, der &uuml;ber zehn Jahre in Deutschland lebte, bereits eine Stelle hatte und eine Deutsche heiraten wollte. Die Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde nutzt ihre Ermessungsspielr&auml;ume ausschlie&szlig;lich zum Nachteil der Fl&uuml;chtlinge. Die durchschnittliche Wartezeit betr&auml;gt f&uuml;nf Stunden. Das Integrationspapier des Senats ist ein Anfang. Ein wirkliches Leitbild f&uuml;r ein multikulturelles Berlin und konkrete Ma&szlig;nahmen dies zu verwirklichen fehlen noch. Das gestalten eines vielf&auml;ltigen Berlins muss Chefsache sein. Strafvollzug F&uuml;r Straff&auml;llige und Gefangene &auml;nderte sich in den vergangenen f&uuml;nf Jahren nichts. Der Zustand der Berliner Gef&auml;ngnisse ist weiterhin schlecht. Das gilt f&uuml;r die bauliche Substanz, die trotz abnehmender Gefangenenzahlen immer noch vorhandenen Mehrpersonenzellen, die &Uuml;berbelegung, die wenigen vorzeitigen Entlassungen und den, das Strafvollzugsgesetz ignorierenden Verwahrvollzug. Eine echte Resozialisierung findet kaum statt. Programme zur Haftvermeidung werden nicht ausgebaut. Dabei sind sie erheblich g&uuml;nstiger als Haftpl&auml;tze und senken die Gefahr eines R&uuml;ckfalls. Au&szlig;erdem werden die Verurteilten so nicht vollkommen aus ihrem famili&auml;ren Umfeld gerissen. 2006 beschloss das Abgeordnetenhaus den Bau einer Justizvollzugsanstalt im benachbarten Brandenburg. Die JVA Gro&szlig;beeren wird 650 Pl&auml;tzen haben. Der Bau soll 87 Millionen Euro, der j&auml;hrliche Betrieb ab der geplanten Inbetriebnahme 2012 j&auml;hrlich 24 Millionen Euro kosten. Als Grund wurde die &Uuml;berbelegung der Berliner Gef&auml;ngnisse genannt. Au&szlig;erdem gab es: parlamentarische Untersuchungsaussch&uuml;sse zum Bankenskandal und zum Tempodrom den Wunsch der Polizei, st&auml;rker auf private Daten zugreifen zu k&ouml;nnen. Telefon&uuml;berwachung, Stille SMS, IMSI-Catcher und DNA-Analyse m&ouml;gen hier als Stichworte gen&uuml;gen. Die Humanistische Union steht diesen Ma&szlig;nahmen skeptisch bis ablehnend gegen&uuml;ber. einen, von der Humanistischen Union heftig kritisierten, Probelauf zahlreicher neuer Sicherheits- und &Uuml;berwachungstechnologien im Rahmen der Fu&szlig;ball-WM. datenschutzrechtliche Probleme bei der Einf&uuml;hrung von Hartz IV die Stelle eines Pr&auml;ventionsbeauftragten und eine Landeskommission &#8222;Berlin gegen Gewalt&#8220;: Diese ist bisher nur unzureichend mit der Polizei vernetzt. Sie ist zu wenig bekannt. Anfang 2005 richtete der Senat eine Leitstelle gegen Diskriminierung aus ethnischen, religi&ouml;sen und weltanschaulichen Gr&uuml;nden ein. Das Berliner Antidiskriminierungsgesetz trat wegen des lange nicht verabschiedeten Bundesgesetzes nicht in Kraft. zahlreiche Demonstrationen, die erfolgreich Demonstrationen und Veranstaltungen von Nazis und Neonazis verhinderten. im Juli 2002 zahlreiche Verhaftungen innerhalb der rechtsradikalen Musikszene. Die Berliner Polizei verhaftete auch zwei V-M&auml;nner des brandenburgischen und des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz. Toni Stadler und Mirko Hesse waren erfolgreiche Musikproduzenten.","og_url":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2006\/bilanz-2001-2006\/","og_site_name":"HU Berlin-Brandenburg","twitter_card":"summary_large_image","schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"CollectionPage","@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2006\/bilanz-2001-2006\/","url":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2006\/bilanz-2001-2006\/","name":"Bilanz 2001-2006 Archive - HU Berlin-Brandenburg","isPartOf":{"@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/#website"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2006\/bilanz-2001-2006\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2006\/bilanz-2001-2006\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Wahl 2006","item":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/category\/wahl-2006\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Bilanz 2001-2006"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/","name":"HU Berlin-Brandenburg","description":"Eine weitere HU Network Website","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories\/55","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories"}],"about":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/taxonomies\/category"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories\/47"}],"wp:post_type":[{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/presse?categories=55"},{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/termin?categories=55"},{"href":"https:\/\/berlin.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/thema?categories=55"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}